Uruguay's Präsident Für Den Friedensnobelpreis Nominiert

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Uruguay's Präsident Für Den Friedensnobelpreis Nominiert

José Mujica, der Präsident von Uruguay wurde für seine Entscheidung, Cannabis zu legalisieren, für den Friedensnobelpreis nominiert. Von dem neuen Gesetz wird erwartet, daß es den Frieden fördert und die Kriminalität eindämmt.

Präsident José "Pepe" Mujica's Name ist unter denen, die für den Friedensnobelpreis in Betracht kommen - wegen seiner Beiträge zur Menschlichkeit. Er ist für die Legalisierung und den von der Regierung kontrollierten Anbau von Cannabis in Uruguay verantwortlich.

Ein bescheidener Mann, der sich einem einfachen Lebensstil widmet

Mujica sprach auf dem Gipfel der lateinamerikanischen Staats- und Regierungschefs über die Nominierung, wobei er sagte: "Ich bin sehr dankbar dafür, daß diese Menschen mich ehren. Wir schlagen nur das Recht vor, einen anderen Weg zu versuchen, weil der Weg der Repressionen nicht funktioniert. Wir wissen nicht, ob wir Erfolg haben werden. Wir bitten um Unterstützung, wissenschaftlichen Geist und das Verständnis, daß eine Sucht niemals eine gute Sache ist. Aber unsere Bemühungen gehen über das Marihuana hinaus - wir zielen auf den Drogenhandel ab."

Es ist eine wirklich inspirierende Stimmung und eine, die nicht nur die verantwortungsvolle Nutzung von Cannabis ermöglicht, sondern den Drogenkonsum als Ganzes in Betracht zieht. Das Drugs Peace Institute, eine niederländische NGO, unterstützt in einem Brief, den sie im letzten Monat an den Ausschuß geschickt haben, die Nominierung ebenfalls. Dies festigt die Nachricht, daß Uruguay und die Arbeit des Präsidenten und seiner Anhänger, sie an die Spitze der progressive Drogenreform gebracht hat.

Als Präsident sticht Mujica durch seine Bescheidenheit hervor; er ist sehr wahrscheinlich der finanziell ärmste Präsident der Welt - freiwillig. Er spendet 90% seines Monatsgehalts an Wohltätigkeitsorganisationen und verzichtet darauf, in dem Präsidentenpalast zu leben. Stattdessen lebt er auf einem kleinen Bauernhof in den Außenbezirken der Hauptstadt, wo er und seine Frau Chrysanthemen für den Verkauf aufziehen. Seine bescheidene Lebensweise spiegelt sich darin wider, daß er einen alten VW Käfer fährt.

Auch im vergangenen Jahr war Mujica für seine Arbeit nominiert und war unter den Top 10 Finalisten. Am Ende wurde die Organisation für das Verbot chemischer Waffen mit dem Friedensnobelpreis 2013 ausgezeichnet.

Was motiviert ihn, Cannabis zu legalisieren?

Dieser Schritt, Cannabis zu legalisieren, soll nicht nur dafür sorgen, daß die, die es brauchen, einen sicheren und zuverlässigen Zugang dazu haben, sondern zielt auch auf die organisierte Kriminalität und den Drogenhandel ab. Durch die Legalisierung von Cannabis nimmt die Regierung den Banden nicht nur Macht und Geld aus den Händen, sondern generiert auch zusätzliche Steuereinnahmen für das Land und spart durch die reduzierten Kosten für die Durchsetzung des Verbots auch noch Geld - Geld, das in öffentliche Dienstleistungen fließt und der Verbesserung des Lebens für alle Bürgerinnen und Bürger Uruguay's dient.

Es ist ein mutiger Schritt und Uruguay hat sich damit in unerforschte Gewässer gewagt. Bisher hat kein Land diesen Weg beschritten, den sie zur Bekämpfung der organisierten Drogenkriminalität eingeschlagen haben und die tatsächliche Wirksamkeit dieses neuen Ansatzes wird sich erst in einiger Zeit zeigen. Mit dem Umfang der Reform, die derzeit die Welt erobert, ist eines sicher - viele Länder werden auf das, was in Uruguay passiert, aufmerksam und viele hoffen, positive Ergebnisse zu sehen.