Top 10 Einsatzmöglichkeiten Für Hanf: Eine Revolutionäre Pflanze | Teil 2

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Top 10 Einsatzmöglichkeiten Für Hanf: Eine Revolutionäre Pflanze | Teil 2

Die Nutzen von Hanf sind zahlreich - wir konnten sie gar nicht in einem einzigen Beitrag unterbringen. Hier ist die Fortsetzung der vielversprechendsten Einsatzmöglichkeiten für Hanf, vom Kraftstoff bis zu Papier.

Lebensmittel, Medikamente, Kleidung, Kosmetik, Bau - die Liste ist schon beeindruckend, aber es wird noch besser. Hanf ist tatsächlich der Schlüssel zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Wirtschaft, aber die Politik und Ölindustrie halten die Pflanze als Geisel. Wir erleben eine Welle der globalen Reform und hoffentlich verwandelt diese Welle sich in einen grünen Tsunami und treibt uns in eine auf Hanf basierte industrielle Revolution.

Hier ist die Fortsetzung der Top 10 Einsatzmöglichkeiten für Hanf:

6. Kunststoffe

Die meisten Kunststoffe, die wir heute verwenden, werden aus Erdöl hergestellt. Petroleum wird aus Öl hergestellt, das nicht nur hochgiftig für die Umwelt ist, sondern es geht uns auch allmählich aus. Es ist möglich, Kunststoffe aus pflanzlicher Zellulose herzustellen, die sowohl stärker als herkömmliche Kunststoffe und zu 100% biologisch abbaubar sind. Welche Pflanze hat den höchsten Zelluloseanteil? Hanf!

Hanfstiele bestehen zu 85% aus Zellulose, was sie zu einer idealen Ressource für die Kunststoffindustrie macht. Nicht nur das, sondern die Geschwindigkeit und Leichtigkeit, mit denen Hanf angebaut werden kann und die Fähigkeit, so ziemlich überall angebaut werden zu können, machen ihn zu einer reichhaltigen und erneuerbaren Ressource. Außerdem kann Kunststoff aus Hanf kompostiert werden - er wird nicht für Hunderte von Jahren auf Deponien herumliegen und den Boden verschmutzen.

Von Henry Ford, dem berühmten Autobauer und Gründer der Ford Motor Company, wurde berichtet, daß er ein Auto aus Hanfkunststoff herstellte. Es wurde festgestellt, daß es 10-mal stärker als sein Gegenstück aus Stahl, billiger und sicherer herzustellen war und in Henry's Worten, ein Auto war, das "auf unserem eigenen Boden gewachsen ist."

Das Hanfverbot hat dessen Verwendung für Kunststoffe finanziell uninteressant gemacht, da er nicht mit dem Preis von Kunststoffen konkurrieren konnte, die auf Erdöl basieren. Aber nun da verschiedene Branchen beginnen nach nachhaltigeren Ressourcen zu suchen und sich die Beschränkungen auf Hanf zu lockern beginnen, steigt auch die Verwendung von Hanfkunststoff. Die Weiterentwicklung der Technologie bedeutet, daß so ziemlich alles, was aus Erdölkunststoff hergestellt werden kann, nun auch aus Hanfkunststoff hergestellt werden kann.

Ein schönes Beispiel für eine Branche, die die Flagge des Hanfkunststoffes hochhält, ist die Automobilindustrie; ähnlich wie Henry Ford, gibt es viele in der Branche, die sehen, daß er leichter, stärker, billiger und eine umweltfreundlichere Ressource ist. BMW, Chrysler, GM, Ford, Honda und Saturn, sie alle nutzen jetzt Hanfkunststoffe in ihren Türverkleidungen, Kofferraumdeckeln, Versiegelungen, Stoßstangen usw. Es ist ein guter Anfang und ein Trend der wächst.

Hanfkunststoff bietet unendlich viele Möglichkeiten. Er ist sicherer, umweltfreundlicher und einfacher herzustellen, wobei er die Macht aus den Händen der Ölbarone nimmt, während die Branche sich umschaut, wie sie ihre Abhängigkeit vom großen Öl beenden kann.

7. Kraftstoff

Eine weitere revolutionäre Verwendung von Hanf ist, ihn in Bio-Diesel umzuwandeln. Das ist richtig, Hanf kann als nachwachsender und umweltfreundlicher Brennstoff verwendet werden, der in den meisten Dieselmotoren sofort einsatzfähig ist - bis zu dem Punkt, daß er eine echte Alternative zum Diesel auf Erdölbasis darstellt. Warum sehen wir nicht mehr Bio-Diesel aus Hanf? Ganz einfach, weil die großen Ölkonzerne nicht möchten, daß Du Wind von der Sache bekommst und sie genügend Ressourcen haben, um die Informationen zu unterdrücken.

Es ist keine bekannte Tatsache, aber Henry Ford und Rudolf Diesel, der Erfinder des Dieselmotors, hatten sich nie vorgestellt, daß ihre Autos mit den heutigen Kraftstoffen auf Erdölbasis laufen würden. Sie entwarfen ihre jeweiligen Motorkomponenten so, daß sie mit Bio-Diesel laufen würden und nahmen an, daß Hanf der Treibstoff der Zukunft wäre. Rudolf Diesel betrieb einen der ersten Dieselmotoren tatsächlich mit Erdnussöl.

Henry Ford war so versessen darauf, daß Hanf und fermentiertes Gemüse die Zukunft des Kraftstoffs wären, daß er Reportern der New York Times sagte: "Es ist Kraftstoff in jedem Teil pflanzlicher Stoffe, die fermentiert werden können. In dem Jahresertrag eines Hektars Kartoffeln gibt es genug Alkohol, der verwendet werden könnte, um die Felder für hundert Jahre mit Maschinen zu bewirtschaften." Viele glauben, daß es Visionen wie diese waren, die die Gründe dafür lieferten, warum Cannabis und Hanf überhaupt verboten wurden; durch Politiker, die viel Geld mit Öl machten, die gegen den Hanf kämpften, wie Andrew Mellon, der US Finanzminister und Gründer von Gulf Oil.

Es gibt viele Vorteile, die man aus einer groß angelegten Umstellung auf Brennstoffe aus Hanf ziehen könnte. Die folgenden sind nur einige.

Selbstversorgung

Hanf ist einfach anzubauen und äußerst widerstandsfähig, so daß er fast überall angebaut werden kann. Dies bedeutet, daß Länder überall auf der Welt ihre eigene Versorgung zur Raffinierung anbauen könnten, ohne sich auf die großen internationalen Ölkonzerne verlassen zu müssen - etwas, das einen großen Einfluß auf die Wirtschaft haben kann.

Du kannst es zu Hause herstellen

Obwohl es ein komplizierter Prozess ist, kann jeder, der entschlossen genug ist, zu Hause Bio-Diesel auf Hanfbasis herstellen, ohne Chemie studiert zu haben oder sich teure Laborgeräte anzuschaffen.

Keine Engpässe

Etwas, das an die Selbstversorgung anknüpft - die Leichtigkeit, mit der Hanf angebaut und in Kraftstoff umgewandelt werden kann, könnte dazu führen, daß sich kein Land jemals wieder über Treibstoffmangel Sorgen machen müßte.

Ungiftig

Im Gegensatz zu Diesel, der aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird, ist Bio-Diesel aus Hanf nicht giftig (wir würden allerdings nicht empfehlen, ihn zu trinken!). Zudem entstehen bei der Verbrennung von Bio-Diesel auf Hanfbasis kein Schwefeldioxid oder Kohlenwasserstoffe, die bei der Verbrennung normaler Brennstoffe produziert werden; außerdem wird eine deutlich geringere Menge Kohlenmonoxid produziert.

Seine minimalen Auswirkungen auf die Umwelt

Die Herstellung von Bio-Diesel auf Hanfbasis im großen Maßstab bedeutet eine deutlich geringere Umweltbelastung, als der Prozess der Herstellung von auf Öl basierenden Kraftstoffen. Hanf könnte ein Kohlenstoff neutraler Brennstoff sein oder zumindest nahe dran. Das kommt daher, weil die Pflanze während ihres Wachstums CO2 aus der Atmosphäre absorbiert und das gleiche CO2 wieder freigegeben wird, wenn der Brennstoff verbrannt wird - wobei er etwa die gleiche Menge in die Atmosphäre abgibt.

Biologisch abbaubar

Bio-Diesel auf Hanfbasis ist biologisch abbaubar - dies bedeutet, daß Unfälle und Ölverschmutzungen nicht das gleiche Maß an Umweltschäden anrichten, wie die mit konventionellem Öl.

Verlängert die Lebensdauer von Maschinen

Dies ist, wofür der Dieselmotor ursprünglich entwickelt wurde! Die Verwendung von Bio-Diesel auf Hanfbasis erhöht die Lebensdauer eines Motors ganz deutlich. Die meisten Dieselmotoren heutzutage können immer noch mit wenig Aufwand mit Bio-Kraftstoff betrieben werden. Als Faustregel gilt, daß Dieselmotoren, die zwischen 1990 und 2004 hergestellt wurden, ohne größere Umbauten gut laufen. Alles, was vor dem Gebrauch benötigt wird, ist ein Filterwechsel.

Es sollte erwähnt werden, daß dies zwar für die Mehrzahl der Dieselmotoren, jedoch nicht für alle gilt und ob es bei modernen Autos funktioniert, muß von Fall zu Fall beurteilt werden. Bevor Du Deinen Tank mit einem zu Hause gebrauten Hanftreibstoff befüllst, suche Rat bei jemandem professionellen und mach Dich schlau, bevor Du den Schalter umlegst - egal, wann Dein Motor gebaut wurde (wir sind keine professionellen Wissenschaftler, Chemiker oder Ingenieure und können keine Verantwortung übernehmen, falls Du Dich entscheidest, den Wechsel zu vollziehen und dann herausfindest, daß es nicht funktioniert).

8. Biologische Sanierung (Reinigung der von der Menschheit angerichteten Schäden)

Kürzlich wurde erforscht, ob die Verwendung von Hanf eine Möglichkeit zur Sanierung kontaminierter Böden darstellt. Hanf ist eine sehr belastbare Pflanze und kann an den härtesten Orten wachsen, sogar an solchen, wo alles andere Leben durch unser Tun ausgelöscht wurde.

Das Verfahren ist auch als Phytosanierung bekannt; es ist die Verwendung von Pflanzen, um eine geschädigte Umgebung wieder herzustellen. Pflanzen reichern in ihrer Biomasse bestimmte Schwermetalle und Schadstoffe an, wobei sie diese aus dem Boden aufnehmen und das Leben für andere wieder möglich und sicher machen. Obwohl Hanf nicht als ein Hyperakkumulator (eine Pflanze, die die Verunreinigungen in ihrer Masse speichert) angesehen wird, nimmt Hanf eine erhebliche Menge an Verunreinigungen auf, die dann in den Wurzeln gespeichert werden. Dies bietet einen gewissen Vorteil gegenüber Hyperakkumulatoren, da das Fehlen von Schwermetallen im Hauptteil der Pflanze es erlaubt, daß dieser für andere industrielle Zwecke, wie z. B. die Papierherstellung oder Umwandlung in Biokraftstoff geerntet werden kann, während die kontaminierten Wurzeln sicher entsorgt werden können.

9. Papier

Hanf ist eine praktikable Alternative zu Papier. Es wird vermutet, daß bis 1883 bis zu 90% des weltweit verwendeten Papiers aus Hanf hergestellt wurde! Wegen des Verbots sehen wir in der heutigen Gesellschaft nicht mehr viel Hanfpapier und einige glauben sogar, daß diese Verwendung, in Verbindung mit der Bedrohung, die Hanf für die großen Ölkonzerne darstellte, zu dessen Verbot führte. DuPont, ein Besitzer großer Forstbetriebe zum Zeitpunkt des Verbots war an der Spitze der Finanzierung des Kampfes gegen Cannabis und Hanf; in Verbindung mit Andrew Mellon, dem Gründer von Gulf Oil - wegen der Bedrohung, die sie für seine Industrie darstellten.

Bei der Analyse von Hanfpapier hat man herausgefunden, daß es Papier auf Holzbasis wegen seiner Zusammensetzung überlegen ist. Hanfpapier ist reich an Zellulose und enthält nur 4-10% Lignin. Umgekehrt enthält Holzzellstoff 18-30% Lignin, das bei dem Papierherstellungsverfahren chemisch entfernt werden muß. Die Tatsache, daß Hanf weniger chemische Behandlung benötigt, verringert die Abwasserbelastung und die natürliche cremige Farbe des Hanfpapiers bedeutet, daß es nicht ausgiebig gebleicht werden muß - zwei Aspekte, die viel besser für die Umwelt sind.

Hanfpapier ist auch viel stärker als Papier aus Holz und übersteht die Zeit wesentlich länger - manchmal Hunderte von Jahren (es wurde intaktes Hanfpapier gefunden, das 1500 Jahre alt war). Darüber hinaus kann Hanfpapier viel öfter recycelt werden, als Papier aus Holz.

Es wird vorgebracht, daß es massenhafte Abholzungen geben müßte, damit Raum für den Hanf geschaffen werden könnte, um das weltweite Bedürfnis nach Papier zu befriedigen. Dieses Argument wird von der Tatsache widerlegt, daß über einen Zeitraum von 20 Jahren mit 1 Hektar Hanf soviel Papier produziert werden kann, wie mit 4-10 Hektar Wald (es ist erwähnenswert, daß Hanfstängel 4 Monate benötigen, um heranzureifen, während Bäume 20-80 Jahre brauchen).

Hanf würde dem Boden mehr abfordern, da er eine einjährige Pflanze ist. Dies bedeutet, daß Nährstoffe extern hinzugefügt werden müßten - doch das könnte mit einem zyklischen Kompostsystem und ausgearbeiteter Fruchtfolge erreicht werden.

10. Tierfutter

Der hohe Nährwert von Hanf nutzt nicht nur Menschen, er kann für das Vieh und andere Tiere von großem Nutzen sein.

Hanfsamen werden oft in Futtermischungen für Wildvogel verwendet. Sie werden von vielen Arten wegen ihrer Energie spendenden Eigenschaften und reichen Öle bevorzugt, da sie ein großer Segen sind, der ihnen hilft, durch den Winter zu kommen und gesunde Federn zu behalten. Wenn ein Vogel Hanfsamen in seine Ernährung aufnimmt, lebt er 10-20% länger, hat mehr Nachkommen und kann wegen der überlegenen Qualität seiner Federn besser fliegen.

Vor dem Verbot gab es in den USA mehr als 10 Millionen Hektar, auf den Hanf wuchs und diese mit Samen beladen Pflanzen ernährten Hunderte Millionen von Vögeln. Die Beseitigung des Hanfs versetzte den Vogelpopulationen einen verheerenden Schlag und hat im Gegenzug die Nahrungskette betroffen. Außerdem fressen die Vögel, die sich sonst von Hanf ernährt hätten, jetzt mit Pestiziden beladene, gentechnisch veränderte Pflanzen, was weitere Giftstoffe in die Nahrungskette einbringt und der Umwelt noch weiter schadet. Diese grundlegende Änderung, obwohl schon vor vielen Jahren geschehen, hat den allmählichen Rückgang der Vogelpopulation als Ganzes eingeleitet.

Wenn es um die Ernährung von Nutztieren und Haustieren geht, gab es früher nichts besseres als Hanfsamenkuchen. Hanfsamenkuchen sind das Nebenprodukt beim Pressen von Hanfsamen zur Ölgewinnung. Er ist noch immer sehr nahrhaft und war bis ins letzte Jahrhundert in vielen Orten auf der ganzen Welt das Haupttierfutter. Hanfsamenkuchen deckt das komplette Ernährungsbedürfnis für so ziemlich alle Tiere ab, darunter Hunde, Katzen, Pferde, Vieh und Geflügel. Er ermöglicht zudem eine maximale Gewichtszunahme, zu einem Preis, der geringer ist, als für das, was heute verwendet wird. In einer aktuellen Studie in Kentucky wurde festgestellt, daß Vieh, daß mit Hanfsamenkuchen gefüttert wird, weniger Fütterung benötigt und viel effizienter verdaut.

Da hast Du es. Dies ist nur die Spitze des Eisbergs dessen, was man mit Hanf machen kann, aber es macht schmerzhaft klar, wie komplett bescheuert das Verbot von Cannabis und Hanf ist. Es ist schlichtweg nichts weniger als Wahnsinn, diese Ressource nicht zu nutzen. Da ist jedoch dieses sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels. Hanf ist ein zentraler Punkt für die Lösung der Ressourcenknappheit auf unserem Planeten und mit den Veränderungen in der Drogenpolitik könnten wir auch eine Renaissance des Industriehanfs erleben. Wenn Du daran interessiert bist, mehr über die Macht des Hanfs zu lesen und wie er die Welt verändern könnte, empfehlen wir das Buch "The Emperor Wears No Clothes" (Der Kaiser trägt keine Kleider) von Jack Herer - ein Vorbild und Legende der Cannabis und Hanf Bewegung.