Illegale Drogen Und Kreativität

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Illegale Drogen Kreativität


Der Konsum illegaler Drogen ist lange Zeit mit mehr als nur dem Missbrauch in Verbindung gebracht worden. Kreative und unternehmerische Genies haben schon lange bestimmte Arten von Drogen für ihre Leistungen verantwortlich gemacht. Wir sehen uns genau an, warum.

Die Legalisierung von Cannabis hat die Diskussion über die Verwendung von "bewusstseinserweiternden" Drogen wieder aufleben lassen. Sogenannte „illegale Substanzen“ haben immer Faszination ausgeübt. Dies ist nicht nur mit dem Nervenkitzel des Verbotenen zu erklären, sondern ebenso mit den körperlichen und geistigen Empfindungen, die sie verursachen können. Bestimmte illegale Drogen wurden stets mit Kreativität und historischen Errungenschaften verbunden.

Es ist anzunehmen, dass Francis Crick die Sruktur der DNA entdeckte, nachdem er einen tollen LSD-Trip erlebt hatte. Er sah die DNA-Sruktur in Form einer „Vision“, als er „high“ war. Seine Frau skizzierte sein folgendes Brainstorming über die Doppelhelix. Sigmund Freud stand schwer unter dem Einfluss von Kokain, als er die "Psychoanalyse" konzipierte. Dock Ellis, ein Werfer für die Mets, wurde angeblich von LSD angetrieben, als er eines der wenigen Strikeout Games der Club-Geschichte warf. Die deutsche Armee wurde während der russischen Winterinvasion im Zweiten Weltkrieg durch Amphetamine angetrieben.

Douglas Engelbart - der Erfinder der Computermaus - hat die begleiteten LSD-Sessions gewürdigt, die er für diese Erfindung unternommen hat. Crick war auch nicht der einzige Wissenschaftler, der LSD für seine Leistungen die Ehre gab. Der Nobelpreisträger für Chemie Kary Banks Mullis tat es ihm gleich, ebenso wie der Mathematiker Ralph Abraham.

Aldous Huxley ist einer von vielen Schriftstellern und Malern, die ebenso LSD als ihre Inspirationsquelle angaben. Ironischerweise war Huxley ebenfalls einer der Leute, die davor warnten, blindes Vertrauen in Drogen zu setzen. In „Brave New World“ dreht sich alles um dieses Thema. Samuel Taylor Coleridge hat angeblich Opioide benutzt, um seine kreativen Impulse beim Schreiben von Kubla Khan zu stimulieren.

Mit anderen Worten, es gibt keinen Zweifel daran, dass "illegale" Drogen einige Menschen dazu gebracht haben, große Taten zu vollbringen. Mit Tapferkeit, Kreativität, Mut oder Kraft.

Aber worum geht es bei der Einnahme solcher Stoffe, die diese Effekte verursachen? Und warum kann Drogenkonsum für einige Leute so vorteilhaft sein, während er das Leben von anderen zerstört?

DEIN GEHIRN AUF DROGEN

Das sind Fragen, um deren Beantwortung die Wissenschaftler noch immer ringen. Die Forschung kann immer noch nicht beantworten, wie sich das Zusammenspiel von persönlicher Geschichte, Stoffwechsel, Sucht, Trauma und Drogenkonsum auf den einzelnen Menschen auswirkt. Ganz davon zu schweigen, welche Droge oder Drogen eingenommen werden.Gehirn auf Drogen

Die Biochemie bestimmter Drogen macht sie auch anfälliger für Missbrauch als andere. Heroin löst Gefühle von Ekstase und Glück aus. Es fährt auch schnell die Atemreaktionen herunter.

Kokain schafft viel Energie, indem es Dopamin-Reaktionen im menschlichen Körper auslöst. Allerdings weist es genau deshalb auch ein sehr hohes Suchtpotenzial auf.

Cannabis verursacht, wie die Wissenschaft endlich entdeckt hat, nicht nur Euphorie, sondern hilft auch dabei, Körper und Geist zu heilen. Bisher hat niemand bewiesen, dass es süchtig macht. Weiterhin sind tödliche Überdosierungen unbekannt.

Alle diese Drogen wirken in ähnlicher Weise. Sie stimulieren oder blockieren biochemische Reaktionen im Gehirn. Dies hat dann Kettenreaktionen im ganzen Körper zur Folge. Im Falle von Cannabis zum Beispiel scheinen die Stoffwechselprozesse, die von der Droge angestoßen werden, den Hauptregulationsschalter zu betreffen. Dieser beeinflusst Stimmung, Schmerzempfinden, Nahrungsaufnahme und Bewegung.

Kontrollierte oder illegale Substanzen haben jedoch aus einem Grund eine lange Geschichte der Verwendung: Sie alle verändern das Gehirn in irgendeiner Weise. Dies wiederum bewirkt Stimulation oder Blockade der Konnektivität auf der neuronalen Ebene im gesamten Körper. Dies kann dazu führen, dass sich der Nutzer "kreativer" fühlt. Oder dazu, dass er sich besser fühlt.

Heutzutage ist die Legalisierung von Cannabis eine globale Bewegung. Bestimmte andere Drogen werden ebenso auf ihre medizinische, wenn nicht "kreative" Wirkung überprüft. Dazu gehört auch die Verwendung von mikrodosiertem LSD bei Depressionen.

BERÜHMTE ERFINDER, DIE DROGEN NAHMEN

Der Zusammenhang zwischen Kunst, Kreativität, Innovation und Drogenkonsum ist bekannt. Thomas Edison war bekannt dafür, "Kokain-Elixiere" zu verwenden. Dabei handelt es sich um ein seinerzeit populäres Getränk aus Kokain, das mit Bordeaux-Rotwein gemischt wurde. Paul Erdös, einer der produktivsten Mathematiker, die jemals lebten, nutzte bis ins hohe Alter Amphetamine. Er behauptete, diese hätten seine Produktivität gesteigert.

Thomas Edison Kokain

Auf der rein fiktiven Ebene sind Drogen und Leistungsfähigkeit längst miteinander verknüpft. Zum Beispiel erschuf Sir Arthur Conan Doyle seinen berühmten Detektiv Sherlock Holmes als Opiumsüchtigen. Holmes deduktives Genie war mit seinem Drogenkonsum und -Missbrauch verbunden.

Zurück in der realen Welt ist die Wahrheit oft merkwürdiger als die Fiktion. Einige der berühmtesten Erfinder nahmen bewusstseinserweiternde Drogen. Viele haben auch behauptet, dass dies für ihren Erfolg den Unterschied ausgemacht habe. Zum Beispiel hat Steve Jobs LSD verwendet. Das Computergenie sagte später, dass dies "eines der zwei oder drei wichtigsten Dinge war, die er jemals in seinem Leben getan hat". Er ging sogar so weit, Bill Gates vermeintlichen Mangel an Kreativität auf dessen Drogenabstinenz zurückzuführen.

LSD UND DNA

Es gibt einige Kontroversen darüber, inwieweit es eine Verbindung zwischen der Entdeckung von DNA und LSD gab. Nach dem Tod von Francis Cricks kamen im Jahr 2004 Berichte auf, wonach er mikrodosiertes LSD einnahm, als er die Doppelhelix entdeckte. Andere Akademiker in den 1950er und 1960er Jahren waren fest davon überzeugt, dass LSD "ein anderes Bewusstseinsniveau eröffnet". Der Einflussreichste an dieser Front war wohl Timothy Leary.

LSD DNA

WER WAR TIMOTHY LEARY?

Leary war als amerikanischer Psychologe dafür bekannt, die Verwendung psychotroper Medikamente in der Therapie zu propagieren. Er war Pionier in der Erforschung von LSD und halluzinogenen Pilzen in Harvard. Großen Einfluss erlangte seine Arbeit durch ihre Verbreitung innerhalb der Gegenkulturbewegung. Richard Nixon hat Leary einmal als "gefährlichsten Mann in Amerika" bezeichnet.

KOKAIN UND PSYCHOTHERAPIE

Der Einsatz bestimmter Arten von Drogen in der Psychotherapie beginnt mit ihrem Gründer. Sigmund Freud war ein Pionier dieses Bereichs. Er glaubte unter anderem, dass viele geistige und körperliche Krankheiten durch Kokain geheilt werden könnten. Freud hörte vor dem Anfang des 20. Jahrhunderts auf, die Droge öffentlich zu propagieren. Allerdings fuhr er fort, sie persönlich zu nutzen.

Zentral für Freuds Arbeit war eine Idee. Das Sprechen über die Vergangenheit ohne Furcht vor Zensur war ein Weg, um mit ihr zurechtzukommen. Er glaubte auch, dass Träume die Erfüllung der unerfüllten Wirklichkeit sind. Freud glaubte an das Kokain, was ihm den Mut gab, sich selbst in diese Praxis einzubringen.

COKE UND KOKAIN

Freuds Schriften beeinflussten die Gesellschaft weit über die Couch des Psychoanalytikers hinaus. Eine der berühmtesten kommerziellen Beispiele ist Coca Cola. Das weltbekannte Getränk wurde erfunden von John Pemberton, einem Apotheker aus Atlanta. Ursprünglich wurde Coke tatsächlich mit echtem Kokain hergestellt. Pemberton behauptete, diese Zutat helfe dabei, alles von Nervosität, bis hin zu Depressionen zu heilen. Koka wurde schließlich aus dem Getränk entfernt. Allerdings wird Koka von südamerikanischen Eingeborenenstämmen noch immer als Stimulans verwendet.

Coca Cola Kokain

WAS BEDEUTET DAS ALLES FÜR MICH?

Das ist eine sehr persönliche Frage. Die Entscheidung, eine bestimmte Droge zu nehmen, ist ebenfalls sehr persönlich.

Jetzt, da Cannabis sogar Eingang in die Sportmedizin findet, darf man noch viel mehr Diskussion über dieses Thema erwarten. Doch über die Ausdauer hinaus werden Drogen auch dazu verwendet, das zu stimulieren, was als "Kreativität" bekannt ist. Diese Kreativität wiederum hilft Dir, Probleme auf eine neue Art zu sehen.

Dies liegt daran, dass viele "bewusstseinsverändernde" Drogen tatsächlich die Funktion des Gehirns verändern. Psychoaktive Substanzen manipulieren zum Beispiel den Sinn für die Zeit. Das bedeutet, dass sowohl die Chronologie, als auch das Zeitgefühl zu verschwimmen beginnen. Auch der Zusammenhang von Ursache und Wirkung wird außer Kraft gesetzt. Logische Ergebnisse, die vorher nicht gesehen wurden, können sogar nebeneinander bestehen. Viele Menschen nehmen solche Substanzen auch deshalb ein, um Gefühle der Befangenheit zu verlieren, die ihre Fähigkeit hemmen, frei zu sprechen, sowie ihr Handeln und Tun einschränken können.

Auf der biochemischen Ebene bedeutet dies, dass das Gehirn das Zünden von Neuronen im ganzen Körper bewirkt, was dann solche Rückmeldungen und Empfindungen im Gehirn auslöst. Drogen, die ein hohes Maß an Dopamin im Körper freisetzen, verändern z. B. buchstäblich die Flut von Chemikalien, die das Gehirn beeinflussen.

So sehr solche Drogen auf positive Art für kreative Zwecke verwendet werden können, bewegt man sich hier doch auf einem schmalen Grat. Abhängigkeit und Sucht, vor allem bei Drogen wie Kokain und Amphetaminen, kennzeichnet auch viele Prominente, die sich auf Drogen einließen, um ihren Erfolg zu erreichen.

Es ist nun einmal so, dass der Erfolg in der materiellen Welt in der Regel das Ergebnis von Training, Ausdauer und Disziplin darstellt. Diejenigen, die Drogen verwenden, um ihre Leistung zu verbessern, sind nicht "faul". Und genauso wenig haben sie es „nur deshalb“ geschafft, weil sie Drogen nehmen. Sag das mal den Triathleten, die Cannabis nutzen, um ihre Ausdauer zu erhöhen. Allerdings ist die Grenze zwischen „lebensbereichernd“ und „lebenszerstörend“ für die meisten Menschen nur schwer zu beurteilen.

Letztendlich kommt es immer darauf an, auf Nummer sicher zu gehen. Wir unterstützen keineswegs die Einnahme illegaler Drogen, aber Erwachsene treffen ihre eigenen Entscheidungen. Wissen ist der Schlüssel in dieser Situation - um fundierte Entscheidungen treffen zu können.

 

         
  Marguerite Arnold  

Geschrieben von: Marguerite Arnold
Mit ihrer jahrelangen Erfahrung in der Schriftstellerei hat sich Marguerite der Erforschung der Cannabis-Industrie und den Entwicklungen der Legalisierungsbewegung gewidmet.

 
 
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