Obama bekräftigt noch einmal seine Unterstützung für medizin

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Obama bekräftigt noch einmal seine Unterstützung für medizin

In einer weiteren CNN Sendung über Cannabis mit Sanjay Gupta, die in diesem Monat ausgestrahlt wurde, bekräftigte Präsident Barack Obama noch einmal seine Unterstützung für medizinisches Marihuana...

... sowie eine Reform der Drogenpolitik - trotz seiner kürzlich geäußerten gemischten Nachrichten zu diesem Thema.

Wenn es um die Wahrheit über die relative Sicherheit und das medizinische Potenzial von Marihuana geht, gibt es nur wenige, die die Öffentlichkeit so weit beeinflusst haben wie Dr. Sanjay Gupta. Dr. Gupta ist ein Neurochirurg und CNN Korrespondent, der zunächst gegen Marihuana war, seine Meinung aber geändert hat, als ihm harte wissenschaftliche Fakten präsentiert wurden. Er untersucht nun die wahre Geschichte und verbreitet die Nachricht unter gewöhnlichen Menschen, so daß rationale, wissenschaftlich fundierte Argumente das Stigma rund um das Thema brechen.

Bei seinem letzten Blick auf Marihuana hatte Dr. Gupta das Vergnügen Barack Obama über den aktuellen Stand der Marihuana Politik in den USA zu befragen. In diesem Interview bekräftigte Obama, daß er auf Wissenschaft basierende Politik und die Verwendung von Marihuana für medizinische Zwecke voll unterstützt. Und das gerade zu einer Zeit, in der immer mehr Staaten Cannabis für medizinische Zwecke legalisieren wollen und dem Kongress ein Gesetzentwurf vorgelegt wurde, nach dem Marihuana von einer Schedule I Droge zu Schedule II herabgestuft würde.

Aber das ist noch nicht alles, Obama ist nicht nur für medizinisches Marihuana, er will auch sehen, daß sich die Art und Weise verändert wie mit Drogen und Drogensucht umgegangen wird: "Also, ich glaube ich muss mir keine Details anschauen, aber es ist bekannt, daß ich nicht nur denke, daß eine sorgfältig vorgeschriebene medizinische Verwendung von Marihuana in der Tat sinnvoll sein kann und wir bei diesem Thema statt einer Ideologie der Wissenschaft folgen sollten, aber ich habe auch zu Protokoll gegeben, daß wir besser dran sind, je eher wir einige dieser Fragen im Zusammenhang mit Drogenmissbrauch im Rahmen eines Gesundheitsmodells behandeln und nicht nur in einem Haftsystem."

Als er ein solches Modell mit dem Tabakkonsum und den rückläufigen Nutzungsraten in den USA verglich, sagte er: "Also, wir retten jedes Jahr Zehntausende, Hunderttausende Menschenleben. Wir haben niemand ins Gefängnis gebracht; wir haben nur dafür gesorgt, daß sie gut informiert wurden und wenn jemand eine Abhängigkeit ausbildet, haben wir darauf geachtet, daß wir es einfach für sie einfach gemacht haben Hilfe zu bekommen."

Gemischte Nachrichten aus dem Weißen Haus

Trotz dieser positiven Nachrichten hat Obama vor kurzem sehr deutlich gemacht, daß die Frage der Legalisierung in dem großen Plan der Dinge eine sehr niedrige Priorität einnehmen sollte (und wir dem entgegenhielten, daß er damit falsch liegt!). Von daher haben seine Worte zu diesem Thema zwar Gewicht, doch es ist unwahrscheinlich, daß er sich persönlich in die Sache einmischen wird.

Tom Angell, Vorsitzender der Marijuana Majority sagte: "Wenn es dem Präsidenten ernst damit ist der Wissenschaft zu folgen, dann steht es außer Frage, das er die Legalisierung von Marihuana unterstützen sollte, raus aus Schedule I, welche eine Kategorie ist, die für Substanzen reserviert ist, die angeblich keinen medizinischen Wert haben. Und da es derzeit so schwer ist etwas durch den Kongress zu bekommen, sollte er sogar noch mehr tun als das. Er sollte seine Macht nutzen, damit das Betäubungsmittelgesetz in Sachen Marihuana sofort überarbeitet wird. Das einzige, was ihn daran hindert ist seine eigene Zurückhaltung seinem erklärten Prinzip zu folgen, daß die Wissenschaft die Politik vorgeben sollte."

Unabhängig davon, ob Obama sich dazu entscheidet sich direkt zu beteiligen oder nicht, die Tatsache, daß immer mehr Staaten erwägen medizinisches Marihuana und für den Freizeitkonsum zu legalisieren, sollte andeuten, daß wir innerhalb der USA an den Wendepunkt gekommen sind, um das Verbot zu beenden. Aber Obama muss dazu eigentlich auch gar nichts tun, die Menschen kümmern sich schon selbst darum!

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