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CBD und Epilepsie: Charlotte's Geschichte

Charlotte

Du magst schon von Charlotte's Geschichte gehört haben, als die Massenmedien die Nachricht wild verbeiteten. Es ist die bemerkenswerte Geschichte eines kleinen Mädchens, das dank einer speziellen CBD-reichen Cannabis Sorte erfolgreich ihre lähmenden epileptischen Anfälle überwand.

Damals, als die Nachricht bekannt wurde, war Charlotte Figi 6 Jahre alt und litt unter mehr als 300 wirklich schlimmen Anfällen pro Woche. Bei der Geburt schien sie ein gesundes Kind zu sein, aber nach nur 3 Monaten veränderte sich dies grundlegend. Sie hatte ihren ersten epileptischen Anfall, der 30 Minuten lang dauerte.

Jahre des Kampfes

Ihre Eltern eilten mit ihr ins Krankenhaus, aber die Ärzte waren verblüfft. Sie führten alle Tests durch, die sie konnten, fanden jedoch nichts ungewöhnliches oder verkehrtes an dem Kind. Da keine zugrunde liegende Erkrankung gefunden wurde, ganz zu schweigen von einer Heilung, hatten sie keine andere Wahl, als Charlotte nach Hause zu schicken. Erst eine Woche später erlitt Charlotte einen weiteren Anfall, einen, der viel länger dauerte. Dies kam nun immer häufiger vor, wobei Charlotte regelmäßig längere und unkontrollierbare Anfälle hatte.

Die Ärzte blieben ratlos was die Ursache sein sollte, egal, was sie taten, sie konnten nichts verkehrtes an Charlotte finden. Jeder Test fiel normal aus - bis einer der Ärzte schließlich zu einer möglichen Diagnose kam - Dravet Syndrom, auch bekannt als myoklonische Epilepsie des Säuglingsalters. Dravet Syndrom ist eine seltene Form schwer behandelbarer Epilepsie - was bedeutet, sie kann nicht mit Medikamenten kontrolliert werden. Es ist etwas, das sich gewöhnlich entwickelt, bevor ein Kind ein Jahr alt wird und an Schwere im zweiten Jahr zunimmt, wobei Muskelkrämpfe und Anfälle ausgelöst werden, die über 30 Minuten andauern.

Als diese Diagnose gestellt wurde, schien Charlotte ansonsten gesund zu sein und durchlief die gleiche kognitive und körperliche Entwicklung wie ihr Zwilling. Doch als die Anfälle begannen schlimmer zu werden und die Medikamentencocktails, die die Ärzte verschrieben hatten, ihre Wirksamkeit verloren, gingen Charlotte's kognitive Funktionen in den Keller.

Im Alter von zweieinhalb, beschlossen Matt und Paige Figi, ihr Kind ins Kinderkrankenhaus Colorado zu bringen. Dort wurde Charlotte auf die Genmutation SCN1A getestet, eine Mutation, die bei 80% der Fälle von Dravet Syndrom ein gemeinsamer Nenner ist. Das Ergebnis war positiv.

Als die Ergebnisse feststanden, verursachten sie eine Achterbahn der Gefühle. Einerseits war es für Charlotte's Eltern verheerend zu wissen, daß ihre schlimmsten Befürchtungen wahr geworden waren, doch gleichzeitig bot die Bestätigung der Diagnose die Erleichterung zu wissen, womit sie es zu tun haben.

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Auf der Suche nach einem Heilmittel

Charlotte's Vater, Matt, ein Mitglied des Militärs der Vereinigten Staaten, gab seine Position auf, um zu Hause bei seiner Tochter zu bleiben. Bei nur wenigen verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten, begannen Matt und Paige zu recherchieren, was getan werden könnte. Die Suche wurde verzweifelt und an einem Punkt erwogen sie sogar es mit einem experimentellen Medikament aus Frankreich zu versuchen, das verwendet wurde, um Anfälle bei Hunden zu behandeln.

Paige nahm Charlotte mit zu einem Spezialisten für Dravet Syndrom, der eine spezielle Diät vorschlug, die als ketogene Diät bekannt ist und bei der Behandlung von Epilepsie helfen kann. Diese Diät ist fettreich und beinhaltet wenig Kohlenhydrate. Dies zwingt den Körper, zusätzliche Ketonen zu produzieren, eine Chemikalie, die Anfälle unterdrückt.

Die Diät schien zunächst zu greifen, sie stoppte die Anfälle. Leider kam es zu vielen unerwünschten Nebenwirkungen. Charlotte begann unter Knochenschwund, Verhaltensstörungen und einem geschwächten Immunsystem zu leiden. Nach zwei Jahren Diät setzten die Anfälle wieder ein.

Schon bald danach, als die Familie bereits alle Hoffnung auf die Entwicklung einer Behandlung verloren hatte, fand Matt im Internet ein Video von einem Jungen in Kalifornien, dessen Dravet Syndrom erfolgreich mit Cannabis behandelt wurde. Die bei dem Jungen zur Behandlung verwendete Sorte hatte einen geringen THC Gehalt und war reich an CBD - zwei der aktiven Komponenten im Cannabis. THC ist die wichtigste psychoaktive Komponente von Cannabis und obwohl es selbst eine Reihe medizinischer Eigenschaften aufweist, ist das Cannabinoid vor allem mit der berauschenden Wirkung vom Cannabis verbunden. CBD andererseits ist nicht nur ein sehr wirksames Arzneimittel, sondern hat auch überhaupt keine psychoaktiven Eigenschaften.

Bei ihrer Recherche entdeckten Matt und Paige, daß Wissenschaftler herausgefunden hatten, daß CBD die chemischen und elektrischen Aktivitäten des Gehirns reduzieren, die die Anfälle verursachen - und das alles ohne offensichtliche Nebenwirkungen. In gewissem Sinne war es für Charlotte's Eltern eine Offenbarung, die vor dieser Entdeckung stark gegen die Legalisierung von Cannabis waren.

Ohne Behandlungsmöglichkeiten - nur CBD blieb übrig

Zur Zeit dieser Entdeckung hatte Charlotte so weit abgebaut, daß sie nicht mehr in der Lage war zu funktionieren, sie verlor ihre Fähigkeit zu essen, zu gehen und zu sprechen. Sie hatte 300 schlimmste Anfälle pro Woche - Anfälle, die das gesamte Gehirn betrafen, was zu Bewußtlosigkeit und Muskelkrämpfen führte.

Diese ständigen Anfälle begannen einen größeren Tribut von Charlotte zu fordern und hatten dazu geführt, daß ihr Herz mehrfach aussetzte. Nun schlugen die Ärzte vor, sie in ein medikamentös ausgelöstes Koma zu versetzen, um ihr eine Pause zu gönnen. Matt und Paige hatten aber alle Hoffnung aufgegeben und hatten sogar ein Formular unterzeichnet, keine wiederbelebenden Maßnahmen zu ergreifen, sollte ihr Herz wieder stehenbleiben. Die Ärzte sagten, ihnen wären die Optionen ausgegangen und daß sie nichts mehr tun könnten.

Da sie keine andere Wahl hatten, entschied Paige sich, Marihuana bzw. CBD zu versuchen. Dies ist jedoch leichter gesagt als getan. Paige benötigte die Unterstützung von zwei Ärzten, bevor Charlotte bei einem medizinischen Marihuanaprogramm eingeschrieben werden konnte, außerdem sind die Auswirkungen von Marihuana auf Kinder noch nicht gut erforscht. Darüber hinaus gab es keinen vorherigen Fall, bei dem ein Kind medizinisches Marihuana verwendet hatte - Charlotte würde die jüngste Patienten des Staates überhaupt sein.

Frühere Studien lassen vermuten, daß das Rauchen von Marihuana in einem frühen Alter die Entwicklung des Gehirns stören und zu einem niedrigeren IQ führen kann, daß man Aufgaben langsamer bewältigen kann, ein höheren Risiko hat, einen Schlaganfall zu erleiden und eine erhöhte Häufigkeit psychotischer Störungen auftreten kann. Verständlicherweise zögerten die meisten Ärzte, die Initiative zu unterstützen, da es Neuland war - selbst in Charlotte's Fall, bei dem es keine anderen Optionen gab. Die meisten Untersuchungen, die das zuvor aufgeführte behaupten, basieren auf denjenigen, die mit dem Rauchen von Cannabis in ihrer Jugend begannen. Es ist nicht viel darüber bekannt, wie Marihuana bei Kindern vor der Jugend wirkt - aber Charlotte würde es nicht rauchen.

Der erste Arzt, der mit an Bord kam, war Dr. Margaret Gedde. Als Gedde herausfand, wie oft Charlotte dem Tode nahe gewesen war und wie wahrscheinlich durch die intensive Menge der Anfälle die sie durchgemacht hatte Hirnschäden bereits verursacht worden waren, sah sie keine andere Wahl, als die Verwendung von Cannabis für Charlotte zu unterstützen.

Der zweite Arzt, der grünes Licht gab, war Dr. Alan Shackelford, ein an der Harvard ausgebildeter Arzt, der bereits mit medizinischen Marihuana Patienten gearbeitet hatte. Angesichts Charlotte's Alter und seiner mangelnden Erfahrung mit ihrer Erkrankung war er zunächst sehr zögerlich, doch ebenso wie Dr. Gedde, unterstützte auch er sie, als er erfuhr, daß alle anderen Möglichkeiten erschöpft waren und Cannabis die letzte Hoffnung war, die Charlotte geblieben war.

Die Kraft von CBD

Nun da die Zulassung gesichert war, machte Paige sich daran eine Apotheke zu finden, die eine Cannabis Sorte verkauft, die einen niedrigen THC und hohen CBD Gehalt hat. Nach langer Zeit der Suche fand sie schließlich eine und kaufte ihren Vorrat von zwei Unzen auf. Sie ließ aus diesem Cannabis von einem Freund ein Ölkonzentrat herstellen.
Charlotte

Ausgehend von einer sehr kleinen Dosis, gaben sie Charlotte die CBD-reiche Medizin. Da dies Neuland war, wußte niemand wirklich, was sie erwarten sollten. Das vorherige Video, das Matt gefunden hatte, war ein persönlicher Erfahrungsbericht ohne offensichtlichen wissenschaftlichen Rückhalt. Was passierte, übertraf ihre kühnsten Träume - die Ergebnisse waren absolut atemberaubend. Charlotte war für eine Stunde anfallsfrei, dann zwei Stunden und dann sieben Tage. Ihre Eltern waren erstaunt. Es war eine Offenbarung. Aber ihnen ging schnell das CBD Öl aus.

Charlotte's Web

Paige kontaktierte die Brüder Stanley, die größten Züchter von medizinischem Marihuana in Colorado. Zu dieser Zeit hatten die Brüder eine Sorte mit einem hohen CBD Gehalt und niedrigem THC Gehalt erschaffen, hatten aber Probleme, eine Verwendung dafür zu finden.

Ähnlich wie die Ärzte, waren die Brüder zunächst sehr zögerlich damit ein Kind zu behandeln, aber nach einem Treffen mit Charlotte sprangen sie an Bord.

Die Brüder stimmten zu, Paige und Matt mit der Sorte zu versorgen, die jetzt treffend Charlotte's Web heißt. Sie haben auch eine gemeinnützige Stiftung gegründet, die die unterstützt, die an schweren Krankheiten wie Krebs, Epilepsie und Parkinson leiden. Sie stellen sicher, das medizinische Cannabis zu sehr niedrigen Preisen zu liefern, so daß es für alle die in Not sind erschwinglich bleibt. Alles, was sie verlangen, ist, daß die Patienten eine Spende machen, die sie sich wirklich leisten können. Die wohltätige Einrichtung erhält auch große Spenden von großen Sponsoren, die an ihre Arbeit glauben, um zu helfen, daß die Brüder die Versorgung mit Cannabis zu geringen Kosten aufrecht erhalten können. Aufgrund ihrer Bemühungen jedem zu helfen, der sie braucht, egal ob er es sich leisten kann oder nicht, sind die Stanley Brüder als die Robin Hoods des Marihuanas bekannt.

Charlotte Web

Wie CBD das Leben der Figis für immer veränderte

Eine Reihe von Studien haben nun gezeigt, daß CBD epileptische Anfälle regulieren kann, ohne daß es dabei zu irgendwelchen Nebenwirkungen kommt und Charlotte's Fall ist das Paradebeispiel. Charlotte bekommt zweimal täglich mit ihrem Essen eine Dosis von CBD-reichem Öl. Dr. Gedde hat errechnet, daß sie drei bis vier Milligramm CBD pro Pfund Körpergewicht braucht, um die Anfälle in Schach zu halten. CBD ermöglicht es, daß Charlotte's Leben wieder in geregelten Bahnen verläuft.

Heute lebt Charlotte ein weitgehend gesundes und anfallsfreies Leben; sie erleidet nur noch zwei bis drei Anfälle pro Monat, in der Regel während sie schläft. Jetzt kann sie sich selbst ernähren, hat wieder angefangen zu sprechen, kann gehen und sogar mit dem Fahrrad fahren. Ihre Eltern und Ärzte sind erstaunt über die Geschwindigkeit, mit der sie sich erholt, wobei ihre Eltern sagen, daß sie von Tag zu Tag eine signifikante Verbesserung sehen können - während ihr Gehirn Verbindungen wieder herstellt, die während der intensiven Zeit der Anfälle verloren gegangen waren. Sie kann jetzt sogar malen, reiten, Ski fahren und tanzen, sie ist erstmals in der Lage, Freunde zu machen, sie ist glücklich und gesund. CBD hat ihr Leben verändert.

Eine der größten Kontroversen über die Geschichte ist ein Mißverständnis. Viele glauben, daß Charlotte "high" oder "stoned" wird, aber sie ist es nicht. CBD ist nicht psychoaktiv, daher geben Sorten mit viel CBD und wenig THC dem Nutzer nicht das Gefühl high oder stoned zu sein. Es ist auch erwähnenswert, daß weder THC noch CBD süchtig machen.

Das ist noch nicht das Ende, CBD verändert weiterhin Leben

Charlotte's Geschichte und Genesung unter der wachsamen Hand von CBD gewann die Aufmerksamkeit der Medien und wurde schnell zu einer nationalen Geschichte. Sie wurde zu einem leuchtenden Beispiel für alle Leidenden und warf ein Licht auf die außergewöhnlichen Leistungen von medizinischem Marihuana. Es erlaubte Dr. Gupta, einem berühmten Arzt und medizinischen Korrespondenten, der gegen Marihuana war, die Vorteile zu sehen, die Charlotte davon genoß; dies spornte ihn zu eigenen Untersuchungen in Sachen Cannabis an und schließlich veränderte seine Haltung sich völlig. Er ist jetzt ein großer Verfechter der Medizin und hat eine Dokumentationen gedreht, die Millionen über den realen Nutzen von Marihuana informiert hat und wie die vorangegangene Propaganda das Volk getäuscht hatte.

Ein Fluttor hat sich geöffnet; Eltern, die in einer ähnlichen Situation sind, wenden sich in der Hoffnung, ihrem Kind zu helfen nun in Scharen an den Staat. Der wachsende Druck von Eltern, Ärzten und Aktivisten zwingt die Bundesregierung und Politiker ihre Position zum Cannabis zu überdenken. Vor kurzem gab die US Food and Drug Administration nun grünes Licht, ein gereinigtes CBD Extrakt zu testen, das von GW Pharmaceuticals hergestellt und Epidiolex genannt wird. Es ist zu hoffen, daß dieses Medikament eine weithin verfügbare Option für die Behandlung von Epilepsie wird.

Die Nachfrage nach Charlotte's Web und ähnlichen CBD-reichen Sorten ist so dramatisch gestiegen, daß die Stanley Brüder nicht mithalten können, wobei bereits mehr als ein Drittel ihrer gesamten kommerziellen Ernte CBD-reiche Sorten sind.

"Wir sind kein Haufen Kiffer und assoziieren uns nicht mit den Stereotypen, die die Leute gerne mit uns verknüpfen. Wir sorgen uns um das, was wir tun," sagte Joel, einer der Brüder, den Nachrichtenagenturen.

Die von Charlotte verwendete Sorte hat 0,5% THC und 17% CBD, so daß sie nicht psychoaktiv ist. Die Kraft, die CBD gezeigt hat und das Fehlen negativer Auswirkungen läßt Ärzte zu Gunsten der auf CBD basierenden Behandlungen für Kinder entscheiden, darunter der pädiatrische Spitzenneurologe der Universität von Utah.

Die Stanley Brüder haben vor kurzem eine weitere CBD-reiche Sorte erschaffen, die wegen ihres Mangels an psychoaktiver Wirkung humorvoll "The Hippie’s Disappointment" genannt wird. "Das ist nur die Spitze des Eisbergs," kommentiert Dr. Gedde. "Die Leute werden weiterhin kommen, weil es funktioniert. Patienten erleben zwischen 50 und 90 Prozent weniger Anfälle ohne Nebenwirkungen zu erfahren. Das ist erstaunlich."

Es sind Geschichten wie diese, die die Diskussion um die heilende Wirkung von CBD ankurbeln und die Forschung, Aufklärung der Menschen und schließlich zu einer Reform der Drogengesetze anspornen. Charlotte's Geschichte ist eine Inspiration für die Cannabis Community geworden. Es ist der Liebe und Bestimmtheit von Charlotte's Eltern zu verdanken, daß das Leben vieler verändert wurde.

 

Zamnesia

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