Opium Produktion im Goldenen Dreieck boomt

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Opium Produktion im Goldenen Dreieck boomt

Trotz der Bemühungen der Regierung, den illegale Opiumanbau zu zerstören, floriert er im Goldenen Dreieck Asiens noch immer, wobei die organisierte Kriminalität und schwere Drogenabhängigkeit auf der ganzen Welt noch angefacht wird.

Trotz der Bemühungen der Regierung, den illegale Opiumanbau zu zerstören, floriert er im Goldenen Dreieck Asiens noch immer, wobei die organisierte Kriminalität und schwere Drogenabhängigkeit auf der ganzen Welt noch angefacht wird.

Laut dem jüngsten jährlichen Bericht des UN Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung im "Southeast Asia Opium Survey," hat sich die Opiumproduktion in Birma gesteigert, in 2013 um schätzungsweise 35 Prozent, auf 870 Tonnen - der höchste Betrag seit die UN im Jahr 2002 mit der Überwachung begonnen hat.

Opium FieldIm Jahr 1999 hatte die birmanische Regierung versprochen, alle illegalen Operationen einzustellen, bei denen Opium hergestellt wird und bis zum Jahr 2014 komplett zu stoppen. Allerdings befand sich die Opiumproduktion seit 2006 stetig auf dem Vormarsch, Jahr für Jahr. Es wird vermutet, daß das Scheitern, dies zu erreichen, dadurch verursacht wird, daß die zugrunde liegenden politischen und wirtschaftlichen Fragen, die hinter dem Opiumanbau stehen, nicht erkannt und angegangen wurden - nämlich, daß die sich abmühenden Menschen in Birma hierbei 19 Mal mehr verdienen können, als wenn sie Sachen wie Reis oder andere legale Kulturpflanzen anbauen würden. Dies läßt ihnen nur wenige Optionen offen, wenn sie überleben wollen.

Großbetriebe haben die Preise der konventionellen landwirtschaftlichen Produkte unter ein Niveau gedrückt, das ein Landwirt braucht, um zu überleben. Die Notwendigkeit dieser Menschen und der Opium Boom, der aus ihrer Not entstand, sorgt dafür, daß der weltweite Strom verfügbarer harter Drogen nicht abreißt. Dies nützt niemandem, außer den Schattenorganisationen und Kriegsherren, die den Handel betreiben.

Apropos Kriegsherren, der Bericht der UN stellt auch fest, daß die Bemühungen, den Anbau auszurotten, einen neuen Konflikt zwischen den Kachin und Shan Staaten ausgelöst haben. Dies hat dazu geführt, daß die Kriegsherren den Opiumhandel übernommen haben, um ihre Kriegsanstrengungen voranzutreiben. Es ist ein Teufelskreis entstanden, wobei die Armen, um zu überleben, keine andere Wahl haben, als das Opium herzustellen, das dann an die Kriegsherren verkauft wird, die es wiederum weltweit verkaufen, um ihre laufenden Kriege zu finanzieren, was wiederum mehr Menschen mittellos und ihr Leben noch schlimmer macht. Es ist eine sehr traurige Situation, ohne klare Antwort oder Lösung - außer der Umsetzung grundlegender Reformen in der Politik und Landwirtschaft.

In dem Bericht wird auch darauf hingewiesen, daß erwartet wurde, daß die illegale Produktion von Opium in Burma drastisch steigen würde, um der Nachfrage nachzukommen, die der Krieg in Afghanistan schaffen würde. Es wurde angenommen, daß die UN Truppen die Opiumproduktion in Afghanistan stoppen würden, was eine massive Lücke in den Markt reißen würde, die dann gefüllt werden müßte. Was nicht zu erwarten war, war die Tatsache, daß die Opiumproduktion in Afghanistan Ende 2013 zu einer nie zuvor gesehenen Menge anwachsen würde. Aber auch ohne eine Lücke im Markt, boomte die Produktion im Goldenen Dreieck.

Golden Triangle

Das Goldene Dreieck besteht aus Burma, Laos und Thailand. Das macht mittlerweile 18 Prozent des gesamten Weltmarktes aus. Das Goldene Dreieck war von jeher ein Spitzenproduzent, vor allem nach den Konflikten und Kriegen, die Südostasien in den 60er Jahren plagten. Doch mit dem jüngsten Bestreben, den Nahen Osten, insbesondere Afghanistan, zu treffen, hat die Opiumproduktion in dieser Region der Welt die Opiumproduktion in Burma und dem Goldenen Dreieck übertroffen. Wo die Produktion wirklich gestiegen ist, ist die Region zwischen Afghanistan und Pakistan, vor allem in den 80er Jahren. Diese Region ist nun als der Goldene Halbmond bekannt geworden.

Der Krieg in diesen Ländern wütet weiterhin, wobei die organisierte Kriminalität, die Kriegsherren und der illegale Drogenmarkt als Ganzes noch angefeuert werden. Der Krieg gegen Drogen schlägt weiterhin fehl und in diesem Fall ist es eine besonders traurige Tatsache.

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