Unsere Top 10 Gründe den Krieg gegen Drogen zu beenden

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Unsere Top 10 Gründe den Krieg gegen Drogen zu beenden

Der Krieg gegen die Drogen zieht sich schon viel zu lange hin. Hier sind unsere Top 10 Gründe warum man diesem Wahnsinn ein Ende machen muss.

Der Krieg gegen die Drogen, der Kreuzzug der (Selbst)Gerechten, um die Herstellung, den Vertrieb und Verkauf von illegalen Substanzen zu beenden und den Schwarzmarkt auszutrocknen, der Triebfeder für Gewalt und Korruption ist. Nur leider, die Absichten mögen ja gut sein, doch er ist fürchterlich gescheitert und zum Teil völlig aus dem Ruder gelaufen. Stattdessen ist er zu einer Monstrosität mutiert, die ihren Krieg auf dem Rücken der Drogenkonsumenten austrägt - einen Krieg gegen normale Leute wie Du und ich.

Count the Cost, eine Nichtregierungsorganisation, die ihre Zeit der Beurteilung der Schäden die dieser Krieg verursacht widmet, veröffentlichte einen Bericht, in dem einige ziemlich vernichtende Erkenntnisse dokumentiert sind. Es dürfte wohl keine Überraschung sein, daß der Schaden katastrophal war. Es ist Zeit diesen Krieg zu beenden.

In diesem Sinne dachten wir uns, es wäre eine gute Idee, eine Liste unserer Top 10 der wichtigsten Gründe zusammenzustellen, warum er beendet werden sollte und der Welt damit eine ganze Menge Ärger erspart wird.

10. Es ist eine Belastung für das Gesundheitswesen

Jetzt könntest Du denken, daß die Umstellung vom kriminellen Fokus auf den Drogenmissbrauch, hin zu einem auf den Gesundheitsaspekt, die öffentlichen Gesundheitsdienste stärker belasten würde. Aber alles, was Du tun musst, ist auf Portugal zu schauen, wo man den Krieg gegen die Drogen eingestellt hat und alle Drogen entkriminalisiert wurden. Seit der Entkriminalisierung ist der Drogenmissbrauch gesunken, was das Gesundheitssystem entlastet, bei den Ausgaben, sowie einer geringeren Belegung der Betten in der Notaufnahme - was Ressourcen für andere Patienten freimacht. Außerdem würde das Geld für die Rehabilitierung von Drogenkonsumenten ausgegeben werden, das sonst für Gerichte und Gefängnisse ausgegeben würde, die sie in Haft schicken - dadurch entstehen viel größere Kosten für Staat und Leben.

9. Ein geregelter Drogenmarkt kann Milliarden an Steuern generieren

Akzeptiert man die Drogen, anstatt einen Krieg gegen sie zu führen, haben sie das Potenzial aus dem Verkauf Milliarden an Steuereinnahmen zu generieren, sowie eine Industrie mit Tausenden von Arbeitsplätzen zu erschaffen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der legale Cannabis Markt, den es nun in Colorado, USA gibt. Er hat nicht nur die Wirtschaft durch die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen gestärkt, sondern hat so viele Steuern generiert, daß der Staat in Betracht zog seinen Bewohnern einen Teil der Steuern zurückzuzahlen. All dieses generierte Geld fließt zurück in den Staat, verbessert seine Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen.

8. Der Krieg gegen Drogen fördert eine Polizeikultur, die den Drogenkonsumenten als Zielobjekt hat ...

Auf der ganzen Welt erhält die Polizei Fördermittel, deren Höhe davon abhängig ist wie gut sie sich bei der Bekämpfung des illegalen Drogenmarktes macht. Das Problem ist, es ist viel einfacher den kleinen Drogenkonsumenten zu verknacken, damit die Zahlen stimmen, als Dealer und Menschenhändler zu schnappen. Dies hat sich zu einer Industrie innerhalb des Justiz- und Inhaftierungssystems entwickelt, die auf der Verhaftung von Drogenkonsumenten beruht, um das nächste Budget zu sichern.

7. ... was dazu führt, daß gewaltlose Konsumenten ins Gefängnis wandern und ihr Leben ruiniert wird

Das Ergebnis dieses Schwerpunkts auf der Verhaftung der kleinen Drogenkonsumenten ist, daß ein unverhältnismäßig hoher Anteil von ihnen im Gefängnis landet. Nicht nur, daß das den Steuerzahler eine wahnsinnige Menge an Geld kostet, es ruiniert auch noch das Leben gewaltfreier, normaler Menschen, die, wenn sie raus sind, echte Probleme haben werden einen Job zu finden und sich in die Gesellschaft wieder einzugliedern. Wenn man sich nicht mehr auf den kleinen Kiffer konzentriert, könnten riesige Mengen an Geld beim Haftsystem gespart werden, das wieder in die Bekämpfung tatsächlich schwerer Kriminalität fließen könnte.

6. Der Krieg gegen Drogen verhindert medizinische Forschung

Es ist eine unbestreitbare Menge an Studien, die zeigen, daß illegale Drogen, von denen man annahm, daß sie schädlich wären - wie Cannabis, MDMA und Psychedelika - nicht nur sicherer sind als wir dachten, sondern auch echte und revolutionäres medizinisches Potenzial mit sich bringen. Die Sache ist aber die, weil diese Substanzen einen illegalen und/oder eingeschränkten Status haben, ist es für Wissenschaftler extrem schwierig sie weiter zu erforschen. Die ganze Situation ist sehr ärgerlich, denn es ist eine Zwickmühle. Diese Substanzen können nicht weiter medizinisch erforscht werden, weil sie höchst illegal sind, aber sie sind illegal, weil weitere medizinische Forschung notwendig ist. Durch die Lockerung der Beschränkungen für diese Substanzen, durch die Beendigung des gegen sie geführten Krieges, kann die medizinische Forschung endlich nicht mehr nur im Schneckentempo betrieben werden, sondern so, daß Leben viel früher gerettet/verändert werden könnten.

5. Die Ausgaben sind verrückt ...

Seit Beginn des Krieges gegen die Drogen vor über 40 Jahren hat allein die USA mehr als 1 Billion Dollar dafür ausgegeben - die globalen Kosten werden auf rund 100 Billionen Dollar pro Jahr geschätzt. Es ist eine unglaubliche Menge Geld.

4. ... und es ist verschwendetes Geld ...

Trotz dieser unglaublichen Menge an Geld für eine Welt ohne Drogen ist der globale Drogenmarkt beständig und Jahr für Jahr gewachsen. Mehr Menschen als je zuvor nehmen illegale Drogen und die organisierte Kriminalität profitiert davon. Die Unterstützer des Kriegs gegen die Drogen könnten jetzt behaupten, daß man Erfolge beim Auslöschen der Kartelle und Drogenproduktion gehabt habe. Tatsächlich ist es aber so, daß sie, sobald sie in einem Land ihre Zelte abgebrochen haben, sie die Produktion einfach in ein anderes verlegen, was den Sieg komplett bedeutungslos macht. Ein perfektes Beispiel hierfür ist der Kokainhandel in Kolumbien. In Kolumbien sah man lange das globale Epizentrum für die Kokainproduktion, aber ein durch die USA geförderter Antrieb sie zu bekämpfen hat sie weitgehend reduziert. Allerdings sind die Drogenbarone nicht verschwunden, sie sind einfach weitergezogen und haben ihre Operationen nach Peru verlegt, wo man jetzt einen beispiellosen Anstieg des Kokaanbaus und der Kokainproduktion sehen kann.

3. ... das man anders besser hätte verwenden können

Während diese Unsummen verschwendet werden, durchläuft die Welt eine harte Zeit der Sparmaßnahmen. Dieses Geld könnte in Dinge fließen, die tatsächlich wichtig sind und die Lebensqualität für viele auf der ganzen Welt verbessern. Bildung, Gesundheit, Infrastruktur, erneuerbare Energien, Klimaschutz und Armutsbekämpfung sind alles Dinge, die von diesem Geld revolutioniert werden könnten.

2. Der Krieg gegen Drogen ist der Treibstoff für Korruption, Gewalt und Krieg

Warum Politiker und große Unternehmen den Krieg gegen die Drogen nicht beenden wollen? Weil zu viele grosse Parteien ihren Nutzen daraus ziehen. Drogengeld wird verwendet um Politiker und Polizeibeamte zu kaufen, vor allem in Bereichen, in denen die Kartelle wuchern. Kriegsherren nutzen den Drogenverkauf, um Kriege und Aufstände zu finanzieren - und es gibt kein besseres Beispiel dafür als Afghanistan. Großindustrie und Unternehmen, wie die Tabak- und Alkoholindustrie, haben viel zu verlieren, sollten Dinge wie Cannabis legalisiert werden. Selbst die DEA, die den Krieg gegen Drogen anführt, ist nicht immun gegen die Reize des Drogengelds, vor kurzem wurden DEA Agenten dabei erwischt, daß sie an einer von einem Kartell geschmissenen Sexparty teilnahmen!

1. Der Krieg gegen die Drogen kostet jedes Jahr Tausende unschuldige Leben

Ohne Zweifel das schlimmste Nebenprodukt des Krieges gegen die Drogen und der größte Grund ihn zu beenden, sind Tausende von unschuldigen Menschenleben, die jedes Jahr zu beklagen sind. Verzweifelte/versklavte Bauern, Umstehende, Demonstranten und Nutzer werden jedes Jahr im Kreuzfeuer dieses Krieges getötet. Drogenbanden errichten eine Schreckensherrschaft und foltern in von ihnen kontrollierten Gebieten.

Es gibt kein schöneres Beispiel dafür als Mexiko. Die Legalisierung, die derzeit durch die USA fegt, hat die Kartelle ziemlich hart getroffen und als Ergebnis sind die Mordraten um mehr als 20% gesunken! Wir sprechen hier über Tausende von geretteten Leben und das ist einer der größten Erfolge der Cannabislegalisierung.

Worauf es wirklich ankommt ist klar, der Krieg gegen die Drogen muss beendet werden und wir sind nicht die einzigen die so denken. Zahlreiche Führer der Welt haben zu einem Ende dieses unnötigen Kreuzzugs aufgerufen. Die fortschrittlicheren Länder, sowie soziale und wissenschaftliche Studien haben gezeigt, daß es Alternativen zu all dem Töten, der Zerstörung und Entfremdung gibt. Es ist Zeit für die konservativen Regierungen der Welt sich dessen bewußt zu werden.

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