Alles Gute Zum Geburtstag: 70 Jahre Bob Marley

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Alles Gute Zum Geburtstag: 70 Jahre Bob Marley

Heute ist Bob Marley's Geburtstag! Zu Ehren eines solchen Ereignisses haben wir eine Hommage zusammengestellt, die beschreibt warum diese Legende eine der bekanntesten und berühmtesten Ikonen der Musikkultur ist.

Sänger, Songwriter und Legende Bob Marley würde heute seinen 70. Geburtstag feiern, hätte ihn nicht eine tödliche Krankheit in so einem jungen Alter von uns genommen. Obwohl er nicht mehr unter uns weilt, reicht sein Vermächtnis bis in die heutige Zeit hinein; den sozialen Wandel fördern, Gerechtigkeit schaffen und Freude in das Leben von Millionen bringen - unabhängig von Reichtum, Hautfarbe, Rasse oder Religion. Also lasst uns diesen Riesen und die ständig wachsende Liste von Leistungen feiern, die er in seinem Leben und mit seiner Musik erreicht hat. Alles Gute zum Geburtstag Bob Marley!

Die frühen Jahre

1945 in St. Ann Parish, Jamaika geboren, war Bob Marley das Kind einer farbigen Mutter im Teenageralter und eines viel älteren, weißen Vaters. Zu dieser Zeit ahnten sie nicht, daß ihr Sohn die Reggae Musik in der ganzen Welt verbreiten und einer der einflussreichsten Künstler aller Zeiten werden würde.

Marley verbrachte den größten Teil seiner Jugend in einem kleinen ländlichen Dorf namens Nine Miles. Als Schüler in seiner örtlichen Schule fand Marley in Neville "Bunny" O'Riley Livingston einen sehr guten Freund, einem anderen Schüler der Schule. Durch ihre gemeinsame Leidenschaft für Musik inspirierte Livingston Marley schnell dazu Gitarre spielen zu lernen.

Später kamen sich Marley's Mutter und Livingston's Vater emotional näher und sie zogen mit den beiden Kindern nach Trench Town in Kingston, wo sie als Familie zusammenlebten. Erst hier blühte Marley als Musiker so richtig auf. Trench Town war als das ärmste Viertel von Kingston bekannt, aber eines, das eine Reihe von erfolgreichen Musikern hervorbrachte, was dazu führte, daß es mit Motown, Detroit verglichen wurde. Obwohl sie in unbeschreiblicher Armut lebten, hat Marley nie die Hoffnung verloren und ließ sich von den musikalischen Einflüssen um ihn herum beeinflussen, wobei er seine Fähigkeiten weiterentwickelte. Dies führte ihn zu Joe Higgs, der so etwas wie sein musikalischer Mentor und Gesangslehrer wurde. Über Joe lernte Marley noch einen anderen musikalischen Mitschüler kennen, Peter McIntosh, der eine entscheidende Rolle in Marley's späterer Karriere spielen würde.

Die Wailing Wailers

Im Jahr 1963, im Alter von 18, kamen Marley, Livingston und McIntosh zusammen, um die Band "The Wailing Wailers" zu formen, zusammen mit weiteren Bandmitgliedern Beverly Kelso, Cherry Smith und Junior Braithwaite. Im Jahr 1964 veröffentlichten sie ihre erste Single "Simmer Down," die an die Spitze der jamaikanische Musik Charts kletterte.

Obwohl die Gruppe immer populärer wurde, kämpfte sie damit genug Geld zu machen, um die Band finanziell tragfähig zu machen und schlußendlich gingen sie auseinander. Erst acht Monate später fanden Marley, Livingston und McIntosh wieder zusammen und formten die Band The Wailers. Ebenfalls etwa zu dieser Zeit fing Marley an sich für die religiöse und politische Rastafari Bewegung zu interessieren.

Die beste Zeit

Erst 1972 erhielten die Wailers ihre große Chance. Dank der wachsenden Popularität in den Jahren vor diesem Tag sicherte sich die Gruppe einen Vertrag mit Island Records und nahm ihr erstes Studio Album "Catch a Fire" in voller Länge auf, das sofort zu einem gefeierten Hit wurde. Von hier an ging es nur noch aufwärts. Im Jahr 1973 gingen die Wailers auf Tournee durch die USA und Großbritannien, wo sie mit Leuten wie Bruce Springsteen und Sly & the Family Stone auftraten. Im selben Jahr veröffentlichten sie ihr zweites Album "Burnin," auf dem sich auch das unvergessliche Lied "I shot the Sherif" findet.

Die Politik in der Heimat

Im Jahr 1975, kurz vor der Veröffentlichung ihres nächsten Albums "Natty Dread," verließen Livingston und McIntosh die Wailers, um ihre eigenen Solokarrieren zu verfolgen. Zur gleichen Zeit stiegen die politischen Spannungen zwischen der "Peoples National Party" und der regierenden "Jamaica Labour Party." Natty Dread wurde von vielen Regierungsgegnern als Inspiration gesehen, wobei das Lied "Revolution" als direkte Bestätigung der PNP angesehen wird.

Trotzdem bereiste Marley weiterhin die Welt und festigte seinen Ruf als weltweit bekannte musikalische Ikone. Jetzt als Bob Marley & the Wailers bekannt, wurde die Gruppe gleichbedeutend mit Reggae und Rastafari und war weitgehend für ihre weitere Verbreitung außerhalb von Jamaika verantwortlich.

1976 holten ihn die politischen Konsequenzen seiner Musik ein und auf ihn wurde ein Attentat verübt. Während der Proben für ein Konzert in Kingston Nationalheld Park eröffnete eine Gruppe von Bewaffneten das Feuer auf die Band und ihre Tourbegleiter. Obwohl er in Bizeps und Brustbein getroffen wurde, spielte Marley zwei Tage später wie geplant auf dem Konzert im Park.

Ein Umzug nach London

Am Tag nach dem Konzert floh Marley aus Jamaika und zog nach London, wo er und die Wailers an ihrem nächsten Album "Exodus" arbeiteten; mit seinen Songs "Exodus," "Waiting in vain" und "Jamming," die sich über ein Jahr in den UK Charts hielten. Das Album gilt nun weithin als eines der größten Musik Alben aller Zeiten.

Etwa zu dieser Zeit entdeckt Marley die ersten Hinweise auf das, was schließlich zu seinem Tod führen sollte. In einer Zehe, die er sich zuvor verletzt hatte, wurden Krebszellen festgestellt, woraufhin die Ärzte die sofortige Amputation empfahlen. Leider verweigerte Marley sich der Behandlung, da eine Amputation gegen seine religiösen Überzeugungen verstieß.

Menschen zusammenbringen

1978 kehrte Marley wieder zurück nach Jamaika um bei dem One Love Peace Concert aufzutreten, wo er bekanntlich die Führer der PNP und JLP dazu brachte sich auf der Bühne die Hände zu schütteln. Es wurde als ein riesiger Triumph angesehen und wurde zu Inspiration und Beweis für die Macht seiner Musik, seiner Person, in aller Welt.

Marley unternahm im selben Jahr eine Reise nach Afrika, wo er Kenia und Äthiopien besuchte, die als geistige Heimat des Rastafarianismus' beide für ihn von Bedeutung waren. Viele nehmen an, daß ihn diese Reise zu seinem nächsten Album "Survival" inspirierte, das ein Ende der Unterdrückung in Afrika fordert.

Das Ende einer Ära

Während der Tournee mit ihrem nächsten Album "Uprising" wurde entdeckt, daß die Krebszellen in Marley's Zeh bereits überhand genommen hatten. Im Jahr 1980, nach nur zwei Konzerten im Madison Square Garden wurde Marley krank. Es wurde festgestellt, daß der Krebs, der sich anfangs zunächst nur in seinem Zeh befunden hatte, jetzt in seinen ganzen Körper gestreut hatte.

Er reiste nach Europa, um unkonventionelle Methoden der Krebsbehandlung zu verfolgen, mit denen es geschafft wurde sein Leben um Monate zu verlängern. Allerdings wurde schnell klar, daß er auf verlorenem Posten stand und nicht mehr lange zu leben hatte. Sein Schicksal akzeptierend, entschied Marley, daß er seine letzten Tage auf Erden in seinem Heimatland Jamaika verbringen wolle. Leider schaffte er es nicht zurück und starb am 11. Mai 1981 in Miami Florida.

Ein unvergängliches Vermächtnis

Obwohl er nicht mehr unter uns weilt, lebt Bob Marley's Vermächtnis bis zum heutigen Tag weiter. Im Jahr 1994 wurde er posthum in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen; sein Album "Exodus" wurde vom Time Magazine zum Album des Jahrhunderts gekürt und er erhielt den Grammy für sein Lebenswerk.

Aber sein Vermächtnis reicht weit über seine Musik hinaus. Er war zu einer kulturellen Ikone, einer Inspiration und einem globalen Bild des Friedens geworden - ausgezeichnet mit der UN Friedensmedaille der Dritten Welt für seine Bemühungen und mutige Arbeit, Gerechtigkeit und Stabilität in sein Heimatland Jamaika zu bringen, sowie für seine Kampagne für ein Ende der Gewalt in Afrika. Es ist fast unmöglich jemanden in der westlichen Welt zu finden, der nicht zumindest von ihm gehört hat.

Bob Marley, Rastafari und Cannabis

Heute sind es nicht nur seine Musik und Leistung, wegen der Bob Marley als kulturelle Ikone angesehen wird. Durch seine Arbeit wurde er zu dem modernen Gesicht der Rastafari und dadurch des Rauchens von Cannabis, das in der Rastafari Kultur als heiliger Akt angesehen wird. Sie Dir das Zimmer irgendeines kiffenden Studenten an und er wird wahrscheinlich etwas haben, das Bezug zu diesem Schirmherr der Freiheit, des Friedens und der Rebellion hat.

Bob Marley

Trotzdem ist es wichtig zu verstehen, daß Bob Marley nicht aus Jux und Tollerei Cannabis rauchte. Für ihn war es ein sehr spiritueller Teil seiner Überzeugungen und ein Fundament für die Meditation und Heilung. Er war ein erbitterter Gegner des Verbots und aller, die Cannabis als politisches Instrument zur Unterdrückung und Schaffung sozialer Ungerechtigkeit nutzten. Mit seinen eigenen Worten "Nun, wenn Du rauchst, macht es Dich cool, weißt Du? Es regt den Geist an und lässt Dich hinsetzen und meditieren. Anstatt dumm zu werden, setzt Du Dich hin und meditierst und bist jemand. Rum lehrt Dich ein Trunkenbold zu sein und Gras lehrt Dich jemand zu sein.

Ohne einen Schatten des Zweifels haben seine Musik, sein Leben und unermüdliche Arbeit diese Erde zu einem besseren Ort gemacht. Er ging zu früh, aber er wird nicht so schnell vergessen werden. Alles Gute Zum 70. Geburtstag Bob Marley!

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