Studie: Alkohol, Nicht Cannabis Steht In Verbindung Mit Psychosen

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Studie: Alkohol, Nicht Cannabis Steht In Verbindung Mit Psychosen

Ein weiterer Nagel wurde fest in den Sarg eines Cannabis Mythos' gehämmert: Ergebnisse einer neuen Langzeitstudie zeigen, daß der Konsum von Marihuana nicht mit der Entwicklung psychischer Störungen verbunden ist.

Eine Vier-Jahres Studie, die die Auswirkungen von Alkohol, Tabak und dem Konsum von Cannabis auf das Risiko von Psychosen untersuchte, wurde soeben in der Fachzeitschrift Schizophrenia Research veröffentlicht. Die von Forschern an der University of Calgary durchgeführte neue Studie folgte über vier Jahre hinweg 170 Personen, deren Risiko eine Psychose auszubilden als hoch eingeschätzt wurde, wobei die Verwendung dieser Stoffe analysiert wurde und wie sie auf lange Sicht die psychische Gesundheit beeinflussen.

Was sie herausfanden, ist, daß die Verwendung dieser Stoffe bei jenen mit Psychose oder Schizophrenie signifikant höher ist, als bei denen, die sie nicht nehmen, daß es jedoch keine Hinweise darauf gab, daß Cannabis tatsächlich mit der Entwicklung irgendeiner Störung in Verbindung steht. Was tatsächlich herausgefunden wurde, ist vielleicht nicht überraschend - wenn irgend etwas die Ursache für das Auftreten einer Psychose ist, dann ist es Alkohol.

Jean Addington, der leitende Forscher und Autor schrieb: "Die Ergebnisse zeigten, daß geringer Konsum von Alkohol, jedoch weder der Konsum von Cannabis, noch Tabak vor Behandlungsbeginn, dazu beigetrugen, bei klinischen Hochrisikopatienten eine Psychose vorauszusagen."

Dies bestätigt eine wachsende Zahl von Studien, darunter auch eine, die in einem unserer früheren Blog Beiträge beschrieben wurde, was darauf hindeutet, daß nicht etwa Cannabis die Ursache für solche Erkrankungen ist. Tatsächlich gibt es starke Hinweise darauf, daß der Ausbruch einer Psychose größtenteils durch erbliche Faktoren bedingt ist und den Drogen die Schuld nur zugeschoben wird.

"Impact of substance use on conversion to psychosis in youth at clinical high risk of psychosis": http://www.schres-journal.com/article/S0920-9964(14)00193-5/abstract