Ein neues psychedelisches Musical, LSD: Die Oper

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Ein neues psychedelisches Musical, LSD: Die Oper

Die Oper ist eine ausdrucksstarke Kunstform und während sie traditionell verwendet wurde, um alte Geschichten zu erzählen, wird sie nun verwendet, um die Geschichte von LSD zu erzählen.

Für viele, die psychedelische Drogen ausprobiert haben, ist der Versuch jemandem die Erfahrung zu beschreiben, der sie nicht gemacht hat, monumental schwer. Egal wie sehr man es auch versucht, die menschliche Sprache ist unzulänglich und bloße beschreibende Worte können die Erfahrung nicht erfassen. Die Art und Weise wie Zeit, Wahrnehmung und Bewusstsein verzerrt sind, ist nichts, dem Worte gerecht werden könnten.

Und wie sieht es mit Musik aus? Musik, in ihrem Wesen, kann sehr abgehoben, ätherisch und aufschlussreich sein - wie der Widerhall Deiner Seele. Das ist einer der Gründe, warum Musik auf einem Trip so eine perfekte Begleitung ist. Ein neues Musical, "LSD: Die Oper" versucht diese Erfahrung zu erfassen, mit aller Komplexität, Mikrotönen und manchmal erschütternden und dennoch rhythmischen Klängen. Es ist sehr einfach sich darin zu verlieren.

Dennoch, obschon dieses neue Musical Dich in Erinnerungen an vergangene Trips schwelgen lassen mag oder Dich mit seinen hypnotischen Melodien einfängt, ist sein Ziel nicht zu versuchen das Erleben einer Halluzination zu erklären oder zu simulieren. Stattdessen ist die wahre Absicht von LSD: Die Oper, die turbulente Geschichte des LSDs zu erzählen, direkt von seiner zufälligen Entdeckung, bis hin zu dem, von dem wir annehmen, daß es die heutige Zeit ist. Wie Du sehen kannst, ist es schwer für uns zu beschreiben, da die Oper noch geschrieben wird. Was bereits geschaffen und geprobt wurde umfasst die Geschichte von Albert Hofman, Aldous Huxley's erstem Meskalintrip und die geheime Forschung, die von der CIA mit LSD durchgeführt wurde.

Die Oper wird von Anne LeBaron gestaltet, einer bereits versierten und berühmten Komponisten. Als sie über den Beginn der Oper spricht, beschreibt sie, wie alles mit Albert Hofman beginnt:

"Als Hofman versehentlich etwas LSD über seine Fingerspitzen aufnahm, wurde er zur ersten Person, die auf LSD einen Trip unternahm. Er hatte keine Ahnung welche Dosis er genommen hatte. Damals im Jahr 1943 gab es einen Mangel an Autos in der Schweiz, also fuhr er begleitet von seiner Assistentin auf dem Fahrrad nach Hause und war dabei voll drauf. Und als er endlich in sein Haus stürzte, schrieb er in sein Tagebuch, daß er sich fühlte, als würde er sich überhaupt nicht bewegen. Er sehnte sich verzweifelt nach einem Gegenmittel gegen das Medikament, weil er sich überdosiert hatte, daher bat er seine Assistentin um Milch und seine Nachbarin brachte ihm welche. Aber sie erschien ihm als eine abscheuliche Hexe mit einer Maske. Das alles findet sich in der Oper."

Es klingt alles so, als würde es sich zu einem sehr interessanten Stück entwickeln. Nun mag eine Oper nicht gerade wie etwas erscheinen, das mit Psychedelika zusammenpasst, doch wir sind anderer Meinung. Die Oper ist eine Kunstform, die sowohl mit ihrer Nachricht, als auch der Erfahrung wirklich fesselnd sein kann. Für einen Komponisten, der fest entschlossen ist die Welt wissen zu lassen, daß LSD verwendet werden kann, um in Balance zu kommen, um uns all das Gute und Schlechte in uns selbst zu zeigen, könnte es kaum ein besseres Medium geben.

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