Den Richtigen Behälter Für Cannabispflanzen Auswählen

Zu gewährleisten, dass Deine Schönheiten einen zuverlässigen und sicheren Behälter haben, ist eine wichtige, aber oftmals übersehene Aufgabe. Die Art des von Dir gewählten Behälters, sein Material und seine Größe haben alle eine erhebliche Auswirkung auf die Art und Weise, wie Deine Pflanze wächst.

Richtigen Behälter Cannabispflanzen

Pflanzbehälter für Cannabis gibt es in allen Formen und Größen und sie werden aus allen möglichen Arten von Materialien gefertigt. Falls Du sparen musst, könntest Du Dir einfach simple Plastikbehälter aus dem 1-Euro-Shop kaufen. Oder Du entscheidest Dich bei Deinem Anbau für Air Pots oder andere ausgeklügeltere Pflanzbehälter. Was sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Topfarten? Welche solltest Du Dir holen? Und welche Größe ist für Deine Pflanzen die richtige? Nun, lass es uns herausfinden!

Wie Man Die Richtige Topfgröße Bestimmt

Wie Man Die Richtige Topfgröße Bestimmt Cannabis

Das vielleicht Wichtigste bei der Auswahl der Behälter für Dein Cannabis ist die Größe. Cannabis bildet besonders lange Wurzeln aus, die reichlich Platz benötigen, um wirklich zu gedeihen. Wenn Du Cannabis in einem zu kleinen Behälter anbaust, kann dies Ringwurzeln bei Deinen Pflanzen verursachen, was zu gehemmtem Wachstum führt.

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In einer typischen Cannabis-Plantage variieren die Behältergrößen zwischen 4 und 14 Litern. Die exakte Größe, für die Du Dich entscheidest, wird von der von Dir angebauten Sorte (je größer die Pflanze, desto mehr Raum ist vonnöten) und Deinem verfügbaren Platz abhängen.

Ein Topf, der zu klein ist, wird sich negativ auf das Wachstum der Pflanze und letztendlich auf Deinen Ertrag auswirken. Aber ein Pflanzgefäß, das zu groß ist, wird nicht wirklich nützlich sein, es sei denn Deine Pflanze hat das Potenzial, es auszufüllen.

Wichtig ist, dass den Wurzeln Deines Cannabis niemals der Platz ausgeht. Als Faustregel gilt, dass es das Beste ist, die größten Behälter auszuwählen, die in Deinen Anbaubereich passen. So musst Du Dich nie darum sorgen, dass Dein Cannabis Ringwurzeln entwickeln könnte.

Die folgende Liste stellt das theoretische Idealvolumen dar, das Deine Cannabispflanze auf ihrem Alter basierend benötigt:

0–1 Woche Anzuchtwürfel
1–6 Woche 10cm Topf
6–8: Woche 10l-Behälter
2–3 Monate 14l-Behälter
3–8 Monate 22l-Behälter
8–16 Monate 45l-Behälter

Anmerkung: Für Autoflowers empfehlen wir kein Umtopfen, da es Pflanzen einen vorübergehenden Schock durchleben lässt und ihr Wachstum verlangsamt. Pflanze Deinen Sämling einfach von seinem Anzuchtwürfel in seinen finalen Topf oder säe direkt in den Topf selbst. Bei photoperiodischen Pflanzen ist es das Beste, nur ein paar Mal umzutopfen, sodass man keinen übermäßigen Schaden anrichtet oder die Wachstumsphase zu sehr verlängert.

Beachte bitte auch, dass dies nur Vorschläge sind. Ein großes Format mag nicht immer praktisch sein, vor allem wenn Du indoor anbaust. Deine Pflanzen benötigen diese Größen vielleicht nicht unbedingt, um zu gedeihen, und es müssen oft Kompromisse eingegangen werden, um Platz zu sparen. Im Freien kannst Du Dich alternativ auch dafür entscheiden, einfach in den Boden zu pflanzen; auf diese Weise gibt es von vornherein keine Einschränkungen für die Wurzelbildung. Andererseits verlierst Du die Flexibilität, Deine Pflanzen bewegen zu können, falls ein Missgeschick passieren sollte, was äußerst umständlich oder sogar katastrophal sein kann.

Unterschiedliche Arten Von Behältern

Unterschiedliche Arten Von Behältern

Lass uns als Nächstes die verschiedenen Arten von Pflanzenbehältern ansehen, die verfügbar sind. Es ist hierbei das Material, aus dem der Topf besteht, zu berücksichtigen – wie zum Beispiel Plastik, Ton, Holz, Metall und sogar Pflanzenfaser. Bedenke aber, dass es kein Behältermaterial gibt, das das "Beste" ist, da jedes seine Vor- und Nachteile hat.

Tontöpfe (Terrakotta-Töpfe) werden Deiner Erde zum Beispiel die Feuchtigkeit entziehen, weshalb Du mehr gießen musst. Metallbehälter können rosten, zu viel Hitze speichern und sogar Kontaminationen verursachen. Holzbehälter sind wirklich gut für Cannabis, sind aber häufig sehr groß und teuer. Die gängigste Wahl sind Kunststofftöpfe. Diese sind kostengünstig, langlebig und sauber. Sie sind nichts Besonderes, aber sie erfüllen ihren Zweck.

Kunststofftöpfe

Kunststofftöpfe Cannabis

Du kannst Kunststofftöpfe so ziemlich überall für wenig Geld bekommen. Abgesehen von den oben erwähnten Erwägungen hinsichtlich der Größe musst Du nicht viel beachten, wenn Du einen Plastikbehälter für Dein Cannabis finden willst.

Wenn Du Cannabis indoor anbaust, willst Du Dich vielleicht für rechteckige Töpfe und nicht die normalen runden entscheiden. Obwohl Letztere absolut in Ordnung sind, erlauben Dir rechteckige Töpfe, Deinen zur Verfügung stehenden Anbauraum besser auszunutzen. Manche rechteckige Pflanzgefäße für den Cannabisanbau sind besonders tief. Diese sind gut geeignet, um das Wachstum von einzelnen Exemplaren zu maximieren, da die Wurzeln tiefer eindringen und die Pflanzen größer werden können.

Eine Überlegung beim Outdoor-Anbau: Entscheide Dich für weiße Töpfe, da diese weniger Wärme wie schwarze oder graue Behälter speichern.

Plus  Vorteile:

  • Preiswert
  • Man kann leicht Löcher hineinstechen
  • In vielen Größen und Farben erhältlich

Min  Nachteile:

  • Nicht sehr robust, können Risse bekommen
  • Schützen Wurzeln nicht vor extremen Temperaturen

Stofftöpfe Aka Smart Pots

Stofftöpfe Aka Smart Pots Cannabis

Stofftöpfe, auch "Smart Pots" genannt, sind aus pflanzlichen Stoffen gefertigte Pflanzbehälter. Wenn die Wurzeln die Seiten des Topfes erreichen, werden sie von dem porösen Stoff eingeschlossen und auf natürliche Weise von der äußeren Luft gestutzt. Dieses "Luftbeschneiden" fördert sogar das Wurzelwachstum und verhindert Ringwurzeln (das heißt, sie entwachsen ihren Töpfen nicht). Ein weiterer Vorteil von Stofftöpfen ist, dass es aufgrund ihrer porösen Struktur nahezu unmöglich ist, Deine Pflanzen zu überwässern.

Der Hauptnachteil von Stofftöpfen ist, dass sie schneller als gewöhnliche Töpfe austrocknen. Du wirst sie häufiger gießen oder größere Töpfe mit mehr Erde verwenden müssen, damit dies nicht geschieht. Stofftöpfe sind zudem weniger robust als normale Pflanzgefäße. Da sie eher wie Säcke sind, können sie leichter umkippen.

Plus  Vorteile:

  • Fördern ein gesundes Wurzelsystem
  • Wurzeln haben besseren Zugang zu Luft und Sauerstoff
  • Viel schwerer zu überwässern

Min  Nachteile:

  • Töpfe trocknen rasch aus
  • Können umkippen

Terrakotta-Töpfe (Tontöpfe)

Terrakotta-Töpfe (Tontöpfe) Cannabis

Wenn Du diese normalen klassischen Blumentöpfe beschaffst, wirst Du sie zusammen mit einem passenden Untersetzer holen wollen. Der Untersetzer fängt Dein unter dem Topf abfließendes Wasser auf.

Man sollte über diese Art von Töpfen wissen, dass sie am Boden Drainage-Löcher haben müssen, um Vernässung zu vermeiden. Nicht alle Töpfe sind mit Löchern ausgestattet; oftmals wirst Du sie selbst durchstechen müssen, bevor Du Deine Pflanzen anbaust. Wenn Du mit Kunststoff arbeitest, ist dies viel einfacher, und bei Stofftöpfen ist es nicht nötig. Erspare Dir den Ärger, Deine Behälter zu zerbrechen, indem Du Tontöpfe mit vorgefertigten Löchern kaufst.

Pflanzgefäße aus Terrakotta oder Ton sind schwerer als Kunststofftöpfe, aber sie können eine gute Wahl sein, da Terrakotta überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen und speichern kann. Dies bietet einen Kühleffekt, der den Wurzeln Deiner Pflanze in den heißen Sommermonaten nützen wird. Kleiner Nachteil: Du könntest öfter gießen müssen.

Plus  Vorteile:

  • Natürlicher Kühleffekt
  • Ästhetik
  • Schweres Gewicht kann robuste Pflanzen stützen

Min  Nachteile:

  • Löcher zu bohren, kann schwierig sein
  • Hohes Gewicht erschwert, die Pflanzen zu bewegen

Air Pots

Air Pots Cannabis

Air Pots ähneln Smart Pots. Durch das Luftbeschneiden der Wurzeln verhindern Air Pots Ringwurzeln, während sie darüber hinaus optimales Wachstum unterstützen. Der Unterschied ist, dass Air Pots aus Kunststoff mit Öffnungen an den Seiten anstatt aus einer Art Stoff gefertigt sind.

Obwohl sie dem Wachstum Deiner Cannabispflanzen auf den zuvor erwähnten Wegen in hohem Maße nützen, haben Air Pots dieselben Nachteile wie Stofftöpfe. Du wirst häufiger gießen müssen, da an den Seiten durchsickerndes Wasser die Erde schneller austrocknen lassen kann. Das Positive ist, dass sie stabiler als Stofftöpfe sind. Anmerkung: Wenn Du indoor anbaust, willst Du Air Pots vielleicht auf große Untersetzer stellen, um den Abfluss zu sammeln.

Plus  Vorteile:

  • Gesunde Wurzeln aufgrund von Luftbeschneiden
  • Gute Drainage

Nachteile:

  • Teuer
  • Erfordern mehr Gießen

Tipps Für Den Anbau Von Cannabis In Töpfen

Tipps Für Den Anbau Von Cannabis In Töpfen

Ungeachtet der Art, für die Du Dich entscheidest, folgen hier einige abschließende Tipps für den Anbau von Cannabis in Töpfen:

  • Separiere Die Pflanzen

Idealerweise wirst Du einen Behälter für jede Pflanzen verwenden wollen. Dies vermeidet Konkurrenz unter den Wurzelsystemen und ermöglicht Dir, für jede Pflanze individuell zu sorgen. Eine Pflanze pro Topf wird später außerdem das Umtopfen erleichtern. Falls die Erde in einem Topf kontaminiert, überwässert/-düngt, mit Schädlingen befallen etc. sein sollte, wird der Rest Deiner Pflanzen nicht darunter leiden, wenn jede Pflanze ihren eigenen Topf bekommt.

  • Sorge Dafür, Dass Deine Töpfe Löcher Im Boden Haben

Es sei denn Du kennst Dein Cannabis sehr gut und kannst genau abschätzen, wie viel Wasser jede Pflanze braucht, ist es am besten, einen Behälter mit Löchern/Perforationen im Boden zu kaufen. Genau genommen solltest Du Dir Dein Leben trotzdem einfacher machen und Dich für Löcher entscheiden, selbst wenn Du genau weißt, wie viel sie brauchen. Dies ermöglicht überschüssigem Wasser, abzufließen, und Sauerstoff, durch das Nährmedium zu strömen, was die Wahrscheinlichkeit von Wurzelfäule verringert – ein Problem, das auftritt, wenn die Erde zu lange zu nass bleibt.

  • Hole Dir Passende Untersetzer Für Deine Töpfe

Indem Du Deine Behälter auf Untersetzer stellst, kannst Du den Abfluss auffangen und sicherstellen, dass Deine Pflanzen nicht vernässt werden. Wähle ausreichend große Untersetzer aus, um den ganzen aus dem Boden und womöglich den Seiten Deiner Töpfe herauskommenden Abfluss aufzufangen. Eine große Schale kannst Du sogar unter mehrere Töpfe stellen, um Dir die Arbeit zu erleichtern. Sorge nur dafür, die Untersetzer regelmäßig zu leeren!

Happy growing!