Tolkien, Hobbits Und Cannabis

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Tolkien, Hobbits Und Cannabis

Vielleicht bist Du ja mit der Vorliebe der Hobbits für dieses Kraut vertraut, das sie Pfeifenkraut nennen. Es trägt auch Namen wie Langgrundblatt, Alter Tobi und Südstern. Als Peter Jackson die Trilogie in die Kinos brachte, haben sich viele Fans gefragt, ob es wirklich nur Tabak war, den sie da in ihren Pfeifen rauchten?

Vielleicht bist Du ja mit der Vorliebe der Hobbits für dieses Kraut vertraut, das sie Pfeifenkraut nennen. Es trägt auch Namen wie Langgrundblatt, Alter Tobi und Südstern. Als Peter Jackson die Trilogie in die Kinos brachte, haben sich viele Fans gefragt, ob es wirklich nur Tabak war, den sie da in ihren Pfeifen rauchten?

     

Man muss nicht lange suchen, um herauszufinden, dass J.R.R. Tolkien an Tabak dachte, als er die Hobbits beschrieb, wie sie fröhlich ihr Pfeifenkraut pafften. Da er ein respektabler Professor für Englisch war und seine Geschichten vor 1949 geschrieben hat, ist es einfach sich vorzustellen, dass er wahrscheinlich dem Cannabis nicht so ausgesetzt war, wie wir es heutzutage sind.

Ausserdem hat England Cannabis im Jahre 1925 verboten (auf dem Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel), zusammen mit Ägypten und der Türkei. In England war Cannabis damals ein Produkt von geringer Bedeutung.

1925 wussten die Leute wenig über die Gefahren und gesundheitlichen Risiken, die das Rauchen mit sich bringt. Es gibt sogar altmodische Propaganda, die suggeriert, dass sogar die Ärzte den Menschen empfohlen haben zu rauchen. Es ist ziemlich offensichtlich, dass die bevorzugte Begleitung zur Pfeife im frühen 20. Jahrhundert der Tabak war.

 

J.R.R Tolkien

J.R.R. Tolkien

Für Tolkien, der 1892 in England geboren wurde, war es nicht anders. Während dieser Zeit hatte fast niemand von freizeitlichem Cannabiskonsum gehört und sogar der traditionelle medizinische Nutzen von Cannabis wurde durch neue Formen der Medizin, wie zum Beispiel dem Aspirin, ersetzt.

     

 

Holzpfeifen Tabak

 

Im Prolog von Der Herr der Ringe beschreibt Tolkien das Pfeifenkraut als "wahrscheinlich eine Art Nicotiana", was ein anderer Name für Tabak ist. Da Tolkien sich sehr mit den Hobbits verbunden fühlt, sagte er: "Im Grunde bin ich ein Hobbit (in allem, außer der Größe) ... Ich rauche Pfeife und mag gutes, einfaches Essen (ungekühlt), aber ich hasse die französische Küche."

Aber vielleicht, wenn Tolkien die Gefahren des Rauchens so bewusst gewesen wären, wie sie uns heute sind, dann wären die Dinge vielleicht anders verlaufen. Die große Popularität der Bücher von Tolkien und von Cannabis erreichte in den 1960er und 70er Jahren ihren Höhepunkt. In den 60ern konnte eine Kopie von Tolkiens Buch in vielen Händen junger, progressiver Studenten rund um den Globus gefunden werden.

"Durch das Blutbad unserer Nation in Vietnam und die endgültige Bedrohung durch ein nukleares Inferno konnte eine ganze Generation junger Amerikaner sich und ihre Schwierigkeiten in den Feinheiten dieser epischen Triologie verlieren," schrieb Ralph C. Wood, ein Theologie und Literatur Professor mit einem Interesse an Tolkien. "In der Tat kam das Gerücht auf, zweifellos ein Wunsch, der seine Erfüllung suchte, dass Tolkien den Herr der Ringe unter dem Einfluss von Drogen verfasst hatte."

Tolkien's Bücher weisen Themen auf, wie die ökologische Nachhaltigkeit, Anti-Industrialismus, Dreikäsehoch-Champion-Aussenseiter und starke weibliche Charaktere.

"In den 1960er Jahren wurde Tolkien von vielen Mitgliedern der aufkommenden 'Gegenkultur' aufgegriffen, vor allem wegen seiner Sorge um Umweltfragen", schreibt David Doughan von der Tolkien Society in seiner Biographie.

     

Natürlich weiß jeder, der schon einmal den Märchen von Mittelderde unter dem Einfluss von Marihuana nachgegangen ist, dass die beiden ein gutes Paar abgeben. Tolkiens Bücher führten aufgrund ihrer starken Bindungen zu Bürgerrechten, Gegenkulturen und psychedelischen Drogen, zu einem weitverbreiteten Kult. Vielleicht ist das der Grund, warum Peter Jacksons Film Adaptation die Substanz und ihre Effekte eher so darstellt, als könnte es sich um Marihuana handeln.

In Der Herr der Ringe - Die Gefährten gibt Saruman Gandalf einen beurteilenden Seitenblick und sagt: "Deine Liebe für das Kraut der Halblinge hat Deinen Verstand offensichtlich verlangsamt." In dem ersten Der Hobbit Film von Peter Jackson kann man sehen, wie Radagast seine Augen nach hinten verdreht, als er einen großen Zug von Gandalfs Pfeife nimmt. Jacksons Adaptationen von Tolkiens literarischer Arbeit könnten als ein spielerischer Blick darauf angesehen werden, was die Hobbits in ihrer Pfeife rauchen könnten, wenn sie in der heutigen Zeit in unser Leben erträumt geworden wären.

 

Hobbit cannabis

Vielleicht fand Tolkien eine den Geist freimachende Qualität im Tabak, die viele von uns im Cannabis finden. Tolkien findet eindeutig Anerkennung für eine Pfeife, die mit Deinem Lieblingskraut, Natur und Liebe zum Detail gefüllt ist. Im englischen Original gibt es Cannabissorten mit Namen wie Old Toby, Gandalf OG, Longbottom Leaf, Green Dragon und Hobbit, was wiederum zweifelsfrei erklärt, warum die Cannabis Gemeinschaft eine große Anerkennung für Tolkiens Arbeit hat.

Ein Hinweis aus seinem Buch Nachrichten aus Mittelerde, eine Sammlung von Notizen, die von seinem Sohn Christopher redigiert und publiziert worden, verbleibt:

"Das Schweigen und der Rauch schienen Saruman außerordentlich zu belästigen und bevor der Rat auseinanderging, sagte er zu Gandalf: "Wenn gewichtige Dinge behandelt werden, Mithrandir, wundert es mich ein wenig, dass Du mit Deinen Spielzeugen herumhantierst, mit Feuer und Rauch, während andere sich ernsthaft unterhalten." Aber Gandalf lachte und erwiderte: "Du würdest Dich nicht darüber wundern, wenn Du selbst dieses Kraut gebrauchen würdest. Du würdest feststellen, dass der ausgestoßene Rauch Deinen Kopf von den inneren Schatten befreit. Wie auch immer, der Rauch verleiht einem die Geduld Irrtümern ohne Ärger zuzuhören. Doch es ist nicht eines meiner Spielzeuge: Es ist eine Kunstfertigkeit der Kleinen Leute weit im Westen: Ein fröhliches und achtbares Völkchen, wenn es vielleicht auch in Deinen hochfliegenden Plänen nicht viel zählt."

 

         
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