Neue Studie: MDMA Mindert Angst

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Neue Studie: MDMA Mindert Angst

Laut einer aktuellen Studie könnte MDMA uns helfen durch traumatische Ereignisse ausgelöste Angst zu überwinden, was die Idee noch weiter stärkt, daß MDMA ein nützliches therapeutisches Werkzeug sein kann.

MDMA ist, was viele Clubgänger angeht, derzeit die Partydroge. Tatsächlich ist es in der Clubszene seit einigen Jahrzehnten so. Doch das Potential von MDMA geht weit darüber hinaus. Die Forschung zeigt, daß MDMA ein sehr wirksames Instrument sein kann, wenn es im Rahmen der Therapie zur Behandlung solcher Erkrankungen wie PTBS verwendet wird. Erst vor kurzem wurde in einer gerade veröffentlichten Studie darlegt, daß MDMA konditionierte Angst drastisch reduzieren kann, was eine potenzielle Möglichkeit eröffnet, um Menschen zu helfen, die damit zu kämpfen haben mit solch einem Problem umzugehen.

WAS IST KONDIZIONIERTE ANGST

Im Grunde ist kondizionierte Angst eine negative emotionale Reaktion auf einen Reiz, von dem eine Person gelernt hat, daß sie sich davor zu fürchten hat. Zum Beispiel Angst vor der Fahrt in einem Auto, nachdem man zuvor in einen Autounfall verwickelt war oder die Angst zu einem bestimmten Ort zu gehen, nachdem dort etwas besonders Traumatisches passiert ist.

Während einige dieser erlernten Ängste im modernen Leben angemessen, vermeidbar und beherrschbar sind, können einige lähmend sein und einen normalen Lebensstandard verhindern.

DIE STUDIE

In der Studie, die in der Fachzeitschrift Translational Psychiatry veröffentlicht wurde, machten sich die Ermittler daran die Wirkung von MDMA auf die Amygdala von Mäusen zu beobachten - ein Teil des Gehirns, der mit dem Gedächtnis und Angst verbunden ist. Indem sie die Mäuse traniert hatten ein Geräusch zu fürchten, indem sie ihnen gleichzeitig einen leichten Schock verabreichten, konnten die Wissenschaftler ihre Angstreaktion testen.

Ein paar Tage später wurde einigen der Mäuse MDMA injiziert. Dann liess man alle Mäuse das Angst auslösende Geräusch hören und es wurde die Zeit gemessen, wie lange es dauerte, bis sie darüber hinwegkamen und die Angst vor den Auswirkungen endete - wie etwa, wann die Mäuse nicht mehr wie eingefroren dastanden, wenn das Geräusch abgespielt wurde. Es wurde festgestellt, daß die Mäuse, denen MDMA verabreicht worden war, deutlich schneller ihre Angst vor dem Geräusch verloren.

Obwohl nur auf Tierebene getestet, zeigt es die tiefgreifende Wirkung, die MDMAa auf das Gehirn haben kann - Mäuse haben eine den Menschen sehr ähnliche Physiologie. Es ist ein weiteres Stück im Puzzle und wird sicherlich zu weiteren Studien inspirieren und mögliche Potenziale für therapeutische Anwendungen liefern.

 

         
  Josh  

Geschrieben von: Josh
Autor, Psychonaut und Cannabis-Liebhaber, Josh ist Zamnesias betriebsinterner Experte. Er verbringt seine Tage draußen in der Natur, wobei er in die verborgenen Tiefen aller Dinge eintaucht, die psychoaktiver Natur sind.

 
 
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