Marokko erwägt Legalisierung von Cannabis

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Marokko erwägt Legalisierung von Cannabis

Bei der Cannabis Reform, die über den Globus fegt, erwägt nun Marokko, sich der Bewegung anzuschließen. Wenn man bedenkt, das über 42% des Haschischs weltweit von dort kommt, ist es wahrscheinlich eine gute Idee!

Bei der Cannabis Reform, die über den Globus fegt, erwägt nun Marokko, sich der Bewegung anzuschließen. Wenn man bedenkt, das über 42% des Haschischs weltweit von dort kommt, ist es wahrscheinlich eine gute Idee!

Marihuana ist ein wichtiger Teil der marokkanischen Kultur und bedeutet das Einkommen vieler, die dort leben. Es macht nur Sinn, daß die Regierung nach Wegen sucht, wie es für die Verbesserung ihres Landes genutzt werden kann. Der Anbau und Export von Cannabis sind ein wachsender Markt in Marokko, bis zu dem Punkt, an dem die Partei für Authentizität und Modernität (PAM), eine der großen politischen Parteien Marokkos, eine Anhörung darüber zu debattieren einleitete, ob es legalisiert werden könnte.

Es sollte erwähnen werden, daß Mulouda Hazib, der Leiter der parlamentarischen PAM Delegation, wiederholen wollte, daß dies kein Schritt sei, die Produktion von Drogen zu legalisieren, sondern eine Untersuchung, wie das Gesetz geändert werden könnte, damit sowohl die Wirtschaft davon profitiert, als auch Arbeitsplätze geschaffen werden können, die auf die medizinische und industrielle Verwendung von Cannabis bezogen sind.

Kampagne um den illegalen Handel zu stoppen

In den letzten zehn Jahren haben die marokkanischen Behörden hart daran gearbeitet, die Menge an Land zu reduzieren, die für den Anbau von Cannabis genutzt wird. Sie berichten, daß es durch ihre Arbeit um 60% reduziert wurde. Allerdings findet immer noch eine gigantische Menge an illegalem Handel statt und die derzeitige Politik scheint bei der Begrenzung nicht wirksam zu sein.

Aktivisten argumentieren, daß durch die Legalisierung eine Menge der illegalen Aktivitäten gestoppt würde, wobei die Landwirte an gesetzlich geregelte Körperschaften verkaufen könnten. Die Mehrheit des Geldes des marokkanischen Cannabishandels verbleibt jedoch in der Tasche der organisierten Kriminalität, wobei den Landwirten nur sehr wenig bezahlt wird. Studien deuten zudem darauf hin, daß, sollte der Anbau von Cannabis legalisiert werden, die Landwirte am Ende immer noch weniger verdienen würden, wenn sie es auf legalem Wege verkaufen würden, als wenn sie es illegal verkauften. Daher, damit es für die Landwirte rentabel wird, wird die Regierung den Preis wahrscheinlich subventionieren müssen, wie von Ahmed Benomar gefordert, dem Planungsdirektor der Agentur Marokkos für die Förderung und Entwicklung des Nordens. Wenn dies geschehen würde, würde es wirkungsvoll die Macht aus den Händen der organisierten Kriminalität nehmen.

Wie würden die Menschen davon profitieren?

Über 1 Million der 23 Millionen Einwohner von Marokko sind auf den Handel mit Cannabis angewiesen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es ist wie ein Geldbaum für Landwirte in einem Land, in dem die Bodenqualität schlecht ist und sonst nicht viel wachsen kann. Cannabis Pflanzen sind in der Regel extrem genügsam und sichern den Landwirten selbst bei schlechter Bodenqualität eine gute Ernte, um Essen auf den Tisch zu bringen. Doch bei dem derzeit geltenden Recht sind die Anbaugebiete für Cannabis in Marokko von 137.000 Hektar im Jahr 2003 auf nur 47.000 im Jahr 2010 geschrumpft - was das Leben für die Landwirte, die darauf angewiesen sind, sehr hart macht.

Außerdem beläuft sich laut dem gemeinnützigen marokkanischen Netzwerk für die industrielle und medizinische Nutzung von Marihuana der derzeitige Wert des Anbaus von Cannabis auf einen Umsatz von 10 Milliarden Dollar pro Jahr, was einen Anteil von 10 Prozent der marokkanischen Wirtschaft ausmacht. Sollten sie die Dinge schwieriger machen, würden sie sich nur selbst schaden, wohingegen, sollte der Anbau legalisiert werden, dies die Wirtschaft wachsen lassen und das Land insgesamt stärken würde - und sein Handelsdefizit reduzieren, von dem Bloomberg Businessweek berichtete, daß es im letzten Jahr das Rekordhoch von 23 Prozent des Bruttoinlandproduktes erreichte.

Es erscheint uns, als müßte man nicht zweimal darüber nachdenken, also laßt uns hoffen, daß die marokkanische Regierung es ebenso sieht und einen Sprung an die Spitze der Bewegung der Legalisierung macht.