Cannabisforschung: Eine Auswahl Der Wichtigsten Medizinischen Studien

Cannabisforschung: Eine Auswahl der wichtigsten medizinischen Studien

Die Verwendung von Cannabis für medizinische, Erholungs- und Freizeitzwecke hat eine lange und reiche Geschichte. Die Pflanze wird seit dem Anbeginn der aufgezeichneten Geschichte genutzt und kultiviert und genoß für lange Zeit höchstes Ansehen. Erst in den letzten hundert Jahren wurde Marihuana verboten - vor allem wegen der Schlammschlacht von Politikern und Industriellen. Zum Glück hat Cannabis in den letzten Jahren eine Auferstehung erlebt, nicht zuletzt durch viele wissenschaftliche Studien, die seine Heilkräfte bestätigen.

Der Nachweis der medizinischen Nutzung von Marihuana kann bis ins Jahr 2900 v. Chr. zurückdatiert werden, als Kaiser Fu von China seine medizinischen Eigenschaften erkannte. Aber es ist nicht nur eine Epoche oder eine Kultur, die seine Nutzen erkannt hat. Marihuana hatte überall auf der Welt signifikante medizinische Bedeutung. Es wurden Hinweise darauf gefunden, daß es in der Vergangenheit in Afrika, Europa, Asien und sogar Teilen des US Kontinents zur Behandlung verschiedener Krankheiten verwendet worden war.

Es war um 1930, daß das Verbot von Marihuana erstmals erlassen wurde. Es begann in Amerika und breitete sich auf den Rest der Welt aus, bis es schließlich sogar in der UN Charta als illegal eingestuft wurde. Cannabis ist in vielen Ländern immer noch in der gleichen Kategorie eingestuft wie schädliche Drogen; in den USA ist es zum Beispiel technisch noch immer eine Klasse I Droge und wird somit in der gleichen Klasse wie Heroin geführt.

Trotz des Krieges gegen die Drogen stieg die Verwendung von Marihuana zunehmend an und Versuche der Regierung, es zu kontrollieren, sind allesamt gescheitert. Menschen suchen weiterhin die Nutzen von Cannabis und es gibt sehr wenig wissenschaftliche Belege dafür, daß es so klassifiziert sein sollte, wie es ist. Zu diesem Zweck war in den letzten zehn Jahren eine massive Erhöhung der unabhängigen wissenschaftlichen Forschung zu sehen - da mehr und mehr Menschen beginnen, die Logik hinter dem Verbot von Marihuana in Frage zu stellen. Inzwischen sind über 26.000 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht wurden, in denen Cannabis und Cannabinoide erforscht wurden. Mehr und mehr Forschung findet heraus, daß Cannabis nicht nur denen, die es nutzen, nicht schadet, sondern sogar, daß es als sehr reales und wirksames Medikament dienen kann.

Zusammen mit dem politischen Druck, hat die von der Forschung festgestellte positive Wirkung von Cannabis einen Schneeballeffekt ausgelöst und seine Dynamik beginnt, die politische Landschaft zu verändern. Mit Blick auf den jahrzehntelangen, gescheiterten Krieg gegen die Drogen untersuchen Regierungen in der ganzen Welt nun, wie die medizinische Verwendung von Marihuana zu klassifizieren ist. Medizinisches Marihuana ist bereits in 20 Staaten der USA und einer Reihe von Ländern in ganz Europa legalisiert worden.

Es folgt eine Auswahl von Forschungsergebnissen der vielen medizinischen Nutzen von Cannabis.

Inhalt:

  1. Krebs
  2. Chronische Schmerzen
  3. Diabetes
  4. Epilepsie
  5. Fibromyalgie
  6. Allgemein
  7. HIV
  8. Multiple Sklerose
  9. Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  10. Harninkontinenz
  11. Alzheimer Krankheit
  12. Magen-Darm Erkrankungen

Cannabisforschung: Krebs

Cannabisforschung: Krebs

Krebs ist eine große Gruppe von Krankheiten, die zu ungeregeltem und schnellem Zellwachstum führt. Durch das unkontrollierte Wachstum dringen die Krebszellen in das umliegende gesunde Gewebe ein und zerstören es. Krebs beginnt normalerweise in einem Teil des Körpers, kann sich aber über die Blutbahn und das Lymphsystem verbreiten. Es gibt mehr als 200 Arten von Krebs, die beim Menschen auftreten, welche alle verschiedene Symptome haben, je nachdem, wo sie sich befinden.

Gehirnkrebs Studien:

1) Neuroprotection by Δ9-Tetrahydrocannabinol, the Main Active Compound in Marijuana, against Ouabain-Induced In Vivo Excitotoxicity (2001)

Diese Forschung war darauf ausgelegt, die Wirkungen von THC auf akute Hirnschäden und degenerative Erkrankungen des Gehirns zu untersuchen. Es wurde festgestellt, daß THC eine Wirkung hat, die das Gehirn vor degenerativen Erkrankungen schützt. Veröffentlicht im "Journal of Neuroscience."

2) A pilot clinical study of Δ9-tetrahydrocannabinol in patients with recurrent glioblastoma multiforme (2006)

Diese Studie war die erste, die darauf ausgerichtet war, die antitumor Eigenschaften von Cannabinoiden in einer klinischen Umgebung zu erkunden. Sie kam zu positiven Ergebnissen, wobei festgestellt wurde, daß THC und andere Cannabinoide das Tumorwachstum bei Patienten hemmte. Veröffentlicht im "British Journal of Cancer."

3) A Combined Preclinical Therapy of Cannabinoids and Temozolomide against Glioma (2011)

Diese Forschung zielte darauf ab, die Verwendung von THC in Verbindung mit dem Medikament TMZ bei der Behandlung von Glioblastoma multiforme zu beurteilen - die häufigste und sehr widerstandsfähige Form von Gehirnkrebs. Es wurde festgestellt, daß die kombinierte Behandlung zeigte, daß sich die Tumor Aktivität umkehrte. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Molecular Cancer Therapeutics."

Brustkrebs Studien:

1) Anti-tumor activity of plant cannabinoids with emphasis on the effect of cannabidiol on human breast carcinoma (2006)

Diese Forschung erkennt die Antitumorwirkungen von THC an, behauptet aber, daß es wegen seiner psychoaktiven Eigenschaften problematisch sei. Daher gingen sie dazu über, die Auswirkungen der anderen Cannabinoiden zu beurteilen. Es wurde herausgefunden, daß CBD vielversprechende antikarzinogene Eigenschaften zeigte, die weiter untersucht werden sollten. Veröffentlicht im "Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics."

2) Pathways mediating the effects of cannabidiol on the reduction of breast cancer cell proliferation, invasion, and metastasis (2010)

Diese Studie war darauf ausgelegt, die Auswirkungen von CBD auf Brustkrebszellen zu bestimmen. Es wurde festgestellt, daß es das Wachstum und die Ausbreitung dieser Krebszellen hemmte. Es wurde auch festgestellt, daß CBD die Tumormasse deutlich reduzierte. Veröffentlicht in der "US Library of Medicine."

3) Cannabinoids reduce ErbB2-driven breast cancer progression through Akt inhibition (2010)

Diese Forschung beschreibt Experimente, die durchgeführt wurden, um die Wirkungen von Cannabinoiden auf den sehr aggressiven ERB2-positiven Brustkrebs zu beurteilen. Sie folgerten, daß Cannabinoide sowohl das Tumorwachstum, als auch die Menge der vorhandenen Tumore zu verringern schienen, was stark darauf hinweist, daß sie eine reale Anwendung zur therapeutischen Behandlung von Brustkrebs darstellen. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Molecular Cancer."

4) The endogenous cannabinoid anandamide inhibits human breast cancer cell proliferation (1998)

Diese Forschung war darauf ausgelegt, die Wirkungen von Cannabinoiden auf die Vermehrung von Brustkrebszellen zu erforschen. Es wurde herausgefunden, daß sie das Wachstum hemmen. Veröffentlicht in der "National Academy of Sciences (PNAS)."

Lungenkrebs Studien:

1) Δ9-Tetrahydrocannabinol inhibits epithelial growth factor-induced lung cancer cell migration in vitro as well as its growth and metastasis in vivo (2008)

Diese Forschung wurde durchgeführt, um die Wirkungen von THC auf durch den epithelialen Wachstumsfaktor ausgelösten Lungenkrebs zu erforschen - eine besonders aggressive und gegen Chemotherapie resistente Form von Krebs. Es wurde festgestellt, daß THC eine bedeutende Rolle dabei spielte, das Krebswachstum zu hemmen, was die weitere Forschung in dieser Richtung rechtfertigt. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Oncogene."

2) Cannabidiol inhibits lung cancer cell invasion and metastasis via intercellular adhesion molecule-1 (2011)

Bei dieser Forschung wurde versucht, die Wirkungen von CBD auf die Invasivität von Lungenkrebs zu untersuchen. Es wurde herausgefunden, daß Cannabinoide die Invasivität der primären Tumorzellen bei Patienten mit Lungenkrebs hemmte. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

3) Cannabinoid receptors, CB1 and CB2, as novel targets for inhibition of non-small cell lung cancer growth and metastasis (2011)

Diese Forschung wurde durchgeführt, um die Rolle der Cannabinoid Rezeptoraktivierung bei Lungenkrebs zu ermitteln. Es wurde herausgefunden, daß beide das Wachstum von Krebszellen hemmen, sowie ihre Apoptose erhöhen - den natürlichen Prozess des Zelltodes. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

Prostatakrebs Studien:

1) Anti-proliferative and apoptotic effects of anandamide in human prostatic cancer cell lines: implication of epidermal growth factor receptor down-regulation and ceramide production (2003)

Diese Studie beschreibt, wie die Aktivierung der Cannabinoid Rezeptoren in der Prostata eine antiproliferative Wirkung in Krebszellen verursacht, was große Auswirkungen auf die Behandlung von Prostatakrebs hat. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

2) The role of cannabinoids in prostate cancer: Basic science perspective and potential clinical applications (2012)

Diese Studie führte eine Mehrfachbewertung vieler anderer früherer Forschungsarbeiten an Prostatakrebs durch, um festzustellen, ob Cannabinoide eine praktische klinische Anwendung hätten. Es wurde befunden, daß es in jedermanns Interesse ist, klinische Studien mit medizinischem Cannabis durchzuführen. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

3) Non-THC cannabinoids inhibit prostate carcinoma growth in vitro and in vivo: pro-apoptotic effects and underlying mechanisms (2013)

Diese Forschung war darauf ausgelegt, die zuvor erforschte Vorstellung zu erweitern, daß die Cannabinoid Rezeptoraktivierung den Zelltod in Prostatakrebszellen verursacht. Die Forschung fand signifikante positive Ergebnisse und stellte fest, daß die Daten die klinischen Tests von CBD an Prostatakrebs Patienten unterstützten. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

Blutkrebs Studien:

1) Cannabinoid Receptor-Mediated Apoptosis Induced by R(+)-Methanandamide and Win55,212-2 Is Associated with Ceramide Accumulation and p38 Activation in Mantle Cell Lymphoma (2006)

Diese Forschung war darauf ausgelegt, zu erkunden, ob Cannabinoide Krebszellen in Lymphomen hemmen. Sie beschreibt, daß herausgefunden wurde, daß Cannabinoide das Wachstum hemmen und den Zelltod beim Mantelzelllymphom (Blutkrebs) bewirken. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Molecular Pharmacology."

2) Delta9-tetrahydrocannabinol-induced apoptosis in Jurkat leukaemia T cells is regulated by translocation of Bad to mitochondria (2006)

Diese Forschung beschreibt, wie die Verwendung von Cannabinoiden bei der Apoptose (dem geregelten und natürlichen Tod der Zellen) zu bewerten ist. Sie erbrachte positive Ergebnisse, wobei festgestellt wurde, daß Cannabinoide tatsächlich den Tod karzinogener Leukämiezellen verursachen. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

3) Expression of cannabinoid receptors type 1 and type 2 in non-Hodgkin lymphoma: Growth inhibition by receptor activation (2008)

Diese Forschung zielte darauf ab, festzustellen, welche Auswirkungen die Cannabinoid Rezeptoraktivierung auf Lymphome hat. Es wurde herausgefunden, daß die Cannabinoid Rezeptoraktivierung die Vermehrung und das Wachstum von Lymphomen reduziert, sowie den Tod einiger Krebszellen bewirkt. Veröffentlicht im "International Journal of Cancer."

Mundkrebs Studien:

1) Cannabinoids inhibit cellular respiration of human oral cancer cells (2010)

Diese Forschung hatte das Ziel, die Wirkungen von Cannabinoiden auf die Zellatmung bei bestimmten Arten von Mundkrebs zu untersuchen. Es wurde herausgefunden, daß Cannabinoide die Krebszellenatmung hemmen und somit toxisch auf sie wirken. Dies impliziert, daß Cannabinoide für die Behandlung von Mundkrebs verwendet werden könnten. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

Leberkrebs Studien:

1) Anti-tumoral action of cannabinoids on hepatocellular carcinoma: role of AMPK-dependent activation of autophagy (2011)

Diese Forschung zielte darauf ab, zu bestimmen welche Wirkungen THC auf Krebszellen in der Leber hat. Es wurde herausgefunden, daß THC das Wachstum und die Wirksamkeit dieser Krebszellen reduziert, was bedeutet, daß THC als therapeutische Behandlung weiter untersucht werden sollte. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

Bauchspeicheldrüsenkrebs Studien:

1) Cannabinoids Induce Apoptosis of Pancreatic Tumor Cells via Endoplasmic Reticulum Stress–Related Genes (2006)

Diese Studie legt nahe, daß Bauchspeicheldrüsentumorgewebe im Vergleich zum normalen Pankreasgewebe eine viel höhere Anzahl von Cannabinoid Rezeptoren zu haben scheint. Die Studie fand heraus, daß, wenn Cannabinoide verabreicht wurden, die Krebszellen begannen durch Apoptose zu sterben, was zu einer Reduktion des Wachstums und der Verbreitung des Tumors führt. Veröffentlicht im "The American Journal of Cancer."

Cannabisforschung: Chronische Schmerzen

Cannabisforschung: Chronische Schmerzen

Chronische Schmerzen sind Schmerzen, die länger als 6 Monate anhalten. Sie sind häufig ein Symptom einer zugrunde liegenden Krankheit, wie Krebs oder Multipler Sklerose, können aber auch durch eine einfache Verletzung oder Infektion verursacht werden. Chronischer Schmerz kann viele Formen annehmen, seien sie leicht oder qualvoll und hat bei den Betroffenen in der Regel eine langsame emotionale Wirkung. Verordnete Medikamente können oft unwirksam sein oder haben unerwünschte Nebenwirkungen, daher wurde die Wirkung von Cannabis als Schmerzmittel erforscht.

Hierzu durchgeführte Studien:

1) Smoked Medicinal Cannabis for Neuropathic Pain in HIV: A Randomized, Crossover Clinical Trial (2008)

Diese Untersuchung wurde durchgeführt, um herauszufinden, wie effektiv Cannabis bei der Behandlung von durch Nerven ausgelöste chronische Schmerzen wirkt, die durch HIV verursacht werden. Hierbei wurde herausgefunden, daß Teilnehmer bei der Verwendung von Cannabis von einer besseren Schmerzlinderung berichteten, als die, die ein Placebo bekamen und daß es höchst effektiv war, wenn es in Verbindung mit anderen schmerzlindernden Therapien verwendet wurde. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Neuropsychopharmacology."

2) Dose-dependent Effects of Smoked Cannabis on Capsaicin-induced Pain and Hyperalgesia in Healthy Volunteers (2007)

Forscher führten diese Studie durch, um zu untersuchen, wie das Rauchen von Cannabis die Schmerzwahrnehmung bei Patienten beeinflussen würde, die unter durch Capsaicin induzierte Schmerzen litten (die Verbindung in Chilischoten, die ein brennendes Gefühl verursacht, wenn sie mit Gewebe in Kontakt kommt). Sie fanden heraus, daß die, die eine mittlere Dosis rauchten, von einer signifikanten Schmerzreduktion berichteten, während die, die eine höhere Dosis rauchten, von einer signifikanten Erhöhung der induzierten Schmerzen berichteten. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Anesthesiology."

3) Cannabinoids for treatment of chronic non-cancer pain; a systematic review of randomized trials (2011)

Diese Studie zielte darauf ab, die begrenzten Möglichkeiten aufzuzeigen, die denen zur Verfügung stehen, die unter chronischen Schmerzen leiden. Sie führten zufällige Studien durch, die Cannabis mit einem Placebo verglichen und deren Wirkung auf Schmerzen. Es wurde festgestellt, daß die, die Cannabis verwendeten, im Vergleich zu denen mit einem Placebo, von einer signifikanten Schmerzreduktion berichteten. Zudem wurde herausgefunden, daß die Verwendung keine schweren Nebenwirkungen auslöste. Zusammenfassend wurde festgestellt, daß Cannabinoide ein wirksamer und sicherer Weg zu sein scheinen, um Schmerzen zu behandeln. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

Cannabisforschung: Diabetes

Cannabisforschung: Diabetes

Diabetes mellitus ist eine Gruppe von Krankheiten, die am häufigsten mit einem Mangel der Insulinproduktion verbunden ist, wodurch der Blutzuckerspiegel falsch geregelt wird. Es gibt zwei Haupttypen von Diabetes, Typ 1 Diabetes und Typ 2 Diabetes. Patienten, die an Typ 1 Diabetes leiden, können überhaupt kein eigenes natürliches Insulin produzieren und sind auf Medikamente angewiesen, um zu überleben. Typ 2 Diabetes Patienten produzieren nicht genug Insulin, um ihren Körper zu unterstützen. Dies ist eine weniger schwere Form und kann oft mit einer strengen Diät geregelt werden. Unbehandelte Diabetes kann zu Nierenversagen, Erblindung, Amputationen und zum Tod führen.

Hierzu durchgeführte Studien:

1) Cannabinoids blocks tactile allodynia in diabetic mice without attenuation of its antinociceptive effect (2004)

Durch Diabetes ausgelöste Nervenschmerzen sind eine der häufigsten Ursachen chronischer Schmerzen. Allerdings reagieren Diabetiker weniger empfindlich auf die Wirkungen schmerzlindernder Medikamente wie Morphine und andere Opiate. Dies läßt den Leidenden wenige Optionen. Diese Studie war darauf ausgelegt, die Wirksamkeit von Cannabinoiden bei der Behandlung dieser Art von Schmerz zu beurteilen. Durch Tests an diabetischen Mäusen wurde herausgefunden, daß Cannabinoide möglicherweise einen positiven Effekt auf die Schmerzreduktion haben. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

2) Cannabidiol lowers incidence of diabetes in non-obese diabetic mice (2006)

Diese Studie war darauf ausgerichtet, herauszufinden, ob das Cannabinoid CBD eine Auswirkung auf die Rate hat, mit der Diabetes bei für Typ 1 Diabetes anfällige Mäuse auftritt. Es wurde herausgefunden, daß das Auftreten von Diabetes von einem Ausgangswert von 86% bei einer unbehandelten Gruppe, auf 30% bei einer Gruppe von Mäusen, die mit CBD behandelt worden war, sank. Veröffentlicht in "Ingentaconnect."

3) Neuroprotective and Blood-Retinal Barrier-Preserving Effects if Cannabidiol in Experimental Diabetes (2006)

In dieser Studie wurde untersucht, wie das nicht-psychoaktive Cannabinoid CBD angewandt werden kann, um Schäden an der Netzhaut zu verringern, die durch Diabetes verursacht werden. Hierbei wurde herausgefunden, daß CBD Entzündungen, Neurotoxizität und Blut-Retina Verfall bei diabetischen Tieren reduziert, was darauf hindeutet, daß Cannabis verwendet werden könnte um die diabetische Retinopathie zu verhindern. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

Cannabisforschung: Epilepsie

Cannabisforschung: Epilepsie

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die intensive Ausbrüche elektrischer Energie innerhalb des Gehirns verursacht. Dies bewirkt eine temporäre, aber wiederkehrende Störung, wie das Gehirn funktioniert - was zu einem epileptischen Anfall führt. Ein epileptischer Anfall kann, neben vielen anderen Symptomen, zum Verlust des Bewußtseins, Sensibilitätsstörungen und Krämpfenführen.

Hierzu durchgeführte Studien:

1) Cannabidiol Displays Antipileptiform and Antiseizure Properties In Vitro and In Vivi (2010)

Diese Forschung zielte darauf ab, experimentell die weiteren Auswirkungen von CBD auf seine krampflösenden Eigenschaften bei Tieren und in isoliertem Gewebe zu erforschen. Es wurde festgestellt, daß CBD und seine Auswirkungen auf die CB1 Rezeptoren das Potenzial zeigte, epileptiforme Aktivität in isolierten Gewebeproben zu hemmen und die Schwere von Anfällen bei lebenden Tieren zu reduzieren. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

2) Cannabidivarin is anticonvulsant in mouse and rats (2012)

Diese Forschung war darauf ausgerichtet, die Wirkung des Cannabinoids CBDV bei Krämpfen zu testen, wie sie von Epilepsie verursacht werden. Es wurde herausgefunden, daß die Anwendung eines solchen Cannabinoids wirksam Krämpfe verhinderte und keine Nebenwirkungen auf die normalen Funktionen zu haben schien. Veröffentlicht im "British Journal of Pharmacology."

3) Marijuana, endocannabinoids, and epilepsy: potential and challenges for improved therapeutic intervention (2013)

Diese Forschung ist eine Meta-Studie, die beschreibt, daß die Ergebnisse vieler anderer Studien anscheinend aufzeigen, daß Cannabinoide und Marihuana potenziell vorteilhaft für diejenigen wirken, die an neurologischen Erkrankungen wie Epilepsie leiden. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

Cannabisforschung: Fibromyalgie

Cannabisforschung: Fibromyalgie

Fibromyalgie ist ein chronisches Schmerzsyndrom, bei dem sich die Standard Schmerzmittel als weitgehend unwirksam erwiesen haben. Sie bewirkt Schmerzen, die sich im ganzen Körper ausbreiten, aber die genaue Ursache ist noch unbekannt. Von Fibromyalgie Betroffene leiden auch unter Erschöpfung und empflindlichen Stellen entlang der Wirbelsäule, an den Schultern und Hüften.

Hierzu durchgeführte Studien:

1) Cannabis Use in Patients with Fibromyalgia: Effects on Symptoms Relief and Health-Related Quality of Life (2011)

Das Ziel dieser Studie war es, herauszufinden, ob die Verwendung von Cannabis zur Linderung der Symptome bei Patienten mit Fibromyalgie beiträgt, sowie zur Verbesserung ihrer Lebensqualität. Hierbei stellte sich heraus, daß die Teilnehmer, die Cannabis verwendeten, von einer signifikanten Reduktion der Schmerzen und Steifheit, einer verbesserten Entspannung und einem erhöhten Wohlbefinden berichteten. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die kein Cannabis verwendete, gab es zudem eine berichtete Verbesserung des psychischen Gesundheitszustands der Nutzer. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

Cannabisforschung: Allgemein

Cannabisforschung: Allgemein

Dieser Abschnitt befaßt sich mit der allgemeinen wissenschaftlichen Erforschung der Verwendung von Cannabis, die kein spezielles Leiden betreffen.

Hierzu durchgeführte Studien:

1) Marijuana Use and Mortality (1997)

Diese Forschung war eine große Studie, die vom amerikanischen National Institute on Drug Abuse finanziert wurde. Es wurde herausgefunden, daß die Verwendung von Cannabis keine signifikante Zunahme der Wahrscheinlichkeit der Mortalität (Tod) verursacht. Sie kam zu dem Schluß, daß die Gefahr des Todes, die mit Cannabis assoziiert wurde, durch den gleichzeitigen Konsum von Tabak verursacht wird. Veröffentlicht im "American Journal of Public Health."

2) Does Marijuana Use Have Residual Adverse Effects on Self-Reported Health Measures, Socio-Demographics or Quality of Life? A Monozygotic Co-Twin Control Study in Men (1997)

Diese Studie war darauf ausgelegt, zu beurteilen, wie der langfristige und intensive Konsum von Cannabis sich auf junge Erwachsene auswirkt. Indem eineiige Zwillinge untersucht wurden, von denen einer ein intensiver Nutzer war und der andere nicht, wurde herausgefunden, daß die Verwendung von Marihuana keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die geistige oder körperliche Gesundheit hatte, noch daß es die soziale Entwicklung oder Lebensqualität veränderte. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Addiction."

3) Marijuana and Medicine: Assessing the Science Base (1999)

Diese Forschung beschreibt, daß es eine große wissenschaftliche Basis gibt, die die Verwendung von Marihuana für medizinische Zwecke unterstützt und daß es wenig alternative Mittel für Patienten mit chronischen Erkrankungen gibt, die ähnlich wirksam sein könnten. Die Forschung wurde vom Institute of Medicine im Auftrag des Weißen Hauses durchgeführt. Die Regierung hatte gehofft, daß der Befund negativ sein würde und entschied sich, die Studie komplett zu ignorieren, als sie nicht zu ihren Gunsten ausfiel. Daher ging der Co-Autor der Studie, John A. Benson, mit der Studie zur New York Times und sagte, daß die Regierung sich wünschte, daß es die Studie lieber nie gegeben hätte, als zuzugeben, daß Marihuana für die Menschen von Vorteil sein könnte. Veröffentlicht von der "National Academy Press."

4) Reassessing the Marijuana Gateway Effect (2002)

Diese Forschung zielte darauf ab, zu erkunden, ob Marihuana wirklich eine Einstiegsdroge zu härteren Substanzen darstellt. Aktivisten, die für das Verbot sind, weisen darauf hin, daß die Statistiken zeigen würden, daß diejenigen, die Marihuana konsumieren, dann eher auf härtere Drogen umsteigen, als diejenigen, die es nie verwendet haben. Es wurde herausgefunden, daß es wahrscheinlicher ist, daß ein Wunsch zugrunde liege, Drogen auszuprobieren und daß Cannabis eben die am leichtesten verfügbare ist. Bei denjenigen, die diese Veranlagung haben, ist es genauso wahrscheinlich daß sie auf den Einsatz härterer Drogen umsteigen, ob sie vorher Cannabis konsumiert hatten oder nicht. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Addiction."

5) Informing America’s Policy on Illegal Drugs: What We Don’t Know Keeps Hurting Us (2001)

Dieses Papier beschreibt, daß das Verbot und der Krieg gegen die Drogen den Drogenkonsum nicht stoppt. Vom National Research Council unter der Führung des Weißen Hauses durchgeführt, wurden Daten über den bundesweiten Drogenkonsum analysiert. Es wurde festgestellt, daß es "offenbar keinen Zusammenhang zwischen der Schwere der Strafen für den Drogenkonsum und einer Prävalenz oder Häufigkeit der Verwendung gibt." Dies deutet darauf hin, daß es keinen Beweis dafür gibt, daß das Verbot funktioniert. Veröffentlicht von der "National Academy Press in America."

6) The Limited Relevance of Drug Policy: Cannabis in Amsterdam and San Francisco (2004)

Diese Forschung wurde als Joint Venture von niederländischen und amerikanischen Wissenschaftlern durchgeführt, unterstützt durch das National Institute on Drug Abuse. Sie zielte darauf ab, die Unterschiede zwischen dem Cannabis Konsum in San Francisco, wo der nichtmedizinische Konsum illegal ist und Amsterdam, wo der nichtmedizinische Konsum toleriert wird, zu erkunden. Es wurde festgestellt, daß es keine signifikanten statistischen Unterschiede zwischen den beiden Orten gibt - mit einer Ausnahme. Daß der Konsum harter Drogen in San Francisco signifikant höher ist, als in Amsterdam, wo der Konsum von Marihuana "legal" ist. Worauf das hindeutet, ist, daß das Verbot nicht nur die Verwendung von Marihuana nicht stoppt, sondern daß das Verbot selbst den Einstieg bewirkt, was zu höheren Raten von schwerem Drogenmißbrauch führt. Veröffentlicht im "American Journal of Public Health."

Cannabisforschung: HIV

Cannabisforschung: HIV

Human Immunodeficiency Virus (HIV) ist ein Retrovirus, der das menschliche Immunsystem angreift und das Acquired Immunodeficiency Syndrome (AIDS) auslöst - eine Erkrankung, die das Immunsystem langsam außer Kraft setzt, so daß diejenigen, die daran erkrankt sind, zunehmend anfälliger für lebensbedrohliche Erkrankung werden.

Hierzu durchgeführte Studien:

1) Marijuana as therapy for people living with HIV/AIDS: Social and health aspects (2007)

Diese Forschung zielte darauf ab, die therapeutische Verwendung von Cannabis bei HIV Patienten zu beurteilen. Es wurde festgestellt, daß trotz der vielen rechtlichen Schranken, viele von HIV betroffene Marihuana als Teil ihrer Behandlungen verwendeten und sie damit eine positive therapeutische Wirkung erzielen. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "AIDS Care: Psychological and Socio-medical Aspects of AIDS/HIV."

2) Dronabinol and Marijuana in HIV-Positive Marijuana Smokers: Caloric Intake, Mood, and Sleep (2007)

Diese Studie bestätigt, das von HIV betroffene zu einer der größten Gruppen der medizinischen Marihuana Konsumenten zählen, bekundet aber, daß keine Studien durchgeführt wurden, um die Effizienz der oralen Anwendung in dieser Situation zu vergleichen. Es wurde festgestellt, daß im Vergleich zu einer Placebo Gruppe, die Gruppe die Cannabis rauchte, eine erhöhte Nahrungsaufnahme aufwies und durch den Rausch nicht beeinträchtigt wurde. Veröffentlicht im "Journal of Acquired Immune Deficiency Syndrome."

3) Short-Term Effects of Cannabinoids in Patients with HIV-1 Infection: A Randomized, Placebo-Controlled Clinical Trial (2003)

Diese Studie beschreibt, daß Marihuana möglicherweise Einfluß auf die Verwendung anderer HIV Medikamente haben könnte. Das Ziel der Untersuchung war, festzustellen, ob die Verwendung von Marihuana irgendwelche negativen Auswirkungen hätte. Es wurde festgestellt, daß die kurzfristige Verwendung von Marihuana scheinbar keinen Einfluß auf die Verbreitung des Viruses beim Teilnehmer hatte, was darauf hindeutet, daß Marihuana in Verbindung mit anderen Medikamenten keine negativen Effekt bewirkte. Veröffentlicht in den "Annals of Internal Medicine."

Cannabisforschung: Multiple Sklerose

Cannabisforschung: Multiple Sklerose

Multiple Sklerose ist eine Krankheit, die eine chronische Degeneration des zentralen Nervensystems verursacht, was das Gehirn und Rückenmark beeinflußt. Dies bewirkt einen fortschreitenden Verlust der motorischen Kontrolle, der Sicht, der Empfindung und des Gleichgewichts, sowie Entzündungen und Muskelschwäche.

Hierzu durchgeführte Studien:

1) Effects of cannabinoids on spasticity and ataxia in multiple Sclerosis (1989)

Diese Forschung beschreibt, wie überrascht Ärzte waren, als sie sahen, daß sich die Symptome eines ihrer MS Patenten verbesserten, nachdem dieser auf eigene Initiative Cannabisgeraucht hatte. Als dies in eine klinische Studie eingebracht wurde, wurde herausgefunden, daß die Cannabinoide die Symptome der Spastik und Ataxie des Patienten zu verbessern schienen. Veröffentlicht im "Journal of Neurology."

2) Efficacy, safety and tolerability of an orally administered cannabis extract in the treatment of spasticity in patients with multiple sclerosis: a randomized, double-blind, placebo-controlled, crossover study (2004)

Diese Forschung zielte darauf ab, herauszufinden, wie Patienten, die an durch MS verursachter Spastik litten, auf die Behandlung mit Cannabis reagierten. Es wurde herausgefunden, daß die Verwendung von Cannabis sicher schien und ein vertretbares Maß an Nebenwirkungen hatte, während die Menge der auftretenden Spasmen verringert wurde. Veröffentlicht im "Multiple Sclerosis Journal."

3) Randomized, controlled trial of cannabis-based medicine in central pain in multiple sclerosis (2005)

Diese Studie sollte dargelegen, welche Auswirkungen auf Cannabis basierte Medizin auf zentrale Schmerzen hat, die durch MS verursacht werden - ein Symptom, das auf andere Formen der Behandlung weitgehend nicht anspricht. Es wurde festgestellt, daß Medikamente auf Cannabisbasis bei der Reduzierung der wahrgenommenen Stärke der Schmerzen wirksam waren und auch dazu beigetrugen, die Menge der Schlafstörungen bei Patienten zu reduzieren. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Neurology."

4) An open-label pilot study of cannabis-based extracts for bladder dysfunction in advanced multiple sclerosis (2004)

Eine Studie, die im "Multiple Sclerosis Journal" veröffentlicht wurde, zielte darauf ab, persönliche Erfahrungsberichte zu überprüfen, die besagten, daß Marihuana dazu beitragen könne, Symptome der Harnwegprobleme zu lindern, die durch MS verursacht wurden. Es wurde herausgefunden, daß die Verwendung von Marihuana eine Abnahme der Anzahl der Inkontinenzepisoden, sowie die ausgeschiedene Menge verringerte. Es wurde auch berichtet, daß die Patienten weniger Schmerzen verspürten, die Spastiken abnahmen und der Schlaf sic verbesserte.

Cannabisforschung: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Cannabisforschung: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

PTBS ist eine psychische Störung, die in der Regel dadurch ausgelöst wird, daß man Zeuge oder Opfer einer besonders erschütternden Erfahrung wird; wie Krieg, eine Naturkatastrophe, schwere Unfälle oder sexuelle Gewalt. Diese Vorfälle verursachen Gefühle der Hilflosigkeit, was extreme Stressreaktionen im Körper auslösen kann. Es kann zu lange anhaltenden und extremen Angstzuständen, sowie einer Vielzahl anderer Probleme führen.

Hierzu durchgeführte Studien:

1) Elevated brain cannabinoid CB1 receptor availability in post-traumatic stress disorder: a positron emission tomography study (2013)

Diese Studie sollte die zuvor festgestellten Auswirkungen von PTBS auf das Endocannabinoid System bei Tiere weiter erforschen. Sie war darauf dargelegt, durch Gehirn Scans die Verfügbarkeit von CB1 Cannabinoid Rezeptoren im Gehirn von Menschen, die unter PTBS leiden, zu erforschen. Es wurde festgestellt, daß diejenigen, die an der Erkrankung litten, Anomalien zu haben schienen, was Ungleichgewichte bewirkt. Dies deutet darauf hin, daß Cannabis einen möglichen therapeutischen Nutzen für Patienten mit PTBS haben könnte und helfen kann, ihre Angst zu regulieren. Diese Studie hat den Weg für weitere Untersuchungen in diesem Bereich geöffnet. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Molecular Psychiatry."

Cannabisforschung: Harninkontinenz

Cannabisforschung: Harninkontinenz

Harninkontinenz ist der Verlust der Kontrolle über die Blase, in der Regel wegen zu schwacher Muskeln, Entzündungen oder Nervenschäden. Sie steht meistens im Zusammenhang mit MS oder der Parkinson Krankheit.

Hierzu durchgeführte Studien:

1) A preliminary controlled study to determine whether whole-plant cannabis extracts can improve intractable neurogenic symptoms (2003)

Diese Forschung zielte darauf ab, herauszufinden, ob die Verwendung von Cannabis Extrakten Symptome von MS, wie Harninkontinenz, Schmerzen und Spastik verbessern würde. Es wurde festgestellt, daß die Verwendung von Cannabis die Symptome zu verbessern schien, die sonst auf keine anderen Behandlungen mehr ansprachen. Es wurde auch festgestellt, daß die medizinisch unerwünschten psychedelischen Symptome zwar auftraten, sie aber gut verträglich waren. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

2) An open-label pilot study of cannabis-based extracts for bladder dysfunction in advanced multiple sclerosis (2004)

Diese Studie war darauf ausgelegt, die persönlichen Erfahrungsberichte zu überprüfen, daß Marihuana dazu beitragen kann, Symptome von Harnwegproblemen zu lindern, die durch MS verursachten wurden. Es wurde herausgefunden, daß die Verwendung von Marihuana die Anzahl der Inkontinenzepisoden und die ausgeschiedene Menge verringerte. Zudem wurde berichtet, daß Patienten zu weniger Schmerzen und Spastiken neigten und der Schlaf sich verbesserte. Veröffentlicht im "Multiple Sclerosis Journal".

Cannabisforschung: Alzheimer Krankheit

Cannabisforschung: Alzheimer Krankheit

Alzheimer ist eine physische Erkrankung des Gehirns und eine der häufigsten Ursachen für Demenz. Sie bewirkt, daß sich "extrazelluläre" und "fibrilläre" Ablagerungen bilden, was bedeutet, daß Zellen im Gehirn absterben. Diese fortschreitende Krankheit verursacht langsam mehr und mehr Hirnschäden, wobei sich der psychische Zustand des Patienten graduell verschlechtert. Die Symptome der Alzheimer Krankheit sind:

  • Gedächtnisverlust - Wird leicht verwirrt und hat Schwierigkeiten, sich an Namen, Orte, Menschen und die jüngsten Ereignisse zu erinnern.
  • Stimmungsschwankungen - Kann als Folge des zunehmenden Gedächtnisverlustes leicht wütend, ängstlich oder frustriert werden,.
  • Zurückziehung - Zieht sich emotional immer weiter zurück, je schwieriger die Kommunikation wird.

Hierzu durchgeführte Studien:

1) Prevention of Alzheimer's Disease Pathology by Cannabinoids: Neuroprotection Mediated by Blockade of Microglial Activation (2005)

Cannabinoide sind dafür bekannt, daß sie im Gehirn als neuroprotektives Mittel wirken. Dies veranlaßte die Forscher, die Funktion der Cannabinoid Rezeptoren und die möglichen schützenden Eigenschaften, die die Cannabinoide in Marihuana haben, bei Alzheimer Patienten zu beurteilen. Sie fanden heraus, daß die Cannabinoid Rezeptoren eine Rolle bei der Krankheit spielen und daß die Cannabinoide verhindern, daß der neurodegenerative Prozess stattfindet. Veröffentlicht im "Journal of Neuroscience."

2) A Molecular Link between the Active Component of Marijuana and Alzheimer's Disease Pathology (2006)

Diese Forschung zielte darauf ab, herauszufinden, welche Rolle THC, im Gegensatz zu den nicht-psychoaktiven Cannabinoiden, bei der Behandlung der Alzheimer Krankheit spielen könnte. Es wurde herausgefunden, daß THC wirksam die AB Ansammlung hemmt, den hauptsächlichen pathologischen Marker der Alzheimer Krankheit. Sie faßten zusammen, daß die Wirkung, die THC hatte, noch besser war, als die von verschreibungspflichtigen Medikamenten, die zu der Zeit zur Verfügung standen. Veröffentlicht in "Molecular Pharmaceuticals."

Cannabisforschung: Magen-Darm Erkrankungen

Cannabisforschung: Magen-Darm Erkrankungen

Eine Magen-Darm Erkrankung ist eine Erkrankung, bei der der Darm normal aussieht, aber nicht richtig funktioniert. Gängige Beispiele für eine solche Erkrankung sind Reizdarmsyndrom (RDS), chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) und Verstopfung.

Hierzu durchgeführte Studien:

1) Cannabinoids and the gastrointestinal tract (2001)

Diese Studie zielte darauf ab, die Wirkung von Cannabinoiden auf das Verdauungssystem zu bewerten. Es wurde festgestellt, daß die Aktivierung der CB1 Rezeptoren im Endocannabinoid System die Produktion von Magensäure hemmt, was darauf hindeutet, daß sie von Patienten verwendet werden könnten, bei denen zu viel produziert wird und haben Reizmagenbeschwerden haben. Es wurde auch festgestellt, daß es offenbar keine Nebenwirkungen oder Entzugserscheinungen gab, die mit dem Einsatz von Cannabinoiden in Verbindung gebracht werden können. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Gut."

2) Differential Expression of Cannabinoid Receptors in the Human Colon: Cannabinoids Promote Epithelial Wound Healing (2005)

Bei dieser Studie wurde versucht, die Lage der Cannabinoid Rezeptoren im Dickdarm zu finden und ihre Funktion zu bestimmen. Es wurde festgestellt, daß die Cannabinoid Rezeptoren im gesamten Dickdarm verteilt zu finden sind und daß sie eine Rolle bei der Linderung von CED spielen. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Gastroenterology."

3) Endocannabinoids and the gastrointestinal tract (2006)

Diese Forschung war darauf ausgelegt, die historische Verwendung von Cannabis als Heilmittel bei der Behandlung von Magen-Darm-Problemen zu erkunden und ob Cannabis wirklich eine Wirkung hat. Es wurde festgestellt, daß das Endocannabinoid System dazu dient, das Verdauuungssystem gegen Anomalien zu schützen, was bedeutet, daß Cannabis möglicherweise ein wirksames MIttel wäre, um jene zu behandeln, die unter solchen Erkrankungen leiden. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

4) Cannabis use amongst patients with inflammatory bowel disease (2011)

Frühere Untersuchungen deuten darauf hin, daß das Endocannabinoid System eine Rolle bei der Verhinderung und dem Schutz vor Entzündungen im Dickdarm spielt. Durch Fragebögen, die die Gewohnheiten des Cannabiskonsums der Patienten mit verwandten Störungen beurteilten, wurde festgestellt, daß der Cannabiskonsum einen positiven therapeutischen Nutzen zu haben schien und weitere Forschung in dieser Richtung durchgeführt werden sollte. Veröffentlicht in der "US National Library of Medicine."

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