Cannabis in Großbritannien: Neuer Drogenminister offen für die Legalisierung?

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Cannabis in Großbritannien: Neuer Drogenminister offen für die Legalisierung?

Großbritannien hat vor kurzem einen neuen Drogenminister ernannt, der für die Idee der Legalisierung von Cannabis offen ist. Könnten wir in Großbritannien bald einen bedeutenden Schritt in der Entkriminalisierung oder gar Legalisierung von Cannabis sehen?

Großbritannien hat vor kurzem einen neuen Drogenminister ernannt, der für die Idee der Legalisierung von Cannabis offen ist. Könnten wir in Großbritannien bald einen bedeutenden Schritt in der Entkriminalisierung oder gar Legalisierung von Cannabis sehen?

Die Koalitionsregierung aus Konservativen und Liberaldemokraten hat gerade einen Liberaldemokraten zum Drogenminister ernannt, Norman Baker. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, steht er der Legalisierung von Marihuana offen gegenüber, sollte es genügend Beweise geben, um dies zu unterstützen.

Baker's Vorgänger, Jeremy Browne, ein anderer Liberaldemokrat, war stark gegen die Legalisierung von Marihuana. Er bleibt dabei, daß es heute viel stärker ist, als es früher war und daher eine größere Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellt. Es ist zwar richtig, daß das Cannabis von heute stärker ist, doch das an sich ist keine schlechte Sache. Wenn überhaupt, ist es eher eine positive Entwicklung, da weniger Rauch eingeatmet muß, um den gleichen Effekt zu erzielen. Besonders vor dem Hintergrund von immer mehr Studien, die das Heilungspotenzial von Cannabis aufzeigen, ist eine erhöhte Wirksamkeit eine sehr willkommene Entwicklung.

Baker auf der anderen Seite hält daran fest, daß Marihuana für die Gesellschaft und das Individuum keine größere Bedrohung darstellt, als Tabak oder Alkohol, wobei er befürwortet, daß die Polizeibehörden ihren Fokus auf härtere Drogen lenken sollten, statt Ressourcen auf das Verhaften von Kiffern zu verschwenden. Obwohl dies eine wesentlich progressivere Ansicht ist, als die seines Vorgängers, ist es schwer, nicht darauf hinzuweisen, daß die Forschung gezeigt hat, daß Cannabis für den Einzelnen und die Gesellschaft bei weitem weniger schädlich ist, als Tabak und Alkohol. Obwohl sie auf die gleiche Stufe zu stellen immer noch besser ist, als Cannabis rundweg abzulehnen, ist es immer noch keine ausreichende Beurteilung von Cannabis.

Es geht voran

Es ist zu beachten, daß, obwohl Baker technisch nicht gegen die Legalisierung von Cannabis ist, er erklärt hat, daß es zur Zeit nicht sein Hauptziel sei und er nicht plane, ihm besondere Aufmerksamkeit zu schenken, es aber auf jeden Fall in Betracht gezogen werden sollte. Das Innenministerium führt noch immer seine Forschung über die Drogenpolitik durch, die in diesem Jahr begann, welche auch die Verwendung von Marihuana beinhaltet. Bevor diese nicht abgeschlossen ist, ist es unwahrscheinlich, daß Baker eine Änderung der britischen Politik in Erwägung ziehen könnte.

Insgesamt werden dies für die meisten sehr ermutigende Nachrichten sein. Es zeigt ein weiteres Fortschreiten auf dem langen Weg zur Beseitigung des Verbots von Cannabis. Wir kommen der Sache einen kleinen Schritt näher.

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