Die Vor- und Nachteile von Cannabis für das Lernen oder Trainieren

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Cannabis Für Das Lernen


Der Konsum von Cannabis wurde lange mit negativen Effekten auf Gedächtnis, Lernen und die mentale Leistungsfähigkeit in Verbindung gebracht. Jedoch weisen neueste Erkenntnisse darauf hin, dass das nicht immer der Fall ist. Viele Menschen verwenden es als Lernhilfe oder zur Förderung athletischer Leistungen und sogar bei der Arbeit.

Abgesehen vom Autofahren im bekifften Zustand gibt es noch andere kontroverse Themen aus der Cannabiswelt, zum Beispiel inwieweit die mentale Leistungsfähigkeit beeinflusst wird. Psychoaktives Cannabis beeinflusst das Gehirn ganz eindeutig, aber in welchem Ausmaß? Die Qualitäten, die Cannabis zu einer effektiven Behandlungsmethode für ernsthafte Erkrankungen machen, bereiten einigen uninformierten Nutzern auf der anderen Seite auch Sorgen. Bezogen auf das Lernen oder Training gibt es einiges an anekdotischer Evidenz darüber, inwiefern Cannabis die Leistungsfähigkeit beeinflussen kann. Die Antworten bleiben jedoch unklar.

Trotz der Kontroverse bleibt die Frage immer noch offen. Verbessert oder verschlechtert Marihuana die Lernleistung und die kognitiven Funktionen? Es gibt einige Möglichkeiten, diese Frage anzugehen. Außerdem gibt es, trotz fehlender und eindeutiger Forschung, ein paar Richtlinien.

Generell gilt, dass man während der Phase der Gehirnentwicklung kein Cannabis konsumieren sollte. Das bedeutet, dass sich Kinder und Jugendliche von Cannabis fernhalten sollten, ausgenommen Patienten, die am Dravet-Syndrom leiden und CBD zu sich nehmen. Jugendliche sollten über die Langzeiteffekte des Konsums psychoaktiver Cannabinoide vor dem Erreichen eines bestimmten Entwicklungsstadiums gewarnt werden, da die Gehirnentwicklung dadurch beeinträchtigt werden kann.

Die Forschung an jugendlichen Cannabiskonsumenten konnte zeigen, dass erfolgreichere Schüler Cannabis stärker mieden als ihre "weniger gebildeten" Pendants. Ob man es glauben will oder nicht, aber eine ganzheitliche Legalisierung scheint den Konsum durch Jugendliche einzudämmen, da die Substanz weniger stigmatisiert und in der Konsequenz offener diskutiert wird.

Abgesehen davon ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Cannabis kann die Lernleistung negativ beeinträchtigen, auch bei Erwachsenen. Andererseits gibt es keine Evidenz, die darauf hinweist, dass Cannabis das Langzeitgedächtnis beeinträchtigt, oder die Fähigkeit, neue Informationen zu verarbeiten und zu speichern. Außerdem kann Cannabis unter bestimmten Umständen die Kreativität anregen und die Produktivität und Leistungsfähigkeit steigern! Im Folgenden betrachten wir die Vor-und Nachteile des Gebrauchs von Cannabis für das Lernen und das Training im Detail.

KLAUSUREN UND CANNABIS

Klausuren Und Cannabis

Es wurde fast ein halbes Jahrhundert lang untersucht, ob Cannabis Testergebnisse negativ beeinflusst oder nicht. Es ist nicht besonders überraschend, dass die Evidenz diesbezüglich unklar ist. Man sollte im Auge behalten, dass nicht alle Cannabis-Dissidenten reale Fakten und Argumente in ihren "Studien" anführen. Jedoch werden einem die meisten Menschen dazu raten, vor einer wichtigen Klausur nicht unbedingt eine psychoaktive Substanz zu sich zu nehmen. Kognitive Beeinträchtigungen unterscheiden sich interindividuell sehr stark. Kurzzeitige Beeinträchtigungen durch den Konsum von Cannabis werden häufig beobachtet und könnten bei dem Versuch, sich an eine Gleichung oder ein literarisches Stilmittel zu erinnern, große Probleme verursachen.

Jedoch sind die Langzeiteffekte von Cannabis auf die allgemeine mentale Leistungsfähigkeit eine ganz anderes Thema. Das schließt akademische, professionelle und hoch anspruchsvolle mentale und physische Leistungsfähigkeit mit ein. In diesem Bereich sprechen zwingende Beweise dafür, dass Cannabis tatsächlich die Produktivität und den Fokus erhöhen kann. Diese Resultate widersprechen dem weit verbreiteten Stereotyp eines mental hängengebliebenen Kiffers, der die meiste Zeit seines Lebens auf dem Sofa verbringt.

Es gibt noch weitere Umstände, die man bei diesem heiß diskutierten Thema beachten sollte. Medizinisches Cannabis könnte Menschen möglicherweise dabei helfen, im klassischen akademischen Umfeld zu lernen. Es lindert Schmerzen und Angstzustände und positive Resultate werden sich überall zeigen. Sowohl PTBS- als auch ADHS-Patienten berichten von der Effektivität der Cannabinode CBD und THC, die ihnen dabei helfen, sich zu beruhigen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Diese Kriterien sind essenziell für die meisten Lernumgebungen und könnten die Perspektive auf Cannabis komplett verändern.

In der Realität gibt es nicht genügend wissenschaftliche Evidenz, um nachvollziehen zu können, inwiefern vor allem THC das Lernen und jegliche Formen von Leistungsfähigkeit beeinflusst. Aufgrund von politischen und sozialen Verpflichtungen wird die Cannabisforschung häufig an nicht-menschlichen Lebewesen durchgeführt und kann daher nicht mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit auf den Menschen übertragen werden. Beispielsweise könnte die Erforschung der Wirkung von Cannabinoiden auf Menschen mit Behinderung einen Bereich darstellen, der stark von vermehrter Forschung profitieren würde, da er immer noch relativ unerforscht ist.

SOLLTE ICH...

Abgesehen von den gesamten empirischen und begutachteten Beweisen, solltest Du Dir eines bewusst machen - der Gebrauch von Cannabis ist zuallererst eine persönliche Entscheidung. Verwende es weise und verantwortungsbewusst. Im Folgenden haben wir ein paar Leitlinien aufgelistet. Diese sind definitive kein Muss, jede davon kann jedoch als Entscheidungshilfe angesehen werden.

CANNABIS VOR DEM LERNEN KONSUMIEREN?

Das ist eine sehr subjektive Frage, deren Beantwortung Deine Toleranz und die Gründe mit einbeziehen sollte, wieso Du Cannabis konsumierst. Es gibt einige Wege, diese Frage zu beantworten. Bestimmte Sorten können Dein Hirn komplett vernebeln, haben eine sedative Wirkung und laden zum Herumlümmeln auf der Couch ein. Das ist nicht unbedingt die idealste Voraussetzung, um zu lernen.

Im Gegensatz dazu gibt es bestimmte Bereiche des Lernens, die von etwas Gras profitieren könnten. Der ein oder andere Philosoph könnte Cannabis für die Beantwortung von Existenzfragen als nützlich empfinden. Mathematiker hingegen vielleicht nicht unbedingt, es hängt alles von der individuellen Person ab. Im Zweifelsfall? Lieber verzichten.

CANNABIS NACH DEM LERNEN KONSUMIEREN?

Dann stellt sich noch die Frage, ob es sinnvoll ist, Cannabis nach dem Lernen zu konsumieren. Glücklicherweise wird ein Joint nach dem Studieren einiger Dokumente Dich nicht "vergessen" lassen, was Du gelernt hast. Er kann aber tatsächlich zu Deiner Entspannung beitragen! In vielen Fällen hilft Dir Cannabis dabei, Informationen mit größerer Effizienz zusammenzufassen.

CANNABIS DIREKT VOR EINEM TEST NUTZEN?

Ehrliche Antwort? Eher nicht.

WAS IST MIT MIKRODOSIERUNGEN?

Die Mikrodosierung von Cannabis ist ein heißer Trend und wird immer beliebter. Tatsächlich behandeln sich viele Cannabispatienten auf diese Art, besonders, wenn sie die Substanz oral zu sich nehmen. Es ist der einfacherere Weg, Cannabis auf diese Weise zu konsumieren und hilft außerdem dabei, mögliche negative Effekte zu minimieren. Die Mikrodosierung von Cannabis basiert hauptsächlich auf anekdotischer Evidenz und wurde noch nicht hinreichend an gesunden Personen untersucht. Die Entwicklung von Cannabissorten, die die mentale Leistungsfähigkeit steigern, ohne Dich dabei ins Bett oder Dein Gehirn in die psychedelische Stratosphäre zu katapultieren, sieht für die Zukunft sehr vielversprechend aus.

PHYSISCHE LEISTUNG UND CANNABIS

Physische Leistung Und Cannabis

Nun bewegen wir uns in einem ähnlich stark diskutierten Feld: Die Wirkung von Cannabinoiden auf die physische Leistungsfähigkeit ist auch ein umstrittenes Thema. Immer mehr Athleten machen Gebrauch von Cannabinoiden, einschließlich THC, um zu trainieren und sich zu regenerieren. Beispielsweise verhilft Cannabis Langstreckenläufern zu einem verbesserten Fokus, erhöht die Ausdauer und hilft dabei, Schmerzen zu bewältigen.

Extremsportler, wie Snowboarder und Klippenspringer, berichten von einem positiven Effekt von Cannabis auf das Selbstvertrauen, wenn eine fordernde athletische Leistung bevorsteht. American-Football-Spieler schwören auf Cannabis als Teil von Therapien zur Linderung von Schmerzen.

Jedoch ist Cannabis momentan eine der Substanzen, die routinemäßig in internationalen akademischen und professionellen Drogentests erfasst wird. Das schließt die Zeiten während der Wettkampfsvorbereitung und kurz vor Wettkämpfen mit ein. Wenn es wirklich stimmt, dass Cannabis die Ausdauer und Leistungsfähigkeit erhöht, könnte das auch andere Diskussionen beeinflussen. Cannabinoide sind nun mal auch lange nachdem das High abgeklungen ist in unserem Körper vorhanden. Das ist der Grund, weshalb Drogentests auch Tage oder sogar Wochen nach dem letzten Joint Spuren von Cannabis feststellen können.

CANNABIS KANN DIE PRODUKTIVITÄT UND ENERGIE STEIGERN

CaCannabis Kann Die Produktivität Und Energie Steigern

Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die auf Cannabis als Motivations-, Produktivitäts- und Lernsteigerung schwören. Die meisten Menschen, die es während der Arbeit nutzen, berichten davon, dass es ihnen dabei hilft, peripheren Stress auszublenden und sie sich dadurch stärker auf ihre Aufgaben konzentrieren können.

Andere sagen, dass es ihnen dabei hilft, mehrere Gedankengänge gleichzeitig zu verfolgen. Um es noch einmal zu verdeutlichen, das alles sind subjektive Bewertungen. Abgesehen davon hilft jede dieser Aussagen dabei, die Vorstellung zu verwerfen, dass Cannabis der sichere Weg in Armut und Misserfolg darstellt. Cannabinoide binden auf natürliche Weise an Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems, was die Kreativität steigern kann und in manchen Fällen die körperliche Leistungsfähigkeit auf das Höchstniveau hebt.

DIE BESTEN SORTEN ZUM LERNEN UND ARBEITEN

Ganz allgemein triggern Sativa-Sorten eine belebendere und produktivere Wirkung als Indica-Sorten. Da es viele verschiedene Sorten gibt, zwischen denen man auswählen kann, macht das Experimentieren fast am meisten Spaß. Hier sind ein paar Vorschläge, die Dich inspirieren könnten.

DURBAN POISON

Durban Poison Dutch Passion

Das südafrikanische Durban Poison ist eine Sativa-Sorte mit einem besonders einzigartigen Geschmack. Der dominante Lakritzgeschmack trägt zu einer verbesserten Stimmung und erhöhtem Energielevel bei, der THC-Gehalt liegt zwischen 8-9%. Das ist genau die richtige Konzentration für eine von Cannabis begleitete Lernsession, die Dich nicht zu dicht werden lässt.

Durban Poison wird ziemlich groß, das macht sie ideal für den Anbau im Freien oder im Treibhaus. Die Blütezeit ist für eine Sativa-Sorte auch ziemlich kurz: Nur 8-9 Wochen! Der Ertrag der Ernte ist schimmelresistent, sehr groß und rein.

SUPER SILVER HAZE

Suoer Silver Haze Zamnesia Seeds

Diese Sorte ist eine der populärsten weltweit. Eine Hybrid-Mischung aus Haze, Skunk und Northern Lights, die kombiniert ein starkes, zerebrales High auslöst. Wie die meisten Sativa-Sorten hat auch Super Silver Haze ein bisschen etwas von einem Wolkenkratzer. Sie kann auch im Innenanbau gezüchtet werden. Beim Innenanbau beträgt die durchschnittliche Ernte zwischen 450-550g/m². Im Freien kann die Ernte viel höher ausfallen, das hängt jedoch von den Wachstumsbedingungen ab.

JACK HERER

Jack Herer Greenhouse Seeds

Der in Gedenken an den Cannabisaktivisten Jack Herer benannte super Sativa-Hybrid hat eine THC-Potenz von 20% und bewirkt starke, mentale Effekte. Als Abkömmling von Haze und Red Skunk beschert diese Sorte reichlich ästhetische Knospen. Die Blüten erinnern an großes, grünes Popcorn mit orangenen Stempeln, die mit einer feinen Schicht Puderzucker überzogen sind. Die Blüten sind zudem extrem harzig und bewirken ein lang anhaltendes High, das für medizinische Konsumenten besonders von Vorteil ist. Jack Herer hat beim 11. Cannabis Cup nicht umsonst den ersten Platz erreicht.

 

         
  Marguerite Arnold  

Geschrieben von: Marguerite Arnold
Mit ihrer jahrelangen Erfahrung in der Schriftstellerei hat sich Marguerite der Erforschung der Cannabis-Industrie und den Entwicklungen der Legalisierungsbewegung gewidmet.

 
 
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