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Erkennen der Blütenfäule

Erkennen der Blütenfäule (Botrytis cinerea oder Grauschimmel). Ein Weg, die Anwesenheit von Blütenfäule rechtzeitig festzustellen ist, ein wachsames Auge auf das Blatt zu haben, das aus der Knospe wächst. Wenn diese einem seltsame Färbung annehmen (siehe Fotos unten) und sind mit einem sanften Ruck mühelos aus der Knospe zu lösen, dann kann man zu 99% sicher sein, daß die Fäule diese Knospe befallen hat.

Ausbreitung der Blütenfäule

Zu den Ursachen der Blütenfäule gehören fallende abgestorbene Blätter mit Ankunft des Herbstes, Spinnennetze, die Larven und Kokons von Insekten ... sie alle gammeln in Deiner Pflanze. Die häufigste Ursache und eine sehr häufig auftretende Pilzkrankheit bei Cannabis ist Pythium. Dieser Schimmel führt zu Fäulnis und Verrottung der Basis des Stammes zu verwurzeln. Gewöhnlich befällt es junge Pflanzen und Klone. Größere, gesündere Pflanzen sind viel weniger anfällig für Pythium. Bei schwerem Befall von Pythium kann die Pflanze die "Sturzkrankheit" kriegen. Was das bedeutet, muß man nicht näher erläutern, oder?

Pythium kann daran erkannt werden, daß die Rinde an der Basis des Stammes braun wird. Am Anfang können die braunen Schuppen leicht entfernt werden, später dringt der Fäulnisprozess noch tiefer in die Basis der Pflanze ein.

Pythium ist ein Schimmel, der am besten in nassen und feuchten Umgebungen gedeiht. Die Sporen von Pythium verbreiten sich nur über das Wasser. Es gibt zwei Arten von Sporen, die gebildet werden: Schwarmsporen und beständig Sporen. Die Schwarmsporen keimen am besten bei einer Temperatur von rund 15 Grad Celsius, während die beständigen Sporen bei Wärme zu wachsen beginnen, so etwa um 28 Grad C.

Um den Befall durch Pythium zu verhindern, ist eine konstante Bodentemperatur wünschenswert. Große Temperaturschwankungen sollten vermieden werden. Du mußt auch für ein gesundes Maß an Feuchtigkeit sorgen.

Blattschimmel, Mehltau und Filament Pilze sind weniger verbreitet als Pythium. Mehltau kann neben anderen Symptomen, zu Blütenfäule führen. Andere Ursachen für Blütenfäule sind die Blätter, die im Herbst fallen, Spinnennetze und die Larven und Kokons von Insekten.

Blütenfäule verhindern

Vorbeugen ist in einem westeuropäischen Klima schwierig, weil dieser Schimmel niedrige Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugt - etwas, das in diesem Teil der Welt so ziemlich unvermeidbar ist. Versuch, die Pflanzen so trocken wie möglich zu halten. Es ist zum Beispiel eine gute Idee, jeden Tag den Morgentau von Deinen Pflanzen zu schütteln und sie in direktem Sonnenlicht und an einer Stelle, wo der Wind für eine ausreichende Belüftung sorgt, zu platzieren. Die optimale Lösung ist, Deine Pflanzen jede Nacht nach drinnen zu bringen, um die schlimmste Kälte und Feuchtigkeit zu vermeiden. Die Platzierung der Pflanzen etwas über dem Boden hält auch immer die Bodentemperatur etwas stabiler und bedeutet, daß ihr Widerstand weniger dramatisch fällt, so daß sie besser in der Lage sind, Krankheiten abzuwehren.

Eine andere Lösung für das nächste Jahr ist, die Pflanzen früh zu abzudunkeln, damit sie blühen, bevor der Herbst sein feuchtes Haupt erhebt. Die Knospen können sich trotzdem die Kraft der Sonne in den Sommermonaten zunutze machen und werden wahrscheinlich im Ergebnis eine bessere Qualität haben.

Es lohnt sich auch, während der Wachstumsperiode vorbeugend mit Bayer Teldor zu sprühen, zweimal (oder 1x mit Teldor und 1x mit Finesse, um Resistenzen zu vermeiden) und noch einmal, wenn die Blüte einsetzt. Während der Blüte nur die Stiele besprühenn. Teldor verbindet sich mit der wachsartigen Blattoberfläche und wird sich nicht so leicht abwaschen.

Bekämpfung der Blütenfäule

Das einzige, was Du während der Blüte dagegen tun kannst, ist die infizierten Zweige abzuschneiden und zwischen jedem Schnitt die Schere zu sterilisieren. Schließlich hast Du es hier mit einem Pilz zu tun und Pilze verbreiten Sporen, die sehr leicht andere Teile Deiner Pflanze infizieren können. Um die Ausbreitung von Sporen zu reduzieren, könnte es auszahlen, das infizierte Blattwerk mit einer Plastiktüte abzudecken, bevor Du es abschneidest.

Arbeite daher sehr präzise und höchst hygienisch und überprüfe ständig Deine Pflanzen auf neue Infektionen. Sobald Blütenfäule bei einer Pflanze auftritt, ist die Schlacht in der Regel verloren, also ist es im Ernstfall das Beste, die Mädels früh abzuernten und auf diese Weise hoffentlich etwas von der Ernte zu retten.

Im Falle daß Schimmel die Stämme und Äste befällt, kann dies einigermaßen unter Kontrolle gehalten werden, indem das betroffene Gebiet mit altmodischer "grüner Seife", einem bekannten dicken pastenförmigen Reiniger, in einem Topf gekauft, der mit einem kleinen Pinsel aufgetragen wird. Diese basische (alkalische) Umgebung stoppt den Schimmel, die Stelle wird schwarz und es tritt keine weitere Verschlechterung ein. Bring das Zeug nur nicht auf die Knospen auf! Ich habe es seit Jahren in Fällen von Infektionen angewendet und es stellt sicher, daß der Zweig oder Stamm länger durchhält und daß keine Sporen verbreitet werden.

Eine weitere Option ist so viel wie möglich von den betroffenen Bereichen zu entfernen und dann mit einer 3-10%igen Wasserstoffperoxidlösung abzureiben. Die Zweige und Stämme können auch mit einer Mischung aus Teldor, Bleiche und Dettol (keinesfalls an die Wurzeln schütten!) eingeschmiert werden.  

Ernten und Blütenfäule rauchen?

Das Rauchen einer Knospe mit Blütenfäule oder anderen Schimmelarten wird nicht empfohlen! Die beste Chance noch etwas zu retten, ist die Badekur (siehe Hinweis zu diesem Thema).  

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