Allergien Gegen Cannabis Werden Eigentlich Von Schimmel Und Pollen Verursacht

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Allergien Gegen Cannabis Werden Eigentlich Von Schimmel Und Pollen Verursacht

Die Legalisierung in den USA wirft neue Gesundheitsfragen auf: Kann Cannabis Allergien verursachen? Vielleicht, aber die Hauptursache für allergische Reaktionen der Haut oder der Atemwege sind Pollen oder schimmlige Buds, nicht Hanfblüten, THC oder CBD. Beschäftigte in der Cannabisindustrie scheinen stärker betroffen zu sein.

Genauso wie viele andere Pflanzen und Tiere, so kann auch Cannabis bei Menschen gewisse allergische Reaktionen hervorrufen. Aber kein Grund zur Panik: Nur eine sehr begrenzte Anzahl an Personen ist davon betroffen und die charakteristischen Bestandteile im Cannabis, wie z.B die Cannabinoide, sind nicht verantwortlich für die Verursachung der Allergien. Im Gegenteil, THC und CBD wurden in Untersuchungen im Labor und in der praktischen Medizin eine entzündungshemmende Wirkung nachgewiesen.

Bei vielen Personen treten manchmal einige mäßige oder schwerere allergische Reaktionen auf, die oft von Pflanzenpollen, Schimmel oder evtl. Haustieren ausgelöst werden. Die meisten der allergieauslösenden Substanzen sind klar identifiziert: Wir wissen, dass ein sehr gängiges Protein Allergien auslösen kann. Dieses Protein gibt es auch reichlich in der Cannabispflanze, aber eigentlich weist keine Untersuchung auf einen spezifischen Bestandteil von Cannabis als Verursacher für Allergien hin. Laut der heute verfügbaren Daten sind die wahrscheinlichsten Verursacher von Allergien und anderen unerwarteten, nachteiligen Nebenwirkungen, Schimmel und Pestizide, die in Buds oder Extrakten von schlechter Qualität enthalten sein können.

SYMPTOME EINER CANNABIS(ODER SCHIMMEL)-ALLERGIE

Bei einer begrenzten Anzahl von Patienten können Cannabispollen oder das Einatmen des Rauchs allergische Rhinitis, Bindehautentzündung, Asthma, eine verstopfte Nase oder Pharyngitis auslösen. Eine neue Betrachtung früherer Studien wurde vor kurzem in der Fachzeitschrift Annals of Allergy, Asthma & Immunology veröffentlicht. Laut dieser Studien können Cannabispollen verantwortlich sein für Symptome wie eine laufende Nase, Entzündungen, Husten, Niesen und Schwellungen um die Augen. Auf der Haut können Entzündungen auftreten, mit Nesselausschlägen und Juckreiz. Obwohl verschiedene Studien auf berufsbedingte allergische Kontaktdermatitis und Atemwegserkrankungen hinweisen, sind Cannabisallergien immer noch eher selten. Forscher versuchen sich nun auf den Zusammenhang von vermeintlich durch Cannabis verursachten Allergien und der kürzlich erfolgten Legalisierung in den USA und Kanada zu fokussieren.

GEWERBLICHE ZÜCHTER KÖNNEN LEICHTER ALLERGIEN ENTWICKELN

Die große Mehrheit der berichteten Allergiefälle betreffen Menschen, die oftmals großen Mengen des Pflanzenmaterials ausgesetzt sind, so wie Grower, Trimmer, Verarbeiter oder Budtender. Personen, die vormals nie nachteilige Reaktionen auf Cannabis hatten, entwickelten Nesselsucht oder Juckreiz, nachdem sie mit der Pflanze arbeiteten. Dies kann zu einem Problem für diejenigen werden, die versuchen einen Job in der florierenden Cannabisindustrie zu bekommen.

In Ländern, in denen der Anbau reguliert ist, wird regelmäßig von Allergien in Verbindung mit Cannabis berichtet, da nun eine breite Masse am Konsum beteiligt ist. Allergien können sich entweder nach einer kurzen oder langen Zeitspanne entwickeln, und Menschen, die in der Nähe von großen Cannabisplantagen leben scheinen eine höhere Anfälligkeit gegenüber den sich von den Pflanzen ausbreitenden Pollen oder Schimmel zu haben. Ärzte ermutigen Züchter nun, ihre Haut und Atemwege bei der Arbeit mit den Pflanzen zu schützen. Alle Bereiche der Anbauflächen sollten sauber und gut belüftet sein, um die für allergene Parasiten die unfruchtbarste Umgebung zu schaffen. Trotzdem können Cannabispollen kilometerweit in der Luft segeln und hermaphroditische weibliche Pflanzen können auch Pollen erzeugen.

SCHIMMEL IST DER HAUPTSCHULDIGE BEI ALLERGIEN

Konsultiere einen Arzt, solltest Du Anzeichen ernsthafter allergischer Reaktionen haben. Sie oder er wird wahrscheinlich nichts über Allergien im Zusammenhang mit Cannabis wissen, aber der Patient wird schon irgendwie behandelt. Obwohl diese Allergien nicht sehr häufig sind, können sie genauso wie andere Allergien auch behandelt werden. Cannabis-Allergene in Pollen, Blüten oder Blättern können sogar mit anderen allergieauslösenden Bestandteilen von Pflanzen, wie Fruchtschalen und Pollen, eine Kreuzreaktion auslösen, was die ärztliche Diagnose kompliziert. Die Identifizierung aller möglichen Cannabis-Allergene würde dabei helfen, die möglichen Risiken für empfindliche Patienten oder Arbeiter in der Cannabisindustrie einschätzen zu können.

Während wir auf weitere Forschungsergebnisse warten, macht es Sinn daran zu erinnern, dass Cannabis schimmeln kann, wenn es nicht sachgemäß konserviert und gelagert wird. Menschen, die gegen Schimmel allergisch sind, könnten Reaktionen zeigen und im unglücklichsten Fall sogar gleichzeitig sowohl auf das Pflanzenmaterial, als auch auf den Schimmel reagieren. Es wird zudem berichtet, dass Cannabis in besserer Qualität zu einem Rückgang der Allergien führt. Selbstverständlich ist es wichtig zu wissen, wo die Buds und Extrakte herkommen und wie die Pflanzen angebaut wurden. Es ist außerdem hilfreich zu wissen, wie man Anzeichen von Schimmel und die Verwendung von Pestiziden erkennen kann.

CANNABIS IST EHER EIN ENTZÜNDUNGSHEMMER, ALS EIN ALLERGEN

Während es noch unsicher ist, ob Cannabinoide und andere chemische Bestandteile im Cannabis tatsächlich Allergien auslösen können, ist es ziemlich sicher, dass THC und CBD Entzündungen bekämpfen können und somit auch einige Symptome von Allergien. Auf Cannabis basierende Behandlungsmethoden bei Hautirritationen und anderen allergischen Symptomen waren normalerweise zugänglich, bevor die Pflanze in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kriminalisiert wurde.

Die heutige Wissenschaft macht verstärkt darauf aufmerksam, dass Cannabinoid-Rezeptoren eine entscheidende Rolle bei der Regulierung des Immunsystems von Säugetieren einnimmt. Einige jüngere Studien, darunter eine mit dem Titel "Cannabinoide als neuartiges entzündungshemmendes Medikament", legen nahe, dass Cannabis bei der Behandlung von Allergien und Autoimmunerkrankungen helfen kann. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Mäuse, deren Cannabinoid-Rezeptoren vorbehalten wurden, im Vergleich zu "normalen" Laborratten sehr viel mehr schwerwiegende Entzündungsreaktionen aufweisen. Im Gegenteil dazu haben Mäuse mit künstlich aktivierten Cannabinoid-Rezeptoren weniger Symptome von Ausschlägen und weniger Hautentzündungen.

In den letzten Jahren nutzen immer mehr Menschen verschiedene Cannabis-Derivate, mit oder ohne psychoaktive Wirkung, um Entzündungen der Haut und Atemwegserkrankungen zu bekämpfen. Cannabis wird außerdem alleine oder in Verbindung mit anderen medizinischen Kräutern verwendet, um die Fähigkeiten unseres Immunsystems bei der Auseinandersetzung mit Krankheitserregern in unserer Umwelt zu verbessern. Hinsichtlich diesen Szenarios, in dem die moderne Forschung erneut die Wirksamkeit von Anwendungen der Volksmedizin bestätigt, können die allergischen Krankheitsgeschichten einiger weniger Patienten aus den USA wohl als seltene Vorfälle mit geringen nachteiligen Auswirkungen betrachtet werden.

 

         
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