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Messen und Cannabis Pflanzen

pH meter Boden

Messen ist Wissen

Manche Züchter versorgen ihre weiblichen Pflanze mit einer ganzen Reihe von Nährstoffen, als wollten sie ihre kleinen Küken mästen. Aber während es tatsächlich möglich ist, zu weit zu gehen und ein Huhn tatsächlich zu einer überfütterten Legehenne zu machen - ist es auch möglich, eine Pflanze zu überfüttern?

Für die Antwort auf diese Frage muß man näher auf die Unterschiede in der Ernährung von Pflanzen und Tieren (Menschen) eingehen. Was ist und was ist nicht in der Nahrung und welche Funktion in der Pflanze und Einfluß auf die Pflanze hat sie?

Verbindungen

Für den Anfang: Pflanzennährstoffe bestehen aus Mineralien und Salzen. Diese sind die Gesamtsumme Pflanzennährstoffdessen, was die Pflanze über ihre Wurzeln an im Wasser gelösten Stoffen aufnimmt. Salze sind die Verbindung, die durch die Verbindung eines Metalls und eines Nichtmetalls entsteht. In Wasser gelöst, bricht diese Verbindung auf und das Salz spaltet sich in Ionen. Dies sind winzige Partikel, die von der Pflanze direkt aufgenommen werden können.

Unser eigenes Essen und das der Tiere enthält Kohlenstoffverbindungen, die größere Verbindungen sind, welche über die Wurzeln der Pflanzen nicht aufgenommen werden können. Diese Kohlenstoffe enthalten den Kohlenhydratkraftstoff und damit die Energie, die (mittels Atmung) für die Erzeugung der großen Bausteine (hergestellt von den Zellen), wie sie von Tieren und Menschen benötigt werden, verwendet wird.

Pflanzennährstoffe enthalten keinen Kraftstoff und sind damit nicht verantwortlich für die Energieversorgung der Pflanze. Dafür ist das Licht zuständig. Fazit: Man kann ein Huhn mästen, indem man ihm alle Lebensmittel gibt, die es essen kann, aber keine Pflanze. Außerdem sind Hühner aus der Masthaltung nicht von sehr hoher Qualität.

Wenn wir eine Pflanze fetter wachsen lassen wollen, dann müssen wir sie nicht nur reichlich füttern, sondern auch noch sicherstellen, daß mehr Photosynthese stattfinden kann. Um letzteres zu erreichen, brauchen wir mehr Licht und CO2, um die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Kurz gesagt, viele von uns kennen die Bedeutung des alten Sprichworts "Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied", was in diesem Fall bedeutet, daß der schwächste Faktor beim Anbau bestimmt, wie gut der gesamte Prozess abläuft.

Zusätzliche Nährstoffe

Wir unsere können unsere Volksweisheit damit erweitern, daß die Kette durch Stärkung eines Gliedes nicht stärker wird.  

Alle zusätzlichen Nährstoffe, die die Pflanze nicht verwenden kann, bleiben als Rückstände im Boden, wobei sie sich während des Anbauprozesses ansammeln - mit vielen sehr nachteilige Auswirkungen! Der Wert der elektrischen Leitfähigkeit (EC) des Bodens kann zu hoch werden. Dies bedeutet, daß, wenn es um die Wurzeln der Pflanze zu einer hohen Salzkonzentration kommt, werden diese sozusagen trockengelutscht und die Pflanze muß besonders hart arbeiten, um einen angemessenen Feuchtigkeitsgehalt zu halten.

Überschüssige Salze werden von der Pflanze nicht aufgenommen, wenn sie es vermeiden kann (es gibt bestimmte giftige Salze, die die Pflanze "zufällig" aufnimmt und diese werden häufig "ausgeschieden" oder sonstwie unschädlich gemacht - aber all das kostet die Pflanze Energie).

PhotosyntheseDenk dran, daß die Pflanze ohnehin viel Wasser aufnimmt, um in der Lage sein, die Salze dorthin zu transportieren, wo sie benötigt werden. Weil Wasser über die Blätter verdunstet, wird eine Saugleistung geschaffen, die genutzt wird, um die absorbierten Salze zu den Blättern hinaufzubefördern.

Wasser wird auch für die Photosynthese benötigt (CO2 + H2O = Zucker), aber 95% des Wassers, daß die Pflanze aufnimmt, wird für Transportbedürfnisse verwendet! Eine zu hohe elektrische Leitfähigkeit (EC) ist hier kontraproduktiv. Es ist wahr, daß die elektrische Leitfähigkeit (EC) im Boden recht hoch sein kann, ohne daß es größere Probleme verursacht, aber das hat seine Grenzen.

Den Boden durchzuspülen, um die überschüssigen Salze loszuwerden ist eine schlechte Option, da der Boden dann zu nass wird, selbst mit Löchern im Boden der Töpfe!

Ein gutes Beispiel für Probleme, die durch zu hohe elektrische Leitfähigkeit (EC) verursacht werden, ist, daß frisch verwurzelte Klone, die in stark gedüngten Böden gesetzt werden, durch die Verbrennung nicht gut gedeihen. Eine zu hohe elektrische Leitfähigkeit (EC) im Boden bremst die Entwicklung der Pflanze.

Wenn die elektrische Leitfähigkeit (EC) im Boden zu hoch ist und der pH-Wert ist noch dazu nicht gut, dann ist es viel schwieriger, den pH-Wert wieder auf ein gutes Niveau zu bringen, als wenn die elektrische Leitfähigkeit (EC) geringer wäre. In der Praxis wird der Boden von den Cannabis Züchtern zu oft übersäuert, weil sie ihren Pflanzen zu viele Nährstoffe zuführen.

Fütterungspläne

Die Erzeuger und Hersteller mineralischer Nährstoffe für Cannabis geben oft wenig oder gar keine Erklärung über die möglichen negativen Auswirkungen der Nutzung ihrer Produkte ab und ihre Fütterungspläne scheinen davon auszugehen, daß die Pflanzen immer in Topform sind und schnell wachsen. Wenn das nicht der Fall ist, kann man diese Pläne genauso gut wegwerfen, zeigt die Praxis.

füttern eine PflanzeSei Dir auch bewußt, daß "Bio-Mineralstoffe" nur so klingt, als könne man den Pflanzen das Dreifache der auf der Flasche empfohlenen Dosis geben, das ist jedoch nicht der Fall. Im Grunde ist in ihnen die gleiche Menge an Nährstoffen, wie im guten alten PK 13/14 und so können sie den pH-Wert enorm verändern, wenn man sie missbraucht. Also gut abmessen, Leute!

In einer guten Erdmischung (10 Liter pro Pflanze) mit dem richtigen pH-Wert und der angemessenen Menge Wasser besteht kaum eine Chance, daß in der zweiten Woche der Blüte ein Nährstoffmangel auftritt. Wenn eine Vergilbung oder anderes derartiges Problem sichtbar wird, ist die Ursache wahrscheinlich kein Nährstoffmangel, sondern etwas anderes.

So war es auch in einigen Testgärten, die ich eingerichtet hatte und dort waren Pflanzen, denen keine zusätzliche Nahrung gegeben wurde und in der dritten Woche der Blüte noch gut aussahen.

Kurzum: alles dreht sich um den pH- und elektrische Leitfähigkeit (EC)-Werte im Boden und diese sind nur selten die gleichen, wie die Werte des Wassers. (Ab)Messen ist Wissen, wie wir alle wissen. Anbau in Erde ist also nicht wirklich einfach; es ist alles andere als ein automatischer Prozess, wenn Du weißt was ich meine!

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