UK Parlament wird Legalisierung von Cannabis debattieren

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UK Parlament wird Legalisierung von Cannabis debattieren

Die Dinge in Großbritannien bewegen sich voran, denn auf Geheiß des Volkes bereitet sich das Parlament darauf vor die Legalisierung von Cannabis zu debattieren.

Vor ein paar Monaten wurde auf der offiziellen Website des britischen Parlaments eine Petition eröffnet, die die Legalisierung und Regulierung von Cannabis forderte. Kaum jemand hätte geahnt, daß sie sich am Ende als eine der populärsten und am meisten unterstützten Petitionen erweisen sollte, die jemals auf der Website erschienen ist, denn sie sammelte mehr als 210.000 Unterschriften. Um es in einen Kontext zu stellen, die Regierung reagiert auf jede Petition, die 10.000 Unterschriften erreicht und muss sie für eine Debatte in Betracht ziehen, wenn sie 100.000 erreicht. Es war eine ziemliche Achterbahnfahrt, aber jetzt wurde offiziell angekündigt, daß das Parlament am Montag den 12. Oktober über die Legalisierung von Cannabis diskutierten wird.

ZEIT FÜR EINE VERÄNDERUNG?

Warum eine Achterbahnfahrt? Nun, erst vor ein paar Wochen hatte die konservative Regierung, trotz der offensichtlichen öffentlichen Unterstützung, ihre offizielle Antwort auf die Petition veröffentlicht und die war vernichtend. In ihrer Antwort sagten sie, daß die derzeitige Regierung nicht die Absicht habe Cannabis zu legalisieren und daß es klare wissenschaftliche Beweise gäbe, daß Cannabis schädlich sei. Die Sache ist nun aber die, daß die von ihnen zitierte Studie alt ist und seitdem viele Studien durchgeführt wurden, die ihre Argumentation widerlegen. Darüber hinaus kam die Studie, auf der ihre Argumentation basiert, zu dem Schluss kam, daß Cannabis in die am wenigsten schädliche Klasse von Drogen eingestuft werden sollte - etwas, das sie versäumt haben, in ihrem Bericht zu erwähnen.

Zur Krönung des Ganzen sagten sie, daß die Legalisierung keine Auswirkungen auf den Schwarzmarkt haben würde und daß die Regulierung mehr kosten würde, als sie Geld in Form von Steuern generieren würde. Ach, wirklich? Ich denke, daß Colorado das wohl anders sieht, denn dort ist die Kriminalität gesunken, der Schwarzmarkt ist geschrumpft, die Steuereinnahmen gehen durch die Decke, der Konsum unter Teenagern ist gesunken, während er bei Erwachsenen gleich geblieben ist. Dann sieh Dir Washington an, wo die Zahl der Verkehrstoten auf einem historischen Tiefstand ist. Es gibt viele Vorteile und es scheint, daß die britische Regierung freudig darüber lügt.

Daher bedeutet es frischen Wind zu hören, daß die Debatte sich voran bewegt, denn der Ausschuss zur Beurteilung musste den Bericht nicht genehmigen. Die Debatte wird vom Labour Abgeordneten Paul Flynn, Mitglied des Ausschusses und einem MP (Member of Parliament) geführt werden, der seit 1999 eine Kampagne für legales medizinisches Cannabis in Großbritannien führt.

DEN DRUCK ERHÖHEN: BRITISCHE BÜRGER, KONTAKTIERT EURE ABGEORDNETEN

Aller Wahrscheinlichkeit nach besteht nur eine sehr geringe Chance, daß dies unmittelbar zu einer Änderung im britischen Recht führt. Die derzeitige Regierung beharrt auf ihrem Standpunkt und wiederholt lediglich den gleichen alten Müll wie vor Jahrzehnten, trotz klarer und unwiderlegbarer Beweise und der auf der ganzen Welt stattfindenden Veränderung. Tatsächlich würde es uns nicht überraschen, wenn die Fraktionsführer alle ihre Abgeordneten anhalten würden, daß sie nicht an der Debatte teilnehmen. Es ist eine Schande und spuckt der Demokratie geradezu ins Gesicht. Deshalb ist es so wichtig, daß Du, wenn Du in Großbritannien lebst, Deine Ageordneten kontaktierst und sie aufforderst an der Debatte teilzunehmen. Ein Abgeordneter ist seinen Wählern gegenüber wesentlich verantwortungsvoller, als ihr Parteichef und wenn genügend Druck auf sie ausgeübt wird, werden sie erscheinen.

Auch wenn die Debatte geltendes Recht in keinster Art und Weise ändert, wird von den Massenmedien darüber berichtet werden und der Regierung den Willen der Menschen zeigen, was den Druck auf sie erhöht, es zu legalisieren. Viele prominente Aktivisten sind sich bewusst, das es ein Abnutzungskrieg ist. Die Beweislage ist auf der Seite der Legalisierung und es ist eine Bewegung, die sich wie ein Schneeballsystem auf der ganzen Welt ausbreitet. Bei jedem Ereignis wie diesem wird an Haltung der Regierungen genagt und sie geschwächt. Die Berichterstattung in den Medien wird sicherlich die Debatte auch unter Menschen anregen, die sich normalerweise nicht um Cannabis kümmern würden und die Frage wird weiter in den Vordergrund rücken. Es ist keine Frage "ob" Cannabis legalisiert wird, die Frage ist "wann".