Top 10 Einsatzmöglichkeiten Für Hanf: Eine revolutionäre Pflanze | Teil 1

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Top 10 Einsatzmöglichkeiten Für Hanf: Eine revolutionäre Pflanze | Teil 1

Hanf ist eine einfach anzubauende und erneuerbare Ressource, die nur darauf wartet, genutzt zu werden. Die Pflanze hat wirklich revolutionäres Potenzial, mit dem sie effektiv eine große Anzahl von derzeit unhaltbaren industriellen Verfahren und Produkten

Hanf wird oft als Geschenk Gottes an die Menschheit bezeichnet und es ist leicht, die Vorteile dieser herrlichen Pflanze zu erkennen. Hanf hat weitreichende, praktische Bedeutung als nachhaltige und erneuerbare Ressource, die Einfluß auf fast alle großen Industrien hat. Wegen jahrzehntelanger Propaganda und Fehlinformationen bekommt Hanf jedoch noch immer nicht die Aufmerksamkeit, die er verdient.

Hanf, Cannabis und Marihuana, was ist der Unterschied?

Grundsätzlich gesehen, sind Hanf und Cannabis genau die gleiche Pflanze. Der einzige Unterschied ist, daß Hanf kultiviert wurde, um die niedrigstmögliche Menge an Cannabinoiden zu enthalten, wohingegen Cannabis gezüchtet wurde, um die höchstmögliche Menge an Cannabinoiden zu enthalten. Sowohl Hanf, als auch Cannabis sind Teile der gleichen Gattung Cannabis sativa der Familie Cannabaceae. Sie werden zwar oft als zwei verschiedene Pflanzen angesehen, sind aber tatsächlich nur verschiedene Sorten der gleichen Pflanze.

Beim Anbau kann die Energie der Pflanze so geleitet werden, daß sie entweder reichlich Fasern für die industrielle Verwendung oder große Knospen für die medizinische und Freizeitnutzung produziert. Aber die Pflanze kann nicht beides in großer Menge mit dem gleichen Ertrag produzieren. Daher macht es auch aus der Sicht des Anbaus Sinn, Sorten mit unterschiedlichen Endprodukten im Hinterkopf zu entwickeln. Doch mehr als das, sind Hanf und Cannabis vor allem wegen der Art ihrer geliebten psychoaktiven Blüten zu verschiedenen Einheiten geworden.

Während viele glauben, daß die Nutzung und der Anbau von Hanf wegen des Verbots von Cannabis gelitten hat, glauben einige, daß es genau anders herum war. Der Wert des Hanfs als ein überlegener Rohstoff wurde früh erkannt und in der Tat hat er in der Industrie vielfache Verwendung gefunden. Tatsächlich war die Pflanze einfach zu gut, um wahr zu sein; sie wurde während dieser Zeit eine ernsthafte Konkurrenz zu der noch neuen und immer noch wachsenden chemischen Industrie. Außerdem fürchtete die Ölindustrie angesichts der überlegenen Fasern der Hanfpflanze um ihre Gewinne. Um die Vorherrschaft der Kunstfasern und auf Erdöl basierenden Kraft- und Kunststoffe zu erhalten, mußte die Pflanze geächtet werden. Seine psychoaktive Eigenschaft kam da gerade recht, war aber vielleicht nicht der Hauptgrund für das Verbot von Cannabis.

Der aktuelle legale Status

Der rechtliche Status von Hanf ist von Land zu Land verschieden und noch dazu sind die Gesetze in einem ständigen Wandel. Gerade vor kurzem wurde in den USA das neue Landwirtschaftsgesetz verabschiedet, daß den Anbau von Hanf zu Forschungszwecken und in einigen Staaten sogar den Hanfanbau für industrielle Zwecke erlaubt. Auf Bundesebene ist es in den USA jedoch immer noch nicht legal, Hanf frei zu kultivieren. Europa und China andererseits sind viel liberaler, wenn es um Hanf geht. China ist der weltweit führende Hanfproduzent, aber auch in Europa gibt es kleinere Plantagen. Frankreich produziert derzeit die höchste Menge Industriehanf in Europa.

10.000 Verwendungen warten darauf, genutzt werden

Gerade in Zeiten der globalen Umweltschädigung und Zerstörung ist es nicht zu entschuldigen, nicht auf Hanf umzustellen. Von Gier und Unwissenheit geblendet, schaffen die Politiker noch immer keinen rechtlichen Rahmen, in dem die Verwendung von Hanf voll genutzt werden könnte. Würden die Gesetzgeber tatsächlich etwas Zeit auf die Suche nach den Vorteilen der Pflanze verbringen, würden sie feststellen, daß durch Hanf tatsächlich viele unserer Probleme mit Ressourcen gelöst werden könnten. Glücklicherweise erlebt auch Hanf durch das sich verändernde Weltklima in Sachen Marihuana ein Revival. Wir können nur hoffen, daß bald eine groß angelegte Umstellung auf eine Hanfwirtschaft kommen wird, denn es ist an der Zeit, in vollem Umfang anzuerkennen, was Hanf zu bieten hat. Hier sind die 10 interessantesten Verwendungsmöglichkeiten für Hanf:

1. Speisen und Getränke

Hemp

Bis zu seinem jüngsten Niedergang wurde Hanf traditionell als Nahrungsquelle verwendet und wird es in Teilen Russlands und Asiens noch immer. Darüber hinaus ist die Nahrung, die aus den Samen hergestellt werden kann, für die menschliche Ernährung perfekt ausbalanciert.

Von all den eßbaren Pflanzen (und es gibt mehr als 3 Millionen) auf diesem Planeten, kann sich keine mit den Nährstoffen messen, die Hanfsamen mit ihrer perfekten Balance von Aminosäuren, Ölen und Fettsäuren bieten. 65 Prozent der im Hanf enthaltenen Proteine sind so genannte Globuline, die unserem Körper alle benötigten Proteine bereitstellen. Proteine, die verwendet werden, um Antikörper zu produzieren und helfen, die Nährstoffaufnahme zu maximieren, Organfunktionen aufrecht zu erhalten und sogar um Muskeln aufzubauen - Hanfsamen sind derart gut für die Bedürfnisse des menschlichen Körpers geeignet, daß viele Mediziner und Personal Trainer in ihnen eine Nahrungsergänzung sehen, die jedem anderen auf dem Markt erhältlichen Proteinpulver weit überlegen ist.

Hanf enthält auch viele gesunde Fettsäuren, die verwendet werden, um eine Reihe von Kreislaufgeweben, wie Blutgefäße und Arterien fit zu halten, sowie damit Dinge wie unsere Augen, Haare und Haut gesund aussehen. Ganz zu schweigen von all den in Hanfsamen enthaltenen Vitamine, Mineralien und Phytosterole.

Die Power der Hanfsamen ist so hoch, daß Forscher R. Lee Hamilton, ein berühmter Biochemiker, in ihnen die Antwort auf den Hunger in der Welt und die Möglichkeit, eine super Gesundheit zu erreichen, sieht. Er hat gesagt, daß "das wahnsinnige Verbot gegen die wertvollsten Pflanzen auf der Erde, Cannabis und Hanf, der öffentlichen Nachfrage nachgeben muß."

Es sind diese leistungsfähigen, nährenden und das Immunsystem unterstützenden Eigenschaften, die dazu geführt haben, daß so viele in der Welt der Wissenschaft glauben, daß Cannabis eine große Hilfe sein könnte, um das Hungerproblem der Welt zu lösen. Es wird geschätzt, daß 60 Prozent der Kinder, die in Ländern der Dritten Welt geboren werden, durch Proteinmangel sterben, bevor sie das Alter von fünf Jahren erreichen. Hanfsamen könnten sehr wohl der Schlüssel zu diesem Thema sein. Zudem ist Hanf eine hoch belastbare Pflanze, die unter ungünstigen Umständen, wie man sie in Afrika findet, wachsen kann - es sollte erwähnt werden, daß die Australier im 19. Jahrhundert nur durch Hanf zwei extrem lange Hungersnöte überlebten.

2. Bekleidung und Textilien

Hemp

Eine weitere Verwendung von Hanf, die sich Tausende von Jahren zurückdatieren läßt, ist die Herstellung von Kleidung und Textilien aus seinen Fasern. Dies reichte von starkem, lange haltbarem Seil, bis hin zu angenehm weichen Kleidungsstücken. Er wurde nur durch den Druck der Baumwoll- und Synthetikfaserindustrie aus der breiten Nutzung gedrängt. Es gibt keinen guten Grund, keine Hanfkleidung herzustellen und alles, was mit Baumwolle hergestellt werden kann, kann genauso gut aus Hanf hergestellt werden - allerdings mit deutlich geringerer Umweltbelastung.

Es gibt zwei Arten von Fasern in den Hanfpflanzen, bekannt als Bastfasern (lang, aus den Pflanzenstängeln gewonnen) und den Schäben (die kurzen, inneren Fasern des Stammes). Es sind die Bastfasern, die am besten für die Herstellung von Textilien geeignet sind und 20-30 Prozent des Stammes einer Hanfpflanze ausmachen. Es war der Bedarf nach diesen Fasern, der weitgehend die Hanfindustrie antrieb, bevor er verboten wurde.

Die langen Bastfasern können in zwei Gruppen weiter aufgeteilt werden. Dies sind primäre und sekundäre Bastfasern.

Primäre Bastfasern sind extrem lang, reich an Zellulose und enthalten wenig Lignin - das macht sie zu einigen der stärksten den Menschen bekannten Pflanzenfasern. Sie machen bis zu 70 Prozent der im Hanfstamm vorhandenen Bastfasern aus und waren traditionell die wertvollsten.

Sekundäre Bastfasern, obwohl nützlich, wurden weniger geschätzt. Sie sind viel kürzer als primäre Bastfasern, enthalten aber immer noch viel Zellulose und wenig Lignin. Sie sind in den Pflanzen weit verbreitet, die weiter auseinander stehen, was bewirkt daß die Hanfpflanzen gedrungener wachsen, da sie weniger Konkurrenz im Kampf um das Sonnenlicht haben.

Beide Fasertypen lassen sich in weiche, komfortable und dennoch lange haltbare Kleidung verarbeiten. Außerdem benötigt Hanf laut einer Studie vom Stockholm Environment Institute nur die Hälfte der Anbaufläche, weniger chemische Düngemittel und weniger Wasser als Baumwolle, um Textilien gleicher Qualität herzustellen - was ihn zu einer sehr viel umweltfreundlicheren Wahl macht. Über eine lange Zeit der zivilisierten Geschichte war Hanf die Hauptquelle für Textilien. Über Jahrtausende waren 90% aller Segel und Seile auf Schiffen aus Hanf.

Baumwolle ist eine äußerst destruktive Kulturpflanze, die bis zu 50% des weltweiten Pestizidverbrauchs benötigt, um zu wachsen. Es sind Pestizide, die für das Sterben der Bienen verantwortlich sind, wobei sie die Qualität von Boden und Wasser verschlechtern; sie sind auch potente Karzinogene, die häufig ihren Weg in die Nahrungskette und schließlich den Menschen finden. Hanf hingegen kann biologisch und ohne Pestizide angebaut werden, da er eine extrem belastbare Pflanze ist; außerdem ermöglicht diese Widerstandsfähigkeit, daß Hanf unter so ziemlich allen Umständen angebaut werden kann. Vom Hanf wurde ferner festgestellt, daß er die Bodenqualität verbessert, insbesondere dann, wenn er in einem Fruchtfolgesystem angebaut wird. Baumwolle andererseits benötigt sehr spezifische Wachstumsbedingungen und eine Menge Wasser.

Es gibt noch ein Land, das Hanf für Kleidung verwendet und das ist China. China hat Hanf nicht mit den gleichen Beschränkungen belegt, wie der Rest der Welt und blickt daher auf einen Zeitraum von über 6000 Jahren der Herstellung sicherer, weicher und komfortabler Textilien zurück.

3. Medizin

CBD

Die medizinischen Vorteile von Cannabis, das reich an Cannabinoiden ist, sind in den letzten Jahrzehnten wissenschaftlich gut nachgewiesen worden. THC, CBD und viele der weniger bekannten Cannabinoide zeigen vielversprechende Wirkungen bei einer Vielzahl von Krankheiten, wie Krebs, Epilepsie, MS, PTBS, Stimmungsstörungen und viele mehr. Obwohl Hanf nahezu kein THC enthält, kann er gezüchtet werden, um höhere Mengen CBD zu enthalten, das sich ebenfalls als therapeutisch nützlich erwiesen hat. CBD ist ein wunderbares Cannabinoid, von dem sich gezeigt hat, daß es tiefgreifende Auswirkungen auf viele Krankheiten hat, wie die jüngste Forschung gezeigt hat.

Obwohl die offensichtliche Wahl wäre, das gesamte Spektrum der Cannabinoide zur Behandlung zu verwenden, ist diese Option wegen der restriktiven Gesetze auch die schwierigste. Die psychoaktive Eigenschaft von THC wird oft als ein Grund genannt, warum Medizin, die auf Cannabis basiert, unbrauchbar oder sogar gefährlich ist. Zwar gibt es sicherlich Verwendungen, bei denen ein Rausch vermieden werden sollte - wie bei Kindern - doch trägt die psychoaktive Natur von Cannabis oft zur Gesamtheilwirkung der Medizin bei. Zudem zeigt auch THC selbst starke Antitumor und entzündungshemmende Eigenschaften. Die Entdeckung von CBD jedoch trennte viele der heilenden Eigenschaften von Cannabis von dem Rausch, was eine große Entwicklung bedeutet. Industriehanf kann leicht kultiviert werden, um einen höheren CBD Gehalt zu haben und nahezu Null THC zu enthalten. Bereits jetzt haben viele Sorten von Natur aus einen CBD Gehalt von bis zu 5%.

Bei diesem CBD-reichen Inhalt ist es möglich, eine Reihe von Extrakten und Medikamenten herzustellen, die von CBD-reichem Öl, über Tinkturen, bis hin zu festen Konsumgütern reichen. Darüber hinaus bedeutet die Einfachkeit und Geschwindigkeit, mit der Hanf wächst, daß fast jeder seine eigene Medizin in seinem Hinterhof erzeugen könnte.

Ursprünglich wurde vom CBD gedacht, daß es nur als Modulator und Dämpfer von THC agiert, was bedeutet, daß es von Wissenschaftlern und Züchtern weitgehend übersehen worden ist. Obwohl es wahr ist, daß CBD die Art und Weise beeinflußt, wie THC auf den Körper wirkt, hat sich nun gezeigt, daß es selber viele weitere Wirkungen hat. CBD kann möglicherweise verwendet werden, um solche Sachen wie Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Krebs, Alzheimer, Epilepsie, PTBS, Parkinson, chronischen Schmerz und Schlaflosigkeit zu behandeln, um nur einige zu nennen. Die Liste geht weiter und die wissenschaftliche Forschung findet jeden Monat neue vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten.

Einige Beispiele für die medizinische Forschung über die Wirkungen von CBD:

(Bitte beachte: Viele dieser Studien sind Experimente, die im kleinen Maßstab durchgeführt wurden, in vitro oder an Tieren, wie Mäusen, mit ähnlichen biologischen Systemen wie unseren. Erst jetzt führen Wissenschaftler in größerem Maßstab Tests am Menschen durch - aber bisher sind alle Berichte ermutigend.)

Wege der Vermittlung der Wirkung von Cannabidiol auf die Reduzierung der Zellproliferation, Invasion und Metastasierung bei Brustkrebs (2010)

Diese Studie, die in der US National Library of Medicine veröffentlicht wurde, wurde durchgeführt, um die Auswirkungen von CBD auf karzinogenes Brustgewebe zu untersuchen. Es wurde herausgefunden, daß CBD Tumore hemmt und ihre Masse sogar deutlich reduzierte. Dies bedeutet, daß CBD eine Rolle im Kampf gegen den Krebs spielt.

Nicht THC Cannabinoide hemmen das Wachstum von Prostatakarzinomen in vitro und in vivo: Pro-apoptotische Wirkungen und die zugrunde liegenden Mechanismen (2013)

Diese Studie, die in der US National Library of Medicine zur Verfügung steht, untersuchte und ergänzte die Erforschung der Wirkung von CBD auf Prostatakrebs. Deutlich positive Ergebnisse wurden gefunden, wobei CBD den Tod von Prostatakrebszellen bewirkte. Es wurde festgestellt, daß die klinischen Studien am Menschen in diesem Bereich unterstützt werden sollten.

Cannabidiol zeigt antiepileptiforme und Krampfanfall verhindernde Eigenschaften in vitro und in vivo (2010)

Diese Studie, die in der US National Library of Medicine veröffentlicht wurde, untersuchte die Wirkung von CBD auf Krämpfe, die durch Epilepsie verursacht werden. Es wurde festgestellt, daß CBD epileptiforme Aktivität gehemmt, wodurch das Auftreten von Anfällen verringert wird.

Dies sind nur einige der Verwendungen von CBD, das im Hanf zur Verfügung steht, im Internet gibt es viel, viel mehr Forschungsberichte, in denen die Auswirkungen von CBD beschrieben werden. Lies auch unseren Artikel "Cannabisforschung: Eine Auswahl der wichtigsten medizinischen Studien"

4. Kosmetik und Hautpflege

Cosmetics

Das Öl, das aus Hanfsamen extrahiert werden kann, ist sehr reich an Nährstoffen und Mineralien, die sehr nützlich für die Haut und Haare sind. Außerdem wurde in vielen neuen Studien heraugefunden, daß Cannabinoide vorteilhaft für die Haut sind. Darauf folgend, wurde Hanf in vielen Kosmetika für eine sehr lange Zeit als Hauptbestandteil verwendet. Selbst in Ländern, in denen der Anbau von Hanf illegal ist oder kontrolliert wird, war die Kosmetikindustrie in der Lage, Hanfsamen zur Herstellung von Produkten zu verwenden. Trotz strenger Kontrollen haben die USA, Großbritannien und Deutschland drei der größten Kosmetikindustrien, die Hanf in ihren Produkten verwenden.

Mit dem aktuellen Trend der Cannabis Reform, die stattfindet, werden sich tatsächlich immer mehr Menschen der positiven Eigenschaften von Cannabis und Hanf bewußt. Infolgedessen gibt es einen Zustrom an Unternehmen, die nicht nur Hanf in ihren Produkten verwenden, sondern auch Werbung für ihn als Hauptbestandteil machen. Nun ist es möglich, Hanf Balsame, Cremes und Haarpflegeprodukte zu bekommen, die helfen, eine natürliche Schönheit zu bewahren.

Es gibt sehr wenige Mineralien und Vitamine, die in Hanföl gefunden werden können, die nicht irgendeiner Weise positiv auf die Haut wirken; statt dessen sind es Omega-3 und Omega-6, zwei ätherische Öle, die derzeit von der Industrie am höchsten geschätzt werden. Die Rolle der Cannabinoide in der Haut wird nur langsam verstanden, aber erste Studien sind vielversprechend.

Das Profil essentieller Fettsäuren des Hanföls ist eines, das genau unserer Haut entspricht. Die Menge essentieller Fettsäuren, die es enthält, ist perfekt für die Erhaltung unserer natürlichen Barriere gegen die Elemente und Krankheiten. Es ist diese Ähnlichkeit, die es möglich macht, daß Hanföl so viel Feuchtigkeit spendet, wenn es lokal angewendet wird.

Einige der praktischen kosmetischen Verwendungen für auf Hanfsamenöl basierende Produkte sind:

Anti Aging Creme

Während wir altern, werden die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die Ceramide flexibel machen, durch gesättigte Fettsäuren ersetzt, was zu Falten führt. Die Fettsäuren im Hanföl wirken als entzündungshemmend, sowie als Ausgleich für diesen Mangel an Ceramid Flexibilität, die mit dem Alter aufkommt. Dies verringert den Alterungsprozess.

Akne

Akne ist eine sehr häufige Hautkrankheit, die Menschen aller Altersgruppen betreffen kann, insbesondere aber solche im Teenager Alter. Die Fettsäuren, die in auf Hanfsamenöl basierten Produkten enthalten sind, haben gezeigt, daß sie die Entzündung, die durch Akne verursacht wird, verringern, wodurch stärkere Ausbrüche verhindert und eine therapeutische Wirkung erzielt wird.

Hautreinigungsmittel

Von der Verwendung von Seife im Gesicht wird von Ärzten seit langem abgeraten. Um dem nachzukommen, hat die Kosmetikindustrie Feuchtigkeit spendende und reinigende Cremes hergestellt. Die häufigsten Arten sind kühlende Cremes und Reinigungsmittel auf Tensidbasis, die Feuchtigkeit spenden, reinigen und Make Up entfernen. Der hohe Gehalt an essentiellen Fettsäuren aus Hanfsamenöl kann verwendet werden, um die Streichfähigkeit zu verbessern und eine Entfettung der Haut zu verringern.

Sonnenschutzmittel

Sonnenschutzmittel werden normalerweise aus einer Formel einiger sehr schwerer Öle hergestellt. Dadurch können sie ziemlich dick und schmierig sein. Hanföl kann verwendet werden, um dem entgegenzuwirken. Darüber hinaus verbessert Hanföl die Feuchtigkeit spendende Wirkung und Streichfähigkeit der Sonnencreme.

Produkte für die Rasur

Hautirritationen beim Rasieren werden durch den Widerstand des Haares an der Schneidkante verursacht. Hanfsamenöl verleiht Rasurprodukten eine hohe Gleitfähigkeit, sowie Feuchtigkeit spendende Eigenschaften, was die Haut vor dem Austrocknen schützt.

Make Up

Hanfsamenöl kann in einer Vielzahl von Make Ups verwendet werden. In Lippenstiften liefert der Einsatz von Hanföl einen verbesserten Gesamteindruck, indem eine glattere Anwendung mit weniger Widerstand und überlegener Geschmeidigkeit geschaffen und die austrocknende Wirkung anderer Inhaltsstoffe wie Bromsäurefärbemittel verhindert wird. Diese Eigenschaften lassen sich auf andere Make Ups übertragen; sie verringern Fettigkeit und verbessern den Feuchtigkeitsrückhalt und Streichfähigkeit.

Haarpflege

Als eine der reichsten Quellen essentieller Fettsäuren, hilft Hanföl bei der Bildung von starkem und gesundem Keratin - dem Hauptprotein im Haar. Der Lipidgehalt von Hanföl erhöht auch die Elastizität, das Volumen, den Glanz und die Leichtigkeit, mit der das Haar gekämmt werden kann. Daher ist es nicht ungewöhnlich, daß Hanföl in Shampoos und Produkten für das Haarstyling verwendet wird.

5. Im Bau

Hemp Construction

Hanf hat das Potenzial, den Bausektor zu revolutionieren und für viel umweltfreundlichere Gebäude zu sorgen. Die Hauptkomponenten des Hanfs (Öle und Fasern) können im Hausbau verwendet werden. Diese vielseitigen Komponenten können geformt und verwendet werden, um die Eigenschaften von Holz, Beton, Kunststoff, Ziegeln, Isoliermaterial und sogar Verkleidung nachzuahmen.

Bei dem derzeitigen Stand der Dinge kostet es mehr, ein Haus mit Hanfprodukten zu bauen. Dies liegt an dem rechtlichen Status von Hanf, was bedeutet, daß die Produkte sehr schwer aufzutreiben sind - und wie es eben in der freien Marktwirtschaft ist, geht es um Angebot und Nachfrage und wenn das Angebot niedrig ist, sind die Kosten hoch. Während die Reform stattfindet und die Hanfproduktion steigt, sollten wir bei Gebäudeprodukten aus Hanf bald einen Preisrückgang sehen.

Fast jeder Teil im Hausbau kann mit Hanfprodukten durchgeführt werden. Hanf kann zu Ziegeln, Beton, Wandplatten und Gips verarbeitet werden. Rohre können aus Hanfkunststoff hergestellt werden, Teppich kann aus Hanf hergestellt werden, Isolation kann aus Hanf hergestellt werden und selbst Farbe kann aus Hanfölen hergestellt werden. Die Vielseitigkeit der Möglichkeiten mit Hanf als umweltfreundliche Ressource ist atemberaubend.

Ein wahres Schmuckstück von auf Hanf basierten Gebäudeprodukten ist "Hanfbeton," eine Betonformel aus Hanf. Hanfbeton kann für Wände und Fundamente verwendet werden, ist sieben mal stärker, um die Hälfte leichter und dreimal biegsamer als normaler Beton. Hanfbeton ist zudem ein sehr atmungsaktives Produkt, daß es erlaubt, daß die Feuchtigkeit aus dem Gebäude entweichen kann, was verhindert, daß sich Feuchtigkeit ansammelt und Schimmel bildet. Währen Hanfbeton der Witterung ausgesetzt ist, versteinert er, wodurch sich die Härte über die Zeit erhöht. Dies bedeutet, daß Wände aus Hanfbeton das Potenzial haben, Tausende von Jahren zu überdauern. Das ist ein ziemlicher Unterschied zu den hundert Jahren oder so, die wir mit dem aktuellen "modernen" Baustoff erzielen. Darüber hinaus absorbiert und bindet der extrem hohe Zelluloseanteil im Hanf Kohlendioxid. Dies bedeutet, daß, wenn ein durchschnittliches Haus mit Hanfbeton gebaut wird, dies bis zu 10 Tonnen Kohlendioxid binden könnte - was starken Einfluß auf die CO2 Bilanz der Konstruktion hat. Alles in allem erhält man eine C02 positive, lokale und erneuerbare Ressource, mit der man einfach und ungiftig arbeiten kann, wobei eine überlegene Isolierung und Stärke geboten wird.

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