Cannabis & Sport: Ist Es Doping?

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Cannabis & Sport: Ist Es Doping?

Es gibt eine zunehmende Tendenz, daß Athleten ihr Trainingsprogramm mit Cannabis unterstützen. Sollte es also als Doping angesehen werden?

Während Mythen rund um Cannabis vermuten lassen, daß es einen in einen hirntoten Blödmann verwandelt, wird es von vielen tatsächlich als eine Möglichkeit der Erschließung von verstärkter Kreativität, logischem Denken und Inspiration genutzt. Es gibt viele Schriftsteller, Künstler und Musiker, die Cannabis verwenden, um zu helfen, daß sich "die Ventile öffnen", damit ihre Ideen und Kreativität frei fließen können - oft mit tollen Ergebnissen. Aber geht diese Verbesserung durch Cannabis weiter, wie zum Beispiel in die physischen und kognitiven Bereiche des Sports? Nach Angaben der World Anti-Doping Agentur (WADA) ja.

Man muss sich nur die Nachrichten der letzten zehn Jahre ansehen und man sieht eine wachsende Zahl von Berichten über Profisportler, denen man ihre Auszeichnungen aberkannt hat, die Sponsorenverträge verloren haben oder allgemein von den Medien für ihren Cannabiskonsum gescholten wurden. Es gibt auch eine wachsende Tendenz des Cannabiskonsums unter Extremsportlern, die Marihuana verwenden, um sich auf ganz neue Leistungsniveaus zu bringen.

WIE VERBESSERT CANNABIS DIE LEISTUNG?

Wenn man die Wirkung von Cannabis analysiert, dann ist es recht einfach zu sehen, warum es als leistungssteigernd gilt. In Bezug auf die kognitiven Fähigkeiten kann es Angst und Furcht verringern; es kann einen in "die Zone" bringen und für Sportler den Unterschied zwischen Sieg und Misserfolg ausmachen - insbesondere für die, die Extremsport betreiben und die ganze Zeit mit Angst auslösenden Situationen konfrontiert sind.

Ross Rebagliati hatte das Glück seine Medaille nicht wegen Cannabiskonsums zu verlieren, aber jetzt, da es eine verbotene Substanz ist, haben andere Sportler nicht so viel Glück.

Es besteht auch die Vorstellung, daß Cannabis die Schlaferholzeit verbessert, was sehr vorteilhaft für Athleten ist, die in einem kurzen Zeitraum an mehreren Veranstaltungen teilnehmen. Es hat auch Auswirkungen auf die Sauerstoffversorgung, Konzentration und Muskelentspannung - die alle von MJ ein bisschen verbessert werden.

EIN WIDERSPRUCH: GEMISCHTE AUSSAGEN VON DEN MEDIEN

Du wirst Dich vielleicht (oder auch nicht) erinnern, aber vor einiger Zeit wurde Michael Phelps, der meistdekorierteste Olympionike, der jemals über diese Erde wandelte, dabei gefilmt, als er einen richtig fetten Zug von einer Bong nahm. Wie Du Dir vorstellen kannst, hatten die Medien einen großen Tag mit der Nachricht und schnell verlor er so ziemlich alle Verträge, Unterstützung und Ruhm über Nacht - aus dem Nationalhelden wurde fast augenblicklich ein Superschurke. Es wurde sogar diskutiert, ob sein teuflischer Cannabiskonsum der Grund für solch großartige Erfolge bei den Olympischen Spielen gewesen sein könnte. Es ist eine Geschichte, die verschiedenen Athleten zugestossen ist, nachdem sie mit Marihuana erwischt wurden, darunter NFL Spitzenspieler und Extremsportler.

Die Sache ist aber, jedes Mal, wenn die Medien berichten, daß ein Athlet sich mit Cannabis gedopt hat, um so seine Leistung zu verbessern, um zu betrügen, hilft dies den Mythos zu zerstreuen, den sie so heftig verteidigen - nämlich daß Cannabis einen zu einer Hohlbratze macht. Sicher, wenn man es übertreibt, dann kann es schonmal passieren, daß man seinen Hintern für eine Stunde nicht mehr vom Sofa bekommt, aber die Idee, daß der regelmäßige Cannabiskonsum einen zu einem hirnlosen Zombie macht, war schon immer bestenfalls eine Annahme. Du musst Dir nur einmal die jüngste lächerliche Kampagne "Kiffer-Faultier" von der australischen Regierung ansehen, um die verzweifelte und lächerliche Natur dieses Arguments zu sehen.

Sollte man den Konsum von Cannabis also als Doping im Sport sehen? Theoretisch ja. Es ist erwiesen, daß es vorteilhafte Wirkungen hat, die Athleten helfen ihre normalen Grenzen zu überwinden. Wie lange diese Wirkungen nach dem Gebrauch anhalten und welche Absicht hinter dem Konsum steckt, müssen berücksichtigt werden. Es ist eine schwierige Situation, denn Cannabinoide können für eine recht lange Zeit im Körper verbleiben. Bleibt zu hoffen, daß die ständig neu auftauchenden Studien helfen die WADA umzustimmen und einen milderen Ansatz zu finden - so wie sie es mit Koffein gemacht hat (das auch einmal verboten war).