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Althergebrachte Cannabis
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Heirloom Cannabis: Was Sind Althergebrachte Cannabissorten?

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Landrassensorten sind in spezifischen Regionen der Welt heimisch. Heirloom-Sorten dagegen wurden aus ihrer heimischen Umgebung entfernt, um in anderen Gebieten der Welt angebaut zu werden. Lies weiter, um mehr darüber zu entdecken, was Heirloom-Cannabis so einzigartig macht.

Der Begriff "heirloom" bezieht sich auf etwas von Wert, das von früheren Generationen weitergegeben worden ist. In Bezug auf Pflanzen wird der Begriff oft für Sorten verwendet, die für mindestens mehrere Jahrzehnte unverändert geblieben sind ("Erbstücksorten"). Diese Sorten werden wegen ihrer Reinheit und Geschichte geschätzt, aber was bedeutet das alles, wenn es um Cannabis geht?

WAS IST HEIRLOOM-CANNABIS?

In der Cannabiswelt sind Heirloom-Sorten jene, die seit Generationen existieren. Von ihnen wird gedacht, dass sie reine Gene haben, weil sie niemals mit irgendeiner anderen Sorte gekreuzt wurden. Diese Sorten haben sich über Bestäubung durch Wind, Tiere und sogar Menschen entwickelt.

Wie bei vielen anderen Pflanzen ist die Genetik von Cannabis im Laufe der Zeit manipuliert worden, um spezifische Eigenschaften, wie zum Beispiel Farbe, einen hohen THC-Wert und Schädlingsresistenz hervorzubringen. Heirloom-Sorten sind quasi die Vorgänger dieser neueren modernen Sorten. Sie enthalten daher typischerweise fast gänzlich Sativa- oder Indica-Gene.

HEIRLOOM VERSUS LANDRASSEN: DIE FEINHEITEN

Heirloom Versus Landrassen: Die Feinheiten

Der Unterschied zwischen Heirloom- und Landrassensorten ist vorwiegend ein logistischer. Landrassen kommen in der Natur in spezifischen Regionen der Welt vor. Ähnlich wie Heirloom-Sorten haben Landrassensorten Gene, die niemals mit anderen Sorten gekreuzt wurden. Diese Sorten gelten als in bestimmten Gebieten der Welt "heimisch" oder "endemisch".

Heirloom-Sorten hingegen werden aus Samen herangezogen, die aus den Regionen, in denen sie natürlicherweise vorkommen, entfernt wurden, um andernorts angebaut zu werden. In gewisser Hinsicht sind Heirloom-Sorten also Landrassensorten, die lediglich anderswo angebaut werden.

Es gibt vier geografische Regionen in der Welt, die der Ursprung von Landrassensorten sein sollen. Diese sind Asien, Afrika, Lateinamerika und der Nahe Osten.

In Asien heimische Landrassensorten sind Aceh, Cambodian, Nepalese und – vielleicht am allerwichtigsten – Thai. Traurige Berühmtheit erlangte die thailändische Landrassensorte wegen ihrer Verwendung durch amerikanische Soldaten im Vietnamkrieg und später durch Cannabiszüchter, die ihre energetisierende Wirkung zu ihrem Vorteil nutzen wollten.

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Afrikanische Landrassensorten werden wegen ihrer überwältigenden Sativa-Wirkung verehrt. Diese Sorten umfassen Durban Poison, Swazi Gold und Red Congolese. Durban Poison gilt weithin als eine der reinsten Sativa-Sorten, die heute auf dem Markt erhältlich ist.

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Landrassensorten aus dem Nahen Osten entstanden im Hindukusch-Gebirge, das an Afghanistan, Pakistan und China grenzt. In dieser Region entstandene Sorten sind Hindu Kush, Afghani Kush und die reine Afghan. Diese Sorten sind bestens bekannt für ihre reine Indica-Wirkung, ihre Robustheit in freier Natur und ihre Fähigkeit, Hasch und Kief von legendärer Qualität hervorzubringen.

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Auch in Lateinamerika sind viele Landrassensorten heimisch, obwohl manche Experten glauben, dass diese eigentlich Heirloom-Sorten sind, die eingeführt, angebaut und als heimische Sorten betrachtet wurden. Diese Sorten sind wohlbekannt für ihren hohen THC-Gehalt und ihren energiespendenden Rausch. Sie umfassen mittlerweile berühmte Sorten, wie beispielsweise Acapulco Gold, Colombian Gold und Panama Red.

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WOHER STAMMEN HEIRLOOM-SORTEN?

Woher Stammen Heirloom-sorten?

Wie zuvor erwähnt, wurden Heirloom-Sorten aus der Region transportiert, in der sie von Natur aus vorkommen, um in anderen Bereichen der Welt angebaut zu werden. Obwohl ein Großteil dieser Arbeit in den 1960er und 1970er Jahren stattgefunden haben soll, wurden Landrassensorten genau genommen schon lange davor in andere Regionen transportiert.

Reisende, die ihren Weg von Indien nach Amerika und in die Karibik fanden, brachten sicherlich Landrassen-Cannabissamen mit sich. Es wird angenommen, dass Diener dafür verantwortlich waren, ihren Herren in Amerika Cannabissamen sowie andere Waren mitzubringen. Die Geschichte der Anfangstage von Heirloom-Sorten ist jedoch ziemlich vage. Daher wird ein Großteil des Fortschritts in der Erschaffung von Heirloom-Sorten den Reisenden in den 60ern und 70ern zugeschrieben.

Während sich in dieser Ära die Hippie-Kultur etablierte, wurde der Marihuana-Konsum im Westen immer mehr akzeptiert. Zwischen Mitte der 1950er und den 1970er Jahren festigte sich eine Reiseroute zwischen Westeuropa und Südostasien. Diese Route wurde als der Hippie trail bekannt und verlief hauptsächlich durch Afghanistan, Iran, Pakistan, Indien und Nepal.

Der Hippie trail galt primär wegen seiner Primitivität und niedrigen Kosten als eine Form von "alternativem Tourismus". Die diesem Pfad folgenden Hippies machten es sich zur Aufgabe, Cannabissamen aus den Regionen, die sie durchkreuzten, zurück in den Westen zu bringen. Sie waren in ihrem Vorhaben tatsächlich so erfolgreich, dass der Pfad als der "Haschisch trail" bekannt wurde.

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Viele dieser Samen fanden irgendwann ihren Weg zu den legendären Anbauern von Hawaii und Nordkalifornien. Der fruchtbare Boden und das Klima von Hawaii waren ideal für den Anbau von Sorten aus äquatornahen Gebieten, wie zum Beispiel Thailand, Indien und Vietnam. Das geringfügig kühlere Klima von Nordkalifornien erwies sich indessen als ausgezeichnet für den Anbau von Sorten aus dem Hindukusch-Gebirge geeignet.

WAS NÜTZT EINEM HEIRLOOM-CANNABIS?

Was Nützt Einem Heirloom-Cannabis?

Der primäre Nutzen des Anbaus und Konsums von Heirloom-Sorten ist ihre unveränderte Genetik genießen zu können.

Was den Anbau von Cannabis angeht, ist die reinere Genetik von Heirloom- und Landrassensorten von großem Nutzen für stabile Kreuzungen. Moderne Hybridsorten zu kreuzen kann zu unvorhersehbaren Ergebnissen führen. Anstatt aus gegensätzlichen Sorten einen 50/50-Hybriden zu erschaffen, ist es viel wahrscheinlicher, dass der daraus resultierende Hybrid entweder indica- oder sativadominiert sein wird. Heirloom-Samen hingegen bringen einfach Nachkommen hervor, die ihnen viel mehr ähneln als Hybridsamen.

Des Weiteren enthalten Heirloom- und Landrassensorten ein viel natürlicheres Verhältnis von Cannabinoiden als moderne Sorten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass viele moderne Sorten genetisch dahingehend gezüchtet wurden, einen riesigen THC-Wert zu erzeugen. Dies hat wiederum eine verringerte Quantität der anderen, üblicherweise in der Pflanze vorkommenden Cannabinoide und Terpene zur Folge, einschließlich CBD. Daher gelten Heirloom- und Landrassensorten im Gegensatz zu modernen Hybriden generell als reiner und natürlicher.

David AB

Geschrieben von: David AB
Autor und Cannabisenthusiast aus Westkanada. Wenn er nicht gerade schreibt, findest Du ihn vermutlich an den Pisten der Rocky Mountains oder mit einem kalten Bier ausspannen!

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