Wer Hätte Das Gedacht? Auch Einige Tiere Nehmen Drogen!

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Tiere und Drogen


Affen, Fliegen und Vögel gehören zu einigen Tierarten, die scheinbar auf Drogen reagieren und diese sogar aktiv suchen, wie Alkohol, um die Effekte zu spüren. Einige Tiere nehmen sogar bewusstseinsverändernde Substanzen als Teil ihrer Nahrung zu sich und haben über die Zeit Resistenzen entwickelt.

Menschen sind nicht das einzige Mitglied aus dem Tierreich, das aktiv nach natürlich vorkommenden Substanzen sucht, um eine Veränderung des Bewusstseinszustands zu erreichen. Es zeigt sich, dass verschiedene Arten ihre Umwelt nach Substanzen absuchen, die ein Rauschgefühl induzieren. Unter Laborbedingungen entwickeln andere Tiere Tendenzen, sich mit psychoaktiven Substanzen zu berauschen. Es ist faszinierend zu sehen, dass nicht nur Menschen sich dieser mysteriösen und uralten Aktivität hingeben.

Sowohl ältere, als auch moderne Jäger und Sammler Kulturen, zusammen mit Mitgliedern moderner Zivilisationen, nutzen aus einer Vielzahl an Gründen eine Vielfalt an Substanzen, um Bewusstseinsveränderungen zu induzieren. Viele Stammeskulturen nutzen in Zeremonien visionäre Pflanzen und verwenden diese als wichtige Sakramente. Der jüngste Anstieg an Psychonauten und psychedelischer Erfahrungen in westlichen Kulturen ist eine weitere Darbietung der scheinbar unsterblichen Verbindung zwischen Menschen und dem Wunsch, sowohl physische, als auch mentale Sphären aufzusuchen und zu erkunden.

Welche anderen Arten haben noch eine Beziehung zu psychoaktiven Substanzen? Und von welchen Substanzen werden diese angezogen?

SAUFENDE SPITZMÄUSE

Eine Studie fand heraus, dass das malaysische Federschwanz-Spitzhörnchen sich einer Ernährung bedient, die fast ausschließlich aus Alkohol besteht. Ihr Getränk der Wahl ist fermentierter Nektar aus den Blüten der Eugeissona Palme. Die Fermentation geschieht durch Hefe, die auf den Blütenknospen zu finden ist. Man geht davon aus, dass dieser Nektar einen Alkoholgehalt von bis zu 3.8 Prozent hat, was ziemlich stark ist, bedenkt man die kleine Größe des malaysischen Federschwanz-Spitzhörnchens. Obwohl sie diesen Alkohol massenhaft zu sich nehmen, zeigen diese Tiere absolut kein Zeichen eines Rausches. Forscher glauben, dass sie eine Eigenschaft entwickelt haben, die es ihnen erlaubt solche großen Mengen an Alkohol zu sich zu nehmen.

SPEEDSÜCHTIGE NAGETIERE

SPEEDSÜCHTIGE NAGETIERE

 

Man hat herausgefunden, dass Mäuse tiefgreifende Gehirnveränderungen zeigen, nachdem sie starken Dosen Amphetaminen oder Speed ausgesetzt waren. Man versuchte hier, die Menge an Meth nachzubilden, die menschliche Drogennutzer in den letzten Zügen eines Exzesses zu sich nehmen. Die Resultate konnten zeigen, dass das Verlangen nach der Droge auch noch für Monate nach einem Entzug der Substanz anhielt.

PHARMAZEUTISCHER FISCH

Man fand heraus, dass besimmte pharmazeutische Produkte das Verhalten spezieller Fischarten beeinflussen. Forscher beteiligten sich an einer Studie, die das Genannte untersuchte. Die Studie vom Verhalten von Tieren ist sowohl aus ökologischen Gründen, als auch für die Ökotoxikologie wichtig, dennoch entwickelt sich die Forschung in diesen beiden Bereichen momentan unabhängig. Hier stellen wir das verfügbare Wissen über drogeninduzierte Verhaltensveränderungen in Fischen künstlich her, diskutieren mögliche ökologische Konsequenzen und berichten über Resultate eines Experiments, bei dem wir die Aufnahme und den Einfluss psychiatrischer Substanzen auf das Verhalten eines Raubfischs (Perca fluviatilis) und seine wirbellose Beute (Coenagrion hastulata) quantifizieren.

Die Forscher erklären die Verhaltensveränderungen, die stattfanden. "Wir zeigen, dass der Barsch aktiver wurde, während das Verhalten der Kleinlibelle unverändert blieb, was zeigt, dass sich die Effekte pharamazeutischer Substanzen auf das Verhalten verschiedener Arten unterscheiden.

Anders jedoch, als bei unseren Spitzmaus-Freunden, die freiwillig die Substanz ihrer Wahl suchen, sind viele im Wasser lebende Lebewesen Substanzen ausgesetzt, wie beispielsweise Antidepressiva, die ihr Verhalten aufgrund verschmutzter Gewässer beeinflussen.

ALKOHOLGEILE MAKAKEN

Alkoholgeile Makaken

Makaken sind mittelgroße Affen. Es gibt über 20 Arten, die überwiegend in Südostasien, Indonesien und Indien leben. Heutzutage leben Makaken auch in Städten, zusammen mit menschlichen Bewohnern. Obwohl ihre Nahrung üblicherweise aus Früchten, Beeren, Samen und sogar aus Baumrinde besteht, sind sie bekannt dafür, dass sie sich dem Alkohol hingeben und das ziemlich ausgelassen. Studien fanden heraus, dass, wenn man weiblichen Makaken freie Hand beim Alkohol liess, sie so viel Alkohol konsumierten, bis sie aufhörten zu ovulieren.

ANGETÖRNTE AFFEN

Totenkopfäffchen haben es anscheinend auf Marihuana abgesehen, besonders auf das psychoaktive Cannabinoid THC. Eine Studie fand heraus, dass Affen, die noch nie Drogen ausgesetzt waren, lernten, eine Taste zu drücken, die ihnen intravenös THC verabreicht, was zeigt, dass THC bei Affen ein effektiver Verstärker für die Einnahme von Drogen ist.

KOKAIN FRESSENDE RAUPEN

 

Kokain fressende Raupen

Die Nahrung der Raupenart Eloria noyesi beinhaltet die Blätter des Cocastrauchs. Der Cocastrauch ist die Quelle von Kokain. Manche Menschen kauen nur die Blätter, um die physische Leistungsfähigkeit zu verbessern und Müdigkeit zu lindern. Wie auch immer, so wie die alkoholresistenten Spitzmäuse, hat diese Raupenart eine starke Widerstandsfähigkeit gegenüber den aktiven Susbtanzen in den Blättern entwickelt.

SAUFENDE FRUCHTFLIEGEN

Eine Studie zeigte, dass Fruchtfliegen, die von Weibchen zurückgewiesen wurden, eher Nahrung bevorzugten, die Alkohol enthielt, als männliche Fruchtfliegen, die sich erfolgreich paaren konnten. Dr. Markus Heilig vom National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism and the National Institute on Drug Abuse kommentierte, "wenn man diese Studie liest, ist es, als ob man zurück in die Vergangenheit blickt und die Ursprünge des Belohnungszentrums betrachtet, dass fundamentales Verhalten wie Sex, Nahrungsaufnahme und Schlaf induziert".

 

         
  Luke Sumpter  

Geschrieben von: Luke Sumpter
Luke Sumpter ist ein im Vereinigten Königreich ansässiger Journalist, der auf Gesundheit, alternative Medizin, Kräuter und psychedelische Heilverfahren spezialisiert ist. Er hat bereits für "Reset.me", "Medical Daily" und "The Mind Unleashed" geschrieben und deckt dabei diese und noch weitere Bereiche ab.


 
 
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