Mexiko Rückt Näher An Legalisierung Von Cannabis

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Mexiko Rückt Näher An Legalisierung Von Cannabis

Der Oberste Gerichtshof Mexikos hat einen neuen Präzedenzfall für die Marihuanagesetze des Landes geschaffen, denn einer kleinen Gruppe von Freizeitkonsumenten wird das Recht gegeben ihre eigene Versorgung anzubauen und zu rauchen.

Die Gerichtsentscheidung, die mit 4-1 Stimmen fast einstimmig war, gewährt vier Mitgliedern der Pro-Cannabis-Gruppe "Smart" das Recht Cannabis anzubauen, zu transportieren und zu rauchen, unter vollem Schutz der Behörden. Es ist erwähnenswert, daß dieser Schutz nur für diese vier Personen gilt, aber es öffnet die Schleusen für mehr Menschen sich das gleiche Recht zu erstreiten, es für den persönlichen Gebrauch anzubauen und zu konsumieren.

Smart argumentierte vor Gericht, daß die derzeitige Drogenpolitik ineffektiv und regressiv ist, gewöhnliche Menschen kriminalisiert und damit ihr Leben stört. Sie argumentierten weiter, daß es keinen Beweis dafür gibt, daß die Legalisierung zu einer Zunahme des Drogenkonsums oder Gewalt führt und daß, wenn überhaupt, es Hinweise darauf gibt, daß das Gegenteil passiert.

Das Gericht stimmte zu und entschied, daß das Verbot von Marihuana einen Affront gegen die persönliche Freiheit und die Freiheit insgesamt darstellt.

MEXIKOS GRÜNE ZUKUNFT

Aber warum ist das so wichtig für das Land? Nun, um es einfach auszudrücken, es gibt keinen Grund, warum diese vier Leute Cannabis nutzen können und andere nicht. Es ist etwas, das den Gerichten bewusst ist und nun sind sie dabei die Sache voranzubringen, damit die Legislative und Exekutive sich zur weiteren Analyse damit auseinandersetzt. Der Präzedenzfall wird es jedem in einer ähnlichen Situation gestatten wie diese vier zu argumentieren, daß, wenn es im Smart Fall erlaubt sei, es auch für sie erlaubt sein müsste. Obwohl Cannabis in Mexiko illegal ist, könnte dieser Paradigmenwechsel die gesetzgebenden Behörden zu einem Wechsel zwingen, denn der Oberste Gerichtshof hat im Grunde gesagte, daß das Gesetz, das die Politiker durchsetzen, rechtswidrig ist.

Präsident Enrique Peña Nieto, der die Legalisierung von Drogen ablehnt, postete auf Twitter, daß er die Entscheidung des Gerichts respektiert und daß sie eine Debatte darüber eröffnet, ob die Regulierung dazu verwendet werden kann, um den Drogenkonsum zu reduzieren.

Eines ist sicher: Mexiko hat die Hauptlast des Krieges gegen die Drogen getragen, in dem als direkte Folge Zehntausende von Menschen ermordet wurden oder für immer verschwanden - ganz zu schweigen von der Störung des Lebens und des Elends in der gesamten Nation. Jede Anfechtung des Gesetzes, das den Krieg gegen die Drogen ermöglicht, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es bleibt zu hoffen, daß diese Gerichtsentscheidung ihre Dynamik nicht verliert.