Top 10 Songs über Drogen

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Songs über Drogen


Wir stellen 10 unserer Lieblingssongs über Drogen vor und schauen uns ihre Bedeutung genauer an. Von den 60ern bis zur heutigen Zeit, ändern sich manche Dinge wohl nie.

Der Comedian Bill Hicks sagte einst...

„Man sieht, denke ich, dass Drogen ein paar gute Dinge für uns getan haben. Das glaube ich wirklich. Solltest Du denken, dass Drogen nichts Gutes für uns geleistet haben, dann tu mir einen Gefallen. Geh heute Abend nach Hause, nimm all Deine Lieblingsalben, all Deine Kassetten und all Deine CDs... und verbrenne sie. Willst Du wissen warum? Weil die Musiker, die diese großartige Musik gemacht haben, die unser aller Leben bereichert haben, die waren verdammt nochmal vollkommen high und auf Drogen. Die Beatles waren so verdammt high, dass sie sogar Ringo ein paar Songs singen haben lassen.“

Der gute alte Bill hatte definitiv einen Drang dazu, die nackte Wahrheit auszusprechen. Alleine dieses ganze „Sex, Drugs and Rock'n'Roll“-Ding – das sind die drei Dinge, die uns Menschen am häufigsten durchdrehen lassen. Wenn man es richtig angeht, kann man durchaus mit guten Erfahrungen rechnen. Wenn man es allerdings falsch angeht, endet es oft in einer Katastrophe.

Im Folgenden unsere Top 10 der Drogensongs (in loser Reihenfolge), die einen Einblick in das Leben des Künstlers oder eines seiner kleinen schmutzigen Geheimnisse gewähren.

LUCY IN THE SKY WITH DIAMONDS – THE BEATLES

Wenn sich der Songtitel schon als LSD abkürzen lässt, das animierte Video zum Song die Definition von „trippy“ ist und die Lyrics von Dingen wie einem Mädchen mit Kaleidoskopaugen, pferdeessende Marshmallow-Menschen und Himmeln aus Marmelade handeln, fällt es schwer, John Lennons Wort Glauben zu schenken und ihm abzukaufen, dass dieser Song wirklich nur von einem Bild handelt, das sein Sohn Julian im Kindergarten gemalt hat.

Es ist einfach ein wenig zu offensichtlich, John.

Die im Jahr 1967 veröffentlichte Platte ist entstanden, nachdem die „Fab Four“ für einen längeren Zeitraum auf Tour waren. Allem Anschein nach hatten sie das Tourleben leid, beendeten ihre Tour und schlossen sich anschließend im Studio ein. Dort entstand das Album Stg. Pepper’s Lonely Hearts Club Band. Alle Bandmitglieder haben bereits in zahlreichen Interviews ihre große LSD-Begeisterung ausgesprochen, es wäre also kein Wunder, wenn sie sich zusammengetan hätten, um einen Song darüber zu schreiben.

WHITE LINES (DON’T, DON’T DO IT) – GRANDMASTER FLASH

Grandmaster Flash ist einer der originalen Pioniere im Hip-Hop. Durch die Verwendung von neuartiger Technologie, wie beispielsweise geloopten Bassspuren, symphonischen Samples, Groove-Boxen und Turntables, war er imstande, die Illusion eines vollkommen aufeinander abgestimmten 50 Mann Orchesters zu erzeugen. Seine Single aus dem Jahr 1983 erreichte in Großbritannien den 7. Platz in den Charts und in den USA die Platzierung 47 – das ist in Anbetracht seines unorthodoxen Sounds von damals wirklich erstaunlich.

Der Song handelt von den Risiken und Auswirkungen des Kokainkonsums und des Drogenhandels. Der Song sollte eigentlich eine Art Warnung an die Jugend von damals sein, er wurde aber damals unbeabsichtigt zu einer Art Hymne der aktiven Kokainkonsumenten, und das ist er auch heute noch. Wenn Du diesen Song jemals in einem Nachtclub hören solltest, wirst Du keine 2 Sekunden brauchen, um festzustellen, wer sich gerade noch die Nase gepudert hat.

PURPLE HAZE – JIMI HENDRIX

Jimi Hendrix war ein großer Sci-Fi-Fan und ganz klar einer der größten Gitarristen, der jemals auf dieser Erde wandelte. Er wandelte auch auf dem Mars und Pluto und durch seine Musik wird auch klar, dass er bereits einige weiter entfernte Ecken auf der anderen Seite der Galaxie gesehen hat. Einige behaupten sogar, dass er eigentlich ein Alien auf der Durchreise war.

Purple Haze erschien 1967, zur Blütezeit der „Flower-Power-Bewegung“. 1969 ging dieser Song nach der historischen Performance auf dem Woodstock Festival in die Geschichte ein. Man munkelt, dass der Songtitel von einer besonderen Ladung LSD handelt, die von dem Untergrundchemiker Owsley Stanley synthetisiert und „Monterey Purple“ getauft wurde. Die Namensgebung war wohl zu Ehren des Monterey Pop Festivals 1967, bei dem auch die Jimi Hendrix Experience zu bestaunen war.

Wenn man aber genauer hinschaut, kann diese Geschichte nicht stimmen. Purple Haze wurde bereits im März veröffentlicht, das Festival war aber erst im Juni. Möglicherweise hat Jimi der Stoff aber auch so sehr zugesagt, dass er einfach in der Zeit zurückgereist ist, um so dem Song seinen passenden Namen zu verpassen. Bei Jimi Hendrix ist alles möglich.

MUSHROOMS – EMINEM

In diesem Song erzählt Eminem die lustige Geschichte eines Horrortrips. Horrortrips sind wahrlich nichts zum genießen, der Song aber irgendwie schon. Der Beat und die Arrangements sind wahrlich nicht düster und selbst der Chorus ist kindlich und spöttisch. Es passiert nichts wirklich schlimmes, aber das Mädchen, um das es sich handelt, stirbt am Ende. Sie hat „versehentlich“ 22 Pilze gegessen und eigentlich wollte er nicht, dass sie es tut, aber er hat sie dennoch dazu angestiftet. Hä?

Zugegeben, diese Lyrics sind etwas unschlüssig – der Beat geht aber auf jeden Fall klar.

PURPLE PILLS – D12

D12 ist ein Hip-Hop-Kollektiv aus Detroit. Es hört sich zwar wie Eminem an, aber technisch gesehen handelt es sich um Slim Shady, the real one. In diesem Song probiert sich Slim durch alles durch. Der Rapper redet immer wieder von diesen blau-gelb-lilanen Pillen und darüber, wie viel besser als alles andere sie sind. Hört sich genau nach dem an, was jemand schreiben würde, wenn er wirklich voll auf etwas drauf ist.

Um was für eine Droge es sich bei diesen Pillen genau handelt, bleibt ein Rätsel. Er vergleicht sie mit Kokain, Valium, Pilzen und Gras und auch Ecstasy, Acid, Crack, Amphetaminen und Meskalin können laut ihm nicht mithalten. Eine lange Liste und gewagte Behauptungen, Slim!

Eine Schande, dass er das Geheimnis nicht verrät.

CAN’T FEEL MY FACE – THE WEEKND

Hier gibt es nur zwei Möglichkeiten. Wenn man aus irgendeinem Grund sein Gesicht nicht mehr spüren kann, kommt man entweder gerade von einem Zahnarztbesuch zurück und hat noch mit der Narkose zu kämpfen, oder aber man hat sich selbst mit irgendeiner Droge betäubt – in diesem Fall XTC. Der Song geht nicht großartig ins Detail, er gibt aber einen kleinen Einblick in die Realität des Konsums dieser Substanz.

Wie dem auch sei, dieser Song zeigt auf jeden Fall auch, dass R&B und Pop sich gut eignen, vereint zu werden, um Tanzflächen-Hits zu schaffen. Zugegeben, es geht sehr in Richtung Michael Jackson, aber eben auf eine wunderbare Art und Weise.

WHITE RABBIT – JEFFERSON AIRPLANE

Jefferson Airplane bedienen sich bei diesem Song bei all den fantastischen Gestalten von Lewis Carroll's Alice im Wunderland und verleihen ihnen eine klangliche Gestalt. Es ist alles am Start, zusammengefasst auf 2 Minuten und 30 Sekunden. Das komplette Buch in 131 Wörter gefasst. Ein großes Kunststück!

Die rote und die blaue Pille, der Hase und Alice, die rauchende Raupe und magische Pilze, sogar die rote Königin ist vertreten. Es sind alle am Start, außer Humpty Dumpty, was aber auch Sinn macht, da Alice ihn erst in der Fortsetzung des Buches aus dem Jahr 1871 - Alice hinter den Spiegeln - trifft.

BEETLEBUM – BLUR

Einer der größten Alternative-Grunge Hits aus den 90ern, der auch heutzutage noch so aufgelegt wird, als sei er eine der heißesten Neuerscheinungen. Dieser Song verheimlicht nichts. Damon Albarn hat öffentlich zugegeben, dass der Song von den verschiedenen Drogensüchten seiner Freundin und ihm selbst handelt. Während er jede Menge Heroin rauchte, hat er niemand geringeres als Justine Frischmann von der Band Elastica gedated.

Die Bezeichnung Beetlebum wurde seither zu einer Slang-Bezeichnung für einen Heroinabhängigen. Eine Umschreibung für die Tatsache, dass man nicht nur faul sondern auch empfindungslos wird.
„Get nothing done you beetlebum“, sagt Albarn.

BROWN SUGAR – D'ANGELO

Anders als man vielleicht vermuten mag, wenn man sich den Anfang der Lyrics durchliest, handelt dieser Song nicht von einem Mädchen namens Brown Sugar. Also denkst du vermutlich: „Dann muss der Song wohl von Heroin handeln, oder? Brauner Zucker?“ - Nein, er handelt auch nicht von Heroin. Komischerweise handelt dieser Song über D'Angelos Liebe zum Gras. Man könnte sogar behaupten, dass er seine Huldigung von Cannabis ist. Faszinierend ist allerdings die Titelwahl – vermutlich eine obskure oder persönliche Anspielung.

THE A TEAM – ED SHEERAN

In diesem melancholischen Akustik-Song erzählt uns Ed die traurige Geschichte einer Prostituierten, die von Crack-Kokain abhängig ist. Er schildert ihren physischen Verfall und die Suche nach der unendlichen Erfüllung. Der Song erläutert ihr Leiden durch depressive Emotionen, er behandelt die allgemeinen Probleme des Lebens und zeigt auch, dass ein derartiger Weg auch schnell zum Tod durch eine Überdosis führen kann. Eine sehr ernste Warnung, ausgesprochen in Form einer dunklen und lyrisch fesselnden Melodie.

Extra Video: 10 Songs über Cannabis

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