Lachgas, Nitros, N₂O: Was ist das?


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N₂O: Was ist das?


Bevor Distickstoffmonoxid sich einen Namen als zuverlässiges Schmerzmittel und Oxidationsmittel machte, wurde es als Freizeitsubstanz auf britischen "Lachgas-Parties" verwendet. In diesem Artikel schauen wir uns die chemische Zusammensetzung von Lachgas, sowie seine Geschichte und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten an.

Lachgas (auch bekannt als Distickstoffmonoxid, N₂O oder Nitro) ist eine Art von Gas, das bereits weitflächig Anwendung im medizinischen Bereich, im Rennsport und in der Lebensmittelindustrie findet. Ebenso kann es als kostengünstige Freizeitsubstanz mit geringem Risiko dienen, die in den meisten Ländern legal ist und eine schöne, kurzzeitige Euphorie verleiht.

Doch was genau ist Lachgas? In diesem Artikel erkunden wir dieses bekannte Gas im Detail, einschließlich seiner Struktur, Verwendungsmöglichkeiten und Geschichte.

DISTICKSTOFFMONOXID: CHEMISCHE ZUSAMMENSETZUNG

Distickstoffmonoxid ist eine chemische Verbindung, die gemeinhin unter dem Namen Lachgas bekannt ist. Bei Raumtemperatur ist Lachgas ein farbloses und nicht entflammbares Gas, das etwas süß und/oder metallisch riecht und schmeckt. Lachgas besteht aus 2 Hauptverbindungen: Stickstoff und Sauerstoff. Die chemische Formel N₂O enthüllt, dass jedes Lachgas-Molekül aus zwei Teilen Stickstoff und einem Teil Sauerstoff besteht.

VERWENDUNGSMÖGLICHKEITEN VON LACHGAS

N2O als Betäubungs- und Schmerzmittel

Lachgas besitzt eine ganze Reihe von Verwendungsmöglichkeiten. Sein Einsatz im medizinischen Bereich (besonders während Operationen und zahnmedizinischen Eingriffen) als Betäubungs- und Schmerzmittel ist weit verbreitet. Genau genommen wurde Lachgas bereits seit dem 19. Jahrhundert in der Medizin eingesetzt.

Zahnärzte verwenden Lachgas gerne als Schmerzmittel, da die mentalen Funktionen des Patienten weitestgehend erhalten bleiben und er so nach wie vor auf Fragen reagieren und funktionsfähig bleiben kann, während der Schmerz effektiv unterdrückt wird. Jedoch kann Lachgas auch zur Erleichterung von Schmerzen bei der Geburt, Notfalloperationen und akuten Koronarerkrankungen dienen.

Außerhalb der Medizin kann Lachgas auch als Oxidator in Raketenantrieben verwendet werden. Genau genommen ist Lachgas im Vergleich zu anderen Oxidatoren sogar äußert konkurrenzfähig, da es nicht giftig, einfach zu lagern und sich relativ sicher auf Flügen transportieren lässt.

Lachgas wird auch im Motorsport verwendet (wo man es oft einfach Nitro nennt). Genauer gesagt wird es verwendet, um mehr Sauerstoff durch den Motor zu treiben, so dass mehr Treibstoff und Luft die Zylinder erreicht und damit letzten Endes die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs für kurze Zeit erhöht.

Daneben kann Lachgas auch als Treibgas verwendet werden und ist als Lebensmittelzusatz zugelassen. Daher findet man es oft in Sahnespendern, Kochsprays und als Füllgas statt Sauerstoff in Snackverpackungen, um das Wachstum von Bakterien zu hemmen.

DIE GESCHICHTE VON LACHGAS

N2O In Sahnespendern

Lachgas wurde zuerst 1772 von Joseph Priestley, einem englischen Chemiker, synthetisiert. 1794 beschrieb ein Buch mit dem Titel “Considerations on the Medical Use and on the Production of Factitious Airs” zuerst das Potential der medizinischen Verwendung von Lachgas.

James Watt, einer der Autoren, hatte eine Maschine entwickelt die sowohl Lachgas herstellen als auch als Atemapparat dienen konnte, der den Patienten erlaubte, es zu inhalieren. Das Buch präsentierte darüber hinaus neue medizinische Theorien über die Verwendung des Gases für die Behandlung von Tuberkulose und anderen Lungenerkrankungen.

Ab 1798 begannen klinische Studien mit Lachgas. Ab 1800 hatten medizinische Forscher die schmerzstillenden Eigenschaften des Gases erkannt, doch es wurde bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nicht weiter als Anästhetikum verwendet.

Fakt ist, dass Lachgas noch vor seiner Verwendung als Schmerzmittel in der Freizeit eingesetzt wurde, und das hauptsächlich von der britischen Oberschicht auf sogenannten “Lachgasparties”.

LACHGAS FÜR DIE VERWENDUNG IN DER FREIZEIT

Lachgas Für Die Verwendung In Der FreizeiEine der Hauptnebenwirkungen der Inhalation von Lachgas ist eine starke Euphorie, weswegen es allgemein als Lach-Gas bekannt ist. Dabei ist Lachgas eine relativ weit verbreitete Freizeitsubstanz, die an 7. Stelle der meist verwendeten Drogen im Global Drug Survey 2016 genannt wird. Am häufigsten wird es in Großbritannien verwendet.

Leute mit Zugang zu Distickstoffmonoxid in Gasflaschen werden es für gewöhnlich direkt in einen Luftballon pumpen und vom Ballon aus in die Lunge inhalieren.

Alternativ dazu gewinnen Leute das Gas aus Sprühsahnedosen. Dazu lässt man die Dose etwa eine Stunde aufrecht stehen, bis die Sahne sich am Boden des Behälters gesammelt hat. Der Nutzer stülpt dann seinen Mund über die Sprühvorrichtung und betätigt vorsichtig den Drücker, so dass nur das Gas entweicht.

Die Popularität von Lachgas als Freizeitdroge ist keine Überraschung. Das Gas ist in den meisten Ländern legal, kostengünstig, einfach zu handhaben und sorgt für einen zuverlässigen und doch kurzlebigen Schub Euphorie.

Lachgas wird auch häufig in Kombinationen mit anderen Freizeitdrogen verwendet, um ihre Wirkungen zu verstärken.

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GEFAHREN DES LACHGASGEBRAUCHS

Lachgas Kann Schwindel Verursachen

Wie bei den meisten Freizeitsubstanzen gibt es auch einige nachteilige Effekte der Verwendung von Lachgas oder Distickstoffmonoxid. Es wird jedoch im Allgemeinen als Substanz mit relativ geringem Risiko angesehen.

Die Inhalation von Lachgas kann Schwindel, sowie Übelkeit und Erbrechen verursachen (eine häufige Nebenwirkung nach Operationen, bei denen das Gas als Anästhetikum eingesetzt wurde). Die Inhalation von Lachgas kann darüber hinaus die Lunge schädigen.

Neben den gesundheitlichen Auswirkungen schädigt in die Atmosphäre entlassenes Lachgas nachweislich auch die Ozonschicht. Man nimmt an, dass etwa 30% des atmosphärischen Lachgases von menschlicher Aktivität und speziell der Landwirtschaft verursacht wird.

Steven Voser

Geschrieben von: Steven Voser
Steven Voser ist ein Emmy Award nominierter Journalist mit viel Erfahrung auf dem Buckel. Dank seiner Leidenschaft zu allem, was mit Cannabis zu tun hat, widmet er jetzt viel von seiner Zeit der Erkundung der Weed-Welt.

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