Der Cannabiskonsum bei Teenagern sinkt nach der Legalisierung

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Der Cannabiskonsum bei Teenagern sinkt nach der Legalisierung

Es scheint, daß Colorado's Highschool Schüler tatsächlich doch nicht so "high" sind - der Marihuanakonsum bei Teenagern ist nach der Legalisierung rückläufig.

Nach der Erfahrung von dem was viele als die "Hochzeit" halten, kommt nun ans Licht, daß der Marihuanakonsum unter Colorado's Highschool Schülern rückläufig zu sein scheint. Als einer der ersten Orte in der Welt, der Cannabis für den Freizeitgebrauch legalisiert hat, wird Colorado nun von Gegnern und Befürwortern gleichermaßen genauestens beobachtet.

Eine aktuelle Pressemitteilung, die vom Colorado Department of Public Health and Environment verteilt wurde, liest sich so: "Laut den vorläufigen Daten aus der staatlichen alle zwei Jahre stattfindenden Healthy Kids Colorado Umfrage im Jahr 2013 - im ersten Jahr, in dem die Droge für Erwachsene ab 21 legaliesiert wurde - gaben 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler an, im Vormonat Gras konsumiert zu haben und 37 Prozent sagten, daß sie es irgendwann in ihrem Leben getan hatten."

In der gleichen Umfrage im Jahr 2011 wurde bekannt, daß "22 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Droge im letzten Monat und 39 Prozent sie irgendwann probiert hatten. Wenn man nun die Daten von 2009 heranzieht, nach denen "25 Prozent der Schülerinnen und Schüler angaben, daß sie im letzten Monat Gras konsumiert hatten und 45 Prozent sagten, sie hätten es irgendwann einmal getan," dann kann man sehen, das sich ein Abwärtstrend entwickelt. Tatsächlich ist dieser Rückgang bei den Teenagern ein Schlag ins Gesicht der landesweiten Trends, die so aussehen, daß der Konsum bei Teenagern steigt. Auch hier scheint es, daß das Verbot das genaue Gegenteil von dem bewirkt, was man erhofft.

Doch zu diesem Zeitpunkt ist es noch zu früh, um sicher sagen zu können, daß dieser "jährliche Rückgang eine statistisch signifikante Veränderung darstellt" - er hat jedoch eine hitzige Debatte entfacht, an der sich Befürworter auf beiden Seiten des Tisches beteiligen. Die Unterstützer der Marihuana Legalisierung argumentieren, daß der Konsum bei Minderjährigen sinken wird, wenn die Staaten strengere Kontrollen anordnen.

Mason Tvert, der Pressesprecher des Marihuana Policy Projects bekundete umgehend seine Unterstützung für die jüngsten Statistiken, wobei er sagte "wieder einmal hat sich die Behauptung als unbegründet erwiesen, daß die Regulierung von Marihuana Colorado in Schutt und Asche legen würde." Herr Tvert wurde dann später mit diesen Worten zitiert: "Wie oft müssen sich die Unterstützer des Verbotes von Marihuana noch als falsch erweisen, bevor sie aufhören zu verkünden, daß unsere Marihuana Gesetze den Konsum bei Teenagern erhöhen?"

"Der Rückgang des Konsums bei Teenagern spiegelt die Tatsache wider, daß die örtlichen und staatlichen Behörden viel mehr Kontrolle über Marihuana haben, als je zuvor."

Gegner von Herrn Tvert reagierten schnell mit einer Antwort nach ihrem eigenen "Geschmack" (in Ermangelung eines besseren Wortes) - weil sie fürchten, daß ein Rückgang die Wahrnehmung über den mit der Droge assoziierten Schaden unweigerlich zu einer Zunahme des Konsums bei Teenagern führen wird. Kevin Sabet, Mitbegründer der Anti-Legalisierungsgruppe "Smart Approaches to Marihuana" war daran interessiert, diesen Punkt zu wiederholen, aber auch daran, die Glaubwürdigkeit der Statistiken zu widerlegen. "Kein Statistiker würde das als einen Rückgang interpretieren." Herr Sabet beschuldigte die Legalisierungsbefürworter, sie wollten die Öffentlichkeit mit den Zahlen "verwirren" und sie "so hindrehen, daß sie nach einem Rückgang des Konsums bei Teenagern aussehen," was Herr Sabet stark bezweifelt.

Der Kampf geht weiter, aber die Zahlen haben sich deutlich auf eine Seite geschlagen.

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