Irland Plant Kleine Drogenmengen Zu Entkriminalisieren.

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Irland Plant Kleine Drogenmengen Zu Entkriminalisieren.

Große Neuigkeiten! Es scheint, daß Irland plant kleine Drogenmengen für den persönlichen Gebrauch zu entkriminalisieren, was die Verfolgung von Drogenkonsumenten beenden würde!

Es ist eine monumentale Veränderung der Drogenpolitik und könnte für das gesamte Land von gewaltigem Nutzen sein. Die Nachricht wurde von Aodhan Ó Ríordáin verkündet, dem Chef der irischen "National Drugs Strategy" (nationalen Drogenbekämpfungsstrategie). Nach dem neuen Gesetz würden Drogen für den persönlichen Gebrauch entkriminalisiert werden, was ermöglicht, daß Drogenmissbrauch wie ein Gesundheitsproblem und nicht wie ein Verbrechen behandelt wird.

Laut dem Minister für Drogenangelegenheiten funktioniert das aktuelle Modell des Verbots einfach nicht und eine "radikale kulturelle Veränderung" wird benötigt, um den Drogenmissbrauch in Angriff zu nehmen - wir müssen weg davon Drogenkonsumenten anzuprangern und ihnen stattdessen helfen sich zu integrieren. Er wies auch darauf hin, daß es einen sehr scharfen Kontrast zwischen Entkriminalisierung und Legalisierung gibt - Verkauf, Herstellung und Besitz großer Mengen illegaler Drogen bleiben illegal. Dies würde nicht nur helfen, daß Drogenkonsumenten die potentielle Hilfe erhalten, die sie benötigen, sondern es würde auch eine Menge Polizeiressourcen freisetzen, die ihre Zeit dann aktiv der Verfolgung von Händlern nutzen könnten, anstatt ihre Quoten durch die Jagd auf Allerweltsnutzer zu erfüllen.

"Ich bin der festen Meinung, daß ein kultureller Wandel vonnöten ist, wie wir Missbrauch betrachten, wenn wir diesen Kreislauf durchbrechen und einen ernsthaften Versuch starten wollen, um Drogen- und Alkoholsucht zu bekämpfen", sagte Ó Ríordáin.

Ó Ríordáin fuhr fort mit den Worten, daß es einen "starken Konsens gibt, daß Drogen auf der ganzen Linie entkriminalisiert werden sollten".

Zur gleichen Zeit kündigte der Minister auch noch an, daß er plant überwachte Fixerstuben eröffnen wolle, so daß Süchtige einen sicheren, überwachten und hygienischen Ort haben, um sich einen Schuss zu setzen, mit dem Ziel den Konsum zu verringern und schließlich zu beenden.

EIN SCHWERER SCHLAG GEGEN GESETZENTWURF FÜR PSYCHOAKTIVE SUBSTANZEN IM VEREINIGETN KÖNIGREICH

Dieser Wunsch alle Drogen zu entkriminalisieren stellt einen schweren Schlag für die konservative Regierung des Vereinigten Königreichs dar. Warum? Weil sie derzeit versucht einen Gesetzentwurf für psychoaktive Substanzen durchzupeitschen, der jede und alle psychoaktiven Substanzen, bis auf wenige zugelassene Medikamente, illegal machen würde. Es ist ein Gesetzentwurf, der auf dem irischen Betäubungsmittelgesetz basiert, von dem die britische Regierung behauptete, daß es dort ein Erfolg war. Dieser radikale Schritt in die vollständige Gegenrichtung zeigt, daß, wenn überhaupt etwas, das Betäubungsmittelgesetz ein völliger Fehlschlag war und dies wahrscheinlich auch in Großbritannien sein wird, wie Kritiker gewarnt haben.

Es ist allerdings nicht nur das Vereinigte Königreich, das hier kalt erwischt wird. Ganz Europa, wenn nicht die ganze Welt wird sehr genau hinsehen, um zu erfahren, wie effektiv diese neue Politik ist.

NICHTS IST SICHER

Es ist erwähnenswert, daß noch kein geplanter Termin feststeht und das Gesetz, um kleine Drogenmengen zu entkriminalisieren noch nicht ausgearbeitet worden ist. Es ist viel mehr noch in der Planungsphase und muss vom Parlament sehr ausführlich diskutiert werden. Es besteht die Möglichkeit, daß es blockiert wird; das allgemeine Gefühl scheint jedoch zu sein, daß jeder mit dem Schritt einverstanden ist, daher besteht eine gute Chance, daß er zum Tragen kommen wird - vor allem da der Minister für Drogenangelegenheiten dahinter steht.

Dieser Schritt würde Irland, nach Portugal, zu dem zweiten Land in Europa machen, das kleine Drogenmengen für den persönlichen Gebrauch entkriminalisiert. Vor mehr als einem Jahrzehnt hat Portugal als Antwort auf das unüberschaubare Heroinproblem alle Drogen entkriminalisiert und hat seitdem einen Erfolg nach dem anderen zu verbuchen, wobei Sucht, Konsum, Tod und HIV auf der ganzen Linie auf dem Rückzug sind - es gibt nur sehr wenige Menschen in dem politischen Spektrum des Landes, die zur alten Methode der Bestrafung zurück wollen.

Eines ist sicher, die Tatsache, daß die irische Regierung eine Entkriminalisierung auch nur in Betracht zieht, ist eine massive Nachricht, die zeigt, daß die Menschen das überholte und regressive Modell der Bestrafung in der Drogenpolitik überdrüssig sind. Dies zeigt sich auch in dem jüngsten UN-Bericht, der alle Mitgliedsstaaten auffordert Drogen zu entkriminalisieren - der durch unbekannte Einflüsse unterdrückt wurde, bevor er offiziell veröffentlicht werden konnte Die Welt verändert sich, ob die konservativeren Elemente unserer Gesellschaft das nun wollen oder nicht. Die Menschen macht die vernichtende und schädliche Natur des Krieges gegen Drogen immer unruhiger. Hoffen wir, daß Irland erfolgreich sein wird!

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