Obama: Cannabis Ist Nicht Gefährlicher Als Alkohol

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Obama: Cannabis Ist Nicht Gefährlicher Als Alkohol

In einem seltenen Anfall von Vernunft hat der US Präsident offiziell anerkannt, daß Marihuana weniger schädlich als Alkohol ist - obwohl er immer noch der Auffassung ist, daß Rauchen eine schlechte Angewohnheit ist.

In einem seltenen Anfall von Vernunft hat der US Präsident offiziell anerkannt, daß Marihuana weniger schädlich als Alkohol ist - obwohl er immer noch der Auffassung ist, daß Rauchen eine schlechte Angewohnheit ist.

In einem aktuellen Interview brach Präsident Barack Obama eine kleine Lanze für Cannabiskonsumenten und die medizinische Legalisierung dieser Wunderpflanze. Er erkannte an, daß Cannabis für die Gesellschaft weniger schädlich als Alkohol ist und noch weniger schädlich für den Nutzer.

"Wie gut dokumentiert ist, habe ich als Jugendlicher Gras geraucht und ich betrachte es als eine schlechte Angewohnheit und Laster, nicht viel anders als Zigaretten, die ich als junger Mensch und einen großen Teil meines erwachsenen Lebens geraucht habe. Ich glaube nicht, daß es gefährlicher ist als Alkohol," sagte er zu David Remnick, dem Herausgeber des New Yorker Magazine.

Obama Cannabis

Mit der umfassenden Cannabisreform, die sich durch die USA ausbreitet, war es nur eine Frage der Zeit, bis Obama sich über das Thema äußert. Er fühlt auch, daß das derzeitige System versagt. Wie die Dinge derzeit stehen, sehen sich Cannabiskonsumenten in den meisten Staaten immer noch der Verfolgung und Haft für den Konsum von Cannabis ausgesetzt und ärmere Menschen leiden am schlimmsten darunter, da sie sich keine richtige Rechtsvertretung leisten können. Das bedeutet, daß es eine unverhältnismäßig hohe Zahl von ärmeren Menschen gibt, die für kleinere Straftaten im Gefängnis sitzen. Obama hat auch anerkannt, daß es Minderheiten sind, die in einem unverhältnismäßigen Umfang festgenommen und inhaftiert werden.

Obama, ähnlich wie das Justizministerium, will eine Verlagerung von der Verfolgung von Personen, hin zur Konzentration auf die Großhändler und Gewalttäter - was Polizei Ressourcen freigibt und sicherstellt, daß sich der Fokus auf die organisierte Kriminalität richtet.

Obwohl Obama sich gegen die derzeitige Regelung ausgesprochen hat, wobei er sie als zu hart beschrieb, ist er nicht für Legalisierung und befürchtet, es würde zu einer Kampagne für die Legalisierung von härteren Drogen wie Kokain und Meth führen.

Mit seinen Worten: "Wenn Marihuana komplett legalisiert ist, kommen irgendwann die Leute und sagen 'Nun, wir könnten eine Dosis Kokain ausgehandeln, von der wir zeigen können, daß sie nicht schädlicher als Wodka ist, sind wir dafür offen?''" Obama sagte, "Wenn jemand sagt: 'Wir haben hier eine fein abgewogene Dosis Meth, die Dich nicht umbringt oder Deine Zähne vergammeln läßt,' wäre das OK für uns?"

Die, die es noch nie versucht haben, sagte Obama, sollten nicht ermutigt werden, es zu verwenden, daß es eine Zeitverschwendung ist, aber daß die Abneigung des Landes unverhältnismäßig aufgeblasen wurde. Er sagte auch, daß diejenigen, die Cannabis legalisiert haben, wie die Bundesstaaten Colorado und Washington, nicht dazu gebracht werden sollten, ihre Gesetze rückgängig zu machen und daß es wichtig für die Legalisierung ist, sie voranzutreiben. Seine Begründung ist, daß es nicht sinnvoll ist, eine Situation zu schaffen, in der ein großer Teil der Bevölkerung "gegen das Gesetz verstößt," aber nur einige wenige bestraft werden. Er wies auch darauf hin, daß es heuchlerisch vom Gesetzgeber war, Nutzer über lange Zeit einzusperren, wenn sie wahrscheinlich irgendwann selbst einmal Cannabis verwendet haben.

Mason Tvert, der Sprecher des Marijuana Policy Projects war zufrieden mit der fortschreitenden Natur der Sprache, er lobte Obama dafür, daß er zu der Ansicht der meisten Amerikaner aufschloß, die glauben, daß Cannabis legal sein sollte.

"Seit mehr als 80 Jahren hat unsere Bundesregierung die Schäden von Marihuana übertrieben, damit es illegal bleibt," sagte Tvert zu Medienreportern. "Zum ersten Mal überhaupt erkennt einer unserer nationalen Führer an, daß Marihuana für den Konsumenten tatsächlich weniger schädlich als Alkohol ist."

Es ist ein sehr vielversprechender Schritt nach vorn und könnte Politiker auf der ganzen Welt unter Druck setzen, ihre Haltung Cannabis gegenüber zu überdenken, wenn auch nur für eine Sekunde. Es ist wichtig, die Nachricht zu verbreiten, daß nicht Cannabis schädlich ist, sondern tatsächlich das Verbot schädlich ist. Möge der Marsch zur Entkriminalisierung und Legalisierung sich immer weiter vorwärts bewegen.

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