Pharmaunternehmen erhält Patentgenehmigung, um Krebs mit Cannabis zu behandeln

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Pharmaunternehmen erhält Patentgenehmigung, um Krebs mit Cannabis zu behandeln

GW Pharmaceuticals hat Mittel auf Cannabisbasis für die Behandlung von Krebs untersucht und hat nun eine vorläufige Zulassung erhalten, es patentieren zu lassen. Dies sind gleichzeitig ermutigende, als auch sehr bestürzende Nachrichten.

Am 11. Dezember 2013 kündigte GW Pharmaceuticals an, sie hätten vom US Patentamt die Genehmigung erhalten, Medikamente, die THC und CBD enthalten, für die Behandlung von bestimmten Krebsarten zu nutzen und zu kreieren.

Das sind sowohl gute, als auch sehr schlechte Nachrichten. Sie sind gut, weil es zeigt, daß Cannabis wirklich für die Behandlung von Krebs eingesetzt werden kann, was darauf hindeutet, daß das Pharma Unternehmen zuversichtlich ist, was seine Fähigkeit angeht, wenn es bereit ist, es zu patentieren. Dies verleiht Cannabis in der Krebsbehandlung einen Stempel der Legitimität. Die schlechte Nachricht ist, daß sich dies zu einem ernsten Problem für den Zugang zu gesundem medizinischen Cannabis gestalten könnte, wenn ein standardisiertes medizinisches Produkt verfügbar ist. Außerdem, und das ist noch offensichtlicher, sollte niemand in der Lage sein, eine Heilpflanze patentieren zu lassen, die seit Tausenden von Jahren verwendet wird.

Das Patent wurde tatsächlich schon vor einiger Zeit, im Jahr 2009, angemeldet, wurde aber wahrscheinlich überarbeitet, um spezifischer auszuarbeiten, was es behandelt und aus was es gemacht wird. Das Patentamt wird kein Patent genehmigen, bis sie es für eine echte "Erfindung" halten.

Eine Beschreibung dessen, was patentiert wird, sieht wie folgt aus:

"Das genannte Patent deckt ein Verfahren zur Behandlung von Gliomen bei einem Menschen mit einer Kombination aus Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC) ab, wobei Cannabinoide in einem Verhältnis von 1:1 bis 1:20 (THC:CBD) spezifisch in der Absicht verwendet werden, um die Lebensfähigkeit der Zellen zu verringern, das Zellwachstum zu hemmen oder Tumorvolumen zu reduzieren."

Cannabinoide bei der Behandlung von Krebs zu verwenden ist nicht wirklich etwas Neues. Erste wissenschaftliche Forschungen, sowie viele persönliche Erfahrungsberichte haben beschrieben, daß THC und CBD die Fähigkeit haben, Tumorwachstum zu verlangsamen, zu stoppen und umzukehren. Allerdings ist es erwähnenswert, daß die erste Studie am Menschen in diesem Bereich tatsächlich erst im November begann, durchgeführt von GW Pharmaceuticals.

Diese Studie soll die Wirksamkeit von Sativex, einem synthetischen Cannabinoidmittel von GW, in Verbindung mit einer Chemotherapie testen, um eine seltene, aber aggressiven Form von Gehirnkrebs, bekannt als Glioblastoma multiforme zu behandeln. Im November hatten sie zudem angekündigt, daß sie die Verwendung von CBD für die Behandlung pädiatrischer Epilepsie untersuchen.

Im Moment ist das Patent noch nicht erteilt worden, aber genau dieses Szenario wurde seit Jahrzehnten befürchtet. Es ist unmöglich vorauszusehen, wie dieses Spiel ausgeht, aber Sorgen, daß Cannabis zu einem patentierbaren Markt wird, sind berechtigt. Der Freizeitmarkt ist eine andere Geschichte, doch man kann mit Sicherheit sagen, daß wir uns darauf vorbereiten sollten, viele weitere Patentanmeldungen auf dem medizinischen Markt zu sehen.