Warum Kiffer Seltener Übergewichtig Sind

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Warum Kiffer Seltener Übergewichtig Sind

Trotz allem, was viele annehmen würden, scheint es, daß Cannabis den Menschen tatsächlich helfen könnte Übergewicht zu vermeiden, statt durch Heißhunger schneller dorthin zu gelangen.

Vor nicht allzu langer Zeit berichteten wir darüber, daß die Wissenschaft einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Cannabis und einer geringen Inzidenz von Übergewicht gefunden hat. Die Sache daran ist, daß zwar eine Korrelation gefunden wurde, aber nicht ganz klar zu sehen war, warum Cannabisnutzer statistisch wahrscheinlicher ein gesundes Gewicht haben - vor allem wenn man bedenkt, daß der manchmal ausgelöste Heißhunger zu regelrechten Fressattacken führen kann. Wir verstehen es noch nicht im vollen Umfang, aber neue Studien machen Fortschritte, wobei sie einige nützliche Informationen aufdecken, die ziemlich hilfreich dabei sind das Phänomen näher zu erklären.

Forscher von der Harvard School of Public Health und dem Beth Israel Deaconess Medical Center untersuchten eine große Menge von landesweit repräsentativen Daten, um die tatsächlichen Auswirkungen von Marihuana auf das Gewicht zu bewerten. Von den 4.600 getesteten Erwachsenen gaben 12 Prozent an, daß sie aktiv Marihuana konsumieren, während 48 Prozent sagten, daß sie es in der Vergangenheit verwendet haben. Bei jedem Teilnehmer wurden verschiedene Werte erhoben, auch bei denen, die kein Marihuana genutzt haben, um ihre Blutzuckerkontrolle zu bewerten - die einen großen Einfluss auf Adipositas und Diabetes hat. Zu diesen Werten gehören Cholesterin, Insulinresistenz, Nüchtern-Insulin, Blutzuckerspiegel und Taillenumfang.

Es wurde festgestellt, daß auch nach Berücksichtigung solcher Variablen wie Aktivität, Tabak- und Alkoholkonsum, Alter und Geschlecht, die Probanden, die Cannabis konsumierten, einen deutlich geringeren Taillenumfang hatten, sowie höhere Werte des guten Cholesterins aufwiesen. Weiterhin wurde festgestellt, daß Marihuanakonsumenten im Vergleich zu Nicht-Nutzern im Durchschnitt eine um 16 Prozent geringere Insulinresistenz aufweisen.

Diese Ergebnisse werden von einer weiteren aktuellen Studie in einer ähnlichen Erhebung der Cornell University San Diego gestützt. Sie fanden heraus, daß die Legalisierung von medizinischem Marihuana mit einer 6%igen Abnahme der Wahrscheinlichkeit von Übergewicht verbunden ist.

WAS BEDEUTET DAS?

Nun wissen wir zwar immer noch nicht, warum Cannabis die Insulinresistenz senkt, aber es scheint wahrscheinlich, daß es der Grund dafür ist, daß Cannabiskonsumenten durchschnittlich ein gesünderes Gewicht haben. Insulin ist ein Hormon im Körper, das Zucker in Energie umwandelt und hilft überschüssiges Fett einzulagern. Wenn wir viele stark verarbeitete Lebensmittel essen, benötigt unser Körper mehr Insulin, um mit ihnen umzugehen. Im Laufe der Zeit bewirkt dies, daß sich eine Resistenz ausbildet, was bedeutet, daß der Körper noch mehr Insulin braucht, um die gleiche Arbeit zu verrichten, wie er es in der Vergangenheit getan hat. Die Sache ist, da immer mehr Insulin durch den Körper gepumpt wird, wird es für den Körper immer schwieriger Fett zu verbrennen. Daher ist es nur logisch, daß Menschen mit einer geringeren Insulinresistenz viel einfacher Fett verbrennen; daher sind jene, die regelmäßig Cannabis verwenden, statistisch eher schlanker als jene, die es nicht nutzen. Es ist erwähnenswert, daß dies bisher nur eine Theorie und die vorgeschlagene Implikation dieser Forschung ist. Es muss noch viel tiefer gegraben werden, um aufzudecken, was da vor sich geht, sowie herausgefunden werden, warum Cannabis überhaupt eine niedrigere Insulinresistenz bewirkt.

Was man mit Sicherheit sagen kann, ist, daß es hier eine sehr starke Korrelation gibt. Cannabis hält einen nicht davon ab fett zu werden, aber die Hinweise legen nahe, daß es helfen kann es zu beeinflussen. Es bedeutet, daß Cannabis zukünftig Auswirkungen auf die Behandlung solcher Krankheiten wie Diabetes haben könnte. Natürlich bedeutet eine Korrelation keine Kausalität, also müssen diese Ergebnisse zunächst mit einer gesunden Prise Vorsicht und Skepsis bewertet werden, bis es definitivere Forschungsergebnisse gibt. Die Nachrichten sind allerdings ermutigend; wieder einmal mehren sich positive Studien für diese wundersame Pflanze.