Kannst Man CBD Aus Anderen Pflanzen Als Cannabis Gewinnen?


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Kannst Man CBD Aus Anderen Pflanzen Als Cannabis Gewinnen?


Durch genetische Manipulation können Hefe und Hopfen verwendet werden, um CBD und andere Cannabinoide zu produzieren, die auf natürliche Weise nur in der Cannabispflanze vorhanden sind.

Über die letzten zwei Jahrzehnte hat die Cannabispflanze aufgrund ihrer gesundheitlichen Vorteile, die sie bietet oder möglicherweise bieten könnte, viel Aufmerksamkeit erhalten. Verantwortlich für diese gesundheitlichen Nutzen sind in erster Linie die Cannabinoide, die in der Cannabispflanze enthalten sind. Die Forscher interessieren sich insbesondere für das Cannabinoid Cannabidiol (oder CBD).

Heute blickt Cannabis vielen legalen Problemen auf der Welt ins Auge. Aus diesem Grund ist es eine gute Nachricht, dass die Cannabispflanze möglicherweise nicht die einzige Quelle für CBD und andere nützliche Cannabinoide ist. Es ist Wissenschaftlern vor einiger Zeit gelungen in einer Laborumgebung erfolgreich CBD zu synthetisieren. Diese Herstellungsmethode ist jedoch teuer und liefert leider nur minimale Erträge.

Da man hunderte Milligramm CBD benötigt, um die Dosierung therapeutisch funktional zu machen, ist eine synthetische Produktion unpraktisch. Außerdem ist im Labor synthetisiertes CBD nicht für den menschlichen Gebrauch konzipiert. Dies lässt nur die Möglichkeit offen, die natürlichen, biologischen Prozesse von Organismen zur Herstellung von CBD zu nutzen. Es gibt zwei bestimmte Organismen, die dies ermöglichen können: Hopfen und Hefe.

DAS HERSTELLUNGSVERFAHREN FÜR CANNABINOIDE

DAS HERSTELLUNGSVERFAHREN FÜR CANNABINOIDE

Um Cannabinoide aus der biologischen Maschinerie von Organismen zu gewinnen, benötigen Wissenschaftler zwei wesentliche Komponenten. Die erste sind die Vorläufermoleküle, aus denen Cannabinoide bestehen. Die zweite Komponente sind die Enzyme, die für die Umwandlung dieser Vorläufermoleküle in die jeweiligen Cannbinoide verantwortlich sind.

Damit Wissenschaftler Cannabinoide aus Hefe und Hopfen herstellen können, müssen diese Organismen in der Lage sein Geranylpyrophosphat (GPP) und Capronsäure zu produzieren. Viele Pflanzen haben die Fähigkeit, Capronsäure zu produzieren. Diese Säure wird schließlich in Olivetolsäure umgewandelt. Wissenschaftler können dann GPP und Olivetolsäure zu Cannabigerol-Säure synthetisieren.

Die Produktion von Cannabigerol-Säure ist ein sehr wichtiger Schritt bei der Herstellung von Cannabinoiden. Sobald dieses Stadium erreicht wurde, benötigt man nur noch das erforderliche Enzym, um die Umwandlung in Cannabinoide zu erleichtern. Sobald man diese sauren Formen erhitzt, werden sie zu den konventionellen Verbindungen CBD und THC. Der einzige große Nachteil dieser Methode ist, dass Cannabis die einzige Pflanze ist, deren DNA-Kodierung die natürliche Produktion dieser Enzyme ermöglicht. Andere Pflanzen besitzen diese DNA nicht.

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CBD AUS HOPFEN HERSTELLEN

CBD AUS HOPFEN HERSTELLEN

Hopfen, auch Humulus lupulus genannt, ist eine Art der Blütenpflanzen, die zur Familie der Hanfgewächse gehört. Zu dieser Familie gehört auch die Cannabispflanze und Zürgelbäume. Die kegelförmigen weiblichen Blüten des Hopfens werden häufig als Geschmacksstoff in Bier verwendet. Hopfen kann aber auch eine alternative Quelle für CBD und möglicherweise andere Cannabinoide sein.

Im vergangenen Jahr gab eine Firma namens Isodiol International Inc. eine Verlautbarung heraus, in der sie behauptete, einen Weg gefunden zu haben, CBD aus Hopfen zu extrahieren. Isodiol International Inc. spezialisiert sich auf Wellness-Produkte und hat seinen Sitz in Vancouver in Kanada. Das Unternehmen hat bis jetzt noch nicht preisgegeben, welches urheberrechtlich geschützte Verfahren es genutzt hat, um das CBD zu extrahieren.

Es ist jedoch tatsächlich möglich, CBD aus Hopfen zu extrahieren – zumindest theoretisch. Dies ist nur durch den Einsatz der Genmanipulation namens CRISPR-Technologie möglich. CRISPR ist eine Reihe von sich wiederholenden DNA-Abschnitten in Bakterien und Archaeen. Diese Abschnitte bilden die Grundlage der CRISPR-Technologie, die wirkungsvolle und spezifische Genveränderungen in Organismen ermöglicht.

Wissenschaftler könnten die CRISPR-Technologie benutzen, um die DNA einzuführen, die für die Produktion der Enzyme verantwortlich ist, die die Cannabinoid-Vorläufermoleküle in aktive Cannabinoide umwandeln. Die Tatsache, dass Hopfen und Cannabis chemisch verwandt sind, verleiht dieser Theorie Glaubwürdigkeit. Durch diese Methode ist die Umwandlung von Cannabigerol-Säure in CBD oder THC im Hopfen möglich. Dies ist die wahrscheinlichste Erklärung dafür, dass Isodiol International Inc. in der Lage ist, Hopfen in eine Cannabinoide produzierende Pflanze umzuwandeln.

CBD AUS HEFE HERSTELLEN

Andere Wissenschaftler haben ihre Aufmerksamkeit auf Hefe als eine mögliche Quelle von Cannabinoiden gerichtet. Hefe kann von alleine natürlich keine Cannabinoide produzieren. Durch ausgeklügelte DNA-Manipulation ist es jedoch möglich, Hefe in einen Cannabinoid-Produzenten zu verwandeln. Ein Unternehmen namens Librede, das in Kalifornien ansässig ist, hat dies geschafft.

CBDA IN HEFE?

Librede ist ein Unternehmen für synthetische Biologie mit Hauptsitz in San Diego und ist ein Branchenführer in der natürlichen Cannabinoid-Biosynthese. Das Unternehmen erhielt kürzlich ein Patent für die Produktion von  Cannabidiolsäure (CBDa) durch Hefe. Es verändert die Hefe genetisch, um CBDa aus Rohstoffen, wie zum Beispiel Zucker, herzustellen.

CBDa kommt auf natürliche Weise in der Cannabispflanze vor und Wissenschaftler können es verwenden, um CBD zu produzieren. Durch DNA-Manipulation kann Hefe auch THC, andere Cannabinoide und Terpene produzieren, die auf natürliche Weise in Cannabis vorkommen. Das Beste an dieser Produktionsmethode ist, dass sie viel billiger als herkömmliche Anbaumethoden ist. Der Prozess, um Cannabinoide aus Hefe zu extrahieren, dauert weniger als eine Woche. Darüber hinaus bietet die Methode von Librede Vorteile in Bezug auf die Auswirkungen auf die Umwelt.

UMWELTFAKTOREN

UMWELTFAKTOREN

Der Anbau von Cannabis führt zu einem erheblichen Wasser- und Energieverbrauch. Dies ist hauptsächlich ein Problem des Anbaus im Innenbereich. Außerdem verwendet eine große Anzahl von Züchtern Dünger und Pestizide. Dies kann oft zu Verunreinigungen von Wasserquellen führen. Insgesamt kann man sagen, dass die traditionellen Anbau- und Extraktionsmethoden die Umwelt bis zu einem gewissen Grad belasten. Die CBD-Produktion mit Hefe kann eine weniger anspruchsvolle Lösung sein, doch dies muss erst noch dokumentiert werden. Librede hat Zuschüsse erhalten, um die Produktion von CBD und anderen Cannabinoiden aus genetisch veränderter Hefe zu verbessern.

Es gibt eine wichtige Sorge, wenn man CBD aus alternativen Pflanzenquellen extrahieren will: Es handelt sich um den Verlust des “Ganzpflanzen”-Aspekts von Cannabis. Cannabisextrakte aus der gesamten Pflanze sind therapeutisch gesehen funktionsfähiger als isoliertes CBD, da die verschiedenen Verbindungen, die in Cannabis gefunden werden, ihre jeweilige Wirkung verstärken oder abschwächen können. Eine Lösung für dieses Problem wäre ein Ansatz, bei dem Wissenschaftler eine optimale Kombination von Inhaltsstoffen unter Verwendung verschiedener Extraktionsmethoden formulieren könnten.

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