Pilzaufzucht: Wie Man Eine Silikon-Einspritzöffnung Herstellt

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Silikon-Einspritzöffnung


Kontamination ist ein echtes und bestehendes Risiko für jeden Hobbyzauberpilzzüchter, also wie kann man das Risiko minimieren? Indem man den Aufzuchtbehälter mit einer Silikon-Einspritzöffnung und Klimaanlage versieht!

Wenn es um die Aufzucht seiner eigenen Zauberpilze geht, gibt es kaum etwas frustrierenderes, als nach all der harten Arbeit und Mühe festzustellen, daß die Kultur aufgrund eines Mangels an Sterilität kontaminiert wurde. Es ist eine Situation, die viele Anfänger kennen; selbst nachdem man sich darum bemüht hat seine Sporenspritze in einer sterilen Umgebung herzustellen, können die Dinge schnell aus dem Ruder laufen, wenn der Impfprozess nicht mit äußerster Sorgfalt durchgeführt wird. Eine Möglichkeit, die viele versuchen, um dies zu vermeiden, ist ein Inokulationsglas - ein Glasgefäß, das mit Kultursubstrat gefüllt ist. Was diese Gläser so besonders macht, ist der Deckel, der manuell verändert wurde, um ein perfektes Umfeld für die Inokulation zu erschaffen.

EINSPRITZÖFFNUNG UND GASAUSTAUSCH SELBER HERSTELLEN

Warum sind sie eine Hilfe? Nun, davon ausgehend, daß alles, was Du gemacht hast, steril ist, wie etwa die Sporenspritze und das Kultursubstrat, sorgen eine Silikon-Einspritzöffnung und ein Gasaustausch dafür, daß die Aufzuchtumgebung steril bleibt, während das Myzel Fuß fasst - eine besonders anfällige Phase des gesamten Prozesses. Dies wird erreicht, weil sichergestellt wird, daß während oder nach der Impfung keine Verunreinigungen hineingelangen und dem Glas ermöglicht trotzdem zu atmen.

Um diese Anschlüsse herzustellen, musst Du den Deckel des Glases modifizieren. Wir werden mit der Einspritzöffnung beginnen.

Der Einspritzöffnung

Dafür benötigst Du:

  • Ein Glas mit Deckel
  • Eine Bohrmasche
  • Einen 6,5mm Bohrer
  • RTV Silikondichtungsmittel
  • Papier

Notwendige Gegenstände

Anleitung

  1. Das erste, was Du tun musst, ist zwei Löcher in den Deckel zu bohren. Es ist besser jedes außerhalb der Mitte zu platzieren, so daß viel Abstand zwischen ihnen ist.
  2. Schneide ein paar Papierquadrate zurecht, die groß genug sind, um ein Loch abzudecken.
    Anmerkung: Obwohl Du zwei Bohrungen gemacht hast, wird nur eines für die Einspritzöffnung verwendet. Das andere wird später für die Gasaustauschöffnung verwendet. Führe die folgenden Schritte nur für ein Loch durch.
  3. Stelle sicher, daß der Deckel sauber und sterilisiert ist, dann nimmst Du das Silikondichtungsmittel und ziehst an der Unterseite eine Bahn rund um eines der Löcher. Ist das erledigt, füll den Rest des Kreises mit Dichtungsmittel. Die Bahn um das Loch hilft alles zusammenzuhalten.
  4. Wiederhole Dies auf der Oberseite des Deckels.
  5. Nimm Deine Papierquadrate und lege sie sorgfältig auf jeder Seite des Deckels auf das Silikon. Drücke beide Seiten vorsichtig flach.
  6. Leg den Deckel vorsichtig beiseite, damit er trocknet. Stelle sicher, daß das Silikon nur das Papier berührt, sonst kann es festkleben, während es trocknet.
  7. Nach dem Trocknen zieh vorsichtig das Papier ab. Danach solltest Du eine schöne flache Silikoneinspritzöffnung haben. Diese wird sich nach der Verwendung selbst heilen und sorgt dafür, daß nichts als die Spritze durchkommt!

DER GASAUSTAUSCH

Luftstrom

Nun da Du einen sicheren Zugang hast, um Dein Substrat mit Sporen zu impfen, ist es Zeit eine Gasaustauschöffnung zu fabrizieren, die es dem Glas ermöglicht ohne Risiko einer Kontamination zu atmen.

Dazu benötigst Du:

  • Aquarienwatte/Polyfillwatte
  • Zange

Anleitung

  1. Wie bereits vorher für die Injektionsöffnung, solltest Du bereits ein zweites Loch in den Deckel gebohrt haben. Dies wird für den Gasaustausch verwendet.
  2. Nimm einen Streifen Deiner Aquarienwatte und roll sie ganz fest zu einer Rolle auf, die die Größe des Lochs hat.
  3. Nun faltest Du diese Rolle in der Hälfte und treibst sie von der Unterseite aus durch den Deckel, bis das Material etwa 1cm herausschaut. Das ist ziemlich schwierig und eventuell musst Du eine Zangen zu Hilfe nehmen, um es hindurch zu bekommen. Du willst, daß es ganz eng anliegt, damit Zugluft und Brisen nicht durchkommen.
  4. Schneide das überschüssige lose Material an der Unterseite ab. Du hast nun eine Gasaustauschöffnung! Das Filtermaterial ermöglicht, daß frische Luft hindurch kommt, wobei alle Partikel oder Materialien abgefangen werden, die eine Kontamination verursachen können.

Da hast Du es, jetzt hast Du einen fertigen Deckel mit Injektionsöffnung und Gasaustausch, der gewährleistet, das Dein Mycel ohne lästige Verunreinigungen wachsen kann, die ihm das Leben schwer machen können. Diese Methode kann man auch an Inokulationsbeutel angepasst werden, um für zusätzliche Sicherheit zu sorgen, mit Silikon und Gaze auf den Öffnungen, um sicherzustellen, daß die Inokulation frei von Verunreinigungen bleibt! Einige Beutel sind auch bereits mit einer Einspritzöffnung und Gasaustausch versehen, was einem all die Sorgen nimmt!

Falls einer der oben genannten Schritte unklar sein sollte, haben wir hier ein kinderleichtes Anleitungsvideo für Dich.

 

 

         
  Josh  

Geschrieben von: Josh
Autor, Psychonaut und Cannabis-Liebhaber, Josh ist Zamnesias betriebsinterner Experte. Er verbringt seine Tage draußen in der Natur, wobei er in die verborgenen Tiefen aller Dinge eintaucht, die psychoaktiver Natur sind.

 
 
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