Unterschiede Beim Meskalin Kakteen

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Meskalin Kakteen


Mescalin ist eine psychoaktive Verbindung, die man in mehreren Arten von Kakteen findet. Jede Spezies bietet eine eigene Interpretation der Mescalin-Erfahrung. Wie unterscheiden sich die Effekte von Art zu Art? Lass es uns herausfinden.

UNTERSCHIEDE BEIM MESCALIN

Mescalin kann sich in ein paar Aspekten unterscheiden. Zum Beispiel kann es verschiedene Formen der Einnahme geben; unverarbeitet oder in der einfachsten Weise verarbeitet bzw. verarbeitet und die essentiellen Alkaloide isoliert. Beliebte völlig natürliche Methoden sind getrocknete Kaktus-Chips oder traditionelles, mehrfach einreduziertes Gebräu. Den Magen weniger strapazierend sind Tees oder getrocknetes und pulverisiertes Kaktusfleisch in Gel-Kapseln.

Mit ein wenig Wissen aus der Chemie können auch zu Hause qualitativ hochwertige Extrakte mit leicht zugänglichen heimischen Produkten hergestellt werden. Mescalin-Hydrochlorid zum Beispiel ist ein weißes, kristallines Pulver, das im Wesentlichen aus reinem Mescalin besteht. Diese Methode kommt allerdings nicht ohne den Einsatz von Säuren und Laugen aus und erfordert daher höchste Sorgfalt und Aufmerksamkeit.

Mescalin-Acetat dagegen ist ein klebriges, tief orangefarbenes Harz, das gewöhnlich zu 97% reines Mescalin enthält. Die Acetat-Version liefert zudem alle Alkaloide, die der Kaktus zu bieten hat. Es ist zudem lebensmittelecht und in der Herstellung deutlich ungefährlicher als das erwähnte Hydrochlorid. Dein persönlicher Geschmack entscheidet darüber, ob Du reines oder nuanciertes Mescalin bevorzugst. Sind genügend Kakteen da, warum nicht einfach beides versuchen?

UNTERSCHIEDE IN DER WIRKUNG

Die Effekte von Mescalin unterscheiden sich auch von Spezies zu Spezies und von Kaktus zu Kaktus. Ähnlich wie Cannabis, gibt es den sogenannten "Signatur-Effekt“. Dann gibt es auch von Pflanze zu Pflanze Nuancen und Unterscheidungen, Modulationen und Variationen. Diese Reaktionen hängen von der Mescalinstärke und dem Einschluss anderer exogener Verbindungen ab.

Der zentrale Mescalin-Effekt bedeutet erhöhten Sinn für den emotionalen und mentalen Fluß. Die Sehschärfe steigt und die Farben werden intensiver. Natürlich wachsende Grüntöne fluoreszieren wild und der Himmel ebbt und fließt mit seinem eigenen Schillern. Mescalin vermittelt ein tiefes Gefühl von "Sein im Hier und Jetzt“, was noch dadurch erheblich verstärkt wird, dass sich „geistiges Geschwätz“ merklich verringert.

Auf dem psychedelischen Höhepunkt, der über Stunden andauern kann, wird jede Person ihre eigene einzigartige Reaktion auf Mescalin erleben. Einige wandern entspannt herum, die Augen geweitet, mit sanftem Lächeln, das von persönlichen Halluzinationen genährt wird. Manche müssen sich bewegen, um die Intensität des Erlebens bewältigen zu können. Wenn es Dir so ergehen sollte, dann gehe in die Natur und fühle deren stille und herrliche Güte. Oder Tanz Baby, Tanz!

Vertreter der Peyote- und der Trichocereus-Familie können bei der Interpretation des zentralen Mescalinmotivs erheblich variieren. Die Gesundheit der Pflanzen spiegelt sich auch in der Alkaloiddichte. Gut gepflegte Kakteen sind oft stärker als Kakteen, die man sich selbst überlässt und sie wachsen schneller und größer.

PEYOTE

Peyote

Peyote ist intensiv und halluzinogen. Die akuten visuellen Effekte ähneln denen von LSD oder DMT. Wie bei allem Mescalin, dauert es eine Weile, bis die Effekte aufkommen. Es gibt Hinweise und Spuren und Körperstürme. Dann öffnen sich die Schleusen und Du wirst bis zu zwölf Stunden in eine umgekehrte Perspektive und hyperfarbene Realität hinweggespült.

TRICHOCEREUS

Die Familie Trichocereus besteht aus mehreren Arten, die alle ihre eigene Nuance und Intensität ergeben. Der peruanische Stangenkaktus hat Aspekte mit Peyote gemein, bei einer ähnlichen Körperschwere und einer Potenz, die manchmal unerträglich erscheinen kann. Vielleicht sind die massiven, feurig orangefarbenen und kastanienbraunen Stacheln eine Warnung. Diese Art bietet, wenn sie nicht extrahiert und roh gegessen wird, eine garantierte Säuberung, der lohnende, intensive Psychedelia auf dem Fuße folgt.

San Pedro Peruvian Torch

San Pedro ist wohl die häufigste der Trichocereus-Kakteen. Er verbreitet sich mit sehr wenig Problemen und wächst robust. Während Peyote und der peruanische Stangenkaktus mit bemerkenswertem Schwung aufkommen, dringt San Pedro unauffällig vor. Der Himmel fängt nicht plötzlich an zu pochen; nachdem Du ihn eine Stunde hast pochen sehen, bemerkst Du, dass Du halluzinierst und fragst Dich, wann das passiert ist.

Cuzcoensis und bridgesii sind zwei Trichocereus, die eine schlanke Form und winzige, aber sehr spitze Bündel von Stacheln gemein haben. Sie teilen auch eine ähnliche Wirkung wie San Pedro, indem sie Dich sanft, ohne dass Du es bemerkst, in einen erweiterten Zustand der Erleuchtung einführen. Sechs Stunden nach der Einnahme navigierst Du durch pulsierende, neonfarbene Psycho-Räume, lächelnd und ganz mit Dir im Reinen, aber unsicher darüber, wann die Dinge überhaupt begonnen haben.

NACHWIRKUNGEN

Die allgemeine Nachwirkung der Mescalin-Erfahrung ist ein ausgedehntes Wohlgefühl, das für Wochen anhalten kann. Mentales Geschwätz und Angst werden ebenso auf Null gestellt. Es bleibt ein größeres Gefühl der Vereinigung mit der Natur und anderen Tieren, einschließlich Menschen. Anders als bei Psychopharmaka stellt sich ganz einfach ein ungebetenes sanftes Lächeln, sowie das selbstverständliche Wissen darüber ein, dass "alles gut ist mit der Welt".

Mescalinhaltige Pflanzen wurden von den indigenen Völkern aus gutem Grund verehrt und für tausende von Jahren als Entheogen verwendet. Sie können ein Sakrament für philosophische oder religiöse Erfahrungen sein. Sie können ebenso ein Mittel für persönliches Wachstum und damit auch das Wachstum der Gesellschaft darstellen. Und sie können auch wirklich verdammt viel Spaß machen, aber feier alles verantwortungsvoll, okay?

Welche Kakteen enthalten Meskalin?

Es sind bis dato 16 Kakteen-Gattungen bekannt, die Arten mit Meskalinvorkommen umfassen. Wir geben im Folgenden eine Übersicht, in der die Pflanzen mit ihren aktuellen wissenschaftlichen Bezeichnungen aufgelistet werden. Einige Kakteen wurden bis vor einiger Zeit anders bezeichnet. Bei diesen Arten haben wir die alten Namen mit angegeben, weil bis heute viele Kakteen unter den bislang geläufigen Bezeichnungen verkauft und auch in botanischen Gärten noch häufig so geführt werden. Mit dieser Übersicht hat man in jedem Fall ein wertvolles Werkzeug an der Hand.

Aktueller NameAlter NameAuch Bekannt Als
Aztekium ritteri
Cereus jamacaru
Echinopsis lageniformis Trichocereus bridgesii Bolivian Torch
Echinopsis peruviana Trichocereus peruvianus Peruvian Torch
Echinopsis pachanoi Trichocereus pachanoi San Pedro
Echinopsis cuzcoensis Trichocereus cuzcoensis
Echinopsis deserticola Trichocereus fulvilanus
Echinopsis macrogona Trichocereus macrogonus
Echinopsis spachiana Trichocereus spachianus
Echinopsis strigosa Trichocereus strigosus
Echinopsis tacaquirensis subsp. taquimbalensis Trichocereus taquimbalensis
Echinopsis terscheckii Trichocereus terscheckii
Echinopsis valida Trichocereus validus
Echinopsis werdermanniana Trichocereus werdermannianus
Eriosyce islayensis Islaya minor
Gymnocalycium calochlorum
Gymnocalycium comarapense
Gymnocalycium gibbosum
Gymnocalycium horridispinum
Gymnocalycium netrelianum
Gymnocalycium riograndense
Gymnocalycium striglianum
Gymnocalycium uebelmannianum
Gymnocalycium valnicekianum
Gymnocalycium vatteri
Lophophora williamsii Peyote
Lophophora diffusa
Myrtillocactus geometrizans
Opuntia acanthocarpa
Opuntia cylindria
Opuntia basilaris
Opuntia echinocarpa
Opuntia ficus-indica
Opuntia imbricata
Opuntia spinosior
Pachycereus gaumeri Pterocereus gaumeri
Pelecyphora aselliformis
Pereskia corrugata
Pereskia tampicana
Pereskiopsis scandens
Polaskia chende
Stenocereus beneckei
Stenocereus eruca Machaerocereus eruca
Stenocereus stellatus
Stenocereus treleasei
Stetsonia coryne
Turbinicarpus lophophoroides
Turbinicarpus pseudomacrochele
Turbinicarpus pseudopectinatus Turbinicarpus schmiedickeanus

Kakteen, die möglicherweise Meskalin enthalten

Matucana madisoniorum ist eine weitere Kaktusart, die möglicherweise Meskalin enthält, bislang aber noch nicht chemisch untersucht worden ist. Wir können davon ausgehen, dass es bei weitem mehr Kakteen sind, die den Wirkstoff Meskalin enthalten. Es ist nur eine Frage der Zeit und der Forschung, bis weitere Vertreter entdeckt werden.

         
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