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Wie Man Beim Anbau Von Cannabis Den CBD-gehalt Steigert
4 min

Wie Man Beim Anbau Von Cannabis Den CBD-gehalt Steigert

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CBD ist in den letzten Jahren zu einem Superstar der Cannabinoidfamilie aufgestiegen. Obwohl klinische Versuche begrenzt sind, deutet vorläufige Forschung auf verblüffende Effekte auf den menschlichen Körper hin. Eine Fülle von anekdotischen Berichten unterstützt verschiedene Nutzungsmöglichkeiten des Cannabinoids und die Wissenschaft beginnt, mehr der Einzelheiten zu erläutern.

Die Medienberichterstattung dieser Ergebnisse hat auch die Beachtung von traditionellen Züchtern gefunden – die bisher eher darauf aus waren, immer höhere THC-Werte zu erreichen. Das Blatt hat sich leicht gewendet und Grower bemühen sich gegenwärtig, höhere CBD-Konzentrationen in ihren Pflanze zu entwickeln. Wie erzielt man dies aber als Selbstversorger? Wir werden in diesem Artikel einige einfache Tipps für die Erhöhung der CBD-Werte Deiner nächsten Ernte teilen.

CANNABIS FÜR CBD ANBAUEN

CBD wurde erstmals in den 1940er Jahren von Forschern der Universität von Illinois identifiziert. Inzwischen hat eingeschränkte Forschung die einfachen Grundlagen des Mechanismus von CBD und der sich ergebenden Wirkung auf den menschlichen Körper aufgedeckt. Das Cannabinoid ist bekannt dafür, indirekt das Endocannabinoid-System zu beeinflussen – ein regulatorisches Netzwerk, das auf Stimmung, Appetit, Schmerz, Gedächtnis und mehr wirkt. Von CBD wird außerdem angenommen, dass es manche seiner Effekte über zahlreiche andere molekulare Ziele[1] ausübt, einschließlich Serotonin- und Vanilloid-Rezeptoren.

Wir werden nachfolgend einige der Forschungsarbeiten zu CBD untersuchen. Bedenke, dass selbst klinische Versuche ihre Grenzen haben. Die Resultate dieser Studien tragen dennoch erheblich dazu bei, dass viele Grower am Anbau von CBD-reichem Cannabis interessiert sind.

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MÖGLICHER NUTZEN VON CBD

Mehrere Studien haben die Effekte von CBD auf verschiedene Modelle von Angst untersucht. Eine in der Fachzeitschrift "Neuropsychopharmacology" publizierte klinische Untersuchung[2] prüfte die Auswirkung von CBD auf soziale Angststörung während einer simulierten öffentlichen Redeveranstaltung. Testpersonen, die 600mg orales CBD erhielten, zeigten im Vergleich mit der Placebo-Gruppe eine erhebliche Minderung von Angst und Unbehagen während des Vortrags.

Weiterführende Forschung[3] untersuchte die neurologischen Effekte, die CBD bei Angstmodellen hervorruft. Die Forscher scannten nach der Verabreichung von CBD die Gehirne von 10 Patienten mit sozialer Angststörung. Die Forscher konnten eine beträchtliche Verringerung von Angstzuständen feststellen, von denen sie annehmen, dass sie mit reduziertem Blutfluss in manche Bereiche des Gehirns zusammenhängen, einschließlich des Hippocampus.

CBD hat zudem beeindruckendes krampflösendes[4] Potenzial bei Kindern mit spezifischen Formen schwerer Epilepsie im Kindesalter gezeigt. Ein im "The New England Journal of Medicine" veröffentlichter klinischer Versuch[5] untersuchte die Effekte von CBD auf das Dravet-Syndrom – eine schwere Form von Epilepsie in der Kindheit. An der placebokontrollierten Doppelblindstudie nahmen 120 Kinder und junge Heranwachsende mit dem Leiden teil. Die Teilnehmer erhielten jeden Tag eine orale CBD-Lösung von 20mg/kg Körpergewicht oder ein Placebo. Es wurde festgestellt, dass CBD im Vergleich mit dem Placebo zu einer erheblichen Abnahme der Anfallshäufigkeit führte.

Die amerikanische FDA hat überdies ein orales CBD-Spray, Epidiolex genannt, zugelassen, um das Dravet-Syndrom und eine weitere Form von schwerer Epilepsie im Kindesalter (Lennox-Gastaut-Syndrom) zu behandeln[6].

Die oben genannten Beispiele stellen nur einen flüchtigen Einblick in das Potenzial von CBD dar. Wir entschieden uns, Bereiche hervorzuheben, in denen auch ein gewisser Grad an Forschung am Menschen vorhanden ist, da ein Großteil des derzeitigen Literaturbestandes an Tier- oder Zellmodellen durchgeführt wurde. Dies heißt nicht, dass CBD kein Potenzial in diesen Bereichen hätte – nur, dass es viel zu früh ist, um dies zu bestätigen oder zu verneinen.

3 RATSCHLÄGE, WIE DU DEN CBD-GEHALT DEINES EIGENANBAUS STEIGERN KANNST

Wir haben nun einige der wesentlichen Nutzen von CBD behandelt. Nun sind hier noch ein paar einfache Tipps, um die CBD-Werte Deiner nächsten Ernte zu steigern. Und bitte: Wenn Du einen Tipp hast, den wir hier nicht aufgeführt haben, dann teile diesen bitte mit uns!

1. WÄHLE DIE RICHTIGE SORTE AUS

CBD-RICH STRAINS AT ZAMNESIA

Wenn Du eine CBD-reiche Ernte produzieren möchtest, ist es wichtig, dass Du mit der richtigen Sorte arbeitest. Die Arbeit mit einer Sorte, von der auch bekannt ist, dass sie hohe CBD-Konzentrationen enthält, ist wohl eine der einfachsten Möglichkeiten, um die richtigen Ergebnisse zu erzielen. Die typischen Saatgutbanken von heute bieten oft sogar einige CBD-reiche Sorten an. Die meisten davon findest Du natürlich in unserem Samen-Shop. Unsere drei besten CBD-Sorten empfehlen wir Dir im nächsten Absatz.

TOP 3 DER CBD-REICHEN SORTEN BEI ZAMNESIA

Dinamed CBD (Dinafem): Diese Sorte ist das medizinische Flaggschiff von Dinafem. Die sativadominierte Kreuzung Dinamed CBD zeigt einen konstant hohen CBD-Gehalt, welcher normalerweise bei etwa 14% liegt. Diese Sorte eignet sich für den Anbau im Zuchtzelt oder im Freien und ist nach 60 Tagen Blütezeit bereit für die Ernte. Das Beste von allem: Mit nur 0,5% THC ist diese Sorte perfekt für Patienten oder Konsumenten, die die psychoaktive Wirkung von normalem Cannabis vermeiden wollen.

Candida CD-1 (Medical Marijuana Genetics): Candida CD-1 ist eine äußerst beliebte Cannabissorte, die eine der höchsten CBD-Konzentrationen aller gegenwärtig auf dem Markt erhältlichen Sorten aufweist (bis zu 20%). Es gibt zwei Phänotypen; einer eher indicadominiert, einer mehr in Richtung Sativa. Candida CD-1 reift in 9 Wochen der Blüte heran und enthält weniger als 1% THC.

Cannatonic (Resin Seeds): Cannatonic von Resin Seeds ist eine medizinische Cannabissorte mit einem 1:1-Verhältnis von CBD zu THC. Außerdem ist diese Sorte ein 50-50-Hybrid, der in nur 7-8 Wochen anständige Erträge liefert. Im Gegensatz zu den vorherigen zwei Sorten enthält diese Sorte auch eine bemerkenswerte Konzentrationen an THC, daher ist hier definitiv eine psychoaktive Wirkung zu erwarten!

2. WEHRE KRANKHEITEN UND SCHÄDLINGE AB

2. Wehre Krankheiten Und Schädlinge Ab

Wie jede andere Pflanze ist Cannabis anfällig für eine Vielzahl von Krankheiten und Schädlingen. Wenn sie unbehandelt bleiben, können diese Eindringlinge die Pflanzenentwicklung behindern und letztendlich die Wirksamkeit Deiner Ernte beeinflussen (genau wie bei normalen, THC-reichen Sorten). Daher ist es äußerst wichtig, dass Du Deine Pflanzen während ihres gesamten Wachstumszyklus im Auge behältst und so schnell wie möglich mit Schädlingen/Krankheiten fertig wirst. Einige der häufigsten Cannabisschädlinge und -krankheiten, auf die man auf jeden Fall achten sollte, sind Milben, Spinnmilben, Blüten- oder Wurzelfäule, Blattfleckenkrankheit, Mottenschildläuse und der Tabakmosaikvirus.

Die meisten davon können vermieden werden, indem Du Deine Pflanzen bei optimalen Temperaturen (18–28°C) und optimaler Luftfeuchtigkeit (40–70%) aufziehst. Auch richtige Beleuchtung und Belüftung helfen dabei, Temperatur und Feuchtigkeit in Deinem Anbaubereich zu regulieren, was sehr wichtig ist, um diesen Bedrohungen zu begegnen.

Schließlich möchtest Du auch sicherstellen, dass Dein Anbaubereich immer sauber und steril ist.

3. ERNTE ZUM RICHTIGEN ZEITPUNKT

3. Ernte Zum Richtigen Zeitpunkt

Der richtige Erntezeitpunkt kann einen großen Einfluss auf die Cannabinoidkonzentrationen Deines Endprodukts haben. Um die richtige Erntezeit auszuwählen, schau am besten auf die Trichome Deiner Pflanzen. Dies kannst Du mit einem Mikroskop oder einer Juwelierlupe machen. Wenn Du einen hohen THC-Wert willst, solltest Du normalerweise ernten, wenn die Farbe der meisten Trichome von durchsichtig zu milchig gewechselt hat.

Wenn es um CBD geht, gehen die Meinungen jedoch auseinander. Leider gibt es wenig offizielle Literatur über die Erntezeit von Cannabispflanzen. Die meisten Züchter werden zustimmen, dass CBD seinen Höchstwert vor dem THC erreicht. Daher ist es besser, etwas früher zu ernten. Einige CBD-Grower werden ernten, sobald die Trichome noch teilweise trüb sind. Andere warten aber noch länger.

Bedenke immer: Dies sind nur allgemeine Regeln! Die perfekte Erntezeit variiert von Sorte zu Sorte und kann sich auch abhängig von den Wachstumsbedingungen leicht verändern. Wenn Du mehr Erfahrung mit dem Anbau von CBD-reichem Cannabis gesammelt habst, wirst Du mit den einzelnen Sorten vertraut sein, die Du anbaust und wissen, wann der richtige Erntezeitpunkt gekommen ist.

ANDERE THEORIEN ZUR STEIGERUNG DES CBD-GEHALTS

Andere Theorien Zur Steigerung Des Cbd-gehalts

Es gibt viele Theorien darüber, wie man die CBD-Konzentration in Cannabispflanzen erhöhen kann. Einige Züchter glauben, dass auch eine Kombination aus warmen Temperaturen (sowohl im Boden als auch in der Anbaufläche) und geringen Niederschlägen die CBD-Werte der nächsten Ernte erhöhen können. Leider gibt es keine offiziellen Studien, die dies bestätigen würden. Also ist unklar, ob diese Methoden tatsächlich funktionieren. Dennoch kannst Du solche Theorien natürlich mal ausprobieren und Deine Ergebnisse mit uns teilen, damit wir sie an den Rest der Gemeinschaft weitergeben können!

Steven Voser

Geschrieben von: Steven Voser
Steven Voser ist ein Emmy Award nominierter Journalist mit viel Erfahrung auf dem Buckel. Dank seiner Leidenschaft zu allem, was mit Cannabis zu tun hat, widmet er jetzt viel von seiner Zeit der Erkundung der Weed-Welt.

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Haftungsausschluss:
Wir erheben keine medizinischen Ansprüche. Dieser Artikel wurde nur zu Informationszwecken verfasst und basiert auf Studien, die von anderen externen Quellen veröffentlicht wurden.

Externe Quellen:
  1. Molecular Targets of Cannabidiol in Neurological Disorders - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4604182/
  2. Cannabidiol Reduces the Anxiety Induced by Simulated Public Speaking in Treatment-Naïve Social Phobia Patients | Neuropsychopharmacology - https://www.nature.com/articles/npp20116
  3. Neural basis of anxiolytic effects of cannabidiol (CBD) in generalized social anxiety disorder: a preliminary report. - PubMed - NCBI - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20829306
  4. Cannabinoids in the Treatment of Epilepsy: Hard Evidence at Last? - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5767492/
  5. https://www.nejm.org
  6. FDA approves first drug comprised of an active ingredient derived from marijuana to treat rare, severe forms of epilepsy | FDA - https://www.fda.gov/news-events/press-announcements/fda-approves-first-drug-comprised-active-ingredient-derived-marijuana-treat-rare-severe-forms

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