Warum Drogen Während Des Verbots Immer Stärker Werden

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Warum Drogen Während Des Verbots Immer Stärker Werden

Zunehmende Wirksamkeit wird oft als ein Argument gegen die Legalisierung verwendet, aber es ist das Verbot, das daran schuld ist.

Die Art, wie wir als Gesellschaft Drogen sehen, ändert sich langsam. Die verteufelnden Argumente und Panikmache, die auf dem Höhepunkt des Verbots verwendet wurden, werden langsam aber sicher widerlegt und zerstreuen sich nun. Das Ergebnis ist eine besser informierte Bevölkerung und viele wollen nun sehen, dass Dinge wie Cannabis erforscht und legalisiert werden. Doch Zaungäste haben Bedenken, die ihnen weiterhin im Hinterkopf rumschwirren: Cannabis ist im Laufe der Jahre stärker geworden, geht das nicht immer weiter? Was ist mit solchen Sachen wie Abhängigkeit von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln, was oft dazu führt, dass Menschen zu härteren Drogen greifen - würde eine wachsende Stärke und Legalisierung diese Situation nicht noch viel gefährlicher machen?

Die Antwort auf diese Fragen lautet nein. Sicher, Drogen sind heute stärker, als sie es noch vor 50 Jahren waren und mehr Menschen verwenden sie - aber das Verbot dämmt dieses Phänomen nicht ein, es verursacht es aktiv. Es läuft alles auf Gewinne und Effizienz hinaus.

WIE DAS VERBOT DROGEN STÄRKER MACHT

Zum besseren Verständnis der Gründe für die Erhöhung der Wirksamkeit muss man nur auf das Verbot von Alkohol zurückblicken. Damals in den 1920er Jahren, bevor Alkohol in den USA verboten wurde, waren Bier und Wein die beliebtesten Formen alkoholischer Getränke. Kaum war das Verbot in Kraft, waren plötzlich harte Brände und Schwarzgebrannter die Getränke der Wahl. Es ist nicht, weil die Menschen sich unterdrückt fühlten und härtere Getränke haben wollten, sondern weil es alles war, das verfügbar war.

Wenn man Alkohol schmuggelt, ist es viel rentabler ein Destillat zu schmuggeln, als Bier oder Wein. Das liegt an dem begrenzten Platz und Risiko. Warum ein paar hundert Liter Bier schmuggeln, mit denen man ein paar hundert Menschen bedienen kann, wenn man mit dem gleichen Platzbedarf ein paar hundert Liter Schnaps schmuggeln und sie an Tausende verkaufen kann.

Ähnlich wie heute, als das Verbot endete, wurden Bier und Wein für die meisten wieder zum Getränk der Wahl - der der Alkohol frei gehandelt werden konnte und somit wieder zur Verfügung stand.

Es ist ein Konzept, das als "das eherne Gesetz des Verbots" bekannt ist: Wenn die Gesetze strenger und Strafen schwerer werden, verschwinden milderen Formen der Drogen. Dies liegt daran, weil die, die auf der falschen Seite des Gesetzes arbeiten, danach trachten ihre Gewinne zu maximieren, die sie für die Risiken einnehmen.

Das gleiche Konzept gilt für die meisten modernen Drogen. Wenn es um Cannabis geht, wird die Wirksamkeit erhöht, so dass mehr Geld dafür verlangt werden kann. Warum sollte man lasches Kraut anbauen und das Risiko eingehen beim Schmuggeln erwischt zu werden, wenn man Mega-Marihuana aufziehen und für das gleiche Risiko mehr Gewinn einstreichen kann? Als anschauliches Beispiel, nimm ein Fußballstadion. Viele Menschen würden gerne ein Bier oder zwei genießen, während sie sich das Spiel ansehen, aber das ist im Stadion verboten. Also, was machen die Menschen? Sie schmuggeln Flachmänner mit Whisky oder Wodka hinein.

Wer süchtig nach Schmerzmitteln ist, für den hat das eherne Gesetz des Verbots verheerende Auswirkungen - vor allem in den USA. In manchen Orten sind Ärzte rechtlich dazu angehalten Rezepte für Schmerzmittel zu verweigern, wenn sie denken, dass sie missbraucht oder zur Befriedigung einer Sucht verwendet werden. Dies lässt den Süchtigen kaum eine andere Wahl, als sich Heroin zuzuwenden - da es wegen des Verbots keine milderen verfügbaren Formen gibt, obwohl sie vorhanden sind. Das Ergebnis ist ein Konsum härterer Drogen und eine erhöhte Gefahr für sich selbst und die Gesellschaft. Glücklicherweise beginnen einige Nationen dies zu realisieren und Programme umzusetzen, die Süchtigen helfen mit ihrer Gewohnheit zu brechen und auf mildere Drogen umzusteigen, was die Entgiftung erleichtert. Aber das ist nicht genug.

Das Traurige daran ist, dass selbst die eingefleischten Prohibitionisten nicht die Absicht haben, dass Drogen stärker werden, aber ihre Argumente führen überhaupt erst dazu. Die Legalisierung öffnet den Markt für die risikofreie Produktion von leichteren Formen von Medikamenten und Drogen, was die Dinge sicherer für alle macht. Menschen suchen sich für den regelmäßigen Gebrauch nicht automatisch die stärkste Substanz, die sie finden können; jemand, der ab und an mal einen kifft, hat keine Lust ständig so zugedröhnt zu sein, dass er nicht mehr von der Couch kommt, ebenso wenig wie jemand, der nur in Gesellschaft trinkt, sich ständig komplett dichtlöten will. Wenn es allerdings um Drogen geht, lässt einem ein Verbot nur wenige oder gar keine Alternativen. Wenn wir wirklich eine sicherere Gesellschaft haben wollen - in der härtere Drogen nicht so missbraucht werden wie heute - dann ist es an der Zeit das Verbot zu beenden.

 

         
  Josh  

Geschrieben von: Josh
Autor, Psychonaut und Cannabis-Liebhaber, Josh ist Zamnesias betriebsinterner Experte. Er verbringt seine Tage draußen in der Natur, wobei er in die verborgenen Tiefen aller Dinge eintaucht, die psychoaktiver Natur sind.

 
 
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