Spanien: Cannabiserstkonsumenten den von Tabak zahlenmäßig ü

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Spanien: Cannabiserstkonsumenten den von Tabak zahlenmäßig ü

Der Tabakkonsum ist schon seit Ewigkeiten legal, bis zu dem Punkt, an dem man es als ganz gewöhnlich ansah. Aber zum ersten Mal überhaupt übersteigt die Menge der neuen Cannabisraucher...

Der Tabakkonsum ist schon seit Ewigkeiten legal, bis zu dem Punkt, an dem man es als ganz gewöhnlich ansah. Aber zum ersten Mal überhaupt übersteigt die Menge der neuen Cannabisraucher...

Die Toleranz der spanischen Gesetzgebung und die zukunftsorientierte Natur der Menschen machen das Land schnell zu einer der führenden Kräfte im Kampf das Verbot in Europa zu beenden. Dies wurde kürzlich von einer Studie der Regierung unterstrichen, in der sich herausstellte, daß die Menge der neuen Cannabisraucher nun die Menge an neuen Tabakrauchern übertrifft.

Es ist schon eine erstaunliche Wendung der Ereignisse! Die Daten aus dem Jahr 2013 zeigten, daß 169.000 Spanier mit dem Konsum von Cannabis begannen, im Vergleich dazu aber nur 142.000 Menschen anfingen Tabak zu konsumieren. Es ist nach unserer Kenntnis das erste Mal, daß die Anzahl der Cannabiserstkonsumenten die von Tabak übertrifft - eine Substanz, die sowohl legal ist, als auch eine tief verwurzelt Akzeptanz in Europa geniesst.

Sind Cannabis Clubs die Antwort?

Obwohl hier viele Faktoren eine Rolle spielen, ist eine der führenden Ursachen für diesen Anstieg wahrscheinlich die Entstehung von Cannabis Clubs im ganzen Land. Nach spanischem Recht ist es in Ordnung Cannabis für den persönlichen Gebrauch anzubauen. Es ist eine der größten Merkwürdigkeiten in Spanien, denn die Regierung ist eine der konservativsten in ganz Europa. Aber wir wollen uns nicht beschweren, denn es ermöglicht die Eröffnung dieser privaten Clubs.

Im Grunde ist ein Cannabis Club ein exklusiver Club, wo Cannabis angebaut und dann unter den Mitgliedern verteilt wird. Jedes Mitglied zahlt einen regelmäßigen Mitgliedsbeitrag, der in die Unterhaltung des Clubs und die Kosten für den Anbau von Cannabis fließt. Tatsächlich wird kein Cannabis verkauft.

Es ist ein äußerst verantwortungsvoller Weg der Welt zu zeigen, daß Cannabis eine akzeptable Substanz sein kann. Nicht nur, daß es die Notwendigkeit eines Schwarzmarkts durchbricht - was Verbrechern das Geld abgräbt - es sorgt auch dafür, daß die Menschen Marihuana bekommen, das in hoher Qualität angebaut wird, denn die Mitglieder der Clubs sind oft an der Entscheidung beteiligt, was und wie das Gras angebaut werden soll. Mitglieder müssen mindestens 21 Jahre alt sein und der Zugang zu den Clubs wird streng kontrolliert - wobei oft ein Aufnahmegespräch oder die Fürsprache eines aktuellen Mitglieds notwendig ist. Zudem ist es den Clubs nicht erlaubt für eine Mitgliedschaft zu werben. Das mag alles recht umständlich erscheinen, aber in einer Welt, in der Cannabis noch nicht wirklich akzeptiert wird, hilft die Ernsthaftigkeit bei der Auswahl der Mitglieder skeptische Geister zu beruhigen.

Wie Du Dir vorstellen kannst, hatte die Idee einem exklusiven und legalen Cannabis Club beizutreten zu viele angesprochen und Freizeit- und medizinische Nutzer hatten sich in Scharen angemeldet. Diese ruhigen, privaten und vorteilhaften Unternehmen sind jedoch nicht unbemerkt geblieben und wurden so zum Ziel verschiedener Politiker, die ihre Beliebtheit bei den eher konservativen Menschen steigern wollten. Ein solcher ist der Bürgermeister von Barcelona, der unter dem Vorwand, daß die öffentliche Ordnung gestört würde, drohte gegen die Cannabis Clubs in der Stadt vorzugehen. Als Reaktion darauf haben sich die Cannabis Clubs zusammengeschlossen und eine Kampagne der Transparenz gestartet, um die breite Masse genauestens darüber aufzuklären und zu informieren, was sie tun und wie sie sich selbst regulieren - was hilft jedes Hörensagen und alle Missverständnisse zu zerstreuen, die kursieren könnten. Es bleibt zu hoffen, daß dies die öffentliche Meinung zugunsten der Clubs umstimmt oder zumindest die Menschen davon überzeugt, daß es sicher ist die Clubs in Ruhe gewähren zu lassen.

Hier unten kannst Du Dir das Video ansehen, das die Kampagne zusammengestellt hat und von der "Catalan Federation of Cannabis Smokers" gestaltet und bearbeitet wurde.