Anbautipp: Wie und wann den Hanf ernten

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Anbautipp: Wie und wann den Hanf ernten

Niemand möchte sehen, daß seine geliebten Hanfpflanzen kurz vor dem Zieleinlauf ins Straucheln geraten, daher haben wir hier eine kurze Anleitung, um die beste Zeit zum Ernten abzupassen.

Wenn Du das Beste aus Deinen Pflanzen herausholen willst, dann ist es wichtig zu wissen wann der richtige Zeitpunkt ist und wie man es macht. Wenn man es falsch macht, kann es zu schwachem oder seltsam schmeckenden Marihuana führen - was wirklich niemand will! Es ist ein Fehler, den Anfänger oft begehen und eine Schande, wenn man an dieser letzten Hürde scheitert. Um zu helfen, daß solch eine Tragödie nicht stattfindet, haben wir eine Anleitung zusammengestellt, damit Du wie ein Profi erntest.

1. Besorg Dir ein Taschenmikroskop

Wenn Hanf blüht, bringt er viele kleine Trichomen hervor, die voller Cannabinoide sind. Indem Du diese Trichomen bei ihrer Entwicklung beobachtest, gewinnst Du einen guten Einblick wann die beste Zeit für die Ernte ist. Um dies zu tun benötigst Du allerdings ein Taschenmikroskop mit einer Vergrößerung von 25-100x. Damit kannst Du leicht beobachten, wie die Trichomen sich auf den Blüten entwickeln. Wonach Du Ausschau hältst, ist eine Änderung der Farbe. Anfangs sollten sie zunächst klar sein, sich dann eintrüben und dann schließlich beginnen sich bernsteinfarben zu verfärben. Wenn die Mehrheit der Trichomen trüb ist, ist der Cannabinoidgehalt am höchsten. Wenn die Trichomen beginnen die Farbe von Bernstein anzunehmen, dann hat der Cannabinoidgehalt den Zenit überschritten und beginnt sich abzubauen.

Es ist erwähnenswert, daß die Farbe nicht für jede Hanfsorte die selbe ist. Einige Sorten entwickeln tatsächlich zunächst bernsteinfarbene Trichomen, was einem einen Höllenschreck einjagen kann, wenn man nicht darauf vorbereitet ist. Wichtig ist, daß man nach der ersten Farbveränderung Ausschau hält.

2. Spüle Deine Pflanze

Stell während der letzten zwei Wochen der Blüte die Nährstoffgabe ein und fang an den Boden zu spülen. Dies wird dazu beitragen, daß alle angesammelten Salze und restlichen Nährstoffe aus dem Boden entfernt werden, was Deinen Hanf dazu zwingt auf seine Reserven zurückzugreifen. Das mag für einige seltsam klingen, doch es ist vernünftig. Du möchtest, daß Deine Pflanze all seine Reserven aufbraucht, so daß Zucker, Stärke und alle anderen Nährstoffe aufgebraucht sind, bevor Du erntest. Wenn man zulässt, daß sie in der Pflanze verbleiben, kann es dazu führen, daß die Knospen bitter schmecken, der Rauch harsch ist und sie schwieriger zu verbrennen sind.

Zunächst einmal, da das Spülen etwa 2 Wochen vor der Ernte beginnt, möchtest Du den Zeitpunkt abpassen, zu dem der Großteil der Trichomen trübe sein wird. Dies kann sehr schwierig sein und bedarf einiger Praxis. Behalte ein Auge auf die Rate, mit der die Trichomen sich verändern und triff eine fundierte Abschätzung, wie lange es dauern wird, bis sich die meisten verändert haben werden.

Für eine Spülung solltest Du reines, klares Wasser verwenden. Zuerst sättigst Du den Boden so, daß das Wasser glatt abläuft. Nun gibst Du dem Wasser 5-10 Minuten, damit es die Salze und Nährstoffe löst. Nun folgt ein weiteres Einweichen. Dieser nächste Schub Wasser wird helfen, daß die jetzt gelösten Stoffe durch den Boden und aus der Unterseite des Topfes ablaufen (oder tiefer in den Boden, wenn Du im Freien anbaust). Dies ist als Zwei-Schritte-Spülung bekannt. Für die letzten zwei Wochen musst Du dies in regelmäßigen Abständen wiederholen, um sicherzustellen, daß der Boden komplett gereinigt wird.

Tatsächlich kannst Du testen, ob Dein Hanf all seine eingelagerten Nährstoffe aufgebraucht hat. Brich einfach ein Blatt ab und probiere den Geschmack des Saftes, der aus dem Stiel kommt. Wenn er bitter ist, dann sind immer noch Nährstoffe in der Pflanze vorhanden. Wenn er wie Wasser schmeckt, dann kann es losgehen!

3. Ernte bevor die Lichter angehen

Schließlich noch ein oft übersehener Profitipp - ernte bevor die Lichter angehen oder vor Sonnenaufgang, wenn Du im Freien anbaust. Während es dunkel ist, lagert der Hanf Stärke in seinen Wurzeln ein und "pumpt" sie in die Pflanze, wenn er Licht ausgesetzt ist. Indem Du im Dunklen erntest, stellst Du sicher, daß der potentielle Stärkegehalt minimal ist. Das Ergebnis ist ein viel weicherer Rauch.