Wie Hanf und Cannabis die Wirtschaft retten können

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Wie Hanf und Cannabis die Wirtschaft retten können

Den Volkswirtschaften der Welt geht es nicht allzu gut - aber Hanf und Cannabis sind der Schlüssel für eine wirtschaftliche Belebung.

Hanf und Cannabis haben das Potenzial, die Wirtschaft zu retten. Und das ist kein Hippie Wunschtraum - Hanf ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen und üppig florierenden Wirtschaft. Die Pflanze kann Branche um Branche revolutionieren: Sie kann als Brennstoff verwendet werden, beim Hausbau, in Kosmetika, als Lebensmittel und in der Textil-, Papier- und Kunststoffindustrie. Einige sagen, es gibt mehr als 25.000 Produkte, die aus Hanf hergestellt werden können. Aber wahrscheinlich sind es sogar noch mehr.

Hanf ist ein wirtschaftlicher Schatz, der nur darauf wartet, erschlossen zu werden

Hanf ist eine widerstandsfähige und einfach anzubauende Kulturpflanze, die eng mit Cannabis verwandt ist; der Unterschied ist allerdings der THC Gehalt. Ähnlich wie bei den Sorten für den Freizeitgebrauch und medizinische Anwendungen, die auf maximalen THC Gehalt gezüchtet worden sind, wurde Hanf auf ein Minimum an THC und ein Maximum an Fasern gezüchtet. Botanisch gesehen ist Hanf ebenfalls ein Mitglied der Familie Cannabis sativa, genauso wie Cannabis für den Freizeitgebrauch. Sie können als verschiedene Sorten der gleichen Pflanze angesehen werden.

Zudem ist das Potenzial von Hanf als eine vielseitige und nachhaltige Ressource in seiner Verwendbarkeit fast grenzenlos. Er kann in so ziemlich jedem nicht allzu extremen Klima wachsen, gedeiht in fast allen Bodenarten, ist von Natur aus resistent gegen Schädlinge, kann Unkraut verdrängen und es wird angenommen, daß er durch den Abbau von Giftstoffen (einschließlich radioaktiver Toxine) die Bodenqualität verbessern kann. Die gesamte Pflanze, vom Samen bis zum Stiel können für alle möglichen industriellen Anwendungen eingesetzt werden und sie ist viel umweltfreundlicher und nachhaltiger als viele der aktuell verwendeten Methoden, die sie ersetzen kann.

Allein in den USA machte die Hanfindustrie im Jahr 2012 einen geschätzten jährlichen Umsatz von 500 Millionen Dollar. Stell Dir vor welches Potenzial sie für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wachstum der Industrie hat, wenn sie nicht mehr gebremst werden würde. Dies könnte Tausende von Arbeitsplätzen schaffen, neue Produkte könnten produziert und die Art, wie wir leben, viel nachhaltiger gemacht werden - unserer Meinung nach alles nur Vorteile für die Wirtschaft.

Die Schlüsselpflanze zu einer lokalen Wirtschaft

Da Hanf so einfach anzubauen ist und große Mengen an Ressourcen liefert, ist es die ideale Pflanze, um eine lokale Wirtschaft zu schaffen. Anstatt Erdöl aus dem Nahen Osten, Baumwolle aus Indien und Papier aus China zu importieren, ermöglicht Hanf, daß all diese Produkte in einem Verfahren hergestellt werden können, das deutlich weniger Ressourcen benötigt. Da die produzierte Biomasse pro Hektar und Jahr viel höher ist als die aus Baumwolle oder Bäumen, benötigt Hanf viel weniger Anbaufläche, um eine gleiche Menge an Fasern zu erzeugen. Würde Hanf weit verbreitet angebaut werden, würde die Notwendigkeit große Mengen an Waren aus den großen Industrienationen zu importieren deutlich sinken. Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir die Macht des Hanfes nutzen können. Einige Verwendungen, wie zum Beispiel Hanfsamen als Nahrungsquelle und Hanffasern für Textilien, wurden über Tausende von Jahren genutzt, während andere, wie Hanf zur Kunststoff- und Treibstoffherstellung Entdeckungen der jüngeren Zeit sind.

Hanf als Nahrungsquelle ist eine der am schnellsten wachsenden Verwendungen

Um Dir eine Vorstellung zu geben, welche Kraft Hanf hat: R. Lee Hamilton, ein berühmter Biochemiker beschrieb Hanf vor allem als potenzielle Abhilfe für den Hunger in der Welt und daß "sein wahnsinniges Verbot (in den USA)" ein Hohn gegen die Menschlichkeit und die weltweit wertvollste Pflanze ist. Dies scheint für alle Verwendungen von Hanf zu gelten - daß er völlig unterbewertet wird. Hanf ist eine äußerst sinnvolle Alternative zu Erdöl, denn er kann verwendet werden, um ökologische Häuser mit einer wesentlich besseren Kohlendioxidbilanz zu bauen, zur Produktion von lange haltbaren und dennoch biologisch abbaubaren Kunststoffen, um qualitativ hochwertige, nachhaltige Textilien herzustellen und er kann sogar in der Medizin und Kosmetikindustrie verwendet werden. Es scheint, daß es sehr wenige Lebensbereiche gibt, die nicht durch die Verwendung von Hanf verbessert werden könnten.

Ein Paradebeispiel hierfür ist die Automobilindustrie. Henry Ford, der Gründer des Automobilkonzerns Ford, hat bekanntermaßen ein Auto hergestellt, dessen Karossierie vollständig aus Hanfkunststoff bestand. Es wurde herausgefunden, daß diese zehnmal stärker als das Gegenstück aus Stahl war, sowie kostengünstiger und sicherer herzustellen. Glücklicherweise ist dies eine Herangehensweise, die jetzt wieder aufgegriffen wird und so ziemlich alle großen Automobilhersteller beginnen jetzt in ihren neuesten Automodellen Verbundwerkstoffe auf Hanfbasis zu verwenden.

Um mehr über die praktischen Verwendungsbereiche von Hanf und seine vielen Nutzen zu erfahren, lies bitte die Top 10 Verwendungen für Hanf.

Der ökologische Einfluß von Hanf

Hanf kann nicht nur zur Rettung der Wirtschaft beitragen, er kann unsere ökologischen Auswirkungen auf diesen Planeten erheblich verändern. Er ist nicht nur eine praktische Kulturpflanze, sondern ist auch eine ökologisch nachhaltige. Hanf nimmt beim Wachsen große Mengen Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf, so daß er nicht nur klimaneutral ist, sondern sogar eine negative Kohlendioxidbilanz aufweist. Wenn man das in Verbindung mit der Tatsache sieht, daß er in weniger als vier Monaten heranwächst, stellt er eine der ertragreichsten Kulturpflanzen zur Gewinnung von Biomasse auf der Erde dar; dies bedeutet, daß eine Menge Kohlendioxid eingelagert und in Sauerstoff umgewandelt wird - was die Atmosphäre entlastet. Auch bei der Verarbeitung der Fasern in Produkten - wie beispielsweise ein Haus, das mit Hanfbeton gebaut wird - bleibt der Kohlenstoff gebunden.

Außerdem nutzt Hanf auch der Umwelt, nämlich durch die Art und Weise, wie Erzeuger ihn anbauen können. Dank seiner Fähigkeit invasive Unkräuter zu verdrängen und der natürlichen Resistenz gegen Schädlinge können Landwirte Hanf ohne große Probleme biologisch anbauen - es werden keine Pestizide oder Herbizide benötigt, damit er gut wächst. Dann ist da noch die Tatsache, daß er den Nährstoffgehalt im Boden ausgleicht und ihm neue Nährstoffe zuführt, während er Giftstoffe und Chemikalien abbaut, was ihn zu einer idealen Kulturpflanze für den Anbau in Fruchtfolge macht - wobei der Boden jedesmal angereichert wird.

Also, warum wird Hanf nicht überall angebaut?

Obwohl Hanf in weiten Teilen Europas legal angebaut werden darf, ist es eine Pflanze, die nur einen sehr geringen Anteil des Agrarmarktes ausmacht - vor allem, wenn man es im Vergleich zu den historischen Niveaus sieht. Mit der Entdeckung der Neuen Welt ging beim Hanfanbau so richtig die Post ab und vielerorts in ganz Amerika waren Farmer angehalten, ihn anzubauen. Zwar ist er in den USA jetzt verboten, doch vor seinem Verbot wurde weitgehend akzeptiert, daß Autos mit Hanfkraftstoff betrieben und der weltweite Papierbedarf mit ihm gedeckt wurde.

Jetzt könntest Du Dich fragen, wenn er in Europa legal ist, warum wird nicht mehr produziert? Nun, es ist lächerlich, aber ein Grund hierfür ist sein Image in der Öffentlickeit. Hanf wird als zu nah verwandt mit Marihuana angesehen und viele Menschen kennen ganz einfach den Unterschied nicht. Dies schafft unter denen, die nicht wirklich viel darüber wissen, eine Atmossphäre der Nähe zur Kriminalität und somit Zurückhaltung. Dies sorgt dafür, daß Politiker sehr ungern ihren Namen damit in Verbindung gebracht sehen oder irgendwelche Änderungen befürworten möchten, die sein Wachstum und die Industrie, die sich um ihn herum entwickelt, fördern würden.

Dies bringt uns zum zweiten Punkt: Hanf wird nur selten in der gleichen Art und Weise subventioniert wie andere Kulturpflanzen. Das Ergebnis: Sein Preis ist höher, zu hoch um wie andere Ressourcen wirtschaftlich praktikabel zu sein. Mit dem traditionellen Subventionsmodell bieten Regierungen Anreize für Landwirte, damit diese bestimmte Kulturpflanzen anbauen, von denen sie denken, daß sie benötigt werden. Für den Landwirt ist es dadurch eine einfache Entscheidung, was er anbauen sollte - eine Ernte, die die Regierung fordert, fördert und bezahlt. Einen guten Preis für Hanf zu erzielen kann hingegen schwierig sein. Hanf ist fast immer der Verlierer.

Doch abgesehen davon WÄCHST die Nachfrage nach Hanf und da die Nachfrage steigt, wird das Angebot es auch tun. Hanf wird in der Großindustrie mehr und mehr als eine nachhaltige und sichere Ressource verwendet, um eine ganze Reihe von Produkten für einen wachsenden Handelsmarkt zu produzieren. Derzeit wird in der EU auf 17.000 Hektar Hanf angebaut - die größte Menge der letzten 10 Jahre. Dies zeigt, wie sehr die Nachfrage steigt, vor allem in der Lebensmittel-, Faser- und Kunststoffbranche und dem Arzneimittelmarkt. Wenn man das in Verbindung mit der Tatsache sieht, daß Hanffasern aus Europa dabei sind, die erste Naturfaser mit einem weltweiten Nachhaltigkeitszertifikat zu werden, kann die Zukunft für Hanf nur rosig aussehen.

Warum Hanf in den USA illegal ist

Es gab einmal eine Zeit, in der Hanf auf den Feldern jedes Landwirts in Amerika wuchs. Mit dem Anbruch des Zeitalters der auf Erdöl basierenden und synthetischen Industrien änderte sich jedoch alles. Es war - und ist - das große Geld, das mit auf Erdöl basierenden und synthetischen Fasern und Medikamenten gemacht wird, aber nur so lange, wie keine billige und natürliche Alternative auf dem Markt angeboten wird. Lange Rede, kurzer Sinn: Um ihre Gewinne zu schützen, hat sich eine Reihe von Industriezweigen verschworen, um diese Pflanze verbieten zu lassen. Für weitere Informationen hierüber lies bitte unseren Artikel "Kenne Deine Feinde: Die Gegner der Legalisierung"

Hanf ist eine massive Bedrohung für die Petrochemie, Holz-, Kunstfaser-, Pharma- und Gefängnisindustrie, da viele Produkte, einschließlich Treibstoffen, Kunststoffen und Papier damit hergestellt werden können. Als Cannabis in den USA für illegal erklärt wurde, geschah das selbe mit Hanf und es ist kein Zufall, daß zwei der lautesten Stimmen und Förderer der Kampagne zugunsten des Verbots von Cannabis zwei Menschen mit großen Beteiligungen an der großen Öl- und Holzindustrie waren. Indem Cannabis zum Sündenbock gemacht und ihm die Schuld für Verbrechen ethnischer Minderheiten, die es konsumierten, zugeschoben wurde, schafften sie es, daß Cannabis und Hanf auf einen Schlag verboten wurden.

Tatsache ist aber, daß Marihuana und Hanf zwei völlig verschiedene Dinge sind. Obwohl sie zur gleichen Familie gehören, enthält Hanf nur einen Bruchteil der psychoaktiven Verbindungen, die in medizinischem Cannabis gefunden werden können. Tatsächlich zeichnet sich Industriehanf durch das Fehlen von THC aus und darf laut Gesetz nicht mehr als 0,2-0,3% davon enthalten.

Wie die Wirtschaft von Cannabis profitiert

Hanf hat das massive Potenzial, nachhaltige Ressourcen zu schaffen, aber wie sieht es mit Cannabis aus? Durch die Legalisierung, Regulierung und Besteuerung von Marihuana für den medizinischen und Freizeitgebrauch werden riesige Mengen Geld in die legale Wirtschaft gepumpt. Ein gutes Beispiel für das Wirtschaftswachstum kann man derzeit im Bundesstaat Colorado beobachten, wo der Verkauf und Konsum von Marihuana für den Freizeitgebrauch legalisiert wurde. Es schuf eine Fülle von Jobs, angefangen bei denen, die direkt an der Produktion und dem Verkauf von Marihuana beteiligt sind, über administrative Arbeit, die Zulieferindustrie und das Handwerk, bis hin zum Transport innerhalb des Staates.

Hoffentlich wird Colorado ein leuchtendes Beispiel dafür, daß Cannabis nicht nur dem medizinischen und Freizeitgebrauch zugute kommt, sondern auch der Wirtschaft und Gesellschaft als Ganzes. Es ist ein Segen für ein massives Wirtschaftswachstum und wir wären ganz schön dämlich, wenn wir dies nicht wärmstens willkommen heißen würden.