Wie Sicher Ist Dein Cannabis? Die Gefahren Einer Verunreinigung

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Wie Sicher Ist Dein Cannabis? Die Gefahren Einer Verunreinigung


Verunreinigtes Cannabis wird fast überall zum Problem. Ein Überblick, wonach Verbraucher Ausschau halten sollten.

Legalisierung bedeutet viele Dinge, aber eine der wichtigsten Angelegenheiten ist die Sicherheit von Cannabis aus der Sicht der Verbraucher. Einige der kürzlich propagierten Proteste über verunreinigtes Cannabis sind gerechtfertigt, andere nicht.

In den USA ist die Sicherheit von Cannabis derzeit ein Thema, das wahrscheinlich geschickt manipuliert wurde, um die kurz bevorstehende Legalisierung in 9 Staaten ins Wanken zu bringen. Abgesehen davon ist es aber tatsächlich ein Grund zur Sorge. In Oregon kam es im späten Oktober wegen stark erhöhten Pestizidrückständen in zwei Lieferungen von einer Farm zum ersten Rückruf von Cannabis.

In Colorado gab es im letzten Monat keinen riesigen staatlichen Rückruf, der angeblich 4 Menschen getötet hat und andere ins Krankenhaus brachte. Der Artikel, der das Gleiche ankündigt (und genauso schnell bekannt wurde) kam von einer Fake-Nachrichten-Seite, zusammen mit erstaunlich echt aussehenden Fake-Stellungnahmen. Bereits zu Beginn diesen Jahr gab es eine riesige Rückrufaktion in Colorado im März diesen Jahres - wegen der Anwendung von Pestiziden. Davon abgesehen war das meiste Cannabis nach einem erneuten Test aber tatsächlich unbedenklich.

In Europa gab es im letzten Jahr in Großbritannien zum ersten Mal seit einigen Jahren große Bedenken wegen verunreinigtem Cannabis, das scheinbar mit Glaspartikeln besprüht wurde.

Nach welchen Gefahren sollten sich die Verbraucher also umsehen, besonders in Ländern und auf Märkten, in denen die Legalisierung und Regulierung sich immer noch im Schneckentempo entwickeln? Neben den Gefahren, die gelegentlich auf dem legalen Markt auftreten, sind viele Verbraucher immer noch dazu gezwungen, sich an den Schwarzmarkt zu wenden - der komplett unreguliert ist.

PESTIZIDE

Pestizide

Pestizide wecken überall Bedenken. In vielen Staaten der USA, in denen zumindest eine Form der Legalisierung durchgebracht wurde (Colorado mit der am weitesten enwickelten), wird die Verwendung von Pestiziden sorgfältig überwacht und Regulierungen werden kontinuierlich durchgeführt. In Europa gibt es noch viel zu tun, es exisitiert noch keine regulierte Industrie, obwohl die Bedrohung hier allgemein, betrachtet man die europäische Regulierung, keine allzugroße Sache ist.

Für Verbraucher in Italien, Kroatien und Deutschland sind die Risiken momentan nämlich relativ gering - zumindest für den medizinischen Markt. Die Quelle für das medizinische Angebot garantiert, dass es entweder vom Militär angebaut wird oder aus Kanada und den Niederlanden importiert wird. In Großbritannien ist es auch sehr wahrscheinlich, dass die ersten echten Regulierungen der Industrie durchgesetzt werden, sobald die britische Regierung CBD reguliert.

BAKTERIEN UND SCHIMMEL

Bakterien und Schimmel auf Cannabis sind ebenso sehr besorgniserregend. In den meisten Fällen entstehen diese während des Trocknens und das kann sehr schädlich sein, besonders für Menschen, die Cannabis zu medizinischen Zwecken nutzen. Sogar im regulierten Kanada ist das ein großes Problem, zumindest bei Produkten für den häuslichen Gebrauch. Jedoch ist es leider so, dass in diesem Bereich der Cannabis-Industrie nur einige wenige Tests durchgeführt wurden, um die Auswirkungen davon abzuschätzen. Die gesundheitlichen Auswirkungen einer solchen Verunreinigung, die durch einige wenige Tests festgestellt wurden, sind ziemlich alarmierend. Alles, was sich auf Deinem Cannabis befindet, gelangt letztendlich auch in Deinen Körper. Nochmal, der beste Ratschlag für Verbraucher ist, zu wissen, wo dein Gras herkommt - oder Du pflanzt es selbst an. Sogar hier ist es jedoch so, dass Home-Grower ihre Pflanzen sehr sorgfältig behandeln müssen, auch was die Schädlingsbekämpfung oder die Behandlung bei Krankheitsbefall angeht. Marihuana ist eine Pflanze, die genau wie andere organische Substanzen, anfällig für den Verfall ist.

Um Dich vor derartigen Bedrohungen zu schützen, ist es am besten, wenn Du Dein Cannabis unter Schwarzlicht inspiziert, falls Du Zugang dazu hast. Verunreinigtes Weed weist höchstwahrscheinlich schwarze Flecken oder Sporen oder weißen, grauen, braunen oder sogar gelb aussehenden "Flaum" auf.

SCHWERMETALLE

Die Verunreinigung von Cannabis mit Konzentraten aus Schwermetall ist ebenfalls sehr besorgniserregend - aus zwei Perspektiven. Erstens, Cannabis kann in kontaminiertem Nährboden gezüchtet werden. Die Schwermetalle können von der Pflanze aufgenommen werden und bleiben in der Pflanze, die Du dann letztendlich rauchst.

Zweitens kann eine Verunreinigung durch Konzentrate und Dünger entstehen. Da die Konzentrate mit Butan hergestellt werden, können unsachgemäß gekochte oder hergestellte Konzentrate einen großen Teil an Chemikalien enthalten. Die Lösung? Mach das bloß nicht zu Hause und beziehe Deinen Vorrat von professionellen Herstellern, die auch wissen, was sie tun.

ANDERE PROBLEME

Verpackte kontaminierte Cannabis

Auf der anderen Seite gibt es auch noch einen Bereich, in dem die Verunreinigungen auch gerne übersehen werden. Und zwar bei essbaren und abgepackten Cannabis-Produkten. Während der Markt in Europa bisher noch nicht allzugroß ist, ist es in den USA sehr problematisch, da die meisten essbaren Produkte aus einer Kombination von Cannabis aus unterschiedlichen Bezugsquellen hergestellt werden. Bisher gab es noch keine Rückrufaktionen aufgrund von Verunreinigungen und die meisten Probleme, denen die Industrie bisher gegenüber stand, war ein zu großer Gehalt an Cannabis. Wie auch immer, verunreinigtes Cannabis wird immer mehr zu einem großen Problem, wenn die gesamte Industrie sich schnell weiterentwickelt.

In einer Zeit, in der Exporte zu medizinischen Zwecken mittlerweile legal sind, könnte es auch immer mehr zum Problem werden, wie die einzelnen Länder ihre eigenen Industrien regulieren, besonders in Europa - das in den nächsten Jahren wahrscheinlich große Produktmengen aus Kanada importieren wird. Soweit wählen die Regierungen, die solche Importe genehmigen, nur solche Anbauer mit hochregulierten und sicheren Produktionsanlagen aus. Daher ist das momentan noch kein Grund zur Sorge.

LÖSUNGEN FÜR DAS PROBLEM

Die beste Möglichkeit, Dich auf allen Fronten zu schützen ist es, ein aktiver und informierter Verbraucher zu sein. Bisher ist die Kennzeichnung der Produktsicherheit auf fast jedem Marihuana-Markt äußerst limitiert. Jedoch gibt es immerhin ein paar Richtlinien, an denen man sich orientieren kann.

Zum Beispiel kannst Du Dir einen Test holen, wie den MyDx, der mögliche Bedenken lindern kann. Kenne Deine Quelle, das ist an diesem Punkt die einzige andere verlässliche Stütze.

LEGALISIERUNG UND REGULIERUNG SIND DIE BESTE LÖSUNG

Im nächsten Jahr werden zumindest Deutschland und Spanien in das Heer der regulierten Industrien eintreten - auch wenn es im Falle von Deutschland erst einmal so sein wird, dass die Produkte der kanadischen Regulierung und kanadischen Anbau-Standards unterliegen.

Es wird außerdem interessant zu beobachten sein, wie unabhängige Länderregulierungen die Aufsicht auf den Märkten im nächsten Jahr umsetzen, wie zum Beispiel auf dem in Australien. Außerdem wird es interessant werden zu sehen, was Israel an dieser Front tun wird, vor allem, wenn es einen Export-Markt entwickeln sollte und außerdem, wer sich ähnliche Standards aneignen wird.

So gesagt ist die beste Lösung, um die Bedenken von Verbrauchern über die Sicherheit des konsumierten Cannabis zu lindern, die Legalisierung und die Regulierung der Industrie. Mit den Ereignissen des letzten Jahres und der Entwicklung der Industrie, einschließlich des dumpfen Seitenhiebs durch die Wahlergebnisse in den USA im frühen November, ist es klar, dass das auch kommen wird - einschließlich in Europa.

Sind das gute Nachrichten? Das Cannabis, dass Du verwendest, wird sicherer - auch wenn sich der Markt immer noch im Wandel befindet.

 

         
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