Könnte es sein, daß Räucherwerk

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Könnte es sein, daß Räucherwerk

Neue Forschung zeigt, daß die uralte Tradition des Weihrauchverbrennens mehr als nur ein religiöses Symbol ist: Der Rauch hebt die Stimmung und bekämpft Depression.

Hast Du jemals diese einzigartige Ruhe bemerkt, die einem der Geruch von Weihrauch einflößt? Jetzt deutet die Wissenschaft an, daß dies kein Zufall ist. Es stellt sich heraus, daß der Rauch von Weihrauch die Symptome von Angst und Depression messbar lindern kann.

Das Verbrennen von Weihrauch ist ein integraler Bestandteil religiöser und spiritueller Zeremonien auf der ganzen Welt, insbesondere in Asien. Aber die Tradition könnte über die Symbolik des Rauchs als Opfergabe hinausgehen - der eigentliche Grund könnte seine psychoaktive Wirkung sein. Und natürlich braucht es keinen Wissenschaftler, um es herauszufinden: Wenn Du das Harz der richtigen Pflanze verbrennst, wirst Du berauscht. Im Wesentlichen stellt der Weihrauch eine Möglichkeit dar, eine Pflanze gemeinsam und rituell durch ihren Rauch zu erleben.

Ein besondere Pflanzenharz wird in der Praxis am häufigsten verwendet - Weihrauch. Der Saft des Boswellia sacra Baums wird schon im Alten Testament erwähnt und wird noch heute in vielen christlichen Kirchen während der Messe verwendet.

Weihrauch - eine psychoaktive Droge?

Bestehend aus einer gemeinsamen Anstrengung der John Hopkins University und der Hebrew University in Jerusalem, machten sich Forscher daran, die psychoaktive Wirkung von Weihrauch an Mäusen zu untersuchen - ein Tier, das einen überraschend ähnlichen biologischen Aufbau wie wir hat. Es wurde festgestellt, daß Incensolacetat - eine Verbindung, die direkt vom Weihrauch stammt - Bereiche des Gehirns signifikant beeinflußt, die an Emotionen beteiligt sind, sowie Teile des Nervensystems, die mit aktuellen Medikamenten interagieren, die gegen Angst und Depression wirken. In recht spezifischer Weise aktiviert das Acetat TRPV3 Proteine, die in den Gehirnen der meisten Säugetiere vorhanden sind. Es ist ein Protein, das mit dem Gefühl der Wärme in der Haut verbunden ist und könnte in gewisser Weise erklären, warum auch Weihrauch uns warm und kribbelig fühlen läßt.

 

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Über den Weihrauch hinaus

Weihrauch steht direkt in der Mitte zwischen der Aromatherapie und Rauchen. Die Aromatherapie basiert auf Geruch und der Kraft der aromatischen Verbindungen das eigene Wohlbefinden zu verbessern. Rauchen umgeht die Nase weitgehend und es geht dabei um die Absorption der psychoaktiven Verbindungen durch die Lunge. Weihrauch tut beides - geht er durch die Nase, löst er die hochempfindlichen Geruchsnerven aus und nachdem der Rauch in die Lunge gelangt ist, werden die psychoaktiven Eigenschaften aufgenommen. Das macht Weihrauch zu einem mächtigen Hilfsmittel in der Werkzeugkiste eines Psychonauten.

Obwohl Weihrauch das beliebteste psychoaktive Harz ist, ist es bei weitem nicht das einzige. Zahlreiche andere Pflanzenharze werden ebenfalls häufig verwendet - Myrrhe, Copal, Styrax, usw. Während traditionell der Saft des Baumes der wichtigste verwendete Teil ist, können auch andere Teile oder aus einer Pflanze gewonnene Zubereitungen verwendet werden. In Südamerika, wird Palo Santo - das Kernholz des Baumes Bursera graveolens - weit verbreitet in schamanischen Zeremonien verwendet, um die Luft zu reinigen und den Raum von bösen Geistern zu befreien. Interessanterweise gehört der Palo Santo Baum zu der gleichen Familie wie Weihrauch und Myrrhe. Obwohl es sicherlich verschwenderisch ist, kann sogar Haschisch als psychoaktives Räucherwerk verwendet werden!

Hast Du die Macht von Weihrauch bemerkt? Teile uns in den Kommentaren etwas über Dein Lieblingsharz mit!