Deutschland Unternimmt Schritte Zur Legalisierung Von Medizinischem Marihuana

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Kategorien : BetäubungsmittelgesetzBlog

Deutschland Unternimmt Schritte Zur Legalisierung Von Medizinischem Marihuana

Mehr und mehr Regierungen der Welt erkennen die Macht von medizinischem Marihuana an und es scheint so, als wäre Deutschland als nächstes dran.

Die Deutschen sind ein lustiges Völkchen, wenn es um den Konsum von Cannabis geht. Sie können gleichzeitig progressiv und auch regressiv sein, deswegen geht es nur stotternd voran. Glücklicherweise scheint man sich jetzt für ein Vorwärts, statt Rückwärts entschieden zu haben und das Land steht jetzt an der Schwelle dazu eine Behörde einzurichten, die die den Zugang zu medizinischem Cannabis für schwerkranke Patienten regulieren soll.

DIE SITUATION HEUTE

Aus heutiger Sicht ist es in Deutschland illegal Cannabis anzubauen, zu besitzen oder auf irgendeine Art zu verwenden. Schwerkranken ist es möglich eine Freistellungsbescheinigung zu erhalten, die es ihnen erlaubt medizinisches Marihuana auf eigene Kosten aus den Niederlanden zu importieren. Derzeit gibt es rund 300-400 todkranke Krebspatienten, die diese Bescheinigung erhalten haben. Doch trotz seines illegalen Status' neigen die meisten Bundesländer in Deutschland dazu, Nutzer nicht zu verfolgen, wenn sie mit bis zu 6 Gramm Marihuana in ihrem Besitz geschnappt wurden - obwohl dies keine ungeschriebene Regel ist und von der Situation (und dem jeweiligen Bundesland) abhängen kann.

DIE NEUE CANNABIS BEHÖRDE

Unter den neuen Vorschlägen, die in den vor kurzem eingebrachten Gesetzentwurf einflossen, findet sich die Einrichtung einer neuen staatlichen Behörde, die den Preis für medizinisches Marihuana regulieren, sowie sicherstellen würde, daß alles angebaute medizinische Standards erfüllt und nur für medizinische Zwecke verwendet wird. Es würde die Verwendung von medizinischem Marihuana zudem einer größeren Gruppe von Schmerzpatienten eröffnen, so daß sie ein Rezept bekommen und es von ihrer Krankenversicherung bezahlen lassen können, anstatt es aus der eigenen Tasche berappen zu müssen.

Der Gesetzentwurf wurde vom Gesundheitsministerium eingereicht und wartet auf die Genehmigung des Kanzleramts, zusammen mit einem separaten Gesetzentwurf zur Änderung des Betäubungsmittelgesetzes, der in den kommenden Monaten erörtert werden wird.

Was dies bedeutet, ist, daß es in nächster Zeit nicht zu einer Änderung in Sachen medizinisches Marihuana kommen wird. Die Änderungen müssen erst durch die Mühlen der Bürokratie, die, wie wir alle wissen, langsam mahlen, bevor tatsächlich etwas passiert und umgesetzt wird.

Allerdings ist es trotzdem eine sehr gute Nachricht und zeigt einen Fortschritt im Lande, wenn es um medizinisches Marihuana geht. Politiker und Minister bestätigen, daß Cannabis als Medizin verwendet werden kann, ohne hinterhältige Tricks oder falsches Spiel. Es ist alles nur eine Frage der Zeit - so scheint es. Hoffen wir, daß nicht noch jemand versucht sich der Änderung in den Weg zu stellen.