Wie man sich auf ein psychedelisches Abenteuer in der Natur vorbereitet

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Wie man sich auf ein psychedelisches Abenteuer in der Natur vorbereitet

Die Natur ist einer der schönsten Orte, um Psychedelika zu erleben. Mit nur ein paar Vorbereitungen kannst Du das Beste aus Deiner Reise herausholen.

Es gibt viele Meinungen darüber, was ist der beste Weg ist, um einen Trip zu erleben. Für Tim Leary ist es das Schwimmen in einem Isolationstank, wodurch alle körperlichen Empfindungen auf ein Minimum reduziert werden. In südamerikanischen Traditionen werden Psychedelika oft rituell in einem feierlichem Rahmen genommen, wodurch eine verstärkte Synergie unter den Teilnehmern geschaffen wird. In den 60er Jahren wurde LSD bei Versammlungen und festlichen Zusammenkünften eingenommen. Und heute sind die Open Air Festivals die abgehobensten Plätze, die es gibt. Aber für die, die eine ruhigere und verwurzeltere Erfahrung bevorzugen, wird die Wildnis den exquisitesten psychedelischen Hintergrund bieten.

In der Natur auf einen Trip zu gehen eröffnet eine ganz neue Wahrnehmung der Schönheit der Umgebung und des unglaublich feinen Netzes des Lebens. Besonders Entheogene, die aus oder in dem Boden wachsen, wie Pilze, magische Trüffel, Kakteen, Salbei, Ayahuasca usw. neigen in der Regel dazu, ein tiefes Gefühl der Verbundenheit zu erzeugen, die etwas anderes ist, als die kristalline Natur synthetischer Substanzen wie LSD, MDMA oder 2CB. Um das Beste aus Deinem Abenteuer in der Natur zu machen, sollten ein paar grundlegende Vorbereitung getroffen werden:

1. Faste, bevor Du auf einen Trip gehst

Fasten lohnt sich, tatsächlich. Einige nehmen 12-24 Stunden vorher gar keine Nahrung zu sich, andere ein leichtes Frühstück und dann etwas Obst zum Mittag. Es liegt bei Dir, die Balance zwischen genügend Energie und einem leeren Magen zu finden. Der Trip wird stärker, klarer und weniger Übelkeit erregend, wenn man ihn mit nüchternem Magen erlebt.

2. Wenn Du mit Psychedelika keine Erfahrung hast, habe einen nüchternen Freund bei Dir

Für den erfahrenen Psychonauten besteht zwar keine Notwendigkeit für einen Tripsitter, doch für angehende kann ein nüchterner Freund sehr hilfreich sein. Ein guter Begleiter kann solche Dinge machen wie Autofahren, mit Leuten umgehen oder einfach nur da sein, um die gute Stimmung mit ihm zu teilen. Ganz offensichtlich ist es besser für den Tripsitter, nüchtern zu bleiben oder nur eine sehr kleine Dosis zu nehmen, um sich gerade so einzustimmen.

3. Wähle den richtigen Ort

Wie das Sprichwort schon sagt, Stimmung und Umgebung werden den Trip bestimmen. Stimmung ist, was Du mit einbringst und die Umgebung ist alles, was sich um Dich herum abspielt. Beim Trippen in der Natur wähl einen Ort, der schön ist, nicht voller Menschen und nicht gefährlich. Ein hübscher Ort bietet Möglichkeiten für Spaziergänge, überrascht Dich mit seiner schieren funkelnden Schönheit und verführt dazu, versteckte Wege und Pfade zu erkunden. Da Du den Drang verspüren könntest, Dich im Schmutz zu wälzen, einen Baum zu umarmen oder mit einem Felsen zu sprechen, vergewissere Dich, daß keine Menschen da sind, die denken könnten, daß Du den Verstand verloren hast. Und offensichtlich sollte der Ort nicht gefährlich sein. Du willst nicht der Typ sein, der in die Schlagzeilen kommt, weil er auf einem Trip auf Zauberpilzen von der Klippe gefallen ist.

4. Bring ein paar unentbehrliche Sachen mit

Du brauchst es nicht zu übertreiben, aber einige Sachen sind auf jeden Fall nützlich. Wenn sie nicht in einen kleinen Rucksack passen, nimmst Du wahrscheinlich zu viel mit.

Sonnenschutz
Wenn Du ehrfürchtig ergriffen durch einen Märchenwald wandelst, ist es sehr leicht, die Intensität der Sonne zu vergessen und sich einen Sonnenbrand oder Hitzschlag einzufangen. Das ist nicht lustig, also setz besser einen Hut auf und/oder trag etwas Sonnenschutzmittel auf, bevor Du Dich auf das Abenteuer begibst.

Wasser
Du magst auf dem Trip nicht das Gefühl haben, besonders durstig zu sein. Trinken kommt Dir vielleicht nicht einmal in den Sinn, aber wenn Du runterkommst, könntest Du nach einem Schluck Wasser lechzen. Bleib hydriert.

Lebensmittel
Sogar noch mehr als mit dem Wasser, wirst Du auf dem Trip auf keinen Fall etwas essen wollen. Höchstwahrscheinlich wirst Du es sowieso nicht wollen, doch selbst wenn, versuche, zu widerstehen. Die Verdauung ist auf einem Trip verlangsamt und Lebensmittel bringen Dich runter und sorgen dafür, daß Du Dich schwer und träge fühlst. Aber wenn Du runterkommst, kann ein Snack göttlich sein. Die am besten geeigneten Snacks sind frisches Obst, Trockenfrüchte und Nüsse.

Dinge für den kreativen Ausdruck
Abhängig von der Dosis könntest Du auf dem Höhepunkt des Trips mit Visionen überflutet werden und ziemlich damit beschäftigt sein, Deinen Geist zu beobachten. Aber sobald man das Plateau erreicht, fließen die kreativen Säfte und etwas dabei zu haben, das Spaß macht, könnte einfach perfekt sein. So einfache Dinge wie ein Zeichenblock oder eine kleine Trommel können dem Trip eine ganz andere Richtung geben. Ein Musikinstrument zu spielen kann zu einem Medium werden, das den Trip führt und Jonglieren kann ein außerordentlicher Spaß sein, wenn Deine Sinne fein abgestimmt sind. Bring etwas mit, mit dem Du gerne Zeit verbringst.

Nach dem Trip

Es sollte selbstverständlich sein, daß Du kein Fahrzeug führen solltest. Auch wenn Du Dich gut und nüchtern fühlst, sind Deine Puplillen wahrscheinlich riesig und Dein Geist ist immer noch dort draußen. Öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen ist nicht wirklich zu empfehlen, daher ist es besser, entweder in Gehweite von zu Hause zu bleiben oder noch besser, die Nacht im Freien zu kampieren.

Sobald Du wieder im Normalzustand bist, ist eine nahrhafte Mahlzeit eine gute Idee. Ein intensiver Trip kostet Energie und Du solltest diese Energie wieder auffüllen. Denk daran, daß der Trip endgültig vorbei ist, sobald Du anfängst zu essen. Der Körper wird Blut und Energie in den Magen umleiten und das wird Dich auf jeden Fall runterkommen lassen.

Was speziell bei höheren Dosen passieren kann, die am Abend genommen werden, ist, daß der Geist weiterhin rotiert, wenn Du im Bett liegst. Manche wissen das sehr zu schätzen und verbringen die Nacht damit, die Sterne anzuschauen und über das Leben zu philosophieren, doch Du möchtest vielleicht etwas Schlaf bekommen. In diesem Fall wirken einige einfache pflanzliche Schlafmittel Wunder, um den Geist zu beruhigen. Besonders Baldrian, Goldmohn (Schlafmützchen), blauer Lotus, Melisse und Passionsblume entspannen den Geist. Und natürlich hat das gute alte Cannabis vielen geholfen in den Schlaf abzudriften.

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