Jamaika beginnt endlich Cannabis zu entkriminalisieren

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Jamaika beginnt endlich Cannabis zu entkriminalisieren

In einem weiteren Schritt in Richtung Ende der Prohibition hat Jamaika ein Gesetz entworfen, in dem man Marihuana entkriminalisiert sehen wird - womit ein 100 Jahre altes Verbot endet.

Obwohl Marihuana bei den Rastafari eine zentrale Rolle spielt und der Rastafarianismus im Gegenzug eine große Rolle in der Marihuanakultur spielt, sind unsere geliebten grünen Knospen in Jamaika eigentlich illegal. Aber all das wird sich ändern. In einer sehr fortschrittlichen Bewegung haben die jamaikanischen Gesetzgeber ein Gesetz ausgearbeitet, in dem man ein Ende des Verbots sehen wird, wobei Cannabis für religiöse und medizinische Verwendung entkriminalisiert würde, sowie der Besitz von bis zu 57 Gramm ein Kavaliersdelikt wäre.

Es ist ein Schritt, den die jamaikanische Regierung schon zuvor versucht hat, doch er wurde durch die Angst vor den internationalen Reaktionen torpediert. Glücklicherweise fühlt Jamaica sich dank der Lockerung der Marihuana relevanten Gesetze in den USA jetzt sicher ihrem Beispiel zu folgen, ohne fürchten zu müssen, daß Repressalien folgen. Es bedeutet, daß die USA Jamaika nicht mehr mit wirtschaftlichen Sanktionen drohen kann, wie sie es zuvor getan hat, "sollte Jamaika sich vorwagen und Marihuana entkriminalisieren" - da diese Heuchelei eine noch größere Kontroverse auslösen würde, als der Akt der Entkriminalisierung.

Rastas, frohlocket

Es ist eine tolle Nachricht für alle, insbesondere für die Rastas da draußen, denn Marihuana gilt als das "heilige Kraut" ihrer Religion. Wie die Dinge derzeit stehen, müssen Rastas noch besonders auf der Hut sein, wenn sie Kiffen, aus Angst vor Strafverfolgung. Doch wenn die Gesetze verabschiedet werden, werden sie für die Ausübung ihrer religiösen Überzeugungen nicht mehr verfolgt.

Wie Du Dir wahrscheinlich vorstellen kannst, haben die Gruppen, die für eine Reform der Drogenpolitik sind, die Nachricht mit viel Begeisterung aufgenommen. Ethan Nadelmann, Sprecher der Drug Policy Alliance, sagte, es sei ein "wichtiger Schritt nach vorne." Und daß "Es bemerkenswert ist, daß Jamaika die Politik in Sachen Besitz, religiösen Gebrauch und medizinischen Einsatz mehr oder weniger gleichzeitig reformiert und politisch wichtig, damit eine Führungsrolle in der Karibik übernimmt."

Nicht nur wird es dazu beitragen, daß die jamaikanische Wirtschaft angekurbelt wird, es wird zudem den organisierten Banden einen Teil ihrer Macht nehmen, sowie der Polizei ermöglichen, ihre Anstrengungen auf den Schwarzmarkthandel zu konzentrieren - etwas, das nach dem Schritt als eine wichtige Priorität unterstrichen wurde.

Obwohl er noch nicht in Kraft ist, wird dieser neue Gesetzentwurf bis Ende 2014 durchgesetzt werden. Laß uns hoffen, daß alles glatt geht und daß die jamaikanische Gesellschaft als Ergebnis gedeihen kann. Die Welt wird ein Auge darauf haben.

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