Was Ist Bud Washing Und Warum Solltest Du Es Anwenden?

Diese Idee mag vielleicht etwas verrückt klingen; Deine Buds zu waschen, nachdem Du so lange Zeit damit verbracht hast, sie anzubauen. Viele Grower machen sich Sorgen, dass ihre kostbare Sorte nach dem Waschen an Potenz und Geschmack verlieren könnte. Die Wahrheit könnte jedoch nicht weiter davon entfernt sein. Lies weiter und erfahre alles über das Waschen Deiner Blüten. Stelle einfach sicher, dass Du Seifenwasser und Schwamm weglässt!

Was Ist Cannabis Bud Washing Und Warum Solltest Du Es Anwenden?

"Bud Washing?!"

Als die Methode vor einigen Jahren in der Szene vorgestellt wurde, waren die Grower zunächst skeptisch. Sie dachten, die Idee, seinen Blüten ein Bad einzulassen, wäre entweder vollkommen durchgeknallt oder im besten Fall sinnlos. Doch ist es das wirklich? In diesem Artikel schauen wir uns das Bud Washing einmal ganz genau an und klären all die Mythen, die sich um diese einzigartige Praxis ranken.

Was Ist Bud Washing?

Was Ist Cannabis Bud Washing?

Das Bud Washing ist ein Verfahren, bei dem Du Deine frisch geernteten Blüten in Wasser eintauchst. Für alle die es noch nie versucht haben, mag das wie ein merkwürdiges Konzept erscheinen, doch die Sache ist, dass es die Qualität Deines Endprodukts entscheidend verbessern kann. Falls Du es mit einem beträchtlichen Schädlingsproblem oder staubigen/aschigen Bedingungen zu tun hattest, könnte Bud Washing genau das sein, was Du brauchst, um Deinen Anbau zum Guten zu wenden.

Doch was ist mit diesen köstlich aussehenden und Cannabinoid-reichen Kristallen auf den Blüten? Verlieren diese als Trichome bezeichneten Gebilde nicht an Geschmack und Stärke, wenn Du die Blüten badest? In der Tat nicht. Die Trichome sind nach der Ernte vielmehr so extrem klebrig, dass sogar ein Wassertauchgang nicht ausreicht, um sie von den Blüten zu lösen. Das heißt, dass alles andere, was versucht, sich bei dieser wilden Fahrt festzuhalten – wie unerwünschte Tierchen und Schmutz/Staub –, problemlos abgewaschen wird.

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Immer noch skeptisch? Dann solltest Du bedenken, dass quasi jede/r die/der das Bud Washing ausprobiert hat, nie wieder zu den alten Methoden zurückkehren möchte.

Bud Washing ist nicht nur wirksam, sondern auch unglaublich einfach, zumal es dafür auch keinerlei besonderen Equipments bedarf. Du musst Dein Gras schließlich nicht in die Spülmaschine werfen oder mit Seife schrubben. Der ganze Vorgang dauert nur ein paar Minuten und erfordert keinerlei möglicherweise gefährliche oder unappetitliche Chemikalien.

Wichtiger Hinweis: Bud Washing ist nicht dasselbe wie Water Curing – beide Methoden unterscheiden sich grundsätzlich!

Warum Solltest Du Deine Blüten Waschen

Warum Solltest Du Deine Cannabis Blüten Waschen

Die Blüten zu waschen, hat natürlich den Vorzug, dass Du ein saubereres Produkt erhältst. Du wirst alle lauernden Insekten und ihre Eier sowie böse Krankheitserreger wie Pilze und Mehltau einfach wegspülen. Ebenso ist es eine gute Möglichkeit, andere unerwünschte Substanzen loszuwerden, falls Du zum Beispiel Neem-Öl als Blattspray verwendet hast und etwas davon auf Deinen Blüten gelandet ist.

Das Bud Washing eignet sich auch hervorragend, um ganz gewöhnlichen Schmutz und Dreck loszuwerden, der immer irgendwie da ist. Betrachte es einmal so: Wenn Du Dein Obst und Gemüse im Laden kaufst, wäschst Du es doch auch, bevor Du es isst, oder?

Aber es geht nicht nur darum, "sauberere" Blüten zu bekommen. Wer seine Blüten wäscht, behauptet auch, dass er auf diese Weise ein schmackhafteres und sanfteres Endprodukt erhält.

Beeinflusst Das Bud Washing Die Grasqualität?

Beeinflusst das Bud Washing die Grasqualität?

Als das Bud Washing vor einigen Jahren zum ersten Mal in Foren erwähnt wurde, behaupteten die "Ungläubigen", es würde Wirksamkeit und Geschmack (namentlich die Cannabinoide und Terpene in den Trichomen) "abwaschen". Doch das stimmt einfach nicht.

Beim Bud Washing wird weder THC oder CBD abgewaschen, noch gibt es negative Auswirkungen auf den Geschmack. Vielmehr wenden wir es an, um unser Cannabis besser schmecken zu lassen, nicht schlechter. Wenn Du einmal über diesen Zusammenhang nachdenkst, wird Dir deutlich, dass Dein blühendes Cannabis ja auch nicht plötzlich all seine Trichome verliert, nur weil es einen starken Regen abbekommt. Das wäre nämlich das Ende des Freilandanbaus, wie wir ihn kennen.

Die Trichome sind viel zu klebrig, als das Wasser allein sie lösen könnte. Selbst herkömmliche Reiniger scheitern oft, wenn es gilt, Harz von Oberflächen wie Bongs – oder auch nur von Deinen Händen – zu entfernen, wobei Du bei Deiner Blütenwäsche ohnehin keine unsicheren Chemikalien verwendest.

Kurz gesagt entfernt das Bud Washing alle bösen Dinge und belässt alles Gute.

So Wäschst Du Cannabisblüten

So Wäschst Du Cannabisblüten

Da wir ja bereits behauptet haben, das Ganze ginge schnell und einfach, kommen wir nun endlich zur Sache! Hier zeigen wir Dir, wie Du erfolgreich Deine Cannabisblüten wäschst.

Was Du Benötigst

  • Drei große Eimer, in denen Du Deine Blüten vollständig untertauchen kannst.
  • Standard 10-Liter-Plastikeimer sollten genügen.
  • Haushalts-Natron (Natriumhydrogencarbonat)
  • Zitronensaft
  • Lauwarmes Wasser
  • Großer Löffel (zum Umrühren)

Vorbereitung

Eimer 1:

Befülle einen der drei Eimer mit lauwarmem Wasser. Etwa 20°C sind gut. Auf jeden Liter gibst Du 2 Teelöffel Natron und 2 Teelöffel Zitronensaft. Falls Du also einen 10-Liter-Eimer verwendest, gibst Du 20 Teelöffel Natron und dieselbe Menge Zitronensaft dazu. Mit dem Löffel solltest Du eine Weile umrühren, bis sich alles aufgelöst hat.

Das Natron und der Zitronensaft erzeugen eine leichte chemische Reaktion, die Schmutz und andere Kontaminationen löst. Diese ist jedoch nicht stark genug, um Trichome zu entfernen.

Eimer 2:

Befülle auch diesen Eimer mit lauwarmem Wasser, wobei wieder rund 20°C in Ordnung sind. Wir werden diesen Eimer dazu benutzen, das Wasser aus Eimer 1 von den Blüten abzuspülen.

Eimer 3:

Befülle Eimer 3 nur mit kaltem Wasser. Das ist unser zweiter Spüleimer.

Und das wars schon! Wir haben jetzt einen "Wascheimer" (Eimer 1) und zwei Eimer zum Spülen. Wir verwenden zwei Spülschritte, um sicherzustellen, dass auch wirklich alle Rückstände entfernt werden.

Bud Washing: Schritt-Für-Schritt-Anleitung

Cannabis Bud Washing: Schritt-Für-Schritt-Anleitung

Bevor wir loslegen, solltest Du Dir die drei Eimer so hinstellen, dass Du leicht an sie ran kommst. Ein sauberer Bereich auf dem Balkon oder der Terrasse oder irgendwo sonst in Deinem Zuhause ist in Ordnung.

Wenn Du gerade geerntet hast, hast Du vermutlich einen Behälter für Deine frischen Blüten. Halte einen weiteren bereit, in dem Du kurzzeitig die gewaschenen ablegen kannst. Alternativ dazu kannst Du auch die Zweige von Deiner Pflanze schneiden und sie nach ein wenig Trimmen direkt waschen.

Wichtig: Du musst auch einen Ort vorbereiten, an der Du Deine gewaschenen Blüten zum Trocknen aufhängen kannst. Beginne erst mit dem Waschen, wenn alles vorbereitet ist. Du willst nach getaner Arbeit schließlich nicht mit einer Ladung triefend nasser Blüten dastehen, ohne zu wissen, wie und wo Du sie trocknen kannst.

Schritt 1: Ernte Deine Blüten

Schneide mit einer Astschere oder einem scharfen Messer die blütentragenden Zweige von Deiner Cannabispflanze. Zum Waschen und Trocknen ist es praktischer, ganze Triebe abzuschneiden. Lass genügend Stiele dran, damit Du mit den Trieben arbeiten kannst, ohne die Blüten zu berühren. Weniger und dafür größere Zweige machen die ganze Arbeit des Waschens und Trocknens auch schneller und einfacher.

Schritt 2: Trimme Die Blüten

Es empfiehlt sich, die Blüten vor dem Waschen zu trimmen. Dadurch wirst Du überschüssiges Chlorophyll und den grasigen Geschmack, den es vermittelt, los, vor allem nach dem Eintauchen.

Ebenso ist es effektiver, bereits getrimmte Blüten zu waschen. Natürlich kannst Du sie auch nach dem Waschen und Trocknen trocken trimmen, falls Dir das besser gefällt. Das bleibt ganz Dir überlassen.

Schritt 3: In Eimer 1 Tauchen

Nimm einen Zweig und tauche ihn vollständig in Eimer 1 ein. Der Zitronensaft und das Natron werden sich umgehend an die Arbeit machen. Nach einigen Sekunden wirst Du sehen, wie sich Rückstände von Deinen Blüten lösen.

Halte den Zweig fest am Stamm und bewege ihn sanft im Wasser, wirble nach links und rechts und bewege ihn im Kreis. Je mehr Du die Blüten bewegst, desto mehr Schmutz und andere Kontaminationen werden entfernt. Sei nur nicht zu grob und wasche etwa 30 Sekunden lang.

Schritt 4: Überschuss Abschütteln

Ziehe den Zweig aus Eimer 1 und schüttele ihn sanft einige Sekunden lang hin und her. Dies trägt dazu bei, verbleibendes Wasser, Schmutz und Ablagerungen zu entfernen, die möglicherweise noch an den Blüten haften.

Schritt 5: In Eimer 2 Spülen

Jetzt machst Du in Eimer 2 dasselbe mit dem Zweig wie in Eimer 1, um ihn erneut zu spülen und alles, was den ersten Waschgang überstanden hat, zu entfernen. Bewege ihn etwa 30 Sekunden lang herum. Ziehe dann den Zweig aus dem Wasser und schüttle das Wasser wieder wie zuvor ab.

Schritt 6: Letzte Spülung In Eimer 3

Jetzt tauchst Du den Zweig in Deinen finalen Spüleimer 3, der mit kaltem Wasser gefüllt ist. Wiederhole, was Du bereits in den vorigen Schritten getan hast: Wirble den Zweig vorsichtig herum, um ihm die letzte Spülung zu verpassen.

Mittlerweile siehst Du vermutlich bereits Schmutz und Rückstände in Eimer 1 und 2 herumschwimmen. Kannst Du Dir vorstellen, das ganze Zeug früher einmal mitgeraucht zu haben? Nun, das ist Geschichte, denn Du hast ja alles abgewaschen!

Nach etwa 30 Sekunden kannst Du den Zweig aus Eimer 3 entfernen. Schüttle ihn noch ein letztes Mal sanft, um das überschüssige Wasser loszuwerden.

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Schritt 7: Zum Trocknen Aufhängen

Sind bereits frisch geerntete Blüten relativ anfällig für Schimmel, hast Du jetzt nach dem Waschen sogar triefend nasse Blüten. Das bedeutet, dass wir sie umgehend zum Trocknen aufhängen müssen!

Der beste Ort, um Deine Blüten zu trocknen, ist ein Bereich, in dem eine schöne leichte Brise weht. Wenn Du sie drinnen aufhängst, solltest Du ein paar Ventilatoren in der Nähe aufstellen, die beim Trocknen helfen. Schalte den/die Ventilator/en zunächst für eine Stunde auf die höchste Stufe, so dass ein großer Teil des Wassers schnell verdunsten kann. Danach schaltest Du wieder auf die normale Geschwindigkeit. Eine leichte Brise, die sanft den gesamten Trockenraum durchzieht, ist ideal.

Obacht Beim Trocknen

Obacht Beim Trocknen Von Cannabis

Das Waschen der Blüten selbst ist unkompliziert und Du kannst dabei nicht viel falsch machen, selbst wenn Du noch keine Erfahrung im Cannabisanbau besitzt. Der entscheidende Teil kommt eigentlich erst danach beim Trocknen der Blüten. Das Problem ist nämlich, dass Feuchtigkeit und Blüten eigentlich nicht gut zusammenpassen. Du solltest also für eine ordentliche Belüftung Deiner gewaschenen Schätze sorgen und eine hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden, da Du ansonsten ernsthaft Schimmel riskierst. Ein oder zwei Standventilatoren können Leben retten – nicht nur beim Bud Washing!

Blüten Waschen – Ja Oder Nein?

Es gibt viele Situationen, in denen das Bud Washing gelegen kommt: Falls Du zum Beispiel vor nicht allzu langer Zeit einen Spinnmilbenbefall hattest. Alles mögliche Fiese kann an Deinen Blüten kleben bleiben – das meiste davon kannst Du nicht einmal mit bloßem Auge erkennen.

Ebenso ist immer Staub in der Luft, ganz egal, ob Du im Freien oder indoor anbaust. Und falls Du in der Stadt unter freiem Himmel anbaust, kann die Luftverschmutzung definitiv ein Problem darstellen. Ebenso wie die Ventilatoren in Deinem Anbauraum mit der Zeit Staub und Schmutz ansammeln, gilt das auch für Deine Blüten. Und Blüten sind nun mal besonders klebrig, was bedeutet, dass all diese Dinge leicht am Ende in Deinem Topf oder Joint landen können.

Ist das Bud Washing also etwas für Dich? Es ist nicht wirklich kompliziert, aber es erfordert ein wenig Equipment, Geduld und eine angemessene Trockenfläche. Andernfalls besteht möglicherweise das Risiko, dass Probleme auftreten.

Wenn allerdings alles passt, denken wir, dass Du dem Bud Washing eine Chance geben solltest. Es selbst auszuprobieren, ist letztendlich der beste Weg, um zu sehen, was für einen Unterschied es macht!