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Die Wachstumsphase Beim Cannabisanbau

Die Wachstumsphase Beim Cannabisanbau

Die Wachstumsphase, auch vegetative Phase genannt, beginnt in dem Moment, in dem der Setzling an der Erdoberfläche sichtbar wird und dauert bis zum Beginn der Blütephase. Während der vegetativen Phase entwickeln sich Cannabispflanzen von winzigen Setzlingen zu mächtigen Pflanzen. Es entwickeln sich Fächerblätter, die Licht für die Fotosynthese absorbieren, womit die Pflanze die benötigte Energie erzeugt.

Der Stamm wird dicker, unterstützt die Struktur der Pflanze und schützt sie außerdem in einer windigen Umgebung. Die verschiedenen Sorten entwickeln während des Wachstums unterschiedliche Wachstumsmerkmale. Manche Pflanzen produzieren einen dicken Stamm, andere sind dünner. Die Pflanzen einiger Sorten, wie zum Beispiel autoflowering Sorten, werden recht klein und erreichen eine Höhe von ungefähr 30-100cm.

Sativadominierte photoperiodische Sorten können allerdings bis zu 400cm groß werden. Je nach Genetik der Pflanze können Anzahl, Form und Größe der Blätter variieren. Indica-Sorten, zum Beispiel, entwickelten sich unter den rauen Bedingungen zwischen den Bergen der Region Hindukusch und einem wüstenähnlichen Klima. Infolgedessen entwickelten ihre Pflanzen als Abwehrmechanismus breite und große Blätter, um Wasser zu speichern und ihre Blüten vor der heißen Sonne zu schützen. Sativa-Sorten bringen Pflanzen mit dünneren Blättern hervor, um in der tropischen und feuchten Klimazone, aus der sie ursprünglich stammen, für genügend Respiration sorgen zu können. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die Grundlagen für eine robuste und starke Wachstumsphase für Cannabispflanzen.

GRUNDLAGEN UND LOGISTIK

Grundlagen Und Logistik

Die Wachstumsphase sollte als ein Fundament angesehen werden, auf dem sich unsere geliebten Blüten entwickeln können. Werden die Pflanzen groß, stark, gesund und widerstandsfähig, geben sie ihren Blüten die Möglichkeit, ihr Potenzial und ihre Qualität zu maximieren. Die Wachstumsphase kann aus logistischen Gründen an die Umgebung angepasst werden. Die Äste können gebogen und abgebunden werden, um mit den Bedingungen eines kleinen Anbauraums zurechtzukommen.

  • IM FREIEN

Zunächst betrachten wir die Grundlagen für den Anbau von Cannabispflanzen im Freien. Dafür sollte man eine geeignete Sorte für die jeweilige Klimazone, in der Du die Pflanzen anbauen willst, auswählen. In der Regel wachsen sativadominierte Sorten besser in einer tropischen Klimazone, während sich indicadominierte Pflanzen in einer trockenen und heißen Umgebung wohlfühlen. Als Richtlinie für die Auswahl der richtigen Cannabissorte kann man die Klimaklassifikation nach Köppen zu Hilfe nehmen. Draußen haben es die Pflanzen außerdem mit einer Reihe von Insekten zu tun. Gegen Schädlinge widerstandsfähige Sorten sind dabei ideal. Sorten, die Pflanzen mit jeder Menge Trichome produzieren, eignen sich besonders gut, denn sie helfen dabei, die Temperatur der Pflanzen zu kontrollieren und die Terpene fungieren als Abwehrmittel gegen Insekten und Schädlinge. Falls nötig, kann man während der Wachstumsphase auch auf organische Insektizide zurückgreifen.

Je nach Größe der Pflanze, kann eine Unterstützung der Äste erforderlich sein. Manche sativadominierte Sorten entwickeln sich während des Wachstums zu richtigen Bäumen. Obwohl man dabei im Freien keine räumliche Begrenzung zu befürchten hat, können die Äste unter ihrem Eigengewicht abbrechen, wenn die Pflanzen zu groß werden. Von daher kann es eine gute Idee sein, die Äste anzubinden. Außerdem kann man Topping-Techniken anwenden, was buschigere und stabilere Pflanzen zur Folge hat.

  • IM ANBAURAUM

In den meisten Anbauräumen steht den Pflanzen in der Wachstumsphase nur ein begrenztes Platzangebot zur Verfügung. Beim Anbau im Innenbereich greifen Anbauer deshalb oft auf Indica- oder autoflowering Sorten zurück, denn diese entwickeln relativ kleine Pflanzen. Pflanzen mit typischen Sativa-Eigenschaften sind schwierig anzubauen, denn sie breiten sich im Anbauraum wie die Pflanzen aus dem Film Jumanji aus. Nachdem sie in die Blüte geschickt wurden, können die Pflanzen von Sativa-Sorten das dreifache an Höhe zulegen. Um in einem Anbauraum die Höhe während des Wachstums kontrollieren zu können, bedienen sich Anbauer der SOG- und ScrOG-Technik, um die Wachstumsrichtung der Pflanzen in eine bestimmte Richtung zu lenken. Diese Techniken sind eher etwas für fortgeschrittene Anbauer. Ehe sich unerfahrene Hanffarmer mit diesen Techniken beschäftigen, sollte durch ein paar Ernten erst einmal Erfahrung gesammelt werden.

DAUER DER WACHSTUMSPHASE UND LICHTZYKLUS

Dauer Der Wachstumsphase Und Lichtzyklus

  • WACHSTUM IM FREIEN

Unter freiem Himmel muss man man mit der Wachstumsphase innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens beginnen. Wenn man Cannabispflanzen für 5 Monate wachsen lassen will, sollten sie 5 Monate vor dem Herbstanfang eingepflanzt werden, denn zu diesem Zeitpunkt beginnen photoperiodische Sorten zu blühen.

Beginnt der Herbst beispielsweise im August und man will die Pflanzen 5 Monate lang wachsen lassen, sollten die Samen im März ausgesät werden. Die Dauer der Wachstumsphase hängt größtenteils von der Sorte und den eigenen Vorlieben ab. Wenn Anbauer richtig große Pflanzen haben wollen, behalten sie sie eine lange Zeit in der Wachstumsphase. Sollen die Pflanzen möglichst klein bleiben, werden sie in einem zeitlich kürzeren Abstand zum Herbstanfang eingepflanzt. Autoflowering Cannabissorten, denen eine Ruderalis-Genetik zugrunde liegt, haben aufgrund ihrer Entwicklung in kälteren Klimazonen eine sehr kurze Wachstumsphase. Aus diesem Grund sollten sie während den zwei Monaten mit den meisten Sonnenstunden eingepflanzt werden, da die kleinen und schnell wachsenden Pflanzen dann am besten gedeihen können.

  • WACHSTUM IN EINEM ANBAURAUM

In einem Anbauraum sind die Pflanzen nicht von einer Änderung der Jahreszeiten abhängig, um mit der Blüte zu beginnen. Deshalb kann man einfach irgendwann mit der Wachstumsphase beginnen und sie für eine unbestimmte Zeit lang darin belassen. Um massive Pflanzen zu erhalten, sollte man sie, genau wie die Pflanzen im Freien, für lange Zeit im Wachstum behalten. Während des Wachstums erhalten Cannabisflanzen in der Regel 18 Stunden Licht und 6 Stunden komplette Dunkelheit.

Innerhalb der Grower-Gemeinde herrscht Übereinstimmung darüber, dass während der Wachstumsphase mit einem Lichtzyklus von 18/6 die besten Ergebnisse erzielt werden können. 18 Stunden Licht signalisieren der Pflanze, dass sie sich im Frühling und Sommer befindet, weshalb sie an Größe zulegt. Indem ein Lichtzyklus von 18/6 beibehalten wird, können Anbauer ihre Pflanzen für unbestimmte Zeit in der Wachstumsphase behalten.

Mutterpflanzen (Cannabispflanzen, von denen Klone entnommen werden) dürfen nicht in die Blütephase übergehen, weshalb sie sich für immer in der vegetativen Phase befinden. Autoflowering Pflanzen werden in einem Anbauraum oft einer ausgedehnten Lichtphase von 20-24 Stunden pro Tag ausgesetzt. Der Grund dafür ist, dass autoflowering Pflanzen nicht von der Photoperiode abhängig sind. Da ihre genetische „Wachstumsuhr“ nach der Keimung zu ticken beginnt, kann ihre Wachstumsphase nicht manipuliert werden.

  • IN EINEM GEWÄCHSHAUS

In einem Gewächshaus wird Sonnenlicht als Energiequelle für die Pflanzen genutzt, weshalb der dortige Anbau von Pflanzen unter die Kategorie "im Freien" fällt. Trotzdem haben Anbauer in einem Gewächshaus mehr Kontrolle über über die Dauer der Lichtversorgung. Zusätzliche Lichtquellen können dafür sorgen, die Pflanzen länger in der vegetativen Phase zu behalten, während spezielle Abdeckungen dazu benutzt werden können, Sonnenlicht fernzuhalten und das Wachstum zu verkürzen.

BEWÄSSERUNG IN DER WACHSTUMSPHASE

Bewässerung In Der Wachstumsphase

Zu Beginn des Wachstums müssen die Pflanzen nicht so oft bewässert werden, denn kleine Pflanzen können ohnehin nur sehr kleine Mengen aufnehmen. Da die Wasserversorgung je nach Anbaumedium erheblich variiert, kann man nicht genau sagen, wie oft die Pflanzen bewässert werden sollten. Die Pflanzen sollten nicht zu viel und nicht zu wenig Wasser bekommen, wobei es sich empfiehlt, mit eher weniger Wasser zu arbeiten. Überwässerte Pflanzen sind so gut wie verloren, während eine Unterversorgung mit Wasser ganz einfach wieder ausgeglichen werden kann. In diesem Fall gilt: Weniger ist mehr. Das Wasser sollte eine Temperatur von ungefähr 20°C haben.

NÄHRSTOFFE WÄHREND DES WACHSTUMS

Stickstoff! Der wichtigste Nährstoff, den Pflanzen während der Wachstumsphase benötigen, ist Stickstoff. Das N-P-K Verhältnis (Stickstoff-Phosphor-Kalium) sollte ungefähr 2:1:1 betragen. Anbauer haben allerdings unterschiedliche Vorlieben und Zusammensetzungen. Als Daumenregel gilt: Haben die Blätter eine gesunde grüne Farbe und fallen nicht ab, ist der Nährstoffgehalt genau richtig.

DIE BESTEN BEDINGUNGEN FÜR DEN ANBAURAUM WÄHREND DER WACHSTUMSPHASE

• Belichtung: Das beste Licht für die Wachstumsphase in einem Anbauraum liefern LED- und Natriumdampf-Hochdrucklampen. Auf einer kleineren Plantage können auch CFL-Lampen verwendet werden.

• Temperatur: Wenn die Wurzeln weit in die kühle Erde ragen, kommen Pflanzen im Freien mit heißeren Temperaturen bis zu 38°C zurecht. Die perfekte Temperatur für Pflanzen in einem Anbauraum liegt zwischen 21-29°C. In der Nacht sollten die Temperaturen etwas niedriger sein und zwischen 17-21°C betragen.

• Feuchtigkeit: Während der Wachstumsphase kommen Cannabispflanzen mit einer höheren Luftfeuchtigkeit zurecht. Es empfiehlt sich eine Luftfeuchtigkeit von ungefähr 60%.

• pH: Bei Cannabispflanzen, die in Erde angebaut werden, sollte der pH-Wert zwischen 6-6,5 liegen. Beim Anbau in einer Hydroponik-Anlage liegt der optimale Wert bei 5,5-5,8.

• Belüftung: Während des Wachstums ist es wichtig, für eine Luftzirkulation auf der Plantage zu sorgen. Sowohl im Freien als auch in einem Anbauraum müssen die Pflanzen einer leichten Brise ausgesetzt werden, damit sie CO₂ aufnehmen und O₂ abgeben können.

Die Besten Bedingungen Für Den Anbauraum Während Der Wachstumsphase

DAS GESCHLECHT DER PFLANZEN

In der letzten Phase des Wachstums lässt sich das Geschlecht der Cannabispflanzen feststellen. Wenn Du Pollensäcke entdeckst, handelt es sich dabei um männliche Pflanzen, die sofort entfernt werden müssen, falls Du ein erstklassiges Endprodukt anstrebst. Wenn die weiblichen von den männlichen Pflanzen bestäubt werden, konzentrieren sich die Pflanzen auf die Produktion von Samen und weniger auf die Produktion von THC.

Werden die männlichen Exemplare entfernt, sodass sich auf der Plantage nur noch weibliche Pflanzen befinden, sollte man trotzdem nach Pollensäcken in der Form einer Banane Ausschau halten. Diese können unter stressigen Bedingungen auch bei weiblichen Pflanzen vorkommen. Werden sie rechtzeitig entdeckt, müssen sie chirurgisch entfernt werden, ohne dass dabei Pollen austreten können. Das könnte nämlich die gesamte Plantage zunichte machen.

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