Studie Deckt Auf, Dass Kanna Mehr Als Ein SSRI Ist

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Studie Deckt Auf, Dass Kanna Mehr Als Ein SSRI Ist

Könnte Kannas Fähigkeit die Stimmung zu heben ein Potential bergen, dessen man sich bisher nicht bewusst war? Erste Untersuchungen legen nahe, dass dies der Fall sein könnte.

Es gibt viele Kräuter, die alle mehr oder weniger bekannte und interessante Effekte auf den menschlichen Körper haben. Ein solches ist Kanna, ein südafrikanisches Kraut, das traditionell seit Jahrhunderten von indigenen Stämmen verwendet wird, um bei Kriegern, die aus dem Kampf zurückkehrten, Ängste und Depression zu behandeln. Für Kräuter gibt sehr wenige verfügbare Studien, da sie tendenziell von der wissenschaftlichen Gemeinschaft nicht beachtet werden. Doch für diejenigen, die pflanzliche Heilmittel verwenden möchten, kann das Potenzial von Kanna nicht außer Acht gelassen werden und jetzt wächst seine Popularität.

Diese Popularität hat jetzt einen Punkt erreicht, wo sie für Wissenschaftler schwer zu ignorieren ist. Sicher nimmt Kanna die wissenschaftliche Community nicht im Sturm, doch langsam, aber sicher, wird es nun auf seine therapeutischen Potenziale untersucht.

KANNA: EIN SSRI?

Gewöhnlich wird angenommen, dass Kanna als Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder kurz SSRI wirkt. Da Serotonin eng mit solchen Erkrankungen wie Depression und Angst verbunden ist, werden oft SSRIs verschrieben, um den Serotoninspiegel zu regulieren, so dass die Stimmung aufgehellt wird. Die Stimmung steigernde Eigenschaft ist unter Kannanutzern gut bekannt, aber auch bei jenen, die die anfängliche Erforschung diese Phänomens durchgeführt haben. Bis vor kurzem waren die Spezifika jedoch nicht vollständig untersucht.

EIN GANZ ANDERES NIVEAU DER STIMMUNGSAUFHELLUNG

Während erste Ergebnisse theoretisiert haben, dass Kanna als SSRI wirkt, deutet eine im Journal of Ethnopharmacology veröffentlichte Studie darauf hin, dass die Dinge ein wenig tiefer gehen. Während Kanna scheinbar eine kleine Rolle als SSRI spielt, ist diese Wirkung sekundär, denn Kanna wirkt tatsächlich als Monoamin freisetzendes Mittel.

Monoamine sind eine Gruppe von Neurotransmittern, die Serotonin, Dopamin und Noradrenalin umfassen. Also verhindert Kanna nicht nur die Wiederaufnahme von Serotonin im Gehirn und erhöht so sein Niveau, es könnte aktiv die Freilsetzung von mehr verursachen.

DIE STUDIE

Die besagte Studie beobachtete die Auswirkungen von Kanna auf Hirngewebe von Mensch und Maus. 30 Minuten nach Verabreichung der Wirkstoffe in Kanna wurden Messungen vorgenommen. Es wurde festgestellt, dass Kanna Serotonin-Transporter runterregelt - ähnlich wie es SSRI-Antidepressiva tun - und zugleich Monoamin-Transporter nach oben reguliert, was auf eine doppelte Wirkung hindeutet.

Die Forscher schlossen daraus, "dass die Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitionsaktivität, die der Sceletium Pflanze zugeschrieben wird, neben der Monoamin-Freisetzungsaktivität von mesembrinreichem Sceletium Extrakt eine sekundäre Funktion ist".

Während es unwahrscheinlich ist, dass Kanna sofort zu einem Mittel zur Behandlung von Depressionen werden wird, gewährt es uns einige sehr interessante Einblicke in die Art und Weise, wie das Gehirn manipuliert werden kann und dass Kanna einen Schlüssel für zukünftige Behandlungsmethoden enthalten könnte. Eines ist sicher, die Ergebnisse sind positiv und rechtfertigen weitere Studien - zunächst, um diese Wirkung näher zu untersuchen, gefolgt von detaillierten klinischen Studien. Alles nimmt irgendwo seinen Anfang und dies könnte er für Kanna sein. Wer weiß, welche Geheimnisse Kanna noch so bereithält?

Wenn Du mehr über Kanna erfahren möchtest, haben wir einen detaillierten Informationsabschnitt über alles zusammengestellt, das Du darüber wissen musst.

 

         
  Josh  

Geschrieben von: Josh
Autor, Psychonaut und Cannabis-Liebhaber, Josh ist Zamnesias betriebsinterner Experte. Er verbringt seine Tage draußen in der Natur, wobei er in die verborgenen Tiefen aller Dinge eintaucht, die psychoaktiver Natur sind.

 
 
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