Hillary Clintons Haltung Zum Krieg Gegen Drogen

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Hillary Clintons Haltung Zum Krieg Gegen Drogen

Demokraten sollen liberale Vorbilder und Vorboten der Veränderung sein, doch bei Hillary Clinton, einem der Spitzenkandidaten der Demokraten, sieht das ganz anders aus.

Wenn es um liberale Politiker geht, möchten wir denken, daß die meisten für ein Ende des gescheiterten Krieges gegen die Drogen sind. Diese Hoffnung ist nie weiter verbreitet, als wenn es um die Präsidentschaftswahl geht - denn die USA sind die treibende Kraft hinter dem Krieg. Daher haben wir unser besonderes Augenmerk darauf gerichtet, wie die aktuellen Präsidentschaftskandidaten dazu stehen. Über die Ansichten von Bernie Sanders, einem Spitzenreiter der Demokraten, der den Krieg gegen Drogen beenden will, haben wir bereits berichtet. Nun werden wir einen Blick auf den anderen Spitzenkandidaten werfen: Hillary Clinton - und die Dinge stehen nicht so gut, wie wir hofften.

DIE CLINTONS: EIN VERMÄCHTNIS DES VERBOTS

Während Hillary sich als zukunftsorientierte liberale Führerin darstellt, die jeder braucht, sind einige sehr große Mängel zu sehen. Bill Clinton, ihr Ehemann und Ex-Präsident, ist für die Schaffung des weltweit größten privatisierten Gefängnissystems verantwortlich - eines, das sich verheerend auf die USA auswirkt, indem das Wegschliessen von Menschen zu einer profitablen Industrie gemacht wird. Es hat zum Leid von Millionen geführt. Und dieses System wurde mit der vollen Unterstützung von Hillary errichtet. Die Clintons haben immer eine "hart gegen Verbrechen" Haltung eingenommen und es gibt keinen Grund zu glauben, daß sie nun plötzlich ihre Meinung ändern würde, nur weil sie für die Präsidentschaft kandidiert.

EIN DAUERHAFTER MAKEL: IM BETT MIT DER GEFÄGNISINDUSTRIE

Wenn Hillarys Spenden von Lobbyisten irgend etwas aussagen, dann ist es wahrscheinlich ziemlich sicher zu sagen, daß sie mit Zähnen und Klauen kämpfen wird, um am Krieg gegen die Drogen festzuhalten. Im Juli wurde bekannt gegeben, daß Hillary ihre Präsidentschaftskampagne mit dem Geld aus der gleichen Gruppe finanziert, die bei Politikern Lobbyarbeit im Namen der Gefängnisindustrie betreibt!

In der Mitteilung wurde erklärt, daß sie fünf Gefängnislobbyisten hat, die ihrer Kampagne als "Bündler" dienen. Bündler sind Menschen, die von ihrer Branche Spenden für die Kampagne sammeln, im Austausch für die zukünftige Gunst des Zugangs zu den Kandidaten. In seinem Kern zeigt es ein grundlegendes Problem mit der heutigen Politik und es bindet Hillary für die absehbare Zukunft an die Gefängnisindustrie. Schon die Tatsache, daß Gefängnisse als eine Industrie bezeichnet werden, ist sehr beunruhigend!

** SEAN - https://theintercept.com/2015/07/23/private-prison-lobbyists-raising-cash-hillary-clinton/ **

Man sollte eigentlich denken, daß ein liberaler Spitzenkandidat Politiker, na ja, liberalere Ansichten haben müsste! Aber das ist nicht der Fall.

HILLARY UND HANF

Was bedeutet dies alles also nun für die Bewegung der Legalisierung von Cannabis, die durch das Lande fegt? Nun, es ist schwer zu sagen. Nichts ist sicher und Hillary, als eine der populistischsten Politikerinnen, hält sich in der Angelegenheit eher bedeckt, um einen sie unterstützenden wachsenden Teil der Öffentlichkeit nicht zu verprellen. Die Antworten, die sie gegeben hat, deuten darauf hin, daß sie offen ist für das aktuelle Modell, in dem Staaten selbst darüber entscheiden, ohne Intervention des Bundes. Wenn dies der Fall ist, dann würden die Dinge unter einer Präsidentschaft von Hilary Clinton zumindest nicht noch schlimmer werden - die Bewegung sollte immer noch in der Lage sein relativ unbehelligt vorwärts zu kommen. Es ist jedoch nichts definitives und sie könnte alles einfach nur sagen, um niemanden zu verstören, bis sie ins Weiße Haus einzieht, wo sie dann eine Kehrtwende machen und die Legalisierung stoppen könnte.

Bestenfalls ist dies eine zutiefst enttäuschende Haltung von einem demokratischen Spitzenkandidaten. Hoffen wir, daß der steigende Druck ihre Ansichten ändern kann oder Bernie Sanders sie auf der Zielgeraden noch schlägt. Hillary hält nicht alles, was sie vorgibt zu tun und sie würde es gerne sehen, daß eines der ungerechtesten und unverhältnismäßig großen Gefängnissysteme in der Welt weiter gedeiht. Und worauf stützt sich dieses Gefängnissystem, um Geld zu verdienen? Harmlose Kiffer.

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